Das ist nicht lächerlich.....es ist vielmehr lächerlich, die enttäuschende performance des F.Baumann damit kaschieren zu wollen, dass er Opfer sei. Bode ist ein schwacher AR-Vorsitz und ein Teil des Problems, da stimmen Dir wohl viele zu, mich eingeschlossen. Aber Baumann wusste, was auf ihn zukommt....und er hat bisher nur wenige Treffer gelandet. Mit Geld muss man zwar auch erstmal Erfolg organisieren können (am HSV sieht man ja, dass das kein Selbstgänger ist), aber was hat Baumann denn für Erfolge zu verzeichnen? Den Kruse-Transfer, den Gnabry-Transfer und den Pavlenka-Transfer (den allerdings auch viele nicht in seiner positiven Tragweite erkannt haben). In Sachen Kaderplanung war das auch schon alles. Werder schwimmt jetzt nicht im Geld, aber tat es das, als Allofs Micoud verpflichtete? Oder Diego? Ich behaupte, dass diese drei Transfers auch einem Eichin gelungen wären, einem Reuter, einem Eberl, einem Schmadtke und auch einem Schindelmeiser...wären sie an Baumanns Position zur fraglichen Zeit gewesen. Ich sehe da keine individuell auszuzeichnende Leistung.
Nicht falsch verstehen: Ich glaube nicht, dass man die Entwicklung von damals ohne Probleme wiederholen kann. Ich glaube aber, dass Baumann etwas Auge und Überblick fehlt. Mir gefällt das Scouting immer noch nicht, in Bremen sind viele Spieler aufgeschlagen, die keine Entwicklung genommen haben. Das liegt auch nur zum Teil am Trainer.
Und Baumann fehlt IMO eine normale Sichtweise auf den Werder-Zirkus. Während sogar schon die Werder-Hofberichterstatter Unzufriedenheit darstellen (und die tun das im Gegensatz zu Hamburg erst, wenn es wirklich nicht mehr geht), suhlt sich Baumann in "business-as-ususal-Plattitüden". Von Krisenmodus keine Spur. Dabei findet sich bei Werder durchaus eine handfeste Krise, die mit der Schaaf-ähnlichen "weiter-so"-Philosophie nicht gelöst werden wird.