Denkst Du etwa das ich an der derzeitigen Situation Freude habe? Der Trend war bereits seit langer Zeit absehbar, deswegen aergert mich diese verdammte Passivitaet im Verein.
VS haette man schon vor Monaten den Weg zur Tuer zeigen muessen. Was wir gebraucht haetten waere ein Trainer mit Konzept und nicht dieses Baeumchen wechsle dich Theater unseres Trainerstabs.
Nach dem Augsburg Spiel in der Hinrunde wurde ich fuer meine Kritik beleidigt und provoziert, nur weil ich das Offensichtliche angeprangert habe. Eigentlich herrscht jetzt eh nur noch Resignation, der Zug ist wahrscheinlich schon laengst abgefahren, speziell wenn man bedenkt das VS immer noch rumstuempern darf.
Ich habe auch nicht behauptet, dass du dich über Werders Situation freust. Mir ging es darum, dass es in dem Post, auf den ich mich beziehe, so wirkte, als würdest du vor Freude sabbern, dass du denjenigen mal so richtig einen reinwürgen konntest, die in den letzten 2 Wochen ihre Meinung zu Skripnik geändert haben, bzw. ändern mussten.
Und dass du für deine Kritik der letzten Wochen und Monate so viel Gegenwind bekommen hast, lag nicht daran, dass du gewagt hast, Skripnik und andere Verantwortliche bei Werder zu kritisieren, sondern einerseits daran, dass du (wie anscheinend nicht nur ich es empfand) mit deiner Kritik völlig über das Ziel hinausgeschossen bist und andererseits daran, wie du mit Gegenargumenten umgegangen bist. Das hatte mit einer Diskussion nicht mehr viel gemein.
Es scheint mir eh mehr und mehr eine deutsche Unart zu sein, wie man mit Fehlern anderer umgeht. Hier wird jeder sofort an den Pranger gestellt, wenn er einen Fehler macht und wenn jemand einsieht, dass er falsch lag und in der Lage ist, seine Meinung anzupassen, wird er oft mit Häme überschüttet, anstatt dass anerkannt wird, dass es von einer gewissen Größe zeugt, eigene Fehler zuzugeben und zu korrigieren. Ich erlaube mir, das eine "deutsche Unart" zu nennen, weil ich einige Jahre im Ausland gelebt habe und in meinem Berufsleben schon immer mit Menschen aus vielen verschiedenen Ländern zusammengearbeitet habe. So ausgeprägt ist mir das bisher nur bei Deutschen (wenn auch nicht bei allen) aufgefallen. Ich bin der festen Überzeugung, dass so eine Haltung nur lähmt, weil auf Dauer niemand mehr wagt, schwierige Entscheidungen zu treffen und seinen Kopf in den Wind zu halten. Dazu kommt dann die Angst, Fehler auch einzugestehen und so mitzuhelfen, sie möglichst schnell wieder soweit zu beseitigen, wie es möglich ist. Stattdessen wird oft versucht, eigene Fehler zu vertuschen, wodurch man dann evt. die eigene Haut rettet, aber den Fehler oft noch schlimmer macht.
Wichtig: der letzte Absatz bezieht sich eher aufs Berufsleben und die Politik und nur im übertragenen Sinne auf Werder und die Diskussionen hier im Forum.
Denk mal darüber nach. Ich verspreche auch, keine Häme zu zeigen, sollte Werder doch noch unter Skripnik die Kurve bekommen (woran ich allerdings selbst kaum noch glaube).
