Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Zitat von neuegrünewelle;3232858:
Favre ist auch der einzige Trainer der derzeit auf dem "Markt" ist (also vereinslos), den ich gegen VS eintauschen würde. Jeder andere wäre blinder Aktionismus...

Eine Ablösung Skripniks dürfte zum jetzigen Zeitpunkt kein internes Thema sein. Ich halte es auch für möglich, dass er diese Saison "sportlich überleben" kann und unser Team in der ersten Liga hält.

Werders Verantwortliche sollten mMn umgehend klären, welche Perspektiven sie sehen, wenn sie mit VS in eine weitere Saison gehen. Kann er die Mannschaft weiterentwickeln, stellt er mit seinen taktischen, spielerischen und medialen Darbietungen Werder Bremen im Sinne der Vereinsleitung dar?

Jetzt gibt es die Zeit, diese Fragen zu beantworten und möglicherweise einen neuen Trainer für die kommende Saison zu verpflichten. Bei einer Erfordernis, in der nächsten Saison von heute auf morgen handeln zu müssen, steht diese Zeit nicht zur Verfügung - und ich fürchte, wir werden mit VS in der nächsten Saison dieselben Diskussionen führen müssen.
 
Diese Pauschalisierung halte ich auch für unzutreffend.

Aus dem weiter oben benannten Beispiel Favre/Gladbach 2011 lässt sich ableiten, dass die Gewichtung des Trainers und seine Versiertheit in taktischen Belangen hauptsächlich bestimmen, wie nachhaltig eine Mannschaft Defensivarbeit leisten kann.

Das Beispiel zeigt, dass eine solche Umsetzung auch mit einer Mannschaft möglich ist/möglich sein kann, die vorher massig Gegentore bekommen hat. Gladbach hatte vor Favres Engagement die meisten Gegentore der Liga und wurde an manchen Spieltagen regelrecht abgeschossen - in der weiteren Saison (etwa 8 Spieltage vor Saisonende?) unter Favres Anleitung kamen nur noch wenige Gegentore hinzu.

Seiner Mannschaft gelang es deshalb sogar, den damals sehr wahrscheinlichen Abstieg gerade noch abzuwenden.

Das ist ja alles auch richtig, setzt aber doch immer auch einige Offensivoptionen voraus. Der "Erfolg"des Nichtabstiegs in der Saison war ja nicht ausschließlich einer hervorragend initiierten Defensive zu verdanken, sondern auch einer relativ hohen Treffsicherheit eines pfeilschnellen Reus'.

Haben wir unter Skripnik mit einer relativ defensiven Ausrichtung und schnellen Kontern über Lorenzen, Selke und di Santo nicht zu Beginn der letzten Rückrunde Ähnliches erlebt, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau??

Haben wir derzeit Spieler, die das leisten könnten?? Mit Lorenzen fiele mir eine schneller Stürmer ein. Der scheint derzeit aber aus verschiedenen Gründen keine Option für das Bundesliga-Team zu sein. Könnten ein Ujah und/oder ein 37 jähriger Pizarro das auch?? Ggf am ehesten wohl ein Johannsson, so er denn fit wäre?!

Bei aller Glorifizierung solcher Beispiele wie Gladbach dazumal oder Darmstadt heute, glaube ich kaum an nachhaltige Wirkungen reiner Defensivkonzepte ohne Offensivoptionen. Wie umgekehrt natürlich auch. Darmstadt lebt derzeit auch von excellenten Standards und vielen Kopfballtreffern. Obs am Ende reicht, wird man sehen.

Ich wäre aus Werder-Sicht dringend dafür, dass auch wir unsere Standards endlich mal wieder gefährlicher vors gegnerische Tor bringen. Ich plädiere derzeit dafür, diese eher Grillitsch, Djilobodji u.a. zu überlassen als dem imho immer noch ziemlich indisponierten Junuzovic.
 
Eine Ablösung Skripniks dürfte zum jetzigen Zeitpunkt kein internes Thema sein. Ich halte es auch für möglich, dass er diese Saison "sportlich überleben" kann und unser Team in der ersten Liga hält.

