Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Folgendes:

Man kann auf der einen Seite sehr sicher und stabil stehen und Gegentore vermeiden. Nach vorne bringt jede BuLI Truppe den ein oder anderen Spielzug zustande. Spielt man den effizient aus, holt man Punkte. Sieht nicht so pralle aus für den geneigten Fußball Enthusiasten aber die Vorteile liegen klar auf der Hand.

Da sind wir schon bei Skripnik und seiner Philosophie: Fussball spielen. Sieht für den Fan immer super aus, weil Kurzpass hat was und angenehmer fürs Auge als langer Hafer.
Nachteil augenscheinlich: Man fängt sich Gegentore und wird auch mal abgeschlachtet. Mit 41!!! Gegentreffern sind wir mal wieder Schlusslicht.
Wie war das noch gleich mit der Verbesserung?

In der Vergangenheit klappte letzter Punkt meistens, da unsere Individuelle Klasse ein Tor mehr machte als wir bekommen haben.

Heute haben wir kaum bis keine ind. Klasse und aus meiner Sicht ist Skripnik mit seinem Anspruch zu schnell. Gegen S04 hätte es mit entsprechender Effizienz von Hunter und Sane nicht anders ausgesehen als gegen Gladbach.

Sicher stehen. Die zu Null Spiele hochschrauben (so wie einst sein Vorgänger - klappte ganz gut, bis er Fussball spielen wollte/musste)

Dann sollte für diese Truppe der Klassenerhalt drin sein.
Mit dem offensiven, 2 Stürmer Rautensystem seh ich das noch nicht.
 
Hätte, hätte, Fahrradkette. Sehr viel konjunktiv.
Wenn man in dem Zusammenhang immer wieder den so glücklichen Dreier auf Schalke erwähnt, muss man auch Spiele wie gegen Köln erwähnen, in denen man offensiv den Sack hätte zumachen können. Das waren 2 vergebene Punkte.
Was nützt es, in der Statistik der Gegentore auf Platz 13 zu stehen, wenn man auf Platz 17 der Tabelle steht?

Und die "auf zu Null" Spiele des "Vorgängers" sind mir noch in grauseliger Erinnerung. Da sehe ich doch lieber mal so ab und an einen Torschuss meines Teams, bei dem zumindest die Hoffnung eines Dreiers wächst. Also Defensive schön und gut, aber nicht ausschließlich.
 
Hätte, hätte, Fahrradkette. Sehr viel konjunktiv.
Wenn man in dem Zusammenhang immer wieder den so glücklichen Dreier auf Schalke erwähnt, muss man auch Spiele wie gegen Köln erwähnen, in denen man offensiv den Sack hätte zumachen können. Das waren 2 vergebene Punkte.
Was nützt es, in der Statistik der Gegentore auf Platz 13 zu stehen, wenn man auf Platz 17 der Tabelle steht?

Und die "auf zu Null" Spiele des "Vorgängers" sind mir noch in grauseliger Erinnerung. Da sehe ich doch lieber mal so ab und an einen Torschuss meines Teams, bei dem zumindest die Hoffnung eines Dreiers wächst. Also Defensive schön und gut, aber nicht ausschließlich.

Genau in dieser Einstellung liehgt das Grundproblem von Werder. Das geht gar nicht gegen Dich, sondern man hängt an diesen besonderen Spielen wie 5:4 gegen Hoffenheim und sehnt sich danach.
Mir persönlich ist lieber, dass sie sicher die Klasse halten anstatt in Schönheit zu sterben. Was nützt uns eine Tordifferenz von 70:100 und Platz 17 überspitzt formuliert.
Werder steht für Erlebnisfußball und VS möchte dies beleben. Leider liegen die negativen Erlebnisse bei uns seit 5 Jahren. Im Abstiegskampf zählt die Defensive. Wer am wenigsten Fehler macht, bleibt in der Liga. Der Weg dorthin ist mannigfaltig.
 
Im Abstiegskampf zählt die Defensive. Wer am wenigsten Fehler macht, bleibt in der Liga. Der Weg dorthin ist mannigfaltig.

Die Tabelle spricht nicht dafür. Hannover und Hoffenheim haben weniger Gegentore und sind hinter uns. Stuttgart hat genauso viel wie wir und steht vor uns. Letztes Jahr hatten wir die meisten Gegentore überhaupt und wären fast in der Euroleague gelandet. Im Abstiegskampf sollten eigentlich nur Punkte zählen.
 
