Werders Außendarstellung in dieser - und nicht nur in dieser- Sache ist katastrophal.
Hr. Hess-Grunewald hat schon vor Wochen in einem Radio Bremen- Interview, "buten und binnen" geäußert, dass er es nicht versteht, warum hier keine Einigung erzielt wird.
Gehaltsanpassung bei Eichin ist absolut notwendig. Er hat es verstanden, in seiner Amtszeit die Kaderkosten von über 50 Mio, auf knapp unter 30 Mio. zu reduzieren, nicht freiwilig, sondern auf Druck vom Aufsichtsrat. Das alles unter der Prämisse, sportlich konkurrenzfähig zu bleiben.
Dieses Vorhaben kann kaum gelingen, Herrn Eichin hat es aber gemeistert. Das Team spielt nicht schlechter, bzw. genauso schlecht, wie unter Schaaf in den letzten 3 Jahren (nur Abstiegskampf) und das obwohl kaum noch überdurchschnittlich starke Spieler im Kader stehen. Zudem ist die Transferbilanz v. Eichin hervorragend.
Altlasten beseitigt, nur Makiadi, u. Obraniak als Fehleinkäufe.
Caldirola wird nächste Saison ohne Verlust abgegeben, Hajrovic ablösefrei, genau wie Galvez, Di Santo.
Selbst beim Petersen Transfer lief für Werder finanziell alles glatt. Besser kann man kaum arbeiten.
Die Transferüberschüsse aus Selke/Di Santo zu Ujah/Johansson fließen in die Schuldentilgung und stehen der sportlichen Leitung nicht zur Verfügung. Wie kann ein Sportchef unter solchen Umständen besser arbeiten?
Und wenn ich dann lese, Eichin sei zu selbstbewusst und in seinem Umgang angeblich zu ruppig, dann zeigen solche Aussagen nur, wie dumm und amateurhaft bei Werder intern gedacht und gearbeitet wird!
Die Bundesliga ist ein knallhartes wirtschaftliches und oft leider auch unehrliches Geschäft. Wenn unser SV Werder zusehends damit überfordert ist und nur einen Kuschelkurs fahren möchte und nur Mitarbeiter duldet, die lieb sind, sollte man überlegen, ob man die Abteilung Profifußball abmeldet und sich ganz auf den Schachsport konzentriert. (Ich möchte aber keinem Schachsportler damit zu nahe treten, sorry).