Werders Verantwortliche sollten mMn umgehend klären, welche Perspektiven sie sehen, wenn sie mit VS in eine weitere Saison gehen. Kann er die Mannschaft weiterentwickeln, stellt er mit seinen taktischen, spielerischen und medialen Darbietungen Werder Bremen im Sinne der Vereinsleitung dar?

Jetzt gibt es die Zeit, diese Fragen zu beantworten und möglicherweise einen neuen Trainer für die kommende Saison zu verpflichten. Bei einer Erfordernis, in der nächsten Saison von heute auf morgen handeln zu müssen, steht diese Zeit nicht zur Verfügung - und ich fürchte, wir werden mit VS in der nächsten Saison dieselben Diskussionen führen müssen.

War nicht kurz vor Weihnachten irgendwo zu lesen, dass Luhukay ein Kandidat in Bremen sei?? War das tatsächlich nur ein Gerücht??

Ich könnte mir vorstellen, dass er tatsächlich eine ernsthafte Alternative für den Fall großen Handlungsdrucks war bzw ggf. immer noch ist.

Unabhängig vom Namen Luhukay fände ich es gut, frühzeitig einen Plan B für solch einen Fall zu haben.
 
Favre steht nicht nur für Defensive und Kontertaktik. Aus einer stabil stehenden Defensive kontrolliert angreifen, das ist sein Ding. Und übrigens auch meins...
 
Genau in dieser Einstellung liehgt das Grundproblem von Werder. Das geht gar nicht gegen Dich, sondern man hängt an diesen besonderen Spielen wie 5:4 gegen Hoffenheim und sehnt sich danach.
Mir persönlich ist lieber, dass sie sicher die Klasse halten anstatt in Schönheit zu sterben. Was nützt uns eine Tordifferenz von 70:100 und Platz 17 überspitzt formuliert.
Werder steht für Erlebnisfußball und VS möchte dies beleben. Leider liegen die negativen Erlebnisse bei uns seit 5 Jahren. Im Abstiegskampf zählt die Defensive. Wer am wenigsten Fehler macht, bleibt in der Liga. Der Weg dorthin ist mannigfaltig.

Exakt :tnx:
 
Fakt ist doch : seit 3 Jahren ist taktisch nichts passiert. Zu jedem Spieltag wird etwas neues ausprobiert.
Und mal ehrlich, VS nach dem Gladbachspiel - wer von euch hat die 2 min Interview sofort verstanden ?Wie soll da so eine Multi Multi Truppe wie wir sie Timo haben verstehen was gemeint ist ? Und wenn man VS an der Seitenlinie sieht meint man er versucht es telepathisch....
Ein Neuaufbau sollte mit Dutt passieren - da hat man nicht auf das bisher erbrachte (Leverkusen) geschaut.
Würde man dies einmal bewusst tun so gäbe es nur die Wahl Farvre -Seine Handschrift trägt die Mannschaft noch immer und das sich die Person nach 4-6 Jahren abnutzt ist normal - da war Bremen nun einmal die Ausnahme von der man sich trennen muss!
 
War nicht kurz vor Weihnachten irgendwo zu lesen, dass Luhukay ein Kandidat in Bremen sei?? War das tatsächlich nur ein Gerücht?? [...]

Ja, Jos Luhukay wurde im Dezember in Zeitungen als Kandidat gehandelt. Ob es sich nur um ein Gerücht gehandelt hat, bleibt ungeklärt.

Neben dem im Forum häufig geäußerten Wunsch, Lucien Favre für die neue Saison für uns zu gewinnen, sehe ich Jens Keller als weiteren, interessanten und sturmerprobten Trainer.

Edit: Die weitere Diskussion über gewünschte/mögliche Kandidaten sollten wir nicht in diesem Thread führen.
 
Und nur mit Unentschieden (0:0) hält man die Klasse auch nicht.

