Wozu haben wir Franco dann überhaupt ein Angebot von 2 auf 3 Millionen unterbreitet... dann hätte man ihn, genauso wie dann auch Junuzovic, einfach ziehen lassen sollen, wenn wir schon soo fürchterlich pleite sind.
Es gilt nachwievor, eine gesunde Balance aus wirtschaftlicher Konsolidierung und dem Erhalt sportlicher Wettbewerbsfähigkeit zu finden. Für Letzteres war di Santo als wichtiger Baustein eingeplant.
Aber, machen wir uns nichts vor: Diese angedachte Vertragsverlängerung zu den kolportierten Bedingungen wäre hochspekulativ gewesen. Eigentlich konnte es sich der Verein nicht leisten. Man ist trotzdem den Weg gegangen, ihm ein solches Angebot zu machen, weil man von seiner sportlichen Entwicklung und auch von seiner Teamfahigkeit überzeugt war. Durch eine Verlängerung hatte man zudem die Ausstiegsklausel verändert: Längere Laufzeit, höhere Ablöse, um bei einem Weiterverkauf in einem Jahr mindestens den derzeit aktuellen Marktwert erlösen zu können, sportlich aber noch ein weiteres Jahr von ihm zu profitieren. Eine Strategie wie schon unter KATS.
Richtig gefährlich wäre es für Werder geworden, wenn di Santo das Angebot angenommen und die Vertragslaufzeit hier "abgesessen" hätte, bzw. kein Angebot für ihn eingegangen wäre. Dann hätten wir in 1 oder 2 Jahren mit di Santo möglicherweise ähnliche Verhältnisse erlebt wie mit Arnautovic, Elia oder Obraniak.
Hätte die Höhe der Ausstiegsklausel bei di Santo schon jetzt im zweistelligen Millionenbereich gelegen, hätte man ihm ein solches Angebot wie jüngst sehr wahrscheinlich nicht mehr unterbreitet.
Von diesem Angebot darf man sich imho nicht blenden lassen und glauben, dass genug Geld für wichtig scheinende Projekte zur Verfügung stünde. Im Moment scheint es auch auf rein sportlicher Ebene ( die Stadionfinanzierung ausgenommen) noch so zu sein, dass jeder Einkauf, jede Gehaltsaufbesserung durch die Veräußerung anderer Vermögenswerte kompensiert werden muss. (reiner Aktivtausch, ohne Bilanzerweiterung).