Bremen
Moderator
Das hat FB in einem WK-Interview im Herbst 2019 auch so bestätigt – und fungierte somit als Türöffner für den Verletzungsteufel. FB hat hierbei zu sehr auf das Prinzip Hoffnung gesetzt, ganz nach dem Motto, dass es so gut weitergeht wie bisher - welches auf von langjährige Werderanern besetzten Stühlen der Verantwortung gerne über Gebühr strapaziert wird und wurde; mit dem bekannten Resultat, dass binnen kürzester Zeit aus einem langjährigen CL-Teilnehmer ein mittlerweile noch länger langjähriger Abstiegskandidat wurde..
Allerdings glaube ich wirklich man hat wohlwissend der Verletzungsanfälligkeit ganz bewusst verpflichtet, weil man die Spieler auch haben wollte und einfach gehofft das es gut geht. Tja und dann hat der Verletzungsteufel auch wirklich jede Option gezogen.
Selbstverständlich muss ein Verantwortlicher auch zu unternehmerisches Risiko bereit sein – dies jedoch nur in einer ausgewogenen Balance zur Risikominimerung. FB tat basierend auf dem v.g. Prinzip Hoffnung in der Sommer-TP jedoch gegenteiliges, denn 2 Abgängen von verletzungsnfälligen Spielern (Kruse, Harnik) standen 3 Neuverpflichtungen dieser Spezies (Bittencourt, Füllkrug, Toprak) gegenüber. Mit der Folge, daß wie bereits hier dargestellt, die durchschnittliche Ausfallzeit von Spielern mit hoher Verletzungsanfälligkeit von 46 Tagen in der gesamten Saison 18/19 sich in knapp halben Jahr auf 82 Tage (Stand 19.12.2019) bedenklich anstieg, weil 7 der bei Saisonbeginn kumuliert 11 verletzen Spieler zu den besonders verletzungsanfälligen gehören. Daher macht man es sich mit der Aussage, dass die Verletzenmisere in dieser Saison ausschließlich oder überwiegend in Pech begründet ist, etwas zu einfach.
Wer in seinem Fahrzeugbestand verstärkt auf billige, weil pannenanfällige Montagsautos setzt, der muss zwangsläufig auch damit rechnen, dass pannenbedingte Ausfallzeiten auch mal höher sein können als in der Vergangenheit, so dass ggf. auch die hauseigene Werkstatt irgendwann an ihre Grenzen stoßen kann. Somit ergibt sich viel Raum für die Spekulation, ob auch bei der Besetzung des Posten Mannschaftsartztes personelle Fehlentscheidungen getroffen wurden oder diese Fluktuation von mittlerweile Doc #3 in gerade einmal einem halben Jahr ggf. nur die Bauernopfer einer verfehlten Transferstrategie mit vielen hoch verletzungsanfälligen Spielern gewesen sind.



