Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

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Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

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Wenn man Jugendarbeit für sich betrachtet und mit dem Anspruch daran geht, jährlich 1-2 Spieler im Profibereich zu verankern, würdest Du richtig liegen.
Wenn man Jugendarbeit in Verbindung mit Scouting betrachtet, gibt es schon drei, vier Vereine, die auf einem ordentlichen Niveau vertreten sind. Da es um Nachwuchs für die Profis geht, sollte man die beiden Komponenten schon zusammen bewerten.

Damit geh ich konform. :tnx:

Klasse! Lange nicht mehr so ne gute, sachliche und angenehme Diskussion hier gehabt. :beer:
 
Anhaltend bringt das wohl noch kein Verein, wenn es darum geht, jährlich 1-2 eigene Jugenspieler im Profibereich zu etablieren.

Na super, dann sind wir aktuell ja bundesweit in der Spitze. Wir bringen seit drei Jahren konstant einen Spieler aus der U23 in die Bundesliga, Tendenz steigend. Könnt eure Depressionen also abstellen und euch auf den Saisonstart freuen ;)

:kaffee:
 
Anhaltend bringt das wohl noch kein Verein, wenn es darum geht, jährlich 1-2 eigene Jugenspieler im Profibereich zu etablieren. Mal der eine, mal der andere. Auf jeden Fall nicht nur mit eigenen Jugendspielern. Deshalb wäre es ja schon mal was, so ein Ziel zu haben. Wenn dann jährlich einer es schafft....oder immerhin einer alle zwei Jahre....hätte man schon eine gute Quote.

@chrissie: Die Bewertung der Jugendarbeit ist in diesem Fall übrigens keine Kritik, sondern eine Tatsache. Zumindest, wenn man die Vorstellung von Jugendarbeit hat, wie ich sie beschrieben habe. Wenn das Ziel von "guter Jugendarbeit" heißt, die höchstspielende Amateurmannschaft Deutschlands zu haben, dann ist Werder natürlich ganz vorn.
Die Frage ist dann, was die Profimannschaft davon hat, wenn die eigene Jugend es selten über den Amateurbereich hinaus schafft. Denn dann ist man überwiegend auf Scouting angewiesen, um den Kader dem Trend der Alterung zu entziehen.
Da bist Du ein wenig vom Weg abgekommen. Die 2. Mannschaft von Werder spielt nicht in der höchsten Amateurklasse, sondern in der 3. Profiliga.
Für mich betrachtet ist Werder z.Zt. auf einem guten, abgestuften Weg: U17 in der Bundesliga auf Platz 3, A-Jugend in der Bundesliga auf Platz 1, U23 in der 3. Liga auf Platz 3. Was wird denn jetzt an der Jugendarbeit bemängelt? Ja, es fehlen die absoluten Stars, wie Schalke sie hat/hatte, aber wir reden hier von Bremen mit einem eingeschränkten Einzugsgebiet und nicht von Schalke mit einem riesigen Einzugsgebiet. Da vergleicht man Birnen mit Äpfeln.
 
Vor der TP öffentliche Verhandlungen mit Selke, den man am Ende nicht bezahlen kann. Plan B Fehlanzeige, wenn man FB heute liest und er weitere Transfers uU ausschließt. Gleiches Bild beim IV. Man wird versuchen Yatabare, Petsos und AJ noch abzugeben. Geld gespart und dann?
Für mich sieht das so aus, dass man letztes Jahr das Haus in die Höhe gebaut hat und nun feststellen muss, dass man kein Geld für das Dach hat.
Ich bin wahrlich kein Freund von Investoren oder Mäzenen. Ich sehe das Bayernmodell mit strategischen Partnerschaften und dem eigenen Heft des Handelns als das Beste an. Natürlich bekommen wir nicht diese Konditionen wie die Bajuwaren. Aber mit einer oder mehr Zehnerpotenzen weniger und evtl. einem permanenten ständigen Geldzufluss aus den Firmen X, Y, Z würde sie handlungsfähiger machen. Am Ende will man das hier in Bremen aber auch nicht.
Dann eben Finger kreuzen und beten, das man von langfristigen und schwerwiegenden Verletzungen verschont bleibt.
:tnx:

