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gelöscht
Guest
Gar keine Frage, das sollte so sein. Aber grundsätzlich habe ich auch nichts dagegen, wenn Leute gern für sich bleiben, ich tanze auch nicht auf jeder Hochzeit. Aber was ich sehe und das macht mir ein wenig Kopfschmerzen, ist diese Rückbesinnung auf die religiöse oder ethnische Identität. Leute, die vor 20 Jahren im lokalen Sportverein waren sind heute beim türkischen, wo früher Kopftücher die Ausnahme waren, sind sie heute die Regel, wo früher Menschen sich gemischt haben, separieren sie sich eher. Das wäre nicht schlimm oder sogar völlig egal, wenn nicht dadurch die grundsätzlichen Möglichkeiten, die in einer