Was regt euch gerade auf?

Mein übliches Klopapier ist ausverkauft. Die Leute spinnen doch...
Man weiß sich zu helfen:
1614-hsv-klopapier.jpg
 
Immer noch der Corona- Irrsinn und hier besonders die "unfassbar konsequente " Politik in Deutschland (wie in anderen Bereichen natürlich auch). Einerseits rät Herr Spahn, "nicht notwendige" Reisen nach NRW doch bitte zu unterlassen, andererseits finden da inklusive des gestrigen Paderbornspieles alleine schon vier Bundesligapartien, darunter der Knaller Gladbach- BVB, der nochmal Zigtausende in Sportsbars und ins natürlich rappelvoll ausverkaufte Stadion lockt, statt. Also entweder sagt man, dass man mit allen Mitteln das Virus eindämmen möchte (und dann sagt man wie Italien und die Schweiz solcherlei Massenveranstaltungen eben ab) oder man ist der Meinung, dass man die Ausbreitung eh nicht verhindern könne und alles läuft wie gehabt. Beide Standpunkte haben für mich ihre Berechtigung, aber man sollte sich schon konsequent für einen Weg entscheiden. Vom Besuch der Oma in Herne wird quasi abgeraten, aber du kannst zum Bökelberg pilgern, wo Zehntausende Bier saufen und Bratwurst fressen und danach in riesigen Schlangen an megaekligen Massenurinalen anstehen? Bei jedem Tor fallen sich wildfremde Menschen in die Arme und klatschen miteinander die Viren ab usw usw. Das ergibt für m7ch keinen Sinn.
 
@mezzo19742

1899% Zustimmung :tnx:

Wobei es nicht allein ein Problem der Politik in Deutschland ist, sondern auch eines der EU. Einerseits wirft man der EU - so wichtig sie auch in Gegenwart und Zufunkt für die Mitgliedsstaaten ist, denn globale Probleme lassen sich nicht mit nationalen Egoismen lösen - vollkommen zurecht Überregulierung vor, aber bei so elementare Dingen wie der Eindämmung von grenzüberschreitenden Epidemien lässt sie den Staaten ihr eigenes nationales Süppchen kochen.
 
Immer noch der Corona- Irrsinn und hier besonders die "unfassbar konsequente " Politik in Deutschland (wie in anderen Bereichen natürlich auch). Einerseits rät Herr Spahn, "nicht notwendige" Reisen nach NRW doch bitte zu unterlassen, andererseits finden da inklusive des gestrigen Paderbornspieles alleine schon vier Bundesligapartien, darunter der Knaller Gladbach- BVB, der nochmal Zigtausende in Sportsbars und ins natürlich rappelvoll ausverkaufte Stadion lockt, statt. Also entweder sagt man, dass man mit allen Mitteln das Virus eindämmen möchte (und dann sagt man wie Italien und die Schweiz solcherlei Massenveranstaltungen eben ab) oder man ist der Meinung, dass man die Ausbreitung eh nicht verhindern könne und alles läuft wie gehabt. Beide Standpunkte haben für mich ihre Berechtigung, aber man sollte sich schon konsequent für einen Weg entscheiden. Vom Besuch der Oma in Herne wird quasi abgeraten, aber du kannst zum Bökelberg pilgern, wo Zehntausende Bier saufen und Bratwurst fressen und danach in riesigen Schlangen an megaekligen Massenurinalen anstehen? Bei jedem Tor fallen sich wildfremde Menschen in die Arme und klatschen miteinander die Viren ab usw usw. Das ergibt für m7ch keinen Sinn.
:tnx: Im Kleinen ist es jedoch genauso wenig konsequent. Mein Arbeitgeber hat Dienstreisen bis auf wenige Ausnahmen gestrichen, dazu Seminare und Lehrgänge komplett. Wir sollen keine internen Meetings mit mehr als 10 Leuten abhalten. Zugleich ist die Kantine, inklusive externer Besucher, geöffnet, und ein Großteil der Mitarbeiter kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das verstehe, wer will. Ich glaube, ein Kundentermin, zu dem man mit dem Auto fährt, ist nicht riskanter als eine rappelvolle Kantine mittags oder eine volle S-Bahn... ;)
 