Es ist noch gar nicht so lange her, daß AN potentielle Neuverpflichtungen wünschte, KF ,die Erhöhung des Eigenkapitals ankündigte und über das von HHG zu verantwortende Nachwuchs-Leistungszentrum gesprochen wurde. Mittlerweile scheint man wohl festgestellt zu haben, daß ein Euro nur einmal ausgegen kann, denn Neuverpflichtungen sind (vorübergehend bis zum Ende der TP) offiziell kein Thema mehr und mit der Einlage eines Investors hätte das Nachwuchs-Leistungszentrum (teil)finanziert werden können - zumal in dieser TP kein Transferüberschuß erwiirtschaftet wurde und der laufende Spielbetrieb nun auch nicht gerade für größere Handlungsspielräume sorgt. Ein klares Konzept ist beim besten Willen höchstens bedingt erkennbar.
 
Na super, dann sind wir aktuell ja bundesweit in der Spitze. Wir bringen seit drei Jahren konstant einen Spieler aus der U23 in die Bundesliga, Tendenz steigend. Könnt eure Depressionen also abstellen und euch auf den Saisonstart freuen ;)

:kaffee:

Daß Jahr für Jahr ein Spieler an die Bundesliga herangeführt wird, ist ohne Frage erfreulich. Doch damit ist es alleine auch nicht getan, denn was bringt es, wenn ein Spieler dieses Niveau nicht halten kann? Auch hier gilt der Grundsatz, daß nach oben kommen realtiv leichter ist, als sich oben zu halten. Weinn ein Spieler sich über mindestens 2-3 Jahren im Profikader etablieren kann, dann lässt es sich als Erfolg bewerten; das Hochführen allein, so schwierig und wichtig es auch ist, ist nur ein Zwischenschritt.
 
....aber wir reden hier von Bremen mit einem eingeschränkten Einzugsgebiet und nicht von Schalke mit einem riesigen Einzugsgebiet. Da vergleicht man Birnen mit Äpfeln.

Dann müsste man eben öfter mal den Hintern bewegen, um mitzubekommen, was um mich herum so passiert. Mal drastisch formuliert. Da reicht es dann nicht mehr, im Land Bremen und im Speckgürtel zu wildern und sich dann zurückzulehnen. Das ist unter anderem, was ich mit Personen und Inhalten meine. Du kannst das neueste, größte und modernste NLZ haben......hilft nichts, wenn man nur bis Ganderkesee oder vielleicht Soltau fährt, um zu scannen, wer da spielt. Es sollte und muss schon über Norddeutschland hinausgehen.
Nur eine Anmerkung: Porto oder Barcelona beispielsweise fangen schon an, Familien aus dem Ausland (!) mit Kindern vor der Pubertät zum Umzug in die Stadt zu bewegen und bieten sogar neue Arbeitsstellen für die Eltern. Nur damit die Kinder ins Umfeld des Vereins kommen und dort spielen.
 
Daß Jahr für Jahr ein Spieler an die Bundesliga herangeführt wird, ist ohne Frage erfreulich. Doch damit ist es alleine auch nicht getan, denn was bringt es, wenn ein Spieler dieses Niveau nicht halten kann? .......

Das ist ja, was ich sagte: Die letzte Stufe fehlt oft....dass ein Jugendspieler sich als Profi in der 1. BL etabliert und dort dauerhaft Stammspieler ist. Da gab's in den vergangenen Jahren genau noch mal wieviel (abgesehen von Streitfall Grilltisch, der nicht klar etabliert ist)?
 
Daß Jahr für Jahr ein Spieler an die Bundesliga herangeführt wird, ist ohne Frage erfreulich. Doch damit ist es alleine auch nicht getan, denn was bringt es, wenn ein Spieler dieses Niveau nicht halten kann? Auch hier gilt der Grundsatz, daß nach oben kommen realtiv leichter ist, als sich oben zu halten. Weinn ein Spieler sich über mindestens 2-3 Jahren im Profikader etablieren kann, dann lässt es sich als Erfolg bewerten; das Hochführen allein, so schwierig und wichtig es auch ist, ist nur ein Zwischenschritt.

