Gesamtsituation der Mannschaft

Und wieso sah Rashica dann nicht schlecht aus? Josh war gestern schlicht und ergreifend der schlechteste Mann auf dem Platz. Und zwar mit Abstand. Wenn ihm die Bälle nicht versprungen sind wusst er nichts damit anzufangen und er hat Tempo und Spiel verschleppt, keinerlei Übersicht wo sein Sturmpartner ist, schlechte Laufwege und als i-Tüpfelchen rutscht er komplett frei im Raum aus als er mit einem sehr vielversprechenden Pass angespielt wird und einen Konter einleiten könnte (mal nicht zu sprechen von der Szene mit Klaassen in der selbiger mMn. genau deswegen etwas zögert weil der viel besser postierte Sargent keine Anstalten macht den Ball reinzuzimmern). Häufig war er der Grund dafür, daß Bittencourt abbrechen musste weil Josh schlicht nie dort eingelaufen ist wo er hätte einlaufen müssen. Rashica auf der anderen Seite hat sich dann schlicht selbst die Angriffe erarbeitet denn mit Friedl hinter ihm geht offensiv bekanntlich über unsere linke Seite fast nichts. Der einzige Grund weshalb ich in einer Benotung nicht eine glatte 6 auspacken würde, ist, weil er sich reingehauen hat und hier und da ein paar hohe Bälle behaupten konnte. Ein solches Spiel von Osako und wir hätten hier alle gemeinsam in die Tischkante gebissen. Josh soll dennoch wieder spielen, Welpenschutz braucht er aber nicht.

Du vergleichst auch jemanden der vor Selbstbewusstsein strotzt mit jemanden der gerade mal wieder das erste Spiel nach Verletzung gemacht hat in einer Situation wo die Mannschaft kaum funktioniert.

Gleichzeitig erwarte ich von einem erfahrenen Osako auch mehr und gehe mit ihm härter ins Gericht als mit einem unerfahrenen Sargent.

Natürlich hatte er Szenen wo er schlecht aussah aber als schlechtesten Spieler habe ich ihn trotzdem nicht gesehen. Da waren zwei drei andere auf ähnlichem Niveau.
 
Er hat doch Recht,natürlich war er richtig schlecht gestern.
Da fehlte es,wie bereits angeklungen an den Basics wie Ballan-mitnahme und Laufwegen ,Freilaufen.
War nicht sein Spiel,darf man einem 18(?)jährigen aber auch mal zugestehen,es gibt leider auch keine Alternative vorne drin.
 
Ein erster richtiger Schritt, Defensiv war es sehr stabil und endlich mal zu Null und wir @FatTony schrieb, die ersten 20 Minuten auch spielerisch in den eigenen Reihen mit viel eigenem Ballbesitz gut anzusehen.
Mit Ludde über links bekäme dieses System noch mehr Schub über die linke Seite.
Friedl schiebt da einfach zu wenig mit an, es ist einfach nicht seine Parade Position.
Auffällig auch, dass Bittencourt häufig seine Läufe abgebrochen hat und häufig lieber hinten rum gespielt hat wodurch sich Düsseldorf neu staffeln konnte, mit Goller wurde es über die Seite wieder etwas offensiver zum Schluss.
Mir fehlt aber der zentrale Spielmacher, da waren Davy und Maxi beide sehr blass gestern, ein Bentaleb bringt da offensiv viel mehr Dynamik und Schusskraft mit.
Ja und ganz vorne muss jetzt irgendwo ein Knipser her, ein Sargent alleine reicht nicht, wir brauchen endlich vorne einen Abschlussspieler mit einer gewissen Ausstrahlung, Wucht und Abschlussstärke.
Das war bei Werder immer die Position mit Spielern wo jeder Abwehrspieler Angst vor hatte.
Diese Stürmer mit Ausstrahlung fehlen in unserem Kader schon viel zu lange, andere Teams der Liga sind da durch den Lücke Ausfall einfach besser aufgestellt und das ist Mist.