Genau in dieser Einstellung liehgt das Grundproblem von Werder. Das geht gar nicht gegen Dich, sondern man hängt an diesen besonderen Spielen wie 5:4 gegen Hoffenheim und sehnt sich danach.
Mir persönlich ist lieber, dass sie sicher die Klasse halten anstatt in Schönheit zu sterben. Was nützt uns eine Tordifferenz von 70:100 und Platz 17 überspitzt formuliert.
Werder steht für Erlebnisfußball und VS möchte dies beleben. Leider liegen die negativen Erlebnisse bei uns seit 5 Jahren. Im Abstiegskampf zählt die Defensive. Wer am wenigsten Fehler macht, bleibt in der Liga. Der Weg dorthin ist mannigfaltig.

:tnx: Warum sagen wir eigentlich, dass eine Offensive Spiele entscheidet aber die Defensive Meisterschaften?
Warum sollte diese Ansatz ausgerechnet nicht im Abstiegskampf gelten?
Bezeichnend, dass die 3 Mannschaften mit der miesesten Tordifferenz unten drin stehen. -17,-12 und -16.
Verteidigen geht ausserdem leichter als vorne ordentlich zu netzen. Dafür braucht man in der Regel Qualität, welche wir nicht mehr zu genüge haben.
 
:tnx: Warum sagen wir eigentlich, dass eine Offensive Spiele entscheidet aber die Defensive Meisterschaften?
Warum sollte diese Ansatz ausgerechnet nicht im Abstiegskampf gelten?
Bezeichnend, dass die 3 Mannschaften mit der miesesten Tordifferenz unten drin stehen. -17,-12 und -16.
Verteidigen geht ausserdem leichter als vorne ordentlich zu netzen. Dafür braucht man in der Regel Qualität, welche wir nicht mehr zu genüge haben.

Der gestrige Superbowl hat es eindrucksvoll bestätigt. Defense wins championships and offense wins games.
Oder Erinnerung an die Meisterschaft unter Rehagel mit Borowka in der Abwehr u.a.. Wieso war Trappatoni immer so erfolgreich?
Das hat schon seine Begründung.
 
Genau in dieser Einstellung liehgt das Grundproblem von Werder. Das geht gar nicht gegen Dich, sondern man hängt an diesen besonderen Spielen wie 5:4 gegen Hoffenheim und sehnt sich danach.
Mir persönlich ist lieber, dass sie sicher die Klasse halten anstatt in Schönheit zu sterben. Was nützt uns eine Tordifferenz von 70:100 und Platz 17 überspitzt formuliert.
Werder steht für Erlebnisfußball und VS möchte dies beleben. Leider liegen die negativen Erlebnisse bei uns seit 5 Jahren. Im Abstiegskampf zählt die Defensive. Wer am wenigsten Fehler macht, bleibt in der Liga. Der Weg dorthin ist mannigfaltig.

Mir ist es auch lieber, die Klasse zu halten. Klar waren solche 5:4 Spiele nett aber auch nervlich mehr als anstrengend und auch ich bin der Auffassung, dass unsere Defensive erheblich verbessert werden muss.
Andererseits muss auch etwas nach vorne gehen und damit meine ich nicht gleich den "Erlebnisfussball". Meinetwegen auch aus der gesicherten Defensive, aber eben nur hinten rein stellen bringt es nicht. Entlastung ist enorm wichtig, sonst wird es zum Scheibenschießen, so wie unter Dutt.
Und nur mit Unentschieden (0:0) hält man die Klasse auch nicht.
 
Ein weiteres Beispiel für die Wichtigkeit einer starken Defensive ist Lucien Favre, der vor 6 Jahren(?) die fast abgestiegene Borussia übernommen hatte und zuerst die Abwehr umstrukturiert und u.a. den nahezu unbekannten Torhüter ter Stegen eingesetzt hatte.

Die Borussia bekam nur noch wenige Gegentore und erreichte den Relegationsplatz - der weitere Weg ist bekannt.
 
Bezeichnend, dass die 3 Mannschaften mit der miesesten Tordifferenz unten drin stehen. -17,-12 und -16.