Alles richtig. Aber ich bin es ja nicht der sich hier im vermeintlich eigenen Elend suhlt ;) Guck, jetzt scouten wir Jugendspieler schon nur noch im Speckgürtel. Wusste gar nicht, daß Hannover zum Speckgürtel Bremens gehört ;)
 
Nur eine Anmerkung: Porto oder Barcelona beispielsweise fangen schon an, Familien aus dem Ausland (!) mit Kindern vor der Pubertät zum Umzug in die Stadt zu bewegen und bieten sogar neue Arbeitsstellen für die Eltern. Nur damit die Kinder ins Umfeld des Vereins kommen und dort spielen
Dafür ist aber auch Barca von der UEFA mit einem Transferverbot bestraft worden, weil sie es zu exzessiv gemacht haben. Wir brauchen nicht ins Ausland zu schauen. Lev und WOB machen das schon ewig so.
Mit Boro hat man nun zumindest wieder einen aus der alten Garde in den Verein geholt, der diese Schnittstelle wohl bearbeiten soll?! Harttgen ist daran kläglich gescheitert. Boro traue ich es zu.
 
Er ist ja selbst aus New Brandenburg und von daher etwas weiter weg....vielleicht klappt's. Obwohl er als U17-Co vermutlich noch nicht so viele Kompetenzen hat....
@dicker Tony: Wer aufmerksam liest, bekommt mehr mit. Es war zwar auch vom Speckgürtel die Rede, sondern auch von Norddeutschland. Nicht ganz einfach im Text zu finden, aber dennoch schließt das auch Hannover mit ein.
Und ja, Werder hat auch schon im Ausland geschaut, ich weiß.....aber da geht es wieder los mit Personen. Denn zuletzt waren alle Perspektivspieler aus Ex-Jugoslawien eher enttäuschend. Da hilft auch kein neues NLZ.
Im übrigen bist Du offenbar mit Scouting und Jugendarbeit zufrieden. Das ist gut, aber es sieht eben nicht jeder so.
 
Das ist ja, was ich sagte: Die letzte Stufe fehlt oft....dass ein Jugendspieler sich als Profi in der 1. BL etabliert und dort dauerhaft Stammspieler ist. Da gab's in den vergangenen Jahren genau noch mal wieviel (abgesehen von Streitfall Grilltisch, der nicht klar etabliert ist)?

In den vergangenen Jahren hatten wir allerdings auch immer ein Mannschaftsgefüge in das sich nur sehr schwer junge Spieler integrieren ließen.

Nachwuchsspieler müssen Fehler machen dürfen ohne das es gleich bestraft wird und da hatten wir kaum eine Option. Nahezu jeder Fehler wurde mit einem Gegentreffer bestraft. Sternberg ist so ein Beispiel der durchaus gute Ansätze hatte und von dem jetzigen Nouri-System (ähnlich wie TGS) profitiert hätte (vorne sehr ordentlich, hinten ausbaufähig).
 
@dicker Tony: Wer aufmerksam liest, bekommt mehr mit. Es war zwar auch vom Speckgürtel die Rede, sondern auch von Norddeutschland. Nicht ganz einfach im Text zu finden, aber dennoch schließt das auch Hannover mit ein.
Und ja, Werder hat auch schon im Ausland geschaut, ich weiß.....aber da geht es wieder los mit Personen. Denn zuletzt waren alle Perspektivspieler aus Ex-Jugoslawien eher enttäuschend. Da hilft auch kein neues NLZ.
Im übrigen bist Du offenbar mit Scouting und Jugendarbeit zufrieden. Das ist gut, aber es sieht eben nicht jeder so.

Die anderen relevanten Spieler kamen ebenfalls nicht aus Norddeutschland, es sei denn wir hätten Österreich und das Kreichgau in das Imperiale Bremen eingegliedert. Ob ich mit der Jugendarbeit zufrieden bin spielt am Ende des Tages auch eigentlich keine Rolle. Stand heute sind wir bei Betrachtung einfacher Fakten sehr gut aufgestellt, ob durch Spieler die über die U23 nach oben gezogen worden sind oder über die Platzierungen der U17, U19 und U23 oder über die Perspektiven von Spielern auf dem Sprung. Auf die Frage die hier jemand gestellt hat, welcher Verein denn da besser aufgestellt ist, wurde mWn. keine Antwort gegeben. Ich weiß, Leuten wie dir reicht unsere aktuelle Performance nicht, es müssen schon jedes Jahr Spieler der Kategorie Draxler gezogen werden und der Verweis auf die aktuelle Performance wird mit der schlechten von vor vielen Jahren gekontert. Die Augen vor Schmidt, Jeggestein, Käuper, Verlaat verschließen und mit den Stevanovics dieser Welt argumentieren. Na, wenn's Spaß macht. Ich bin dann auch mal wieder raus, wollte nur nach Tagen und Wochen mal meinen Senf zu diesem Thema abgegeben haben, man liest sich nach der Länderspielpause oder so.
 