Na ja. So wie ich dazu neige, ein Spiel pessimistisch zu sehen, so neigt unser geschätzter Mitforist @FatTony zu einer sehr optimistischen / beschönigenden Darstellung eines Spielverlaufs, so zB nach der 1:6 Klatsche in München, wo seine Worte zwangsläufig den Eindruck hinterließen, daß die Spielstärke der Bayern galaktische Ausmaße hatte - jedoch dabei unter den Teppich kehrte, daß daß die Gegenwehr dieser Werder-Elf in der 2. Halbzeit gelinde gesagt überschaubar war, denn 4 Toren in 12 Minuten sind auch für unsere Schießbude des Guten bzw. Schlechten zu viel.

Zum gestrigen Spiel: die ersten 10-15 Minuten waren spielerisch ganz okay (wie viel % Ballbesitz dabei war, ist mir nebenbei angemerkt relativ wumpe, denn wichtiger sind die Anzahl und vor allem die Wirkungen der zwingenden Aktionen vor dem gegnerischen Tor), zumindest gemessen an den dahingehenden "Leistungen" in den letzten 4 Partien der Hinrunde, die jedoch aufgrund ihrer desolaten Zustände kein Maßstab seinen sollten. Daher sollte man sich von dieser ordentlichen Anfangsphase auch nicht davor blenden lassen, daß über den wesentlich größeren Rest vom Mittelfeld relativ wenig Kreatives kam und auch in der Defensive war das MF, besonders im zweiten Teil der 1.HZ, nicht gerade berauschend.

Unabhängig davon gibt es beim Spiel des 16. gegen den 17. ohnehin wichtigere Tugenden als spielerische Elemente gefragt, ganz besonders KAMPF. Hier wusste die Mannschaft insgesamt zu gefallen, stellvertretend genannt vor allem Moisander. Er war heiß wie Frittenfett; so wie er gestern muß ein Mannschaftskapitän Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft vorleben - ganz besonders, wenn es um nicht weniger als die nackte Existenz in der Liga geht. Seine dahingehende Präsenz war, auch bei Szene, die zu seiner gelb-roten Karte führte, vorbildlich - SO muß ein Skipper auftreten; ohne jedoch unflätige Worte gegenüber den Schiri loszulassen, die (wie schon im Thread von NM geschrieben) die einzige plausible Erklärung für Gelb und somit Gelb-Rot wären- aber selbst dann hätte Brych durchaus Fingerspitzengefühl zeigen dürfen. Daß er es nicht tat, ist wohl auch eine Folge des unsäglichen Regelwerks, in dem "gefühlt" verbale Fouls - so wenig sie auch dem Geist des Fair Play entsprechen - eine größere Gewichtung haben körperliche Fouls. Apropos Foul: bei nochmaliger Betrachtung des letzten Szene fällt es bei objektiver Sichtweise schwer, hier ein vorsätzliches Foul von Bodzek an Pavlas sehen zu können/wollen. Klar, das Einsteigen wirkt sehr ungestüm, auch weil Pavlas und Vogt am Boden liegen. Doch das alles passierte außerhalb des 16ers in wenigen Sekunden, in den Bodzek nicht erahnen konnte, wie schlimm es Vogt erwischte und hinzu kam wohl auch der Adrenalinschub, daß dies die letzte Chance für die Fortunen war, den Ausgleich zu erziehen.

Unterm Strich bleibt ein enorm wichtiger Dreckssieg gegen einen Abstiegskonkurrenten - und vor allem, daß KV mit einer Gehirnerschütterung vergleichsweise glimpflich davongekommen ist. Daß es das erste Zu-Null in dieser Saison war, ist zwar einerseits erleichternd, jedoch bietet es in Anbetracht der Tatsache, daß dieses erste Zu-Null erst am 18. Spieltag erfolgte, keinen Anlass für Lobeshymnen. Diese 3 Punkte und das daraus gewonnenen Selbstbewußtsein sollten ENDLICH die Basis für eine zumindest kleine Erfolgsserie sein, in der mit einem Sieg über die Hopps Sieg nachgelegt wird, um möglichst schnell aus dem Tabellenkeller rauszukommen und um die bisher desolate Heimbilanz aufzupolieren.
 
wenn werder nicht entscheidend mehr heimstärke entwickelt, kann man den klassenverbleib abhaken - zb gegen hoffenheim ist ein sieg alternativlos, denn um die erforderlichen punkte zur rettung zu erzielen, werden heimsiege unvermeidlich - dh noch m/m 5 siege und 3 remis und das geht nicht nur auswärts!
Werder wird Auswärts Punkten müssen weil Sie Zuhause noch Punkte liegengelassen.
 