Natürlich nicht, aber eine Mannschaft muß auch mal in der Lage sein, so gut zu verteidigen, daß die Null steht. Wenn man vorne nix oder nur wenig auf die Kette bekommt, dann sollte wenigstens das Defensivspiel funktionieren, damit man aus Spielen wie gegen Ingolstadt oder in Hannover wenigstens einen Punkt mitnimmt oder gegen Köln einen wichtigen Heimsieg "nach Hause schaukelt". Aber in allen bisherigen Punktspielen dieser Spielzeit (saisonübergreifend sogar 22) nicht ohne Gegentor zu bleiben, ist ein ganz mageres Bild.
 
Das Beispiel zeigt, dass eine solche Umsetzung auch mit einer Mannschaft möglich ist/möglich sein kann, die vorher massig Gegentore bekommen hat. Gladbach hatte vor Favres Engagement die meisten Gegentore der Liga und wurde an manchen Spieltagen regelrecht abgeschossen - in der weiteren Saison (etwa 8 Spieltage vor Saisonende?) unter Favres Anleitung kamen nur noch wenige Gegentore hinzu.

Ist schon richtig, was du inhaltlich meinst. Der holte mit Gladbach aus 12 Spielen 20 Punkte bei 16 - 9 Toren. Traumhafte Werte für ein damals abgeschlagenes Schlusslicht. Vorher setzte es 56 Buden. Die eigene Torquote war vorher schon akzeptabel und änderte sich auch unter Favre in dieser Saison nicht großartig.
 
Die eigene Situation bessert sich durch unsere Beiträge natürlich nicht. Die Beinahe-Abstiegssaison der Gladbacher halte ich für ein treffendes Beispiel, weil Favre durch die Konzentration auf die Defensive die kaum noch für möglich gehaltenen Punkte zum Erreichen der Relegation geholt hat.

Ich denke, die Wenigsten wünschen sich hier einen destruktiven Fußball, darum geht es auch gar nicht. Eine Stabilisierung der Defensive haben wir aber seit Jahren bitter nötig.

1899% Zustimmung :tnx:

Nehmen wir doch einmal diese Saison als Beispiel: Von den bisherigen 20 Buli-Partien, ist die Truppe bei 13 mit 0:1 in Rückstand geraten, davon wurden am Ende 9 verloren (3 Remis, 1 Sieg); in zwei Partien geriet sie trotz eigener 1:0-Führung in Rückstand und blieb am Ende ohne Zähler. Macht unterm Strich einen (zwischenzeitlichen) Rückstand in 15 von 20 Partien und von diesen 15 Partien gingen 11, also knapp 3/4, am Ende auch verloren.

Mit anderen Worten: Die Werder-Mannschaft gerät durch eine instabile Defensive zu oft Rückstand, womit die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage steigt. Nun ist es ja grundsätzich nicht so, daß Rückstände in den meisten Fällen automatisch eine Niederlage zur Folge haben, aber wenn einer Mannschaft wie der von Werder oft die Mittel fehlen um einen kreativen und dynamischen Spielaufbau zu leisten, dann wird es um so schwieriger, Rückstände aufzuholen. Daher ist eine stabile Defensive zur Reduzierung von Rückständen um so wichtiger.
 
Wenn man bedenkt, dass wir mit den 7 Zu-Null-Spielen letzte Saison insgesamt 19 Punkte gesammelt haben und dann sieht, wieviele Punkte wir nach 20 Nicht-zu-Null-Spielen diese Saison haben, dann sollte klar sein, dass es durchaus ein erstrebenswertes Ziel sein kann, öfters mal zu Null zu spielen.
 
1899% Zustimmung :tnx:

Nehmen wir doch einmal diese Saison als Beispiel: Von den bisherigen 20 Buli-Partien, ist die Truppe bei 13 mit 0:1 in Rückstand geraten, davon wurden am Ende 9 verloren (3 Remis, 1 Sieg); in zwei Partien geriet sie trotz eigener 1:0-Führung in Rückstand und blieb am Ende ohne Zähler. Macht unterm Strich einen (zwischenzeitlichen) Rückstand in 15 von 20 Partien und von diesen 15 Partien gingen 11, also knapp 3/4, am Ende auch verloren.