Weil die anderen Spieler aus Österreich etc. eben nicht der eigenen Jugend entstammen und Deine Schmidts, Eggesteins etc. sich noch nicht als Profis durchgesetzt haben, entstand die Diskussion.........der Rest ist weiter oben zu lesen. Baumann könnte also vieles tun.
 
Als Fan von Vereinsfusball in Deutschland kann man angesichts der Verhältnisse in Hannover nur hoffen, dass sich die auch gerade eben hier wieder als "ewig Gestrige" diffamierten Vereinsvertreter gegenüber dem Kind-clan durchsetzen. Als Fan von Werder Bremen kann man sich nur wünschen, dass unser Klub vor solch einer Zerreißprobe verschont bleibt. :kaffee:

Hannover / Kind ist aber auch kein allein gültiges Abziehbild dafür, wie sich der Einstieg eines Investors auswirkt.Oder steht man bei dem von @syker1983 genannte Beispiel Bayern München mit den strategischen Partnern etwa auch vor solchen einer Zerreißprobe wie in Hannover?
:kaffee:

Einzig und allein entscheidend ist, in wie weit die Verantwortlichen im Club bzw. der Kapitalgesellschaft(en) mit dem Einstieg eines Investor agieren.
Bei Hannover war der Kardinalsfehler, daß man Kind als Vereinspräsident und Mäzen in Personalunion zu viele Freiräume gewährte und er sich somit mit dem Machtmittel Geld für so unverzichtbar machen konnte. Dies hatte zur Folge, daß Kind durch die von ihm vorangetriebene Ausgliederung des Profifussballs mittlerweile gleichzeitig als Vorstandsvorsitzender des e.V., Geschäftsführer der GmbH & Co KGaA und sämtlicher Tochterunternehmen fungiert: u.a. auch bei der Komplementärin Hannover 96 Management GmbH sowie der alleinigen Kommandistin Sales & Service GmbH & Co. KG, an der er persönlich mit ca. 52% beteiligt ist.

Dadurch verfügt Kind bei H96 über ein Machtpotential, welches nicht einmal ansatzweise mit dem Einstieg eines Investors bei Werder vergleichbar wäre, denn ein stratigischer Partner würde bei Werder lediglich in Höhe von Prozentsatz X Komanditisen-Anteile an der Werder Bremen GmbH & Co. KGaA erwerben. Die Komplementärsanteile blieben dagegen zu 100% (über die Werder Verwaltungs GmbH). beim SV Werder Bremen e.V., so daß ein Vergleich mit dem Negativ-Beispiel Hannover 96 reiner Panikmache gleicht.
 
Dann müsste man eben öfter mal den Hintern bewegen, um mitzubekommen, was um mich herum so passiert. Mal drastisch formuliert. Da reicht es dann nicht mehr, im Land Bremen und im Speckgürtel zu wildern und sich dann zurückzulehnen. Das ist unter anderem, was ich mit Personen und Inhalten meine. Du kannst das neueste, größte und modernste NLZ haben......hilft nichts, wenn man nur bis Ganderkesee oder vielleicht Soltau fährt, um zu scannen, wer da spielt. Es sollte und muss schon über Norddeutschland hinausgehen.
Nur eine Anmerkung: Porto oder Barcelona beispielsweise fangen schon an, Familien aus dem Ausland (!) mit Kindern vor der Pubertät zum Umzug in die Stadt zu bewegen und bieten sogar neue Arbeitsstellen für die Eltern. Nur damit die Kinder ins Umfeld des Vereins kommen und dort spielen.
Wenn Du richtig hinschauen würdest, würdest Du bemerken, das Spieler sehr wohl aus einem erweiterten Umkreis kommen, z.B. bis nach Hamburg oder Hannover. Da die Spieler in der Regel noch sehr jung sind,wenn sie zu Werder kommen, wird das über Norddeutschland hinaus schon schwieriger, denn der Kontakt zum Elternhaus sollte schon noch Bestand haben, nicht nur über Telefon. Selbst wenn mann weiter weg schauen würde, im Einzugsgebiet von Schalke leben ~17 Millionen Menschen, da verbietet sich jeder Vergleich.
Und Deine Anmerkung zu Porto: das halte ich für pervers!
 
