Geht doch nicht um das 0:6 alleine. Wo ist denn eine Verbesserung zu erkennen?
Es hat sich in meinen Augen nichts zum Vorjahr verändert. Wir fangen unendlich viele Tore. Haben mal ein oder zwei ordentliche Auftritte über 90 Minuten. Mal sieht es auch gegen die Großen für 20 Minuten oder gar eine Halbzeit gut aus, bevor es auf die Fresse gibt; spielerische Lösungen sind absolute Mangelware.
Sehe diese Entwicklung wirklich nicht. Wenn wir gegen Stellingen gewinnen sollten, dann wäre das unendlich wichtig, aber das sagt dann genauso viel aus wie die Niederlage gegen Wolfsburg, denn gegen Stellingen haben wir zu gewinnen.
Die Gründe für diese Situation wurden seit Saisonbeginn ja nun schon öfter erörtert: Die generelle spielerische Armut, insbesondere in der Offensive, der extrem dünne Kader, wenige Leistungsträger (die, wie Juno, zudem noch ihrer Form hinterherlaufen), der späte Wechsel di Santos, die noch spätere Verpflichtung eines dazu nicht fitten Pizarros, usw...
Und, natürlich war die Offensive bisher ein großes Problem. Pizarro kann, wenn überhaupt, gerade mal seit letztem Spieltag als Alternative zum bisherigen Alleinunterhalter Ujah gelten.
Imho war in den letzten Spielen mit dem 4-1-4-1, mit starken Flanken über links, mit einem guten S. Garcia, mit einem ackernden Ujah, der in der 2. Hälfte durch einen abgezockten Pizarro ergänzt wird, mit einem aktiven Bartels auf Außen, mit einem kompromisslosen Bargfrede auf der 6 zu erkennen, was Skripnik mit diesem Kader vorhat.
Dass dieses Vorhaben nicht gegen jeden Gegner aufgeht, damit müssen wir leben. Dass er insbesondere gegen die "Großen" noch überhaupt kein Mittel gefunden hat, ist traurig, aber verschmerzbar, wenn es gegen die anderen klappt.
Man darf auch nicht vergessen, dass immer auch Akteure wie Grillitsch, Sternberg, Eggestein dabei sind, die einfach Schwankungen unterliegen, Zeit brauchen und Erfahrungen sammeln müssen.