Mit anderen Worten: Die Werder-Mannschaft gerät durch eine instabile Defensive zu oft Rückstand, womit die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage steigt. Nun ist es ja grundsätzich nicht so, daß Rückstände in den meisten Fällen automatisch eine Niederlage zur Folge haben, aber wenn einer Mannschaft wie der von Werder oft die Mittel fehlen um einen kreativen und dynamischen Spielaufbau zu leisten, dann wird es um so schwieriger, Rückstände aufzuholen. Daher ist eine stabile Defensive zur Reduzierung von Rückständen um so wichtiger.
:tnx:

Wobei wir 2 von 3 der Aufholjagd-Remis in der Liga gegen Hertha holten.
Hertha hat generell Probleme die Führung zu halten, und sogar aus den letzten 4 Ligaspielen gegen uns 3 mal eine Führung verspielt.

Immerhin konnten wir gegen Schalke das erste Ligaspiel drehen. Daher warten wir mal ab, ob sich die Situation in der Rückrunde verbessert.
 
1899% Zustimmung :tnx:

Nehmen wir doch einmal diese Saison als Beispiel: Von den bisherigen 20 Buli-Partien, ist die Truppe bei 13 mit 0:1 in Rückstand geraten, davon wurden am Ende 9 verloren (3 Remis, 1 Sieg); in zwei Partien geriet sie trotz eigener 1:0-Führung in Rückstand und blieb am Ende ohne Zähler. Macht unterm Strich einen (zwischenzeitlichen) Rückstand in 15 von 20 Partien und von diesen 15 Partien gingen 11, also knapp 3/4, am Ende auch verloren.

Mit anderen Worten: Die Werder-Mannschaft gerät durch eine instabile Defensive zu oft Rückstand, womit die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage steigt. Nun ist es ja grundsätzich nicht so, daß Rückstände in den meisten Fällen automatisch eine Niederlage zur Folge haben, aber wenn einer Mannschaft wie der von Werder oft die Mittel fehlen um einen kreativen und dynamischen Spielaufbau zu leisten, dann wird es um so schwieriger, Rückstände aufzuholen. Daher ist eine stabile Defensive zur Reduzierung von Rückständen um so wichtiger.

:tnx::beer:
 
1899% Zustimmung :tnx:

Nehmen wir doch einmal diese Saison als Beispiel: Von den bisherigen 20 Buli-Partien, ist die Truppe bei 13 mit 0:1 in Rückstand geraten, davon wurden am Ende 9 verloren (3 Remis, 1 Sieg); in zwei Partien geriet sie trotz eigener 1:0-Führung in Rückstand und blieb am Ende ohne Zähler. Macht unterm Strich einen (zwischenzeitlichen) Rückstand in 15 von 20 Partien und von diesen 15 Partien gingen 11, also knapp 3/4, am Ende auch verloren.

Mit anderen Worten: Die Werder-Mannschaft gerät durch eine instabile Defensive zu oft Rückstand, womit die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage steigt. Nun ist es ja grundsätzich nicht so, daß Rückstände in den meisten Fällen automatisch eine Niederlage zur Folge haben, aber wenn einer Mannschaft wie der von Werder oft die Mittel fehlen um einen kreativen und dynamischen Spielaufbau zu leisten, dann wird es um so schwieriger, Rückstände aufzuholen. Daher ist eine stabile Defensive zur Reduzierung von Rückständen um so wichtiger.

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1899% Zustimmung!

Das Problem ist, dass man das bei den verantwortlichem Trainergespann offensichtlich anders sieht oder diese nicht in der Lage sind es der Mannschaft zu vermitteln.

Aber wie schon jemand anderes sagte scheint eine destruktivere Spielweise auch nicht gewünscht zu sein, da es vermeintlich nicht zum Markenimage passt.

Wie gesagt ich hoffe, dass Werder die Klasse irgendwie hält. Noch gibt es Möglichkeiten diesen zu erreichen.
 
Aber wie schon jemand anderes sagte scheint eine destruktivere Spielweise auch nicht gewünscht zu sein, da es vermeintlich nicht zum Markenimage passt.

