Politik und Fußball in Bremen

Gebühr erheben ja, aber die Kostenaufstellung muss transparent gestaltet werden, d.h., welche Spiele, wieviele Polizisten für welchen Zeitraum, das Ganze festgelegt im Vorfeld, also ganz meine Meinung.
 
In der Begründung wird gesagt, dass das Oberverwaltungsgericht rechtens geurteilt hat und nur noch die Details genauer dargelegt werden müssten. Also: Pay DFL!!!
Nicht DFL sondern einzelne Vereine wie zB Werder. Denn Bayern, BaWü und Hessen wollen schon ausscheren und keine Gebühr erheben. Jetzt ist genau das passiert, was ich befürchte habe, dass nämlich die jeweiligen Landesregierungen im Rahmen des Föderalismus entscheiden, ob des Deutschen liebstes Kind Fußball bezahlen soll oder nicht.
Werder wird zahlen müssen und Bayern München eben nicht, die mal eben 80 Mio für einen Hernandez herausgehauen haben. Eine generelle Lösung wäre richtig gewesen.
 
Eben nicht, die reichen die Rechnung an Werder weiter...

Wenn dem letztendlich so ist, wäre das schon ein erheblicher Wettbewerbsnachteil, da einige Innenmister anderer Meinung als Mäurer sind.

Und Risikospiele gibt es nicht nur da wo das Geld verdient wird. In der 3. Liga und in der Regionalliga gibt es viele Risikospiele.
Mal ein Beispiel, Meppen fährt zum Niedersachsenpokal nach Oldenburg, zum Spiel kommen 2.000 Zuschauer. Soll jetzt der klamme VfB Oldenburg für die Polizeikosten aufkommen?
 
Wartet einfach mal ab. Die Schatzmeister der Länder werden einer nach dem anderen umkippen. Denn auch wenn es die DFL nicht wahr haben will: Fussball interessiert nicht ALLE Deutschen.
 
Wartet einfach mal ab. Die Schatzmeister der Länder werden einer nach dem anderen umkippen. Denn auch wenn es die DFL nicht wahr haben will: Fussball interessiert nicht ALLE Deutschen.
Es gibt so viele Sachen, die mich nicht interessieren, aber steuerfinanziert sind. Bitte dann konkret werden wenn es so kommt, dass auch bei unüblichen Polizeieinsätzen (Schützenfest, privater Geburtstag) eine Rechnung gesendet wird.
 
Ehrlich gesagt bin ich ein bißchen stolz drauf weil es Bremen war, das Rauball vor Augen führt in einem Land mit Gesetzen zu leben die sich NICHT nach der DFL richten.

Ich weiß nicht, ob stolz das richtige Wort ist, aber es ist zumindest bemerkenswert, daß das kleinste Bundesland die Courage hatte, vor den monetär hochnäsigen Herren der DFL nicht einzuknicken und eine, wie das BVerwG heute bestätigte, im Grundsatz berechtigte Forderung gegenübe der DFL zu stellen.
 
"Die Frage, ob Fußball-Vereine künftig für die Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen zahlen müssen, bleibt in der Schwebe. Das Verwaltungsgericht in Leipzig klärt die Frage zwar, gibt den Fall aber dennoch zurück."

Sagte ich doch...
Aber doch zur Klärung der Einzelheiten, wie sich der Gebührenbescheid zusammensetzt. Grundsätzlich kann der Veranstalter an den Polizeikosten beteiligt werden, so das BVerG.
 
Es gibt so viele Sachen, die mich nicht interessieren, aber steuerfinanziert sind. Bitte dann konkret werden wenn es so kommt, dass auch bei unüblichen Polizeieinsätzen (Schützenfest, privater Geburtstag) eine Rechnung gesendet wird.
Die unüblichen Polizeieinsätze werden auch in Rechnung gestellt; und weil der deutsche Michel so ordnungsliebend ist, wird der jeweils zu berechnende Aufwand durch die der Allgemeine Gebührenordung der jeweiligen Bundesländer geregelt.
 
Und Risikospiele gibt es nicht nur da wo das Geld verdient wird. In der 3. Liga und in der Regionalliga gibt es viele Risikospiele.
Mal ein Beispiel, Meppen fährt zum Niedersachsenpokal nach Oldenburg, zum Spiel kommen 2.000 Zuschauer. Soll jetzt der klamme VfB Oldenburg für die Polizeikosten aufkommen?
Losgelöst davon, daß der Streitpunkt nicht die Polizeikosten an sich, sondern die Mehrkosten für Risikospiele sind, lässt sich diese Frage so pauschal nicht beantworten, weil nicht nur alleine die zu erwartende Zuschauerzahl sondern u,a, auch das zu erwartende Gefahrenpotential eine Rolle spielen. D.h. wenn das Gremium aus Polizei, Fußballverband, Vereine unter Zuhilfenahme der Daten der „Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze", der Ansicht ist, daß Oldenburg - Meppen mit üblicher Polizeistärke durchgeführt werden kann, wird auch nichts berechnet. Ist das Gefahrenpotential jedoch sehr hoch, wie z.B. bei Halle - Rostock oder Mannheim - Offenbach könnte dem gastgebenden Club eine Rechnung für den Mehraufwand in Rechnung gestellt werden, Besonders in den Fällen, in denen Polizeikräfte aus anderen Bundesländern unterstützend zur Seite stehen müssen.
 
