Gesamtsituation der Mannschaft

Uns fehlt mMn einfach sehr oft die Kompaktheit, wir kommen kaum mal in Defensive Zweikämpfe.
Mir scheint es auch so dass wir die gar nicht suchen, speziell Maxi läuft zwar viel und stellt auch Räume zu aber defensive Zweikämpfe sehe ich von ihm kaum mal, ist er wohl auch nicht der Spielertyp dafür.
Da wird teilweise bis zum Erbrechen gestellt anstatt dazwischen gehauen, die Aktion von Friedl mag Zufall gewesen sein, dass sie das so eklatant aufzeigt aber ich beobachte immer wieder, dass wir die direkte Konfrontation meiden.

Natürlich hat der Trainer seine Gründe, warum er dies und das so macht wie er es macht....
Ich kann doch auch nur das bewerten was ich auf dem Platz sehe, dann lese ich z.B Interviews, höre Aussagen in Pressekonferenzen und dementsprechend bilde ich mir dann eine Meinung und erhebe ja auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.
Diejenigen die sowas tun und das Rad erfunden haben gibt es, auch hier aber zu diesen zähle ich mich nicht.

Auf mich wirkt es einfach so, dass Kohfeldt eine sehr klare Vorstellung davon hat wie er spielen möchte, das ist soweit auch wünschenswert und sieht man ja auch auf dem Platz.
Das Problem was ich einfach sehe ist, dass es von dieser Idee keine Abstufungen gibt und man zuletzt hoffte, es möge besser werden indem man vorne einen mehr macht als man hinten zu lässt, dass der Knoten quasi von alleine platzt....
Es geht doch nur nicht mir so, dass man sich an alte Zeiten zurück erinnert fühlt und damit meine ich nicht die erfolgreiche Zeit von Schaaf...
Ist aber für meine Argumentation auch uninteressant ob nun einige das genauso sehen möchten oder nicht, allein die Statistik der geschossenen in Relation zu den Gegentoren spricht doch die deutlichste Sprache.

Ich hatte schon mehrmals gesagt, dass uns die Offensivstärke von Klaassen und Eggestein oft abgeht, weil diese zu viele Defensivaufgaben für Sahin mitmachen müssen oder diesen zu oft unterstützen müssen.
Auf dieses Problem gibt es in unserem Kader auch nur eine Antwort, auf die du selber kommen wirst.
 
Welchen restlichen Part? Dass sich hier seit Jahren nichts bewegt und wir mit Platz 8 zufrieden sind? Dass man die Abwehr als notwendiges Übel betrachtet? In welcher Glaskugel kann ich das sehen um darauf sachlich und inhaltlich einzugehen?

Jetzt mal Butter bei die Fische: Was macht Kohfeldt eigentlich konkret falsch?

Wir finden Kohfeldt ja alle gut und es führt ja auch keiner ernsthaft eineTrainerdiskussion. Aber weil Du fragst, hier ein paar Punkte, die er mMn noch verbessern kann:

Er wechselt oft zu spät und stellt nicht immer nach dem Leistungsprinzip auf. Dazu ist unsere Spielweise recht ausrechenbar mittlerweile. Gerade das Abwehrverhalten sieht für mich fast immer wie folgt aus:

Vorne wird alibimäßig "angelaufen", im Mittelfeld "verschoben" und so begleiten wir den Gegner regelmäßig bis an unseren Strafraum, ohne das irgendjemand in die Zweikämpfe kommt. Gleiches Prinzip bei Standards gegen uns: Alle sind eigentlich recht gut in der Ordnung und stehen ganz gut, aber keiner führt ernsthaft einen Zweikampf. Das ist eine Sache, die der Trainer vermitteln MUSS: Taktik und Ordnung sind wichtig, aber ungefähr genauso wichtig sind Einsatz, Leidenschaft und gerade defensiv auch eine gesunde Härte. Daran hapert es ganz offensichtlich.

Aber Flo ist noch jung und wird hoffentlich aus den Fehlern lernen.
 
Vielleicht hatte man da eben einfach etwas mehr Glück und dieses Jahr mehr Pech.

Das bestreite ich gar nicht. In Anbetracht der Verletzungsdauer im Vergleich zur restlichen Buli ist es aber auffällig - aber erst mal auch nicht mehr... die konkreten Ursachen dazu können wir tatsächlich nur vermuten.
Mehr Ausfalltage können ein Indiz dafür sein, dass der Spieler auch in Zukunft häufiger verletzt ist. Wie schon gesagt: gefühlt war für mich der Kader nicht so aufgestellt - schaut man auf die Vergangenheit der Verletzten ist eine höhere Wahrscheinlichkeit auf Grund der Erfahrungen aber nicht von der Hand zu weisen: Das alles ausschliesslich mit Glück, Pech und/oder Zufall ab zu tun wäre zu einfach. Das heisst nicht, dass FB für mich allein schuld an der Misere trägt, denn planbar ist in diesem Geschäft gar nichts. Man muss sich nur mal Naldo und seinen Weggang in Erinnerung rufen...


Allerdings ist diese Diskussion sowieso müßig so lange eine Verletzung wie die von Füllkrug mit irgendwelcher Anfälligkeit begründet wird. Letztlich dient das alles eh nur einem Zweck: Man will auf etwas oder jemanden zeigen können. Und es hinterher dann eben besser wissen ;) In diesem Fall zb ist Baumann schuld daran, daß Goller dem Lücke die absolut intakten aber högscht anfälligen Bänder zerfetzt hat.

Da bin ich wieder komplett bei dir. Man muss, speziell in diesem Fall, die Verletzungen auch einmal losgelöst von der Vergangenheit sehen: Hätte man Selke geholt und er wäre in diesem Zweikampf gewesen, hätte es Ihn auch treffen können. So war es halt Lücke und es passt in den Argumentationsstrang, auch wenn die Verletzung erst einmal gar nichts mit der Historie zu tun hat ;-)
 
Das alles ausschliesslich mit Glück, Pech und/oder Zufall ab zu tun wäre zu einfach.

Wenn aber unter ansonsten gleichen Voraussetzungen so derartig unterschiedliche Szenarien zu sehen sind, dann ist der Zufall oder eben Pech/Glück der Faktor, der das Pendel ausschlagen lässt. Es kann nicht diese Saison vorhersehbar viele Verletzte gegeben haben wenn letzte Saison alles normal war. Entweder war es vorhersehbar, dann hatten wir letzte Saison Glück. Oder es war es nicht dann haben wir diese Pech. Oder man glaubt Kohfeldt nicht wenn er sagt, dass sich im Training nichts gravierend verändert hat.
 
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Okay, der ein oder andere (Dutt, Nouri) wollte nur noch defensiv spielen, was natürlich auch irgendwann in die Hose geht.
Wieso kriegen wir es einfach nicht hin, eine ausgewogene Truppe aus Defensiv und Offensivspielern auf den Platz zu bringen, die erfolgreich Fussball spielt wie es bei jedem anderen Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) zumindest temporär mal funktioniert und man dort auch einen Ertrag sieht?

Das Verrückte bei Nouri war ja, das er in seiner ersten Saison besonders gegen Ende totalen Offensivfußball spielen ließ. Ich kann mich noch an das Spiel in Köln erinnern (3:4 verloren), wo er in der 2. Halbzeit sechs (!!!) Stürmer spielen ließ. Auch durch diese völlig übertriebene Offensive wurde der nahe EL-Platz damals verpasst.

Was dann aber in der Sommerpause in Nouris Kopf vorging, ist mir bis heute ein Rätsel. Umkehr in das komplette Gegenteil, Defensive total. Höhepunkt hier das Heim(!)Pokalspiel gegen Hoffenheim, wo wir quasi mit zwei Viererketten fast nur verteidigten, die AV verdoppelt wurde.

Wie Du schon schreibst, ist es wirklich so schwer, ein ausgewogenes Verhältnis von Offensive und Defensive hinzukriegen? Das schafft mittlerweile fast jeder BL-Verein...
 
Jeder Trainer nach Schaaf hatte seine großen Serien, "Wir dagegen nicht" ist schlicht nicht wahr. Wie nachhaltig so eine Serie aber ist, das muss sich immer zeigen. Mir hat der große Ausreißer Freiburg jetzt ehrlich gesagt keine große Angst gemacht, wenn es halbwegs normal läuft schicken wir die mit 4:0 nach Hause, läuft es vorne schlecht, dann halt nur 2:0 und will man sich mal wieder selbst ins Knie schießen, dann eben 2:2.

Tja, die REALITÄT ist aber, das Freiburg mit fast doppelt so viel Punkten wie Werder in der Tabelle ganz vorn steht! Aber das ist natürlich alles nur Zufall und gaaanz viel Glück. Eigentlich sind WIR ja viel besser als die, was man ja im direkten Aufeinandertreffen auch gesehen hat...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hab ich beim FM2020 mal probiert - Ergebnis:
Weniger eigene Chancen, weniger gegnerische Chancen ABER das gleiche Problem wie immer:
böse einzelne Aussetzer und in der Abwehr und damit keine Chance zu gewinnen :lol:
Dann teste doch mal mit welcher Aufstellung wir bei Fifa ohne Punktverlust aktuell noch Meister werden und posten sie hier! :ugly:

Übrigens habe ich mit der Aufstellung den BVB zweimal weggehauen.:D
 
Dazu ist unsere Spielweise recht ausrechenbar mittlerweile.

Und dennoch schwer zu verteidigen. Sonst kämen wir ja nicht zu so vielen Chancen. Ich finde im übrigen nicht, das wir im Grundsatz den Gegnern zu viel Platz lassen. Ich sehe aber auch dieses "Begleiten" und zwar immer dann, wenn wir uns zurückziehen und vermeintlich defensiver werden. Gerade zum Ende hin. Genau deswegen graust es mir ja auch davor, das manche Vorstellung hier aus dem Forum umgesetzt würde oder noch schlimmer, das Klaassen und Megge beide vorne herumturnen dürften wenn nur Bargfrede spielen würde, wie es in einem anderen Beitrag angedeutet wird. Kreuz die Finger, das Ludde morgen spielen kann.
 
Dann teste doch mal mit welcher Aufstellung wir bei Fifa ohne Punktverlust aktuell noch Meister werden und posten sie hier! :ugly:

Übrigens habe ich mit der Aufstellung den BVB zweimal weggehauen.:D

Nicht Fifa, den Football Manager 2020 von Sega :D

Ich teste schon seit Tagen, Verletzte hab ich auch ohne Ende und das passt sogar überein, Lücke mit Kreuzbandriss im 3. Spiel :ugly: :D

Die besten Ergebnisse tatsächlich mit Raute bis jetzt - Bargi auf der 6, Sahin und Maxi auf der 8, Klaasen auf der 10
und Rashica und Osako im Sturm. In der Abwehr funktionieren Groß und Vejkovic im Zentrum bei mir am besten, kein gescheiter Spielaufbau, nur lange Bälle auf Sahin oder Klaasen aber dafür OHNE dicke Patzer wie von Toprak + Moisander + Langkamp in einer Tour, Eigentore und verdaddelte Bälle am eigenen Strafraum :D
Außen Theo bzw. Friedl, Lang als Einwechselspieler für beide Seiten.

Reichte bis jetzt tatsächlich für Platz 9 in der Tabelle, 10 Punkte hinter der EL und 12 vor der Relagation, dafür aber im Hinspiel ein 1:0 Sieg gegen die Bayern nach 40(30 aufs Tor) : 1 Torschüsse für die Bayern :lol::lol:
 
Kommen sie denn von der Stelle oder reicht die Bewegung in einem Fahrstuhl auch aus? Machen die was aus ihren teils hohen Transfereinnahmen? Manchmal hat man hier echt das Gefühl, man würde für ein Jahr EL sogar den Abstieg inkauf nehmen. So oft wie Freiburg positiv genannt wird. Na dann, lasst uns ein Lied anstimmen und ab in die 2. Liga.
Ein Jahr 2. Liga? Bei der Gegentorflut in diesen Jahrzehnt arbeit(et)en wir tüchtig an exakt dieser Umsetzung :ugly:

Daß Freiburg so oft positiv genannt wird, liegt es höchstwahrscheinlich daran, daß sie aus ihren (selbst im Verhältnis zu den unsrigen) bescheidenden finanziellen Möglichkeiten verhältnismäßig mehr herausholen als wir. Diese gute Arbeit darf dann schon mal lobend erwähnt bzw. sportlich fair anerkannt werden, statt diese - schon gar nicht bei derzeit 10 Punkten Rückstand - von oben herab abzuwerten; das erinnert doch sehr an die Kommentare in den HSV-Foren in den Jahren vor deren eigenem Abstieg, in denen die Rothosen in der Tabelle mehr oder weniger weit hinter uns standen. Ganz abgesehen davon, daß der jährliche Ligaverbleib beim SCF stets als ein Erfolg verbucht werden kann, während für uns als mittlerweile Dino der Liga mit dem wiedererweckten Anspruch Europa der Klassenerhalt obligatorisch ist.
 
Ich sehe das nicht von oben herab.
Trotzdem stehen die auch zu einem großen Teil oft da oben weil andere mit mehr oder gar deutlich mehr Mitteln Scheiss Arbeit machen.
Freiburg erfindet den Fussball ja nicht neu,auch gegen uns war das biederer 08/15Fussball,diszipliniert okay der aber leider gereicht hat und effektiv war.
 
Diese gute Arbeit darf dann schon mal lobend erwähnt

Diese gute Arbeit wird bundesweit lobend erwähnt und das ist auch richtig so. Freiburg ist eine sehr entspannte Alternative zum normalen Fußball-Alltag. Wenn man nun aber böse wäre würde man sagen: Die haben ihre Nische gefunden und sonst keine Ambitionen. Was Freiburg macht, wäre in Bremen nicht einem einzigen Fan zu verkaufen. Denn deren Mantra ist: "Wenn wir absteigen, steigen wir halt ab. Läbbe geht weiter!" In Bremen erwartet man aber eine Entwicklung und genau deswegen ist Freiburg halt ein schlechtes Beispiel. Denn dort gibt es keine. Ist aber ja auch nicht deren Anspruch.
 
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