Du hast gesagt, ein Stürmer kann in so einem Spiel nur schlecht aussehen. Und das ist eben nicht richtig weil bei uns zwei Stürmer auf dem Feld standen und einer nicht schlecht aussah. Also war es nicht prinzipbedingt.

Da waren zwei drei andere auf ähnlichem Niveau.

Da gehen unsere Beobachtungen weit auseinander. Macht aber ja nichts.
 
Naja Eigentore sehen für mich anders aus.Moisander köpft den Towart an und dann geht er aus 50cm rein,kann man mMn auch Moisander gutschreiben aber sei es drum.
Es ist ohnehin Unsinn, zwischen Tor und Eigentor zu differenzieren, wo soll da die Grenze gesetzt werden? Im Eishockey ist das viel einfacher, da wird der letzte Spieler der puckführenden Mannschaft als Torschütze gewertet, auch wenn ein Spieler des verteidigenden Mannschaft die Scheibe mit Schläger, Schlittschuh oder wie auch immer ins eigene Tor befördert.

Ich würde Sargent nun nach einem zugegeben sehr schlechten Spiel noch nicht abschreiben,das geht mir viel zu schnell.
:tnx:
Eben, was dabei rauskommen kann, wenn ein junger Spieler zu schnell abgeschrieben wird, hat man ja hier zB bei Kruse, Harnik oder Füllkrug gesehen.
 
Na ja. So wie ich dazu neige, ein Spiel pessimistisch zu sehen, so neigt unser geschätzter Mitforist @FatTony zu einer sehr optimistischen / beschönigenden Darstellung eines Spielverlaufs, so zB nach der 1:6 Klatsche in München, wo seine Worte zwangsläufig den Eindruck hinterließen, daß die Spielstärke der Bayern galaktische Ausmaße hatte - jedoch dabei unter den Teppich kehrte, daß daß die Gegenwehr dieser Werder-Elf in der 2. Halbzeit gelinde gesagt überschaubar war, denn 4 Toren in 12 Minuten sind auch für unsere Schießbude des Guten bzw. Schlechten zu viel.

Gequirlter Unsinn wie das hier ist der Grund dafür, daß man dieses Forum eigentlich komplett meiden möchte. Und tiefer gehe ich auf deinen erfundenen vulgo erlogenen Mist auch nicht ein.
 
Also ich fand Sahin und Friedl gestern genauso unterirdisch wie Sargent.
Friedl macht aus seiner körperlichen Kraft viel zu wenig, Power hat der ohne Ende er dreht den Motor nur nicht auf Hochtouren, sondern er spielt irgendwie immer mit angezogener Handbremse, der darf und muss sich einfach viel mehr zutrauen. Körperliche Power hat er genug. Er weiß es anscheinend nur noch nicht.
Mehr Mut in die eigene Stärke.
 
Also ich fand Sahin und Friedl gestern genauso unterirdisch wie Sargent.

Friedl hat defensiv ausnahmsweise mal kaum was falsch gemacht. Mit dem Ball selbst wusste er aber in der Tat nichts anzufangen. Bedeutet aber auch, daß er die Minimalanforderung gebracht hat, nämlich den Laden hinten mit dicht zu halten. Hab mir mal die SKZ-Noten der drei angesehen:

Marco Friedl: Musste einmal mehr auf der linken Seite ran. Fiel defensiv nicht negativ auf, wohl aber mit eigenen Ballverlusten. Note 4

Nuri Sahin: Mit seiner Aufstellung war nicht gerechnet worden. In der Vorbereitung war Sahin nur zweite Wahl gewesen, nun rückte er wieder auf die Position des Sechsers. Fiel zunächst nur mit einem Foul auf, für das er Gelb sah (29.). Immerhin hatte er damit gezeigt, dass er die Forderung des Trainers nach mehr körperlichem Einsatz verstanden hat. Gut auch, dass er in der 83. Minute erfolgreich einem Düsseldorfer Schuss im Weg stand. Note 4