Ich finde diese Aussage Interessant , wird ja auch von mehreren Usern so Argumentiert .
Meinst DU/Ihr wirklich das ist der Grund warum unsere defensive so grottig ist ?
Es gibt ja den Legenden Spruch , der glaube ich immer noch zutrifft , Offensive gewinnt Spiele defensive die Meisterschaft ( auf uns gemünzt Klassenerhalt ).
Meint ihr wirklich die Verantwortlichen geben Spektakel als Marschroute aus ? und riskieren damit den Verbleib in Liga ! ??
Ich glaube das nicht , denn so dumm können sie nicht sein .
Ist genauso wie die Aussage " Wir schaffen das ".
Ich glaube VS hat kein defensiv Konzept oder was meint ihr ?
 
...Und mal ehrlich, VS nach dem Gladbachspiel - wer von euch hat die 2 min Interview sofort verstanden ?Wie soll da so eine Multi Multi Truppe wie wir sie Timo haben verstehen was gemeint ist ? Und wenn man VS an der Seitenlinie sieht meint man er versucht es telepathisch....

Du sprichst einen wichtigen Punkt an. An VS wird immer wieder seine Rhetorik und Ausstrahlung kritisiert. Ich würde das aber gerne differenzieren:
a) Ich finde auch, dass er an der Seitenlinie aktiver sein muss, ruhig mehr reinbrüllen, das kommt durchaus bei den Spielern an.
b) Seine Interviews / PK Äusserungen sind oft einfach schlecht. Hier würden sicherlich Sprachkurse und Rhetorik-Kurse helfen
c) Ansprache an die Mannschaft im Training, in der Kabine, wie sieht es damit aus ? Ist sein schlechtes deutsch und sein ungelenkes Auftreten vor der Presse darauf übertragbar ? Ich glaube nicht. Es gibt eine (einfache) Fussballersprache, die er beherrschen muss. Die Spieler müssen seine taktischen Vorgaben verstehen und umsetzen können und sie müssen sich von ihm motiviert fühlen. Da geht es überhaupt nicht um geschliffene Worte (dafür haben wir einen TE, der das wiederum gut macht). Umgekehrt kann zu viel Rhetorik (nennen wir es mal in diesem Zusammenhang "Geschwafel") die Spieler auch verunsichern.

Ich weiss, es tut manchmal weh, wenn man VS im Fernsehen sieht und hört, aber darauf kommt es nicht an, es sei denn, es zersetzt seine Autorität bei den Spielern, was ich aber nicht glaube.
Übrigens finde ich seine Interviews oftmals erfrischend, aber das ist nur mein persönliches Empfinden :cool:
 
... Ohne Offensive gewinnst Du keine Spiele. Offensivspiel einzuüben ist oftmals schwieriger als defensives und hat nichts damit zu tun "in Schönheit zu sterben"...

:tnx:
Offensive bedeutet Kombinationsspiel über mehrere Stationen, wo sich in Bruchteilen von Sekunden neue Lücken auftuen und man dann mit schnellem Kurzpass-Spiel reagieren muss. Da muss man über einen längeren Zeitraum sehr konzentriert sein. Man muss die Laufwege von fast allen Spielern kennen. Man muss technisch versiert sein, auf engstem Raum... Das alles muss über einen längeren Zeitraum einstudiert und immer wieder angewendet und perfektioniert werden. Und langfristig muss das jede Mannschaft draufhaben, um in der 1. BL zu bleiben.
Deshalb finde ich den offensiven Ansatz von VS richtig und erfolgversprechend.
Dazu gehört natürlich ein kompaktes Abwehrverhalten, und natürlich hat Werder da Schwächen. Daran muss man arbeiten, keine Frage. Es geht aber nicht darum, defensiver zu spielen, sondern einfach das Abwehrverhalten zu verbessern. Wenn wir das Offensiv-Spiel aufgeben, dann verlernen es die Spieler regelrecht. Und dann kommen schwache Gegner im Heimspiel, gegen die man eigentlich das Spiel machen muss, es aber nicht kann.
In besonderen Spielen gegen deutlich bessere Teams muss man natürlich von vornherein defensiver rangehen (siehe Bayern-Spiel, das hat VS ja auch gemacht), aber das sind zur Zeit nur wenige Spiele. Die meisten Gegner sind auf Augenhöhe.
 
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