Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Rudi64
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Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

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Es ist für mich eine Floskel, wenn man es nicht differenziert sieht, so wie ich geschrieben habe, sondern stur danach lebt und handelt, wie du es (nach meinem persönlichen Anschein) wiederholt forderst und ein Minimum an eigener Zufriedenheit zu zu lassen.
Du diffenzierst zwischen Deinem persönlichen Erleben von Erfolg und einem Unternehmen eben nicht. Das sind zwei Paar Schuhe.
Es doch unstrittig, dass es für jeden Menschen wichtig ist, dass er in seinem Leben den Erfolg auch geniessen kann. Da reichen schon die kleinen Dinge im Leben aus. Überforderungen erzeugen das Gegenteil.
Aber bei einem Unternehmen, dass sich in einem permanenten Verdrängungswettbewerb findet, reicht das nicht. Da muss man alles hinterfragen, um selbst im größten Erfolg die Schwingungen und andere Entwicklungen zu antizipieren. Einen guten Manager macht das aus. Dabei darf das Menschliche nicht zu kurz kommen. In Bremen hat man das jahrelang komplett vernachlässigt. Baumann hat speziell bei der Auswahl seiner Trainer VS und später AN falsch agiert. Wenn er daraus gelernt, wie es scheint, umso besser. Man lernt aus Fehlern.
Für mich das aktuellste Beispiel im deutschen Fußball ist unsere Nat11. Löw und Bierhoff waren die unumstrittinnen Erfolgsgaranten nach der WM 2014. Jedwede Kritik kam einer Majestätsbeleidigung gleich. Das Ergebnis war, dass man alles so weiterlaufen ließ. Nach dem Debakel von Russland stehen sie nun Beide massiv im Wind. Speziell bei Bierhoff hatte ich persönlich auf der besagten PK den Eindruck: Was wollt ihr eigentlich? Ich habe mit Jogi den WM-Titel geholt. Was bildet ihr euch ein, mich nun zu kritisieren. Wer gibt euch das Recht?
Bierhoff hat den Erfolg extrem genossen und war mit sich und der Welt zufrieden. Aber die Fehlentwicklungen hat er nicht wahrgenommen, wenn er sie denn überhaupt sehen wollte? Niemand nimmt ihnen den Erfolg von 2014. Wenn man den höchsten Gipfel erklommen hat, ist die Luft dünn und die anderen Bergsteiger wollen da auch hin. Bleibt die Frage, wie man auf dem Gipfel bleiben kann? Muss man etwas verändern, hat sich etwas verändert, was man für sich implementieren muss usw. usf.? Daher ist Stillstand sehr wohl Rückschritt, wie man gerade in Russland sehen konnte.
 
Du diffenzierst zwischen Deinem persönlichen Erleben von Erfolg und einem Unternehmen eben nicht. Das sind zwei Paar Schuhe.
Es doch unstrittig, dass es für jeden Menschen wichtig ist, dass er in seinem Leben den Erfolg auch geniessen kann. Da reichen schon die kleinen Dinge im Leben aus. Überforderungen erzeugen das Gegenteil.
Aber bei einem Unternehmen, dass sich in einem permanenten Verdrängungswettbewerb findet, reicht das nicht. Da muss man alles hinterfragen, um selbst im größten Erfolg die Schwingungen und andere Entwicklungen zu antizipieren. Einen guten Manager macht das aus. Dabei darf das Menschliche nicht zu kurz kommen.

Und genau das habe ich auch geschrieben... puhje... genau das ist nämlich der Teil an Zufriedenheit, die man zulassen sollte. Die man erwähnen sollte, auch als Chef seinem Mitarbeiter, auch als GF seinem Manager. Das ist ohne Probleme sowohl im privaten als auch ins geschäftliche Leben, was ich erwähnt habe, übertragbar.
 
Ich finde auch, daß Stillstand ein Rückschritt ist. Mal ehrlich, wir reden über Fußball und leben im 21. Jahrhundert, da sollten Dinge wie Kirchenbesuche und Gottesdienst keine Relevanz bei der Führung eines Profivereins haben. Aber so lange der Ostkurvensaal nicht in eine Kapelle umgewandelt und ein grün-weißes Kreuz angebracht wird, bin ich doch noch guter Dinge :kaffee:
 
Ich finde auch, daß Stillstand ein Rückschritt ist. Mal ehrlich, wir reden über Fußball und leben im 21. Jahrhundert, da sollten Dinge wie Kirchenbesuche und Gottesdienst keine Relevanz bei der Führung eines Profivereins haben. Aber so lange der Ostkurvensaal nicht in eine Kapelle umgewandelt und ein grün-weißes Kreuz angebracht wird, bin ich doch noch guter Dinge :kaffee:

ich kann unseren Mausschubser schon so ein bisschen verstehen. Natürlich sollte klar sein das Leistungssport bedeutet IMMER am Limit sein zu müssen, aber das ist eben nicht menschlich! Jeder Mensch braucht auch mal Phasen der Zufriedenheit und des Glücks und das nicht nur direkt im Erfolg sondern auch rückblickend. Der Knackpunkt bzw. die Kunst daran ist das diese Zufriedenheit dann nicht zu Nachlässigkeiten bzw. einer "reicht ja Einstellung" führt!
Ich kann mir auch vorstellen warum Mausschubser das gepostet hat und ich fühlte das gleiche. Unsere Deutsche Nationalmannschaft dient dabei als Paradebeispiel was passiert wenn man IMMER nur am Limit ist, IMMER Leistung bringen MUSS und sich nie nich keine Schwäche erlauben kann. Wir durften alle bei der WM "bewundern" was dann irgendwann passiert. Spieler sind ausgebrannt, überspielt. Sie wollen innerlich können aber einfach nicht.
Auch im Leistungssport sollte man einen gesunden Mittelweg finden, finde ich, TROTZ aller Belastung und aller Ansprüche.
 

schon klar, der Unterschied von Champions zu "normalen" Leistungssportlern besteht darin das diese niemals zufrieden sind und sich immer weiter verbessern wollen. Aber ich könnte wetten selbst die finden zwischendurch noch die Zeit sich über vergangenes zu freuen. Nur im Gegensatz zu den "normalos" werden sie dadurch nicht satt und zufrieden, sondern fühlen sich zu neuen Höhen angestachelt.
 
ich kann unseren Mausschubser schon so ein bisschen verstehen. Natürlich sollte klar sein das Leistungssport bedeutet IMMER am Limit sein zu müssen, aber das ist eben nicht menschlich! Jeder Mensch braucht auch mal Phasen der Zufriedenheit und des Glücks und das nicht nur direkt im Erfolg sondern auch rückblickend. Der Knackpunkt bzw. die Kunst daran ist das diese Zufriedenheit dann nicht zu Nachlässigkeiten bzw. einer "reicht ja Einstellung" führt!

DU hast es verstanden. :tnx: :beer:
 
Aber dieses, Schneller, Höher, Weiter führt auch nicht nur Gutes mit sich!
Ich finde ein gesundes Maß da, erstens sympathischer und zweitens auch gesünder.
Wohin dieser ewige Leistungsgedanke führt sieht man ja, das hat teilweise nicht mehr viel mit Fussball zu tun.
 
Also "Stillstand ist Rückschritt" habe ich neben anderen Usern im Dezember 2006 auch schon formuliert. Es war damals erkennbar, das wir zunehmend Probleme (auch in der CL) anfingen kommunikativ und genügsam zu deckeln, was dann Jahre später in der sog. Konsolidierungsphase in einer regelrechten "Verzwergung" endete (ach @syker1983 und @Bremen es macht so Spaß dieses Wort zu schreiben) und jedem eigentlich klar war, das andere Vereine an uns vorbeiziehen werden, weil wir allenfalls stillstehen. Eigentlich war es nämlich, keine Konsolidierungsphase oder Stillstand, sondern eine regelrechte "Verzwergung" (nochmal, weils so schön ist).

Die Frage bei Stillstand ist ja immer "wurde denn genug getan oder kann mehr getan werden bzw. tun andere mehr". Und in dem Zusammenhang die Frage, "wer kann eigentlich, wann etwas tun". Natürlich darf es auffem Platz nie Stillstand geben, das rächt sich zumeist. Das ist aber wohl auch nicht das was die meisten hier meinen. Es geht hier eher um eine Grundhaltung im Verein, sich immer verbessern zu wollen und den Wettbewerb anzunehmen. Das muß aber nicht im blinden Aktionismus enden. Zum Beispiel kann Baumi jetzt natürlich schon die Wintertranse vorbereiten, aber nur wenn es sinnig ist. Desweiteren darf er natürlich nun kurz innehalten und sich an seiner sehr guten Sommertranse und dem Kader erfreuen, wie wir alle. Und natürlich darf, nein muß er dafür auch mal lobend erwähnt werden. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Solange er die Konkurrenz im Auge behält und wachsam ist, solange ist das alles tutti.

Sowieso ist Konsolidierung auf dem Weg nach oben vollkommen ok, um auch mal zu testen, ob man ein Niveau konstant halten kann bzw. wie die nächsten Schritte aussehen. Konsolidierung ist ja kein schlechter Vorgang, nur so wie Werder ihn damals als sinnbefreite General-Ausrede genommen hat, war es untragbar!

Ich glaube im Moment tun wir etwas mehr als die Konkurrenz, von daher ziehen wir möglicherweise (muß sich erst noch tabellarisch zeigen) nun an anderen vorbei. Desweiteren sind mutige Ansprüche im Verein implementiert und ganz Werder hat wirklich geackert. Erfreuen wir uns doch nun daran, ohne den Antrieb zu verlieren und die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen!
 
Also "Stillstand ist Rückschritt" habe ich neben anderen Usern im Dezember 2006 auch schon formuliert. Es war damals erkennbar, das wir zunehmend Probleme (auch in der CL) anfingen kommunikativ und genügsam zu deckeln, was dann Jahre später in der sog. Konsolidierungsphase in einer regelrechten "Verzwergung" endete (ach @syker1983 und @Bremen es macht so Spaß dieses Wort zu schreiben) und jedem eigentlich klar war, das andere Vereine an uns vorbeiziehen werden, weil wir allenfalls stillstehen. Eigentlich war es nämlich, keine Konsolidierungsphase oder Stillstand, sondern eine regelrechte "Verzwergung" (nochmal, weils so schön ist).

Die Frage bei Stillstand ist ja immer "wurde denn genug getan oder kann mehr getan werden bzw. tun andere mehr". Und in dem Zusammenhang die Frage, "wer kann eigentlich, wann etwas tun". Natürlich darf es auffem Platz nie Stillstand geben, das rächt sich zumeist. Das ist aber wohl auch nicht das was die meisten hier meinen. Es geht hier eher um eine Grundhaltung im Verein, sich immer verbessern zu wollen und den Wettbewerb anzunehmen. Das muß aber nicht im blinden Aktionismus enden. Zum Beispiel kann Baumi jetzt natürlich schon die Wintertranse vorbereiten, aber nur wenn es sinnig ist. Desweiteren darf er natürlich nun kurz innehalten und sich an seiner sehr guten Sommertranse und dem Kader erfreuen, wie wir alle. Und natürlich darf, nein muß er dafür auch mal lobend erwähnt werden. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Solange er die Konkurrenz im Auge behält und wachsam ist, solange ist das alles tutti.

Sowieso ist Konsolidierung auf dem Weg nach oben vollkommen ok, um auch mal zu testen, ob man ein Niveau konstant halten kann bzw. wie die nächsten Schritte aussehen. Konsolidierung ist ja kein schlechter Vorgang, nur so wie Werder ihn damals als sinnbefreite General-Ausrede genommen hat, war es untragbar!

Ich glaube im Moment tun wir etwas mehr als die Konkurrenz, von daher ziehen wir möglicherweise (muß sich erst noch tabellarisch zeigen) nun an anderen vorbei. Desweiteren sind mutige Ansprüche im Verein implementiert und ganz Werder hat wirklich geackert. Erfreuen wir uns doch nun daran, ohne den Antrieb zu verlieren und die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen!

Ganz im Gegenteil! Erfreuen wir uns doch nun daran und nehmen den positiven Schwung, den Elan und die Spielfreude einfach mit um weiter in den Rythmus zu finden! :):beer::schal:
 
Aber dieses, Schneller, Höher, Weiter führt auch nicht nur Gutes mit sich!
Ich finde ein gesundes Maß da, erstens sympathischer und zweitens auch gesünder.
Wohin dieser ewige Leistungsgedanke führt sieht man ja, das hat teilweise nicht mehr viel mit Fussball zu tun.

Und genau das ist eben doch das Spiegelbild unserer Leistungsgesellschaft!

Wohin dies in der Wirtschaft führt, wird mir jeden Tag vor Augen geführt!

Kaum noch einer hat Spaß an seiner Arbeit, die Gesundheit leidet darunter und für was? Nur für den Profit...

Leider wird das gesunde Maß fast immer überschritten!
 
Für mich das aktuellste Beispiel im deutschen Fußball ist unsere Nat11. Löw und Bierhoff waren die unumstrittinnen Erfolgsgaranten nach der WM 2014. Jedwede Kritik kam einer Majestätsbeleidigung gleich. Das Ergebnis war, dass man alles so weiterlaufen ließ. Nach dem Debakel von Russland stehen sie nun Beide massiv im Wind. Speziell bei Bierhoff hatte ich persönlich auf der besagten PK den Eindruck: Was wollt ihr eigentlich? Ich habe mit Jogi den WM-Titel geholt. Was bildet ihr euch ein, mich nun zu kritisieren. Wer gibt euch das Recht?
So ähnlich war es hier ja auch, als mit der trotz einer überragenden Hinrunde verpassten Meisterschaft 2006/07 beginnend die ersten kritischen Stimmen aufkamen. Kritik an KATS & Co. galt, auch als in den Folgejahren die Einschläge sukzessive immer deutlicher wurden, als Majestätsbeleidigung und das gipfelte darin, daß ein Klaus Allofs das sinkende Schiff hier 2012 mit den Worten verließ, daß er ein bestelltes Feld hinterlassen habe. Hochmut kommt vor dem Fall.
 
Aber dieses, Schneller, Höher, Weiter führt auch nicht nur Gutes mit sich!
Ich finde ein gesundes Maß da, erstens sympathischer und zweitens auch gesünder.
Wohin dieser ewige Leistungsgedanke führt sieht man ja, das hat teilweise nicht mehr viel mit Fussball zu tun.

Richtig, der Erfolgsdruck wird nicht nur im Fußball immer größer und somit ungesünder. Aber gerade deshalb ist es wichtig, daß sowohl die Vorgesetzen, aber auch die Belegschaft in Eigeninitiave abseits der Pflicht für entsprechenden Ausgleich sorgen,damit Motivation und Spaß an der Arbeit gänzlich nicht verloren gehen. Ich bemerke es z.B. bei meinem Arbeitgeber, wo der Leistungsdruck in den letzten Jahren sehr stark angestiegen ist, aber die Geschäftsführung aber auch die Mannschaft untereinander mit kleinen und größeren Dingen erfolgreich gegensteuert, so daß wir trotzdem ein motiviertes und leistungsfähiges Team mit Spaß an der Arbeit sind.
 
@beckstown

Auf den Punkt gebracht :tnx::tnx::tnx:


Und was das hier angeht:
..., was dann Jahre später in der sog. Konsolidierungsphase in einer regelrechten "Verzwergung" endete (ach @syker1983 und @Bremen es macht so Spaß dieses Wort zu schreiben) und jedem eigentlich klar war, das andere Vereine an uns vorbeiziehen werden, weil wir allenfalls stillstehen. Eigentlich war es nämlich, keine Konsolidierungsphase oder Stillstand, sondern eine regelrechte "Verzwergung" (nochmal, weils so schön ist).
Willkommen im Club :D :beer:
 
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