Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Rudi64
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

  • .... richtig

    Votes: 55 74,3%
  • ... egal

    Votes: 8 10,8%
  • ... falsch

    Votes: 11 14,9%

  • Total voters
    74
Werder ist ein Verein und keine KG im eigentlichen Sinne. Aus den Erfolgen derVergangenheit holt man sich dafür seine Bestätigung und blendet die Entwicklungen der Gegenwart dabei aus. Dazu passt auch MB Kommentar, dass man zB aufpassen muss, nicht in 7-8 Jahren abgehängt zu werden.
Wenn Herr Bode oder sein Amtsnachfolger in 7-8 Jahren feststellen, dass sie abgehängt worden sind, ist es ohnehin zu spät.
Dabei sind die Anzeichen des derzeitgen abgehängt werdens sowas von offensichtlich. Die Zahl der Plastikclubs steigt ebenso wie der Vereine mit Investoren, obwohl diese den Profifußball etliche Jahre später als Werder ausgliederten. Hier hingegen schlummern bildlich gesprochen die Unterlagen für den Vertrag mit Investoren seit 18 Jahren im Schrank - nach dem Ermessen der ewig gestigen Vereinsmeier ist es wahrscheinlich ein Giftschrank, der über eine höhere Brisanz als ein Endlager für hochradioaktive Abfälle verfügt. Bleibt zu hoffen, daß der neu zusammengesetzte AR sich hier durchsetzen kann.
 
Zum Thema Jugendarbeit: S04 hat eine herausragende Jugendarbeit. Früher war es Stuttgart, die aber an Hoffenheim die Talente verlieren. Nun noch Leipzig mit hohem Aufwand von externem Geld.

Kleine Randnotiz: daß Hoppenheim und die Dosen Stuttgart den Rang ablaufen haben, liegt vor allerm daran, daß Rangnick (Rang, Rangnick- schönes Wortspiel...) an beiden Standorten dem VfB - wo er vorher ja selbst als Chefcoach tätig war - die sehr guten Scouts und Nachwuchstrainer abluchste.
 
Zeig mir nur einen, der zwischen den diversen "Schwarzmalern" irgendeinen Spieler hier über Gebühr in den Himmel hebt.

Aktuell gibt es nur sehr wenige optimistische User, deshalb sprach ich ja auch von der Vergangenheit und gebe auf solche Betitelungen schon lange nichts mehr !!!

Wer hier in den letzten 10 Jahren alles als Talent betitelt wurde... :XD:

Wäre es nicht so deprimierend, müsste ich Stunden darüber lachen!
 
Werder ist auch nicht abgehängt. Noch ist es in der Liga möglich, als Fsv Mainz 05, als Schon Freiburg und auch als SV Werder Bremen seine entsprechenden "Erfolge" zu haben, wenn man ein gewisses, der Situation entsprechendes Konzept verfolgt. Dieser Weg wurde in Bremen aufgrund unvergaltnismassiger CL-Hysterie vor Jahren, inzwischen hat man sich aber, glücklicherweise, seiner Strukturen und Möglichkeiten wieder erinnert und arbeitet konzepttreu.

Die Ara Eichin mit ihrer konfusen Konzeptlosigkeit ist glücklicherweise beendet. Mehr ist darüber jetzt auch nicht mehr zu sagen.

Bei der Aufzählubg von Klubs mit guter Jugendarbeit hast Du Dortmund vergessen? Insgesamt hast Du aber ohnehin nur die Auffälligsten aufgezählt?! Insgesamt ist die Jugendarbeit seit dem Desaster der EM 2000 in Deutschland wohl so gut wie kaum irgendwo anders. Dazu zählt nun auch wieder der Standort Bremen.
Na ja. Meine Aufzählung hat auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Neben DO gehört auch Gladbach dazu. :wink:
EM 2000 in Deutschland, eher wohl Benelux??? 1998 ja, 2004 war das Desaster in Portugal mit der Niederlage 0:3 gegen Portugals B-Elf. Ist letztendlich eine Randnotiz.
Das Hauptproblem in Bremen ist, dass die Erwartungshaltung viel zu hoch ist. Ich meine immer noch, dass internationaler Fußball hier unter diesen Bedingungen nur bei bester Performance aller Akteure partiell und für 1 Jahr darstellbar ist.
Daher bleibe ich bei meiner These, dass die Erfolge der Vergangenheit Fluch und nicht Segen derzeit sind. Besser wäre es jedes Jahr nur um den Klassenerhalt zu kämpfen, den Kader in seinen Kosten diesem Unterfangen anzugleichen und die Mannschaft jedes Jahr mit Perspektivspielern aufzufüllen. Stars maximal 2 Jahre halten und dann teuer verkaufen, wenn es geht. Das wäre ein echter authentischer Werderweg. Nix Europa nur Klassenerhalt.
Was da jetzt abläuft, ist viel Hoffnung, Nostalgie mit weitestgehender Risikovermeidung. Für mich persönlich sieht das nach: wasch mich, aber mach mich nicht nass aus.
 