Werder darf dann schon mal sein Tafelsilber verscherbeln, Bremen profitiert zwar fleissig am Stadion, aber wenn es um Kosten geht, ist die Stadt leider nicht dabei. Da die Stadt ja an der Stadion-Gesellschaft beteiligt ist, müßte auch bei allen Aufwänden die jeweiligen 50% abverlangt werden.
Aber leider tun die nichts als kassieren. War schon zu Zeiten von Rudi Völler so. Musste verkauft werden, um die Reparaturkosten für das Stadion bezahlen zu können, und zu der Zeit liefen noch alle möglichen Stadt-Events, sogar Schulsportfeste im Stadion. Also Herr Mäurer, 50% vom Stadion-Ausbau = ca. 35 Mio. €, Kosten für die Hochwasserabsicherung = X, 50% an den jeweiligen Mehrkosten für Polizeieinsätze, sind schon mind.
1,5 Mio. €. Das können wir dann in neue Stars investieren. Und zukünftig werden Gäste von unerwünschten Vereinen eben ausgeladen, ausser
sie bringen ihre eigene Security mit und übernehmen die Kosten. Aber das ist leider nur Wunschdenken. Schnief.
 
Wartet einfach mal ab. Die Schatzmeister der Länder werden einer nach dem anderen umkippen.
So weit würde ich Stand heute noch nicht gehen. Aber das heutige Urteil, daß die Gebühren-Erhebungen von Mehrkosten für Risikospiele im Grundsatz rechtskonform sind, dürfte zumindest bei finanzschwachen Bundesländern Diskussionen auslösen, die bisherige Haltung zu diesem Thema zu überdenken.
 
Ich weiß nicht, ob stolz das richtige Wort ist, aber es ist zumindest bemerkenswert, daß das kleinste Bundesland die Courage hatte, vor den monetär hochnäsigen Herren der DFL nicht einzuknicken und eine, wie das BVerwG heute bestätigte, im Grundsatz berechtigte Forderung gegenübe der DFL zu stellen.

Das meine ich :tnx:

Und wo es hier schon wieder heißt, Werder müsse das Tafelsilber verkaufen (erinnert mich an den Untergang des Internet wegen der EU-Entscheidung vorgestern): In dieser Saison gab es noch KEIN Spiel, das als Risikospiel eingeschätzt worden ist. Nur mal um das richtig einzuordnen.
 
Es gibt so viele Sachen, die mich nicht interessieren, aber steuerfinanziert sind. Bitte dann konkret werden wenn es so kommt, dass auch bei unüblichen Polizeieinsätzen (Schützenfest, privater Geburtstag) eine Rechnung gesendet wird.

Das hinkt auf so vielen Ebenen, das ich besser nicht darauf eingehe. Wurde ja an anderer Stelle schon erklärt. Aber bitte, was weiß das Bundesverwaltungsgericht schon.
 
D.h. wenn das Gremium aus Polizei, Fußballverband, Vereine unter Zuhilfenahme der Daten der „Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze", der Ansicht ist, daß Oldenburg - Meppen mit üblicher Polizeistärke durchgeführt werden kann, wird auch nichts berechnet. Ist das Gefahrenpotential jedoch sehr hoch, wie z.B. bei Halle - Rostock oder Mannheim - Offenbach könnte dem gastgebenden Club eine Rechnung für den Mehraufwand in Rechnung gestellt werden, Besonders in den Fällen, in denen Polizeikräfte aus anderen Bundesländern unterstützend zur Seite stehen müssen.
Manche mögen das Urteil als bemerkenswert empfinden und sind sogar stolz darauf, aber Senator Mäurer will nach europäischen Vorbild einen Fonds. Er meint aber auch, dass man unterklassige Clubs davon ausnehmen könnte. Für mich gilt immer noch die Gleichheit vor dem Gesetz. Wo ist denn der formale Unterschied zwischen Rostock vs Halle und Werder vs HSV, wenn bei beiden Partien der Polizeiaufwand extrem erhöht ist?
Hier wird immer so getan, als wenn sich die Fans im Stadion die Schädel einschlagen. Dort ist aber die Security des SVW verantwortlich. Demnach reden wir über Vorgänge um das Stadion und die An- und Abreise gewaltbereiter Fans.
Wo beginnt denn dort die Verantwortlichkeit des Vereins? Ich verstehe das Urteil so, dass sobald die Polizei zum Einsatz kommt, um Eskalationen zu verhindern, dieser Mehraufwand auch dezidiert beschrieben und dann erst in Rechnung gestellt werden darf. Diese Rechnung über die Überstunden und Bereitschaftspauschale in der Gesamtheit scheinen auch nicht zulässig zu sein? So einfach ist das nicht, wie hier gerade geschrieben wird.
Weiterer Fall: es kommt nicht selten vor, dass Anhänger einen Eisenbahnwaggon auf dem Weg zum und weg vom Stadion zerstören. Wenn ich bei der DB wäre, würde ich nach Rücksprache mit meiner Versicherung zunächst einmal den Schaden dem betreffenden Verein in Rechnung stellen. Schlussendlich haben seine Fans den Schaden verursacht und damit ist er in der Haftung. Natürlich ist das (noch?) nicht geltendes Recht, aber das kann ja seit Heute noch werden.
Werder will die Gewaltbereitschaft reduzieren. Sehr löblich aber realistisch? Der erste Schritt wäre den Ultras den Zugang zum Stadion zu verwehren und alle Stehplätze in Sitzplätze umzuwandeln. Die Gewalt findet sich zumeist in sozial schwächeren Randgruppen. Wenn ich denen die Möglichkeit entziehe, das Spiel live zu sehen, löse ich eine Menge Probleme. Was das für die Stimmung im Stadion heißt, sollte Jedem klar sein. In England ist das teilweise schon passiert. So abwegig ist das nicht, aber ob das gut ist, da habe ich persönlich so meine Zweifel.
 
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