Diese ganzen Aktionen beschäftigen mich gerade ganz schön, sodass ich im Nachhinein diesbezüglich froh bin, dass wir heute nicht gegen Frankfurt gespielt haben...
Würde gerne mal ein paar Leute der einzelnen Vereine visavis fragen, die direkt damit beschäftigt waren solche Plakate zu planen, anzufertigen und im Fussballstadion anzubringen...was sie damit zum Ausdruck bringen oder kritisieren wollen? Ganz ohne vermummte Gesichter...
Wenn ich das für mich selbst zu deuten versuche, ging es ja ursprünglich um die Kritik an der Kommerzialisierung/Vermarktlichung des Fussballs, die man gerade auf die Einzelperson, Dietmar Hopp, ausrichtet. Diese Entwicklung des Fussballs, die ich zwar auch nicht gut finde, ist doch allerdings schon seit vielen Jahren ersichtlich.
Alllerdings frage ich mich, wie Fans einer Aktiengesellschaft oder eines Vereins, der mittlerweile Spieler für 80 Millionen transferiert, dagegen ernsthaft aufschreien können? Wenn ich damit ein grundlegendes Problem habe, kaufe ich mir trotzdem noch ein Ticket und gehe ins Stadion?
Dann wird zum Teil versucht das Ganze als eine Aktion gegen Kollektivstrafen zu erklären. Warum dann nicht an die entsprechenden Institutionen gerichtet...ja, im Fussballstadion geht es manchmal 90 Minuten lang "dreckig" zu und ich würde sicherlich auch mit einstimmen ala "Scheiß HSV, Scheiße 04 oder Scheiß DFB, etc ". Aber eine einzelne Person immer und immer wieder auf ne Zielscheibe zu setzen ist für mich eine völlig andere Dimension. Deshalb kann ich die Strafe gegen Dortmund nach wiederholter Verwarnung auch nachvollziehen.
Wenn diesbezüglich wirklich ein paar offizielle Regelungen verfasst und dann auch konsequent umgesetzt werden sollten, gilt es natürlich auch, wie hier im Forum schon erwähnt...rassistische, homophobe oder ähnliche Anfeindungen mit einzubeziehen.
Das brauch kein Mensch im Alltag und auch nicht in einem Fussballstadion.
Du hast in Einigem recht.
Doch da nur den BVB als Beispiel herauszupicken, finde ich (nicht weil ich BVB-Fan bin) nicht in Ordnung.
Eigentlich sind doch ALLE Profivereine gewinnorientiert.
Egal, ob sie wie Bayern, der BVB und auch Werder Traditionsvereine sind oder wie RBL und Hoffenheim, aus dem Boden gestampft wurden.
Ebenso gibt es in ALLEN Vereinen eine Ultraszene, in der einige auch sehr gewaltbereit sind.
Die gibt es sogar, wie zu sehen, im roten Schickimicki-Verein von der Säbener Straße.
Die, die solche Plakate oder Spruchbänder schaffen, gibt es ebenso in ALLEN Vereinen.
Da ist weder der BVB, noch Werder davon ausgenommen.
Und, egal ob ein Verein eine AG oder sonst etwas ist, ob er viel oder wenig finanzielle Mittel hat, dürfte bei all den Fans nahezu deckungsgleiche Empfindungen vorhanden sein.
Eben nur aus und auf die Sicht zu IHREM Verein.
Die, über die wir hier diskutieren, die mit solchen Fadenkreuz-Bannern und Ähnlichem die Grenze von Anstand, den guten Geschmack und den Respekt zu Einzelpersonen verlieren, haben aus meiner Sicht, die Bezeichnung Fan nicht verdient.
Weil sie indirekt zur Gewalt aufrufen, möglicherweise die Basis für verirrte oder kriminelle Hirne schaffen, das auf den Bannern Geschriebene in die Tat umzusetzen.
In der heutigen Zeit wohl kein allzu abwegiger Gedanke.
Nur hat das alles weder etwas mit dem BVB, noch mit Werder, Bayern oder sonstwelchem Verein zu tun.
Weil es Teil unseres aktuellen gesellschaftlichen Lebens darstellt.
Der Fußball und seine Stadien bieten dabei nur die erstklassische Bühne, alle angestauten Frust herauszulassen.