Josh Sargent (bis 86.): Nach zwei Toren im Test gegen Hannover 96 wähnte man den Stürmer in guter Form für die Rückrunde. Aber Pustekuchen! Sargent spielte unglaublich schwach. Keine Abstimmung mit Sturmpartner Rashica, versprungene Bälle, null Tempo in den Aktionen. Das hatte kein Bundesliga-Niveau. Note 5,5
 
Es ist ohnehin Unsinn, zwischen Tor und Eigentor zu differenzieren, wo soll da die Grenze gesetzt werden? Im Eishockey ist das viel einfacher, da wird der letzte Spieler der puckführenden Mannschaft als Torschütze gewertet, auch wenn ein Spieler des verteidigenden Mannschaft die Scheibe mit Schläger, Schlittschuh oder wie auch immer ins eigene Tor befördert.


:tnx:
Eben, was dabei rauskommen kann, wenn ein junger Spieler zu schnell abgeschrieben wird, hat man ja hier zB bei Kruse, Harnik oder Füllkrug gesehen.
Alle drei sind hier nicht zu schnell abgeschrieben worden, sondern haben einfach ihre Zeit gebraucht, um auf das entsprechende Niveau zu kommen.
 
Friedl macht aus seiner körperlichen Kraft viel zu wenig, Power hat der ohne Ende er dreht den Motor nur nicht auf Hochtouren, sondern er spielt irgendwie immer mit angezogener Handbremse, der darf und muss sich einfach viel mehr zutrauen. Körperliche Power hat er genug. Er weiß es anscheinend nur noch nicht.
Mehr Mut in die eigene Stärke.
Kommt mir auch so vor.
Scheint mir jemand zu sein,den man in den Hintern treten muss.
Richtung Schönwetterspieler.
Klar,kaum Fehler gemacht hinten aber war Düsseldorf nicht besonders offensiv und er auch nicht oft gefordert.
Mir ist das viel zu wenig.
 
Aber was hatte Moisander gemacht? Laut Fröhlich dies: „Wenn man sich das genauer anschaut, dann ist der Bremer Spieler nicht orientiert zu dem Spieler Vogt, er kennt nicht den Verletzungsstand, er sieht vielleicht die Situation mit dem Torhüter, er ist eigentlich ein Unbeteiligter. Und das Erste, was er macht, ist: Er schubst einen Gegenspieler weg. Danach geht er zum Schiedsrichter und reklamiert höchst gestikulierend. Anschließend kommt es dann auch zu einer Rudelbildung, an der er mitwirkt.“ Gelb-Rot für Moisander sei deshalb „aus unserer Sicht nicht überzogen und wird auch unterstützt“.

HERR FRÖHLICH, nach dieser ihrer Aussage, werde ich mal ganz genau auf die gegen die Schiedsrichter Dauerlamentierenden Bayernspieler achten die permanent in JEDEM Spiel ein Rudel vor dem Schiedsrichter bilden!

Beispiele gefällig für Bayernrudel ?!?!

rudelbildung-nach-einem-foul-des-leipzigers-emil-forsberg-reden-saemtliche-bayern-spieler-auf-schiedsrichter-felix-zwayer-ein-.jpg

bayern-muenchen.jpg

...und hier der "größte" Rudelbilder der Bayern!
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Zuletzt bearbeitet:
So, dann gebe ich jetzt auch noch meinen Senf zur Gesamtsituation, erst heute, weil gestern bei mir die Emotionen einfach zu groß waren...

Ja, Emotionen, weil gestern ging es um irrsinnig viel, war das vielleicht wichtigste Saisonspiel überhaupt. Zwei Dinge waren mein Wunsch und mein Ziel:
-ein Dreier, egal wie, am liebsten aber richtig dreckig
-die Einstellung, ich wollte sehen, das die Mannschaft endlich die Tabellensituation begriffen hat und den Abstiegskampf annimmt

Beides ist eingetroffen, tief erleichtert bin ich aus dem Stadion, aber dennoch war die Freude eingetrübt. Zu dem Zeitpunkt bin ich davon ausgegangen, das unsere komplette Dreierabwehrkette mehr oder weniger lang ausfallen würde. Topraks Auswechslung konnte ich mir nur mit einer Verletzung erklären, warum sonst holt man den besten Abwehrspieler bei diesem Spielstand in diesem enorm wichtigen Spiel raus? Weiß allerdings immer noch nicht, was der Grund war. Dazu dann das Fiasko in der Nachspielzeit, mir schwante böses, als ich den Krankenwagen mit Vogt aus der Arena rasen sah. Zum Glück gabs hier leichte Entwarnung, dennoch wird Vogt wohl gegen Hoffenheim kaum spielen können. Dazu die Witzkarte gegen Moisander.