Das stimmt, aber ging es in der Diskussion nicht um die Anzahl der Gegentore? Beides (also Tordifferenz und Gegentoranzahl) miteinander zu vermischen, geht m.E. nicht.
In der Regel stehen die Mannschaften mit der schlechtesten Tordifferenz weiter unten, wäre ja auch sonst fast etwas unlogisch.

Wenn man nun die Gegentore betrachtet, gibt es eine unterschiedliche Gemengelage: Stuttgart und Gladbach haben es z.B. trotz vieler Gegentore geschafft, sich oben anzusiedeln und Hoffenheim steht trotz "relativ" weniger Gegentore abgeschlagen auf Platz 17.
Bedeutet m.E. also, dass die Defensive wichtig, aber eben nicht alles ist.
 
Ein weiteres Beispiel für die Wichtigkeit einer starken Defensive ist Lucien Favre, der vor 6 Jahren(?) die fast abgestiegene Borussia übernommen hatte und zuerst die Abwehr umstrukturiert und u.a. den nahezu unbekannten Torhüter ter Stegen eingesetzt hatte.

Die Borussia bekam nur noch wenige Gegentore und erreichte den Relegationsplatz - der weitere Weg ist bekannt.

Gegenbeispiel ist nun Hoffenheim, die wohl aktuell DEN Defensivtrainer überhaupt haben. Tolle Geschichte mit Favre, aber diese Saison ist auch er gescheitert.
Damit meine ich nicht, dass Defensive Mist ist, aber einzelne Beispiele bringen da kaum etwas an Verbesserung der eigenen Situation, da woanders ganz andere Umstände herrschten.
 
Bedeutet m.E. also, dass die Defensive wichtig, aber eben nicht alles ist.

Und das Defensive nicht gleich Abwehr ist. Ich kann immer noch nicht fassen in was für ein kollektives Koma unsere Mannschaft beim 0:2 gefallen ist, auch wenn Gladbach schnell und gut gespielt hat. In dem Fall kann man sagen, daß die Mannschaft komplett neben der Spur war, nicht wie sonst einzelne Spieler (Wiedwald, Grillitsch, Lukimya) die das Spiel versenken. Also gibt es morgen wieder Moral und Willen, Hoffenheim und Hannover sorgen ja zum Glück dafür, daß der Druck von unten trotz eines 1:5 nicht größer geworden ist und wir haben ALLES(!) selbst in der Hand. Nicht wegen einer Phrase und noch 14 ausstehenden Spielen, sondern weil jetzt sehr wichtige Big-Point-Spiele kommen. In der Hinrunde haben wir diese Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;). Jetzt gilt es!
 
Kannst Du Dich unter dem Vorgänger an das Spiel gegen die Bayern im Weserstadion erinnern? Da hat man es mit Offensive versucht. War echt toll. :wink:

Ich hatte mit meinem Beitrag eine Aussage erwidert, in der bestritten wurde, dass Werder Defensive könne. Das obige Spiel ist ein Gegenbeispiel, das seinerzeit nicht nur gut gespielt wurde, sondern bei dem die Taktik gegen einen übermächtigen Gegner auch sinnvoll gewählt war.

Solch ein Bollwerk kannst Du aber nicht gegen jeden Gegner aufbauen, weil die Offensive drunter leidet. Ohne Offensive gewinnst Du keine Spiele. Offensivspiel einzuüben ist oftmals schwieriger als defensives und hat nichts damit zu tun "in Schönheit zu sterben". Sterben (im übertragenen Sinn) möchte hier sicherlich niemand, im wörtlichen Sinn noch niemand.
 
Mir ist es auch lieber, die Klasse zu halten. Klar waren solche 5:4 Spiele nett aber auch nervlich mehr als anstrengend und auch ich bin der Auffassung, dass unsere Defensive erheblich verbessert werden muss.
Andererseits muss auch etwas nach vorne gehen und damit meine ich nicht gleich den "Erlebnisfussball". Meinetwegen auch aus der gesicherten Defensive, aber eben nur hinten rein stellen bringt es nicht. Entlastung ist enorm wichtig, sonst wird es zum Scheibenschießen, so wie unter Dutt.
Und nur mit Unentschieden (0:0) hält man die Klasse auch nicht.

:tnx:

Absolut richtig.
 
Gegenbeispiel ist nun Hoffenheim, die wohl aktuell DEN Defensivtrainer überhaupt haben. Tolle Geschichte mit Favre, aber diese Saison ist auch er gescheitert.
Damit meine ich nicht, dass Defensive Mist ist, aber einzelne Beispiele bringen da kaum etwas an Verbesserung der eigenen Situation, da woanders ganz andere Umstände herrschten.

Die eigene Situation bessert sich durch unsere Beiträge natürlich nicht. Die Beinahe-Abstiegssaison der Gladbacher halte ich für ein treffendes Beispiel, weil Favre durch die Konzentration auf die Defensive die kaum noch für möglich gehaltenen Punkte zum Erreichen der Relegation geholt hat.

Ich denke, die Wenigsten wünschen sich hier einen destruktiven Fußball, darum geht es auch gar nicht. Eine Stabilisierung der Defensive haben wir aber seit Jahren bitter nötig.
 
Die eigene Situation bessert sich durch unsere Beiträge natürlich nicht. Die Beinahe-Abstiegssaison der Gladbacher halte ich für ein treffendes Beispiel, weil Favre durch die Konzentration auf die Defensive die kaum noch für möglich gehaltenen Punkte zum Erreichen der Relegation geholt hat.

Ich denke, die Wenigsten wünschen sich hier einen destruktiven Fußball, darum geht es auch gar nicht. Eine Stabilisierung der Defensive haben wir aber seit Jahren bitter nötig.

Genau darum geht es. Mir ist einfach unerklärlich, dass mit wechselnden Trainern das gleiche Problem Saison für Saison auftritt?!
Das erschließt sich mir nicht. Irgendeiner hat mal behauptet, dass Werder keine Defensive kann. Und eine solche Pauschalaussage halte ich für falsch.
 
Genau darum geht es. Mir ist einfach unerklärlich, dass mit wechselnden Trainern das gleiche Problem Saison für Saison auftritt?!
Das erschließt sich mir nicht. Irgendeiner hat mal behauptet, dass Werder keine Defensive kann. Und eine solche Pauschalaussage halte ich für falsch.

Diese Pauschalisierung halte ich auch für unzutreffend.

Aus dem weiter oben benannten Beispiel Favre/Gladbach 2011 lässt sich ableiten, dass die Gewichtung des Trainers und seine Versiertheit in taktischen Belangen hauptsächlich bestimmen, wie nachhaltig eine Mannschaft Defensivarbeit leisten kann.

Das Beispiel zeigt, dass eine solche Umsetzung auch mit einer Mannschaft möglich ist/möglich sein kann, die vorher massig Gegentore bekommen hat. Gladbach hatte vor Favres Engagement die meisten Gegentore der Liga und wurde an manchen Spieltagen regelrecht abgeschossen - in der weiteren Saison (etwa 8 Spieltage vor Saisonende?) unter Favres Anleitung kamen nur noch wenige Gegentore hinzu.

Seiner Mannschaft gelang es deshalb sogar, den damals sehr wahrscheinlichen Abstieg gerade noch abzuwenden.
 
Diese Pauschalisierung halte ich auch für unzutreffend.

Aus dem weiter oben benannten Beispiel Favre/Gladbach 2011 lässt sich ableiten, dass die Gewichtung des Trainers und seine Versiertheit in taktischen Belangen hauptsächlich bestimmen, wie nachhaltig eine Mannschaft Defensivarbeit leisten kann.

Das Beispiel zeigt, dass eine solche Umsetzung auch mit einer Mannschaft möglich ist/möglich sein kann, die vorher massig Gegentore bekommen hat. Gladbach hatte vor Favres Engagement die meisten Gegentore der Liga und wurde an manchen Spieltagen regelrecht abgeschossen - in der weiteren Saison (etwa 8 Spieltage vor Saisonende?) unter Favres Anleitung kamen nur noch wenige Gegentore hinzu.

Seiner Mannschaft gelang es deshalb sogar, den damals sehr wahrscheinlichen Abstieg gerade noch abzuwenden.

Favre ist auch der einzige Trainer der derzeit auf dem "Markt" ist (also vereinslos), den ich gegen VS eintauschen würde. Jeder andere wäre blinder Aktionismus...
 
Back
Top