In vino veritas - der Wein-Thread

Jepp, Weine aus der Nebbiolo-Traube, sprch z.B. Barolo und Barbaresco sind auch mein Ding. Allerdings polarisieren Weine aus dem Piemont sehr, entweder man mag sie oder eben nicht, dazwischen gibt es nicht viel. Die Bezeichnung Nebbiolo ist meines Wissen vom Wort nebbia = Nebel abgeleitet und "spielt" auf die nebelreiche Bergregion im Piemont an.
 
Für die Bremer und "Umländer" vielleicht ganz interessant: Vom 15. - 17.03. ist in Bremen wieder Weinmesse. Dort präsentiert sich das Weinland RLP mit den Anbaugebieten Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Nahe, Mittelrhein und Ahr. Eintritt liegt irgendwo um die EUR 10, dafür kann man an jedem Stand verkosten.

Es ist zwar (aus meiner Sicht) sehr viel Durchschnittsware dabei, aber man kann doch den einen oder anderen Hoffnungsschimmer entdecken. Sehr zu empfehlen ist z.B. das Weingut Sinß (Nahe), dass in den letzten Jahren extrem an der Qualität der Weine geschraubt hat.

Verbinden kann man den Besuch dort übrigens mit einem Bummel über die Osterwiese (für nicht Bremer: Das ist quasi eine kleine Version des Bremer Freimarkts, also ein Volksfest mit Karussells und diversen Buden - http://www.osterwiese.com).
 
@eisendieter. Ich komme mal vorbei... ;)

@gsflair. Oh ja, solche Messen sind super zum Probieren und Entdecken.... In Essen gibt es so etwas auch - die nächste ist am 23.03.2013 auf Zollverein: Kult(ur)-Weinmesse Essen, Zeche Zollverein

Ja, die Messen sind toll, aber das Problem ist zuweilen, dass am Ende Zunge locker und die Bestellbereitschaft irgendwie erweitert sind.

Ich hatte das schon völlig vergessen, aber irgendwann nach Wochen kam mal ein Kurier mit 12 Fl. Brasilianischem Weißwein, den ich offenbar tatsächlich bestellt hatte. Und der war toll. Konnte ihn leider nie nachbestellen, obwohl ich gern hätte.
 
Wie teuer mag wohl ein Glas Rüdesheimer Rose sein? bestimmt schon bald im vierstelligen Bereich oder? Ich denke, der dürfte gegen Geld auch kaum erhältlich sein, sondern nur ganz großen Namen (Queen Elizabeth II) angeboten werden.
 
Sooo, ich buddle diesen Thread mal wieder aus, nachdem ich gestern auf der Weinmesse war :)

Meine Neuentdeckung war

Weingut Petra Unger - und vor allem der "Grüne Veltliner Q" - ein herrlich fruchtiger, frischer und leichter Sommerwein zu einem vernünftigen Preis (ca. 8 Euro / Flasche).
 
Brauche mal einen Wein Tipp... Suche gerade hier einen italienischen Wein für einen netten Abend mit Freundinnen und Freunden...

Darf ruhig ein teurer Wein sein... Habe jetzt den Guado al Tasso Bolgheri DOC Superiore im Auge... Kennt den jemanden oder kann jemand eine Alternative empfehlen?

Danke ;)
 
Brauche mal einen Wein Tipp... Suche gerade hier einen italienischen Wein für einen netten Abend mit Freundinnen und Freunden...

Darf ruhig ein teurer Wein sein... Habe jetzt den Guado al Tasso Bolgheri DOC Superiore im Auge... Kennt den jemanden oder kann jemand eine Alternative empfehlen?

Danke ;)

Rot?
Weiß?

Definiere 'ruhig teuer sein'

Wenn es ein besonderer Anlass ist, und ein schöner, rassiger Rotwein gesucht wird, werfe ich mal einen Tignanello in die Diskussionsrunde.
 
Wenn es ein italienischer Wein sein soll, kann ich die Weine von Gambino (Ätna/Sizilien) absolut empfehlen. War vor kurzem selbst auf diesem Weingut am Ätna und konnte auch den sehr freundlichen und engagierten Winzer Francesco persönlich kennenlernen. Gambino produziert im Jahr nur rund 100.000 Flaschen Wein. Und dies mit einer absolut überragenden Qualität zu fairen Preisen. Die Weine gelten unter Kennern als absolute Geheimtipps.
Am besten einfach probieren und sich selbst ein Bild machen,
Man kann die Weine über eine deutsche Webseite oder direkt beim Winzer bestellen.

Webseite deutsch: http://www.contrada-malopasso.de/shop/weine/
Gambino: http://www.vinigambino.it/

Meine absolute Empfehlung: Cantari Rosso IGP 2011, Nero D´Avola

:)
 
Chablis habe ich schon lange nicht mehr getrunken, danke, dass Du ihn mir in Erinnerung gerufen hast!

Die Veltliner, die ich bisher probiert habe - ist aber auch schon lange her - waren mir gerade im Abgang "zu flach". Vielleicht sollte ich dem Veltliner mal wieder eine Chance geben.....

Allerdings geht irgendwie auch nicht alles, und ich habe viele tolle Rieslinge, Chardonnays, Sauvignon Blancs und Silvaner im Keller, die getrunken werden möchten.... ;)

BTW: Auch toll - und ebenfalls erschwinglich - finde ich den Auxerrois vom Seehof (genauso wie deren Silvaner, ich glaube, den habe ich hier schon mal erwähnt, weil der Seehof eins meiner Lieblings-Weingüter ist....).

EDIT: Link zum Seehof - http://www.weingut-seehof.de/index/start
 
Chablis habe ich schon lange nicht mehr getrunken, danke, dass Du ihn mir in Erinnerung gerufen hast!

Die Veltliner, die ich bisher probiert habe - ist aber auch schon lange her - waren mir gerade im Abgang "zu flach". Aber vielleicht sollte ich auch das mal wieder wagen.

Allerdings geht irgendwie auch nicht alles, und ich habe viele tolle Rieslinge, Chardonnays, Sauvignon Blancs und Silvaner im Keller, die getrunken werden möchten.... ;)

BTW: Auch toll - und ebenfalls erschwinglich - finde ich den Auxerrois vom Seehof (genauso wie deren Silvaner, ich glaube, den habe ich hier schon mal erwähnt, weil der Seehof eins meiner Lieblings-Weingüter ist....).

ach ja, Weißwein, ich muss endlich mal wieder an den Königsstuhl, zum Bodensee, allein, es fehlt die Zeit :(
 
ach ja, Weißwein, ich muss endlich mal wieder an den Königsstuhl, zum Bodensee, allein, es fehlt die Zeit :(

.... oder nach Rheinhessen..... Oder nach Franken..... Es gibt soooooo viele tolle Weißweine in Deutschland.... Vor Jahren habe ich fast nur Rotwein getrunken und die Weißweine links liegen lassen. Mittlerweile ist es eher umgekehrt....

Ein bis zwei Mal im Jahr mache ich mit einer Freundin eine Weingüter-Tour, und da kaufen wir dann reichlich ein. Immer wieder eine Freude, auch weil man bei vielen Winzern immer noch merkt, wie sehr ihr Wein ihnen Herzensangelegenheit ist.
 
Ich komme gerade von Texel zurück und habe u. a. dem Inselwinzer einen Besuch abgestattet:

Wijngaard de Kroon van Texel

Ca. 3 Hektar Land mit Rebstöcken, ca. 6.000 Liter Wein pro Jahr, ein Raum nicht viel größer als ein Wohnzimmer für die Stahltanks zum Lagern - sehr übersichtlich das Ganze.

Bei unserem Rundgang über das "Weingut" wurden liebevoll welke Blättchen von den Rebstöckchen (-stöcke wäre zu viel gesagt ;)) abgezupft, die dem Winzer ins Auge fielen, und aus jedem seiner Sätze sprach die Begeisterung für das Weinmachen auf Texel. Dass die Rebstöckchen keine Schleifchen mit Namensschildern hatten, war auch alles....

Es gibt grundsätzlich vier Cuvées (2x weiß, rosé und rot), die Rotwein-Cuvée war aber schon ausgetrunken, als ich dort war.

Geschmeckt in Maßen (da eher zu süß für mich) hat mir die Cuvée "Jorik" aus Johanniter- und Solaris-Trauben, die fruchtig-zitronig riecht und schmeckt (so ein bisschen wie ein halbtrockener Mosel-Riesling) und im Abgang eine leichte Honignote hat.

Die anderen beiden Cuvées gingen aus meiner Sicht eher in Richtung Zuckerwasser, was vielleicht niederländische Gaumen erfreut, meinen jedoch nicht Eine Flasche "Jorik" habe ich allein um des Spaßes willen mitgenommen, mal sehen, ob sie den Test in meiner Weinrunde ansatzweise besteht...

Aber allein um den Enthusiasmus des Winzers zu erleben, hat sich die Tour gelohnt.
 
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Empfehlung für Rotwein Liebhaber.
 
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