Und da sind wir bei der Dreierkette. Wie ich schon am Donnerstag geschrieben habe, ist das ganz klar meine Wunschformation für die gesamte Rückrunde in genau der Besetzung und den Positionen. Weil die für unser vorhandenes Personal maßgeschneidert ist. In Düsseldorf war sie bärenstark, ich hatte ein ungemein sicheres und beruhigendes Gefühl. Wann war das zuletzt bei unserer Abwehr der Fall? Vogt mit einem klasse Einstand trotz der kurzen Eingewöhnungszeit, der perfekte Neuzugang für hinten. Toprak sehr stark, Moisander zuverlässig. Geballte Erfahrung hinten drin, sehr wichtig in dieser Situation. Auf Sicht wünsche ich mir hier aber einen jungen IV dabei.

Im Mittelfeld fehlt ganz klar die Kreativität nach vorne, das wird vor allem in Heimspielen ein Problem werden. Hier sehe ich es aber als Vorteil an, fast alle starken Teams zu Hause zu haben. Da müssen und werden wir nicht das Spiel machen müssen. Ein Bentaleb hätte uns (sportlich) so gut getan, aber das wird wohl nichts mehr.

Im Sturm wie ich auch schon geschrieben habe: Sargent ist noch zu unkonstant, um über die gesamte Rückrunde Startelf zu spielen. Gestern ein schwächeres Spiel von ihm, ich mache ihm da allerdings keine Vorwürfe. Der Junge ist noch am Anfang seiner Entwicklung. Rashica wie befürchtet in seiner neuen Rolle oft zu weit hinten, besonders in der ersten Halbzeit. Da müßte eigentlich dringend noch jemand her.

Ausblick für Hoffenheim: Eigentlich ein Spiel, das wir gewinnen müssen. Die sind aktuell schlagbar, sah man auch gestern. Und ausgerechnet in diesem Spiel jetzt die Ausfälle hinten. Ich hoffe, das wenigstens Toprak dabei ist und Augustinsson bis dahin fit ist. Dann könnte Friedl in die Dreierkette auf Moisanders Position und Veljkovic für Vogt rein. Außerdem würde ich Sahin gegen einen Offensiven tauschen, wobei eigentlich nur Osako in Frage käme. Hoffentlich kommt der bald in die Spur, in Düsseldorf war er zu Recht auf der Bank.

Ausblick allgemein: Der Sieg war enorm wichtig, ohne Frage. Aber es gibt null Gründe zu denken, das wir jetzt das Feld von hinten aufrollen. Dafür gibt es viel zu viele Schwachstellen in unserem Team dank der "tollen" Kaderzusammenstellung. Wir müssen jetzt einfach sehen, zu punkten wo es nur irgendwie möglich ist. Das werden noch sehr, sehr schwere Wochen und Monate. Immerhin scheint die Mannschaft jetzt begriffen zu haben, das sie weiß wo sie steht und das sie dort zu Recht steht. Düsseldorf war ein wichtiger und guter Anfang, aber eben nur ein Anfang.

Paderborn und Düsseldorf sollten wir eigentlich hinter uns lassen können, ohne die -besonders Düsseldorf- zu unterschätzen. Köln und Mainz sehe ich als Hauptkonkurrenten um Platz 16. Sehr ärgerlich daher auch der Kölner Sieg gestern, dafür hat aber Mainz sein Heimspiel verloren. Die restlichen Mannschaften halte ich einfach für zu stark für ganz unten. Hertha ist personell einfach zu gut besetzt, Augsburg und Union auch gestern zum Rückrundenstart wieder bärenstark. Frankfurt sowieso absurd. Da hat Hütter übrigens eindrucksvoll gezeigt, wie man in solch einer Situation reagiert. Kein Gefasel von "wir halten an unseren Zielen fest", sondern FRÜHZEITIG eingesehen, wo man steht, Ziele korrigiert und sich sofort der Situation angepasst. Perfektes Krisenmanagement!
 
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