Vor kurzem habe ich die Pressekonferenz mit Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Direktor Robert-Koch-Institut, verfolgt. Was ich daraus mitgenommen habe, die Epidemie wird kommen, wir können sie nicht aufhalten. Wir, als einzelne und die Gesamtheit der Gesellschaft, müssen aber alles tun, um den Verlauf zu verlangsamen. Dazu gehören u.a. abgestimmte Arztbesuche (nicht beim kleinsten Schnupfen die Arztpraxis stürmen und einen Test verlangen), umsichtiges Verhalten in der Öffentlichkeit, meiden von besonderen Krisengebieten (z.B. Südtirol).
Was den Besuch im Stadion angeht: ja, ich würde auch gehen, aber die Umarmung mit wildfremden müsste entfallen, so sie denn stattfinden sollten (meine Frau hat da weniger Glück, die hat immer einen Fremden am Hals hängen, wehren zwecklos :D) und Türgriffe wurden und werden nie mit bloßen Händen angefasst. Und wenn ein Griff in die Viren ;) (z.B. Strassenbahn) nicht vermeidbar ist, reibt man sich hinterher nicht durchs Gesicht und vergisst anschliessend das Händewaschen nicht. Bei eigenem umsichtigen Verhalten kann man vielem aus dem Weg gehen, aber 100%-Schutz gibt es nicht.
 
Vor kurzem habe ich die Pressekonferenz mit Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Direktor Robert-Koch-Institut, verfolgt. Was ich daraus mitgenommen habe, die Epidemie wird kommen, wir können sie nicht aufhalten. Wir, als einzelne und die Gesamtheit der Gesellschaft, müssen aber alles tun, um den Verlauf zu verlangsamen. Dazu gehören u.a. abgestimmte Arztbesuche (nicht beim kleinsten Schnupfen die Arztpraxis stürmen und einen Test verlangen), umsichtiges Verhalten in der Öffentlichkeit, meiden von besonderen Krisengebieten (z.B. Südtirol).
Was den Besuch im Stadion angeht: ja, ich würde auch gehen, aber die Umarmung mit wildfremden müsste entfallen, so sie denn stattfinden sollten (meine Frau hat da weniger Glück, die hat immer einen Fremden am Hals hängen, wehren zwecklos :D) und Türgriffe wurden und werden nie mit bloßen Händen angefasst. Und wenn ein Griff in die Viren ;) (z.B. Strassenbahn) nicht vermeidbar ist, reibt man sich hinterher nicht durchs Gesicht und vergisst anschliessend das Händewaschen nicht. Bei eigenem umsichtigen Verhalten kann man vielem aus dem Weg gehen, aber 100%-Schutz gibt es nicht.
So denke ich auch - und war entsprechend letzte Woche ohne Bedenken im Kino, in der Kneipe - und in Bus & Bahn sowie im Supermarkt ohnehin. Auch mit Türgriffen, Einkaufswagen, PIN-Tasten am Automaten etc. hatte und habe ich kein Problem. Nicht im Gesicht rumfummeln und Hände waschen, sobald man die Option hat, und gut ist's für mich. Dass Leute mit Vorerkrankungen oder aufgrund ihres Alters ggf. mehr Bedenken haben, verstehe ich vollkommen. Die Hamsterkäufe überall derzeit verstehe ich allerdings bei niemandem und hoffe, die unzähligen Konservenbüchsen und Nudeln, die am Ende doch keiner braucht, landen rechtzeitig vorm Verfallsdatum z. B. bei den Tafeln, und werden am Ende nicht weggeworfen, weil sie vergessen wurden.
 