Ich sehe keinen Verein in Deutschland, der herausragende Jugendarbeit leistet.
Wenn ich im letzten B-Jugend-Endspiel vernommen habe, woher Bayern schon in diesem Alter viele seiner Leute hergeholt hat, wird mir angst und bange, ist das aber auch keine eigene Jugend-Arbeit.
Werder braucht sich zumindest nicht zu verstecken: In der Vor-Vor-Saison im Halbfinale der A-Jugend, zuletzt im Finale der B-Jugend, mit Werder II als einzige deutsche Zweitvertretung in Liga 3. Gerade letzteres halte ich für unverzichtbar und macht Werder attraktiv: Da sitzen junge Leute nicht nur auf der BL-Reservebank rum, sondern bekommen in Liga 3 durchaus anspruchsvolle Spielpraxis.
Was fehlt, sind herausragende Einzelspieler, die sofort die Bundesliga bereichern. Aber auch da bieten sich aus der bisherigen B-Jugend/jetzigen A-Jugend einige an.
Man sollte also die Jugendarbeit von Werder nicht nur negativ sehen.
Was mir Sorgen bereitet, ist allerdings das Nachwuchszentrum. Das muss dringend modernisiert und auf eine ganz neue Ebene gestellt werden, sonst verliert Werder an Attraktivität und Anschluss. Und zwar nicht erst in ferner Zukunft, sondern sofort.
 
Aktuell gibt es nur sehr wenige optimistische User, deshalb sprach ich ja auch von der Vergangenheit und gebe auf solche Betitelungen schon lange nichts mehr !!!

Wer hier in den letzten 10 Jahren alles als Talent betitelt wurde... :XD:

Wäre es nicht so deprimierend, müsste ich Stunden darüber lachen!

Ich erinnere mich noch an die talentierten Ts... Thy, Trinks und Testroet, die kommenden Nationalspieler.
 
Daher bleibe ich bei meiner These, dass die Erfolge der Vergangenheit Fluch und nicht Segen derzeit sind. Besser wäre es jedes Jahr nur um den Klassenerhalt zu kämpfen, den Kader in seinen Kosten diesem Unterfangen anzugleichen und die Mannschaft jedes Jahr mit Perspektivspielern aufzufüllen. Stars maximal 2 Jahre halten und dann teuer verkaufen, wenn es geht. Das wäre ein echter authentischer Werderweg. Nix Europa nur Klassenerhalt.
Was da jetzt abläuft, ist viel Hoffnung, Nostalgie mit weitestgehender Risikovermeidung. Für mich persönlich sieht das nach: wasch mich, aber mach mich nicht nass aus.
Nur um den Klassenerhalt zu kämpfen, kann nicht das Ziel sein, weil dies (wie es seit 2010/11 zu beobachten war) sehr kraftraubend ist und auf Dauer nicht gutgehen kann. Daher muß das Ziel lauten, dem Abstiegskampf möglichst weit hinter sich zu lassen. Ansonsten 1899% Zustimmung.
 
Na ja. Meine Aufzählung hat auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Neben DO gehört auch Gladbach dazu. :wink:
EM 2000 in Deutschland, eher wohl Benelux??? 1998 ja, 2004 war das Desaster in Portugal mit der Niederlage 0:3 gegen Portugals B-Elf. Ist letztendlich eine Randnotiz.
Das Hauptproblem in Bremen ist, dass die Erwartungshaltung viel zu hoch ist. Ich meine immer noch, dass internationaler Fußball hier unter diesen Bedingungen nur bei bester Performance aller Akteure partiell und für 1 Jahr darstellbar ist.
Daher bleibe ich bei meiner These, dass die Erfolge der Vergangenheit Fluch und nicht Segen derzeit sind. Besser wäre es jedes Jahr nur um den Klassenerhalt zu kämpfen, den Kader in seinen Kosten diesem Unterfangen anzugleichen und die Mannschaft jedes Jahr mit Perspektivspielern aufzufüllen. Stars maximal 2 Jahre halten und dann teuer verkaufen, wenn es geht. Das wäre ein echter authentischer Werderweg. Nix Europa nur Klassenerhalt.
Was da jetzt abläuft, ist viel Hoffnung, Nostalgie mit weitestgehender Risikovermeidung. Für mich persönlich sieht das nach: wasch mich, aber mach mich nicht nass aus.
EM 2000 in BeNe, richtig. Vielleicht sollte ich meinen ursprünglichen Satz umstellen, damit er besser verständlich wird. Die EM damals war der Knackpunkt für die Umstellung der Jugendausbildung im DFB/ in Deutschland, die spätestens seit der WM 2010 Früchte trägt und derzeit kaum irgendwo anders (evtl. noch in Spanien und Frankreich) so erfolgreich ist wie hierzulande. Die Parallel-Erfolge des Perspektivteams und der U21 in diesem Sommer waren kein Zufall.

Der Anspruch Werders, behutsam wieder nach oben zu wollen, ist absolut richtig. Wenn man dabei ein Konzept verfolgt, wird sich der Erfolg irgendwann einstellen. Wie nachhaltig dieser ist, hängt von vielen Faktoren ab. Bei den Stellschrauben , die Werder selbst bestimmen kann, sind sie derzeit wieder ganz gut aufgestellt. Es ist im übrigen immer gut, möglichst viele der Schlüssel in der eigenen Hand zu halten und sie nicht an irgendwelche windigen oder selbstherrlichen Investoren zu verscherbeln. Anteile verkauft man nur einmal. Ein solcher Deal muss langfristig passen.

Als Fan von Vereinsfusball in Deutschland kann man angesichts der Verhältnisse in Hannover nur hoffen, dass sich die auch gerade eben hier wieder als "ewig Gestrige" diffamierten Vereinsvertreter gegenüber dem Kind-clan durchsetzen. Als Fan von Werder Bremen kann man sich nur wünschen, dass unser Klub vor solch einer Zerreißprobe verschont bleibt. :kaffee:
 
Und nochmal die Frage: Bei welchem Verein ist das zur Zeit möglich? Wer erbringt diese Leistung? IST es überhaupt möglich?

Anhaltend bringt das wohl noch kein Verein, wenn es darum geht, jährlich 1-2 eigene Jugenspieler im Profibereich zu etablieren. Mal der eine, mal der andere. Auf jeden Fall nicht nur mit eigenen Jugendspielern. Deshalb wäre es ja schon mal was, so ein Ziel zu haben. Wenn dann jährlich einer es schafft....oder immerhin einer alle zwei Jahre....hätte man schon eine gute Quote.

@chrissie: Die Bewertung der Jugendarbeit ist in diesem Fall übrigens keine Kritik, sondern eine Tatsache. Zumindest, wenn man die Vorstellung von Jugendarbeit hat, wie ich sie beschrieben habe. Wenn das Ziel von "guter Jugendarbeit" heißt, die höchstspielende Amateurmannschaft Deutschlands zu haben, dann ist Werder natürlich ganz vorn.
Die Frage ist dann, was die Profimannschaft davon hat, wenn die eigene Jugend es selten über den Amateurbereich hinaus schafft. Denn dann ist man überwiegend auf Scouting angewiesen, um den Kader dem Trend der Alterung zu entziehen.
 
Aktuell gibt es nur sehr wenige optimistische User, deshalb sprach ich ja auch von der Vergangenheit und gebe auf solche Betitelungen schon lange nichts mehr !!!

Wer hier in den letzten 10 Jahren alles als Talent betitelt wurde... :XD:

Wäre es nicht so deprimierend, müsste ich Stunden darüber lachen!
Wenn jemand in der Jugend erfolgreich und/oder auffällig spielt, darf ihm Talent bescheinigt werden, so wie einst Thy, Trinks und anderen. Es wird aber, völlig zu Recht, immer wieder betont, dass das keinesfalls bedeutet, dass sich diese Talente später auch im Seniorenbereich durchsetzen werden. Da hat Werder in den letzten Jahren in der Tat leider zu viele Spieler heraus gebracht, die den Sprung in die erste Liga nicht ganz geschafft haben.
 
...Busch, Husic, Sternberg, Hartherz, Yildirim, Füllkrug, Wurtz...

Und genau das meinte ich mit dieser übertriebenen Euphorie / Phantasie mit jungen Spielern aus der U23 oder den erweiterten Profikader...

Dann sollte man aber auch den Weg konsequent zu Ende denken und das Konstrukt U23 kritisch hinterfragen. Nur damit Dauerkartenbesitzer 1 Spiel mehr und ne Wuggi die Woche essen können, rentiert sich die Truppe meiner Meinung nach nicht im geringsten.
 
Wenn jemand in der Jugend erfolgreich und/oder auffällig spielt, darf ihm Talent bescheinigt werden, so wie einst Thy, Trinks und anderen. Es wird aber, völlig zu Recht, immer wieder betont, dass das keinesfalls bedeutet, dass sich diese Talente später auch im Seniorenbereich durchsetzen werden. Da hat Werder in den letzten Jahren in der Tat leider zu viele Spieler heraus gebracht, die den Sprung in die erste Liga nicht ganz geschafft haben.

Kannst du mir bitte das Wort in dem Zusammenhang erläutern?
 
..................Man sollte also die Jugendarbeit von Werder nicht nur negativ sehen.
Was mir Sorgen bereitet, ist allerdings das Nachwuchszentrum. Das muss dringend modernisiert und auf eine ganz neue Ebene gestellt werden, sonst verliert Werder an Attraktivität und Anschluss. Und zwar nicht erst in ferner Zukunft, sondern sofort.

Die Jugendarbeit ist sicher nicht die schlechteste, das wollte hier wohl auch keiner vertreten. Und nach oben gibt's ja selten Grenzen.
In Sachen NLZ kann man Deine These vertreten....zumal die Generation von heute sich leichter von Äußerlichkeiten beeindrucken lässt. Für einen ganz großen Wurf in Sachen NLZ fehlt Bremen aber IMO das Geld. Ich würde deshalb glauben, dass die richtigen Personen und Konzepte wichtiger sind als ein prima Neubau, in dem dann inhaltlich die Ideen von damals verbreitet werden (überspitzt formuliert).
 
Nur um den Klassenerhalt zu kämpfen, kann nicht das Ziel sein, weil dies (wie es seit 2010/11 zu beobachten war) sehr kraftraubend ist und auf Dauer nicht gutgehen kann. Daher muß das Ziel lauten, dem Abstiegskampf möglichst weit hinter sich zu lassen. Ansonsten 1899% Zustimmung.
Moment! Ich habe auch geschrieben, dass man seine Strukturen einem jährlichen Kampf um die Klasse anpassen muss. Bedeutet nichts anderes, als seine Kostenstruktur in allen Bereichen zB einem SCF anzugleichen, um evtl. einen Abstieg zu überwinden.
Was versucht man denn jetzt? Werder suggeriert seinen Fans, dass man bei einem günstigen Verlauf um europäische Plätze mitspielen kann. Man hat zwar den Kader zusammengehalten, aber außer mit August und Gondorf in Ansätzen eher versucht auf dem Niveau zu halten. Schon der TW ist unklar in seinem Leistungsbild. Gnabry und Grillitsch sind sehr wohl ein Verlust.
Vor der TP öffentliche Verhandlungen mit Selke, den man am Ende nicht bezahlen kann. Plan B Fehlanzeige, wenn man FB heute liest und er weitere Transfers uU ausschließt. Gleiches Bild beim IV. Man wird versuchen Yatabare, Petsos und AJ noch abzugeben. Geld gespart und dann?
Für mich sieht das so aus, dass man letztes Jahr das Haus in die Höhe gebaut hat und nun feststellen muss, dass man kein Geld für das Dach hat.
Ich bin wahrlich kein Freund von Investoren oder Mäzenen. Ich sehe das Bayernmodell mit strategischen Partnerschaften und dem eigenen Heft des Handelns als das Beste an. Natürlich bekommen wir nicht diese Konditionen wie die Bajuwaren. Aber mit einer oder mehr Zehnerpotenzen weniger und evtl. einem permanenten ständigen Geldzufluss aus den Firmen X, Y, Z würde sie handlungsfähiger machen. Am Ende will man das hier in Bremen aber auch nicht.
Dann eben Finger kreuzen und beten, das man von langfristigen und schwerwiegenden Verletzungen verschont bleibt.
 
Also leistet noch kein Verein in Deutschland gute Jugendarbeit zur Zeit...

Wenn man Jugendarbeit für sich betrachtet und mit dem Anspruch daran geht, jährlich 1-2 Spieler im Profibereich zu verankern, würdest Du richtig liegen.
Wenn man Jugendarbeit in Verbindung mit Scouting betrachtet, gibt es schon drei, vier Vereine, die auf einem ordentlichen Niveau vertreten sind. Da es um Nachwuchs für die Profis geht, sollte man die beiden Komponenten schon zusammen bewerten. In der Hinsicht könnte Baumann noch Ideen umsetzen.
 
Back
Top