Ganz sicher gereicht ein Vergleich mit Hannover 96 nicht allein zur und schon gar nicht zur "reinen" Panikmache.

Es ist ein aktuelles und deshalb absolut geeignetes Beispiel dafür, welche Probleme sich ein Sportklub ins Haus holt, wenn er ein Gros seiner Anteile verkauft. Das Beispiel Bayern München dürfte da eher als eines der wenigen dienen, bei denen es bisher gelungen ist. Gelungen deshalb, weil die Partnerschaft lange wohl überlegt angestrebt wurde und sich alle Partner dabei bislang gut ergänzen. Bisher deshalb, weil es auch bei Bayern München keinesfalls sicher ist, dass die Partner Allianz, Adidas etc. ihre strategischen Ziele in einer globalisierten Welt langfristig aufrechterhalten und ihr Interesse an der Kooperation mit dem korrupten Fußball bestehen bleibt. :kaffee:

Diejenigen, die andere gern als "Ewig gestrige" titulieren, hören aber selbstverständlich, wie immer, das Gras wachsen. :popcorn:
 
Einzig und allein entscheidend ist, in wie weit die Verantwortlichen im Club bzw. der Kapitalgesellschaft(en) mit dem Einstieg eines Investor agieren.
Bei Hannover war der Kardinalsfehler, daß man Kind als Vereinspräsident und Mäzen in Personalunion zu viele Freiräume gewährte und er sich mit dem Machtmittel Geld für so unverzichtbar machen konnte. Dies hatte zur Folge, daß Kind durch die von ihm vorangetriebene Ausgliederung des Profifussballs mittlerweile gleichzeitig als Vorstandsvorsitzender des e.V., Geschäftsführer der GmbH & Co KGaA und sämtlicher Tochterunternehmen fungiert: u.a. auch bei der Komplementärin Hannover 96 Management GmbH sowie der alleinigen Kommandistin Sales & Service GmbH & Co. KG, an der er persönlich mit ca. 52% beteiligt ist
Und selbst wenn es so sei, was ich Dir abnehme, dann ist es halt so. Kind gibt einen nicht unwesentlichen Teil seines Privatvermögens in seinen Club und will dementsprechend auch bestimmen. Das ist doch genau das, was ich bei Rettig kritisiere, dass subalterne Mitglieder meinen, die Geschicke des Vereins lenken zu können, ohne selbst ins Risiko zu gehen. Der Kind hat sein Geld nicht mit Drogen verdient sondern mit medizinischen Hilfsmitteln.
Was er allerdings überhaupt nicht beherrscht, ist die Kommunikation. Die ist grauenvoll. Dadurch wird er besonders angreifbar.
Das die Ultras aus Hannover sich beschweren, die gerade ein Stadion zerlegt haben, kann und darf bei diesen Geisteskranken kein Massstab sein.
Das Randgruppen der Gesellschaft mit fragwürdigem Moralverständnis (Gewalt gegen Andersdenkende) einem Unternehmen die Politik vorschreiben wollen, darf nicht passieren? Wo ist denn da die sachliche Ebene, wenn Morddrohungen gegen einen Kind ausgesprochen werden?
Die DFL und der DFB tun alles aber auch wirklich alles, um dem Kommerz die Stange zu halten. Gleichzeitig suggerieren sie diesen Gruppen aber, dass sie Verständnis fürihr Anliegen hätten. Es ist die doppelzüngige Diskussion von diesen Verbänden, die alles eskalieren lässt, anstatt offen und ehrlich die Maske fallen zu lassen und das zu kommunizieren, was ihre Handlungsmaxime ist. Es ist doch auch einem normaldenkenden Menschen zurzeit nicht verständlich zu machen, was da in puncto Liga, Transfers, Sponsoren und Plastikclubs abläuft! Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht mehr los...
 
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