Jo, das verstehe echt wer will. Auch alles so selektiv. Nudeln fast ausverkauft, Kartoffeln waren aber in Unmengen in meinem Supermarkt vorhanden. Die sind doch auch haltbar und kochen muss man beides. Das Billigklopapier war weg, mein gutes Vierlagiges in rauen Mengen da, weil es zwei Euro mehr kostet. Dafür waren Dosenravioli und der Doseneintopf "Hubertus zwei Tage lang ausverkauft und dann waren die Regale wieder voll. Ich meine, wer isst denn diese ekligen Ravioli und den "Hubertus" und das Zeug ist nicht mal billig. Einen Eintopf kann man auch grad noch in großer Menge günstig selber kochen und dann kann man das in Tupperdosen portioniert einfrieren, wenn man dchonndie Quarantäne fürchtet.
 
Ich muss ganz offen sagen, der Virus macht mir persönlich schon "etwas" Angst... aber weniger in Bezug auf meine eigene Gesundheit (bin zwar chronisch krank, aber alles noch im überschaubaren Bereich, nichts schlimmes) als vielmehr in Bezug auf nahe Angehörige, die wirklich richtig schlimm krank sind (bspw. ein Fall einer Leberzirrhose, wo ohnehin mittelfristig ohne Transplantation nichts mehr gehen wird und wo eigentlich kurzfristig ein Krankenhausaufenthalt nötig wäre, die Person aber zögert, weil sie Angst hat, sich anstecken zu können, wenn sie zur falschen Zeit am falschen Ort ist... und meine Mutter (77, Diabetikerin) und die meiner Freundin (84, eingeschränkte Lungenfunktion) sind da zB schon ziemlich gefährdet, besonders Letztere...

Und - ich weiß, das klingt bescheuert, aber die beiden sind wie Kinder für uns - ich sorge mich SEHR um das Wohlergehen unserer Katzen. Tiere können dies wohl eher nicht bekommen, so wie es ausschaut, aber seit wir sie haben, nunmehr 5 Jahre, sind die beiden NIE auch nur einen Tag alleine gewesen... Meine Freundin und ich haben alle Termine, selbst Urlaube, so gelegt, dass immer jemand von uns bei ihnen war. Mindestens eine von den beiden würde keine Woche ohne uns überleben, da bin ich absolut sicher... Tja, diese Scheiß Ohnmacht und Unsicherheit ist das Schlimmste - mal abgesehen von dem hysterischen Verhalten mancher Menschen (siehe Hamsterkäufe von 0815 Dingen des täglichen Lebens).
 
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Ja, totale Überreaktionen allerorten, das geht sogar so weit, das in Kliniken die Desinfektionsflaschen aus den Spendern gestohlen werden.
Aber dieser Virus zeigt, wie empfindlich unser ganzes System geworden ist und das finde ich sehr bedenklich.
Der Diebstahl zeigt vor allem, wie egoistisch unsere Gesellschaft geworden ist. Rücksichtnahme, weil andere etwas dringender brauchen als man selbst, ist offenbar zunehmend die Ausnahme......
 
Ich muss zugeben, ich habe mich auch erstmal über eBay mit Desinfektionsmitteln eingedeckt. Ich habe dann aber angefangen, darüber nachzudenken, woher diese Mittel in diesen Mengen kommen, während überall Knappheit herrscht und Abstand davon genommen, dort weiter einzukaufen. Mir ist es zu rikant, Menschen zu unterstützen, die auf Basis des Leids anderer profitieren.
 
Corona... weil dadurch einige für mich wichtige private Termine abgesagt werden (müssen)...
 
Die Ignoranz einiger Menschen. Einige Bekannte von mir haben das fußballfreie Wochenende genutzt, um quer durch die Republik zu fahren und noch einmal ein ganzes Wochenende "richtig einen drauf zu machen" und durch die Clubs und Kneipen zu ziehen. Nur weil man nicht selbst zu Risikogruppen gehört, ist es trotzdem sehr unsolidarisch entgegen aller Empfehlungen auf Teufel komm raus, öffentlich feiern zu gehen.
 
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