@xxxHenne1981xxx
1. Nur mal eben so: es sind doch zum Großteil die "kleinen Leute", die die AFD wählen. Das wurde bisher jedenfalls so dargestellt. Der kleine Rentner, der kleine Arbeiter usw. Worum sollte es denen denn bitte schön sonst gehen, wenn sie die AFD wählen? Erkläre mir das bitte mal, bevor du hier so auf den Putz haust! Dass die AFD eben nicht für den "kleinen Mann" einsteht, sollte doch wohl klar sein. Ihr Programm ist eigentlich nur gegen den "kleinen Mann". Oder wie stehen sie zum Mindestlohn, Sozialleistungen, Rente und Co?
2. Natürlich ist es jedem selbst überlassen! Aber es ist auch jedem selbst überlassen, seine eigene Meinung zu haben und zu äußern. Und ich habe bisher nur feindliche Parolen und wirres Geschwafel mitbekommen. Ich habe keine Lösung gehört. Ich höre zB nur, dass sie gegen die derzeitige Flüchtlingspolitik parolieren, aber selbst keine menschlich-vernünftige Lösung präsentieren. Nein, sie sagen ja selbst von sich, dass sie keine Lösungen bringen müssen, schließlich sind sie nicht in der Regierung... Ja ja, was da also an lösungsorientierten Vorschlägen bei rumkommt, sehe wir doch selbst = ich sehe garnichts!!!!
3. Wäre die Partei AFD die Partei, für die du sie hälst, würden ihre Repräsentanten nicht von einer braunen Suppe in die nächste braune Suppe tappen. Sind die Äußerungen wie "Schießbefehl auf Menschen" oder "Nachbarn wie Boateng" nur versehentliche Malheurs? Muss es bei öffentlichen Reden der angedeutete Hitlergruß sein? Müssen die Reden derer aus dem zweiten Weltkrieg so ähneln? Muss man wirklich gegen Menschen hetzen? Ist das eine normale Art im gesunden Politikgeschäft? Ich denke nicht!
@SYLAR
Ich glaube, dass die AFD mal eine Partei war, die sich eher mitterechts aufhielt. Doch der Weg ist nun ein anderer. Sonst würden die Gründer der Partei nicht öffentlich von ihnen Abstand nehmen und sie als "zu rechtsradikal" bezeichnen. Sie teilen den radikalen Weg ihrer Partei nicht.
1. AfD ist pro Mindestlohn.Was die Sozialleistungen angeht, soll das Lohnabstandsgebot in den Vordergrund treten, was an sich nur sinnvoll sein kann. Wie das Ganze aber umzusetzen sei, ist nicht weiter ausgeführt. Die Pflege durch Angehörige soll aufgewertet werden, kinderreiche Familien sollen in den Genuss von Vorteilen kommen und Familien generell gefördert werden, die traditionelle Familie steht dabei im Vordergrund. Sehe da bisher null problematische Inhalte. Den Arbeitsmarkt von "unnötiger Bürokratie" befreien für mich ebenso ein löblicher Ansatz, wenn auch zur Umsetzung nichts gesagt wird.Und was ist denn bei der Rente? Na dann komm doch mal mit Fachwissen um die Ecke! Kleiner Tipp: Nicht nur Bild - Zeitung lesen.
Hier mal eine Erklärung von Petry:
Zitat Anfang:
+++ Klarstellung zum Thema Rente +++
Liebe Freunde und Unterstützer,
wieder einmal gibt es Anlass, die in den Medien veröffentlichten Aussagen klarzustellen. Ich habe diese Woche der ‚Welt am Sonntag’ ein Interview gegeben, in dem es auch um das Thema Rente ging. Im Interview sind daraus nur stark gekürzte Aussagen zu lesen, die den Eindruck erwecken, die AfD wollte Renten kürzen und die Lebensarbeitszeit verlängern. Hier daher die vollständige Version meiner Aussagen zum Thema Rente:
Ich habe dabei ausgeführt, dass die aktuellen Zustände aufgrund einer über Jahrzehnte verfehlten Familien- und Rentenpolitik und vor dem Hintergrund der verfehlten Migrationspolitik zu steigenden Arbeitszeiten und sinkenden Renten führen werden und dass es daher gesellschaftlicher Kraftanstrengungen bedarf, um das Rentenniveau zu erhalten. Ich habe darauf hingewiesen, dass es die Aufgabe der Gesellschaft ist, für Junge, Alte und Schwache vorrangig zu sorgen.
Aus diesen Gründen sind gravierende Änderungen in unserem Rentensystem unbedingt erforderlich! Ein fertiges Konzept liegt uns noch nicht vor, weshalb wir dieses Thema auch auf dem letzten Parteitag nicht behandelt haben. Aber es gibt verschiedene Ansätze, die in der Diskussion sind. So z. B. eine Anlehnung das "Schweizer Modell" (Anhebung/Wegfall der Beitragsbemessungsgrenzen), betriebliche Altersversorgungen weiter auszubauen, starke finanzielle Entlastung von Familien mit Kindern, Rückführung von versicherungsfremden Leistungen, die seit 1957 aus dem Rententopf entnommen wurden usw.
Keineswegs ist es Ziel oder Konzept der AfD, die Menschen bei immer weniger Rente immer länger arbeiten zu lassen!
Zitat Ende
2. Das liegt daran, dass sich Deine Meinung verfestigt hat und du alles, was bezüglich oder aus Richtung AfD kommt, wie ein rotes Tuch auf Dich wirkt. Ich selber kann mit FDP und Grünen nicht viel anfangen, habe aber kein Problem anzuerkennen, wenn mMn mal was wirklich Vernünftiges aus dieser Ecke kommt. Das ist bei Dir gar nicht möglich. Bei Dir kommen ebenjene Parolen, die du anderen vorwirfst, Du bügelst Dinge ab ohne Dich überhaupt damit auseinandergesetzt zu haben und wenn - dann kommen die Infos höchstwahrscheinlich aus der Bild oder ähnlich fundierten Zeitungsbeiträgen, bei denen Objektivität nicht mal ansatzweise zu erkennen ist. Beispiele dafür kannst du auf der vorhergehenden Forumsseite lesen. Und dass sich die Partei als Oppositionspartei sieht, die jedwede Regierungsbeteiligung ablehnt, sehe ich ihr erstens aufgrund ihrer noch recht kurzen Geschichte nach, zweitens ist das eine realistische Einschätzung der Lage und mir tausendmal lieber als eine FDP, die aufgrund von mickrigen 6,5% und Regierungsbeteiligung einen auf dicke Hose macht und drittens ist eine Regierungsbeteiligung vom Rest der Pfeffersäcke auch überhaupt nicht vorgesehen. Die schlafen nämlich noch immer.
3. Welche braune Suppe? Die Äußerungen zum "Schießbefehl" sind im Kontext zu lesen. Entweder hast Du ein schlechtes Gedächtnis oder Du willst da einfach etwas anderes hinein interpretieren. Auch hier für Dich noch einmal der Zusammenhang des Interviews inklusive mMn fragwürdiger Führung desselben:
Anfang Interview:
Frau Petry, Sie fordern, an den Grenzen "wieder Recht und Ordnung herzustellen". Was heißt das?
Frauke Petry: Wir brauchen umfassende Kontrollen, damit nicht weiter so viele unregistrierte Flüchtlinge über Österreich einreisen können.
Die Grenze zu Österreich ist mehr als 800 Kilometer lang. Wie wollen Sie die durchgängig kontrollieren?
Petry: Ich weiß genau, dass Sie mich zur Schlagzeile "Petry will Grenzzäune errichten" provozieren wollen.
Wir wollen nur wissen, wie Ihr Plan aussieht. Wie sieht er aus?
Petry: Wir müssen natürlich genügend Bundespolizisten einsetzen und dürfen Zurückweisungen nicht scheuen. Dies muss notfalls auch mit Grenzsicherungsanlagen durchgesetzt werden.
Wie hoch sollen die Zäune sein?
Petry: Sie können es nicht lassen! Schauen Sie doch mal nach Spanien. Die haben auch hohe Zäune.
Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?
Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.
Und wenn er es trotzdem tut?
Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.
Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?
Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.
Es gibt in Deutschland ein Gesetz, das einen Schießbefehl an den Grenzen enthält?
Petry: Ich habe das Wort Schießbefehl nicht benutzt. Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlingszustrom bremsen.
Ende Interview
Da kann man sich natürlich bestimmte Sätze einzeln heraus picken oder einfach mal den gesamten Kontext zu verstehen versuchen, in dem sie auf ein Gesetz hinweist! Von nem angedeuteten Hitlergruß weiß ich selber nichts. Ein Gericht hat Höcke Recht gegeben, dass ein Bild mit ausgestrecktem Arm von einer Zeitung eben nicht in diesen Kontext gerückt werden darf. Und weißt Du was? Das wird Dich jetzt total überraschen... Wenn man mit einem Arm in Richtung Menge winkt und der Auslöser in einem ungünstigen Moment getätigt wird, kann es zu seltsamen Aufnahmen kommen. Geschlossene Augen, das Symptom, dass jemand drei Arme zu haben scheint oder Ähnliches. Aber während bei nem Maik Lukowicz selbstredend davon ausgegangen wird, dass dieser damals keinen Hitlergruß zeigte, kann es bei Höcke ja gar nicht anders sein. Der ist ja schließlich AfDler. Bei so ner Argumentation fällt mir dann auch nicht mehr viel ein. Da ähneln AfD - Reden denen des 2. Weltkrieges. Schon klar. Du hast zumindest eine blühende Phantasie. Und was das angebliche Hetzen gegen Menschen betrifft: Die Politik spielt seit Jahren Geringverdiener gegen Hartz - IV - Empfänger aus und hetzt diese gegeneinander auf. Wo bleibt da Dein Aufschrei? Und wenn man tatsächlich mal klarzustellen versucht, dass nicht jeder, der hierher kommt, ein traumatisierter Flüchtling ist, sondern auch stinknormale Migranten auf der Suche nach sonst irgendwas und sich aufgrund der kulturellen Unterschiede Schwierigkeiten ergeben, dann ist es verdammt nochmal auch die Pflicht der Politik, darauf hinzuweisen und nicht das Gefühl zu vermitteln, dass uns das Ganze nichts kostet, unsere Renten durch Zuwanderung erarbeitet werden, diese Leute eine höhere Bildung als der gemeine Deutsche aufweisen und wirklich jeder es gar nicht erwarten kann, hier arbeiten gehen zu dürfen.
Als kleinen Nachtrag: Selbst der Chef des Verfassungsschutzes hat mittlerweile klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die AfD keine rechtsextreme Partei darstellt. Das ist Dir wahrscheinlich aber auch einfach nur so mal entgangen.