Wenn ein Fußballprofi mit 34 Jahren sein Karriereende bekannt gibt, so ist das keine ungewöhnliche Entscheidung. Zumindest dann nicht, wenn es sich bei dem Profi um einen Feldspieler handelt. Ob Verteidiger, Flügelflitzer oder Mittelstürmer – im Regelfall ist spätestens mit Mitte 30 Schluss und die Fußballschuhe werden an den Nagel gehängt.
Anders verhält es sich hingegen bei der Position des Torhüters. Oliver Kahn etwa, war 39 Jahre alt, als er sich dazu entschloss, diesen Schritt zu gehen. Und damit stellt er bei Leibe keine Ausnahme dar, denn die Karriere eines Torwartes dauert im Schnitt rund vier Jahre länger als die seiner Teamkollegen.
Warum ein Torwart so viel länger spielen kann und gegebenenfalls sogar zum Karriereende hin seinen Leistungshöhepunkt erreicht, ist dabei relativ leicht nachvollziehbar. [...]
Wenn ein Fußballprofi mit 34 Jahren sein Karriereende bekannt gibt, so ist das keine ungewöhnliche Entscheidung. Zumindest dann nicht, wenn es sich bei dem Profi um einen Feldspieler handelt. Ob Verteidiger, Flügelflitzer oder Mittelstürmer – im Regelfall ist spätestens mit Mitte 30 Schluss und die Fußballschuhe werden an den Nagel gehängt.
Anders verhält es sich hingegen bei der Position des Torhüters. Oliver Kahn etwa, war 39 Jahre alt, als er sich dazu entschloss, diesen Schritt zu gehen. Und damit stellt er bei Leibe keine Ausnahme dar, denn die Karriere eines Torwartes dauert im Schnitt rund vier Jahre länger als die seiner Teamkollegen.
Warum ein Torwart so viel länger spielen kann und gegebenenfalls sogar zum Karriereende hin seinen Leistungshöhepunkt erreicht, ist dabei relativ leicht nachvollziehbar. [...]
Erfahrung bedeutet im Bezug auf einen Torhüter vor Allem Eines: Situationen schnell erkennen und entsprechend reagieren zu können.
Sehr häufig sind junge Torwarte schon früh in ihrer Karriere unglaublich stark „auf der Linie“ – also bei dem Parieren von Schüssen und Kopfbällen, die auf das Tor kommen. Nicht selten sieht man einen solch starken, jungen Spieler noch im selben Spiel im eigenen Strafraum „umherirren“, was letztlich dann zu einem Gegentor führt. Hier ist häufig die fehlende Erfahrung das Problem. „Wann muss ich raus und wann bleib ich drin“ oder „wie weit soll ich vor dem Tor stehen“ sind Fragen, die sich ältere und erfahrene Torhüter schon lange nicht mehr stellen, denn die Situationen wiederholen sich immer wieder in ähnlicher Form. Dadurch trifft ein Torwart mit 35 Jahren in der Regel weitaus häufiger richtige Entscheidungen als ein 20-jähriger, weshalb man auch bei dieser Position mit Mitte 30 vom besten Torwartalter spricht.
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Ein anderer wichtiger Faktor ist die nicht selten unterschätzte, stützende Kraft eines erfahrenen Rückhalts für eine Riege aus jungen Verteidigern, die sich oft weitaus sicherer fühlen, wenn sie wissen, dass jemand hinter ihnen steht, der genau weiß was er tut. Der schon alles erlebt hat im Fußball und weiß worauf es ankommt. Für die Verteidiger sozusagen „die Weisheit im Rücken“.
Selbstvertrauen und Ruhe übertragen sich so auf den gesamten Abwehrverbund, was sich in deutlich positiven Leistungen spiegeln kann. Das macht den Torwart trotz- oder sogar wegen – seines höheren Alters zu einer wichtigen Größe in vielen Teams. So werden diese verdienten Spieler nicht selten im Alter von 35 Jahren noch einmal um eine weitere Vertragsverlängerung gebeten, was bei Feldspielern weitaus seltener der Fall ist.
Diese wichtigen Faktoren geben den Ausschlag dafür, dass Torhüter ihre Karriere im Schnitt deutlich später beenden, als es bei anderen Positionen der Fall ist und warum, darüber hinaus ein Torwart gegen Ende seiner Karriere – im Gegensatz zu etwa einem Außenstürmer – durchaus zu besseren Leistungen fähig sein kann als mit Anfang 30 oder gar in seinen Zwanzigern.
Aber auch für den Torwart gilt: Irgendwann ist Schluss mit dem Profidasein und für eine endgültige Rente ist es auch mit 40 Jahren den Meisten noch zu früh.
Dann gilt es seine Erfahrungen in neuen Lebensgebieten zu erwerben – oder Torwarttraining für junge Keeper anzubieten und Wissen weiterzugeben.