Formel 1

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Ferrari ist die personifizierte schlechte Verlierer-Show. Wenn sie aus der Formel 1 aussteigen wollen, obwohl sie damit Aber-Millionen sparen könnten, wäre das echt lächerlich. Tradition hin oder her.

Komisch, das noch keiner ein Wort zum Rennen Sonntag verloren hat. Wo sind denn die ganzen McLaren-Fans? :p
Wenn's nicht läuft, schön zurück halten, aber wenn's läuft, Klappe aufreißen. Das macht ein Norbert Haug ja auch immer gut vor.
 
Diese ganzen Drohungen da sind echt lächerlich. Und damit ist nicht nur Ferrari gemeint.

Niemand ist gezwungen unter der Grenze zu bleiben. Und wenn man meint wieder 300 Millionen ausgeben zu wollen, dann muss man eben ein konkurrenzfähiges Auto basteln, was andere mit 45 Millionen und weniger schaffen können.
 
Ferrari ist die personifizierte schlechte Verlierer-Show. Wenn sie aus der Formel 1 aussteigen wollen, obwohl sie damit Aber-Millionen sparen könnten, wäre das echt lächerlich. Tradition hin oder her.

Komisch, das noch keiner ein Wort zum Rennen Sonntag verloren hat. Wo sind denn die ganzen McLaren-Fans? :p
Wenn's nicht läuft, schön zurück halten, aber wenn's läuft, Klappe aufreißen. Das macht ein Norbert Haug ja auch immer gut vor.

Tach auch. Was sollte man bitteschön zum Sonntag sagen? Ein absolut langweiliges Rennen bis auf die Ausnahme am Start ;)

Und zu den Drohungen sage ich nichts mehr zu. Aber bitte, wenn Ferrari oder ein anderer aussteigen wollen, sollen sie es tun.
 
Ferrari ist die personifizierte schlechte Verlierer-Show. Wenn sie aus der Formel 1 aussteigen wollen, obwohl sie damit Aber-Millionen sparen könnten, wäre das echt lächerlich. Tradition hin oder her.

Wenn die Roten sich wirklich zurückziehen sollten, wird es in Italien einen Aufschrei der Empörung geben und Enzo Ferrari (dessen Philosophie stets die war, daß Ferrari sich ausschließlich über den sportlichen Erfolg und nicht über Werbung verkauft) würde sich im Grabe umdrehen.
 
Das Gejaule der Rennställe (Williams, BMW, Ferrari, Renault, Red Bull, Toyota) ist zwar sehr laut, aber wie ich finde auch irgendwo berechtigt.

Die Herren da oben, allen voran Ecclestone (Medaillenwertung!) denken sich schon so einigen Mist aus. Die Budget-Obergrenze halte ich auch für unsinnig.
 
Manchmal fragt man sich schon, welchen Sinn die Ideen von Ecclestone oder die des Motorsportsverbandes FIA haben, so daß der Aufschrei der Rennställe scheinbar nachvollziehbar ist. Aber andererseits haben die Teams schaon aus Gewohnheit Angst vor Veränderungen, so daß ihr Geschrei gelegentlich lauter ist, als dem Anlaß entsprechend, und die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte haben leider schon oft gezeigt, daß die Rennställe in ihre Schranken verwiesen werden müssen, weil ihr Entwicklungswahn nicht nur überproportional kostenintensiv, sondern teilweise auch schon gesundheitsschädlich bis lebensgefährlich war (z.B. gestelzte Spoiler, sog. Wing-Cars, Turbomotoren mit über 1300 PS, der hochgiftige „Designer-Sprit“, der so aggressiv war, daß er nachts nicht in den Tanks der Boliden bleiben durfte, weil diese sonst weggätzt wären etc.).
 
Ich schaue jetzt seit 20 Jahren Formel 1 und dieses Gejammere von Ferrari und Co geht mir ziemlich auf den Senkel. Deren Budgetpolitik hat nicht unmaßgeblich mit dafür gesorgt, dass Privatteams wie Tyrrell, Jordan, Ligier, Simtek, Forti, Minardi, Prost, Stewart und wie sie alle heißen, einfach keine Chance mehr hatten, mitzuhalten. Die Folge waren zu schlechte Platzierungen, geringere Gelder aus dem gemeinsamen Topf, geringere Prämien, geringere Sponsoreneinnahmen. Und ein Ende ist nicht abzusehen, denn Williams krebst genauso am Existenzminimum, wie die restlichen Privatteams. Lauter Teams mit zum Teil nicht weniger Tradition als Ferrari und McLaren Mercedes.

Ohne Budgetobergrenze, die für die Privatteams finanzierbar ist, haben wir eine Rennserie, deren Herstellerteams nur noch vom Gutdünken der Vorstandsetagen von Mercedes, BMW, Toyota, Renault und Co. abhängig ist. Was das Resultat ist, sieht man ja bei Honda und den Diskussionen bei Daimler.

Folgenden Beitrag aus dem formel1.de Forum fand ich (mit Einschränkungen) nicht so falsch.

Zitat von Lichtbringer:
Warum gibt es denn die ganzen Einschränkungen? Nicht zufällig deswegen, weil auf einmal irgendwelche Automobilhersteller meinten, dass sie mit ner halben Milliarde pro Jahr ein Siegauto zusammenkaufen können, um ihre Marke vor einem weltweiten Publikum zu vermarkten? Als sich die Hersteller noch auf die Motoren konzentrierten und der Rest von Motorsport-Verrückten zusammengeschraubt wurde, brauchte es diese engen Reglements nicht. Ganz einfach deswegen, weil keiner der Schrauber ein paar hundert Millionen in die Entwicklung irgendwelcher Flügel-Salat-Maschinen gestopft hätte, die dazu in der Lage sind, mit 300 Sachen durch die Kurve zu mähen, aber leider ab und zu mal von der Strecke fliegen, wenn eine Mücke die empfindliche Aerodynamik stört.

Es ist noch gar nicht so lange her, da ist man mit 20 Millionen Pfund Gesamtbudget in der Formel 1 gefahren. Wenn man an diese Zeiten erinnert (ohne das Budget zu nennen), geraten einige ins schwärmen, weil in den "goldenen Zeiten" noch echte Duelle auf der Strecke stattfanden und der Motorsport im Vordergrund stand. Der Unterschied von heute zu damals sind die Hersteller. Es ist imageschädlich, wenn man jahrelang hinterher fährt. Also fließen die dreistelligen Millionenbeträge. Man will ja schließlich seine Marke vermarkten.

Man muss die Hersteller auf den Boden der Realität zurückholen. Sie haben mit ihrer Materialschlacht dafür gesorgt, dass kein Hersteller mehr einsteigen möchte, da er die Kosten beim Vorstand nicht rechtfertigen kann. Privatteams wollen nicht einsteigen, weil sie die enormen Summen nicht aufbringen können. Nun brechen nach und nach die Teams weg, aber es kommen keine neuen dazu. Super Aguri: futsch. Honda: Glück gehabt, dass Brawn wusste, was er da für ein Auto hat. Ansonsten wäre er nicht mit seinem Privatvermögen eingesprungen. Renault: Wackelt schon länger. Williams: Massive finanzielle Schwierigkeiten und das seit Jahren. Toro Rosso: Als eigenständiger Hersteller wird sich zeigen, wie lange sie sich noch halten. Mateschitz bezahlt sicher keine zwei voneinander unabhängigen Teams. Toyota: Siegen ist Pflicht, sonst folgt der Ausstieg.

Mit Verkündung der Budgetgrenze stehen auf einmal wieder die Interessenten vor der Tür. Was also bitte, soll man bei der FIA machen? Weiterhin die Budgets offen lassen? Dann mag Ferrari vielleicht kurzzeitig glücklich sein, aber freut euch mal auf das Gejammer, wenn dann nur noch 3 Teams mit jeweils drei Autos in dem mit GP2-Boliden aufgefüllten Feld starten. Da haben hier schon genügend User gejammert... "Wäääähhhhh, bei drei Autos pro Team gibt es im Mittelfeld keine Punkte mehr. Wäääähhhhh, GP2-Autos will keiner im F1-Feld sehen..." Was bleibt übrig, wenn es keine Teams mehr gibt? Hauptsache keine Budgetgrenze.

Die Formel 1 verreckt am Größenwahn einiger Hersteller. Es gibt nicht genügend Menschen, um das Geld so schnell aus dem Fenster zu schmeißen, wie die Werke es hineinstopfen. Wenn nicht schnell etwas passiert, wird einer nach dem anderen am Größenwahn ersticken. Aber zurück zu deiner eigentlichen Aussage, die Formel 1 würde auf GP2-Niveau fallen. [...] Vielleicht ist dir ja schon von dem ein oder anderen die Aussage aufgefallen, dass man eigentlich unter dem Reglement der Budgetgrenze antreten muss. Begründet wurde das damit, dass die Budgetautos mit Sicherheit schneller sein werden, als die Autos der Teams, die ohne Budgetgrenze antreten. Das freiere Reglement lässt einfach viel mehr zu. Die Formel 1 fällt durch eine Budgetgrenze also nicht auf GP2-Niveau, sondern hebt sich endlich wieder deutlicher von ihr ab! Ausserdem wird die F1 durch ein freieres Reglement endlich wieder zu dem, was sie einst war: Die Königsklasse des Motorsports, in der innovative Ideen umgesetzt werden, um einen Konstrukteurswettkampf auszutragen.

Quelle: Formel 1 Forum
 
Zitat von [Sportfreund];396799:
Die Herren da oben, allen voran Ecclestone (Medaillenwertung!) denken sich schon so einigen Mist aus. Die Budget-Obergrenze halte ich auch für unsinnig.

Und wie soll man das Gejammer der explodierenden Kosten und der Finanzkrise deiner Meinung nach sonst in den Griff bekommen? Eine freiwillige Obergrenze macht durchaus Sinn.
 
Das klingt ja gleich mal ganz anders. :)

Mal sehen was da noch alles auf uns zukommt.
 
Zitat von [Sportfreund];399011:

Welche würdest Du denn wegnehmen wollen, denn nicht alle haben eigentlich einen richtigen Nutzen (bringt ja nichts, wenn Du viel testen oder 1:1 Modelle in den Windkanal schicken darfst, aber Dir im Rahmen der Budgetobergrenze das Geld dazu fehlt). Wenn es dann keine echten Vorteile für die Budgetteams gibt, dann kann man das gleich sein lassen, denn wo ist dann der Unterschied zu jetzt? Im dem Sinne hätten die kleinen Teams jetzt schon eine Budgetobergrenze in Form der maximal möglichen Saisoninvestition, während Red Bull, Ferrari, Toyota oder McLaren aus dem Vollen schöpfen und dadurch auch ganz schnell die aktuelle Lücke im Grid werden schließen können (siehe jetzt Massa, dessen Pace zuletzt ein Vielfaches besser war).

Und mal ehrlich: Wer wird denn so dumm sein, sich in einer Herstellerserie zu engagieren, die von Ferrari gegründet wurde? Da werden bei jeder Entscheidung der Rennkommissare oder der Organisatoren die Verschwörungstheorien schneller in den Raum geworfen, als dass es bei FIA-Weltmeisterschaften je möglich war. Und wenn dann Toyota und BMW mangels Konzerngeld oder -willen doch nicht mehr können, ist die neue Serie ganz schnell wieder tot.

Und drei Fahrer pro Team sind auch ein beknackter Vorschlag Briatores. Wenn die ersten neun Plätze bei alter Hierarchie von Ferrari, McM und BMW belegt werden, sterben die restlichen Teams schnell weg. Von neuen Teams ganz zu schweigen. Eine solche Formel 1 wäre langweiliger als Schumachers WM 2002.
 
Und wie soll man das Gejammer der explodierenden Kosten und der Finanzkrise deiner Meinung nach sonst in den Griff bekommen? Eine freiwillige Obergrenze macht durchaus Sinn.


Bei der Formel 1 geht es um so viel Geld und so viel Image, da bringt eine freiwillige Obergrenze leider auch nichts; das wäre ja in etwa so, als ob man einen Dackel bitten würde, auf die Wurst aufzupassen.
 
Ich find das mit der Budget-Obergrenze und der Grundidee garnicht mal so schlecht. Würde mich freuen, wenn alles weiter zusammenrückten würde. Diese Saison ist eigentlich schon ganz nett, Machtwechsel (Brawn, Redbull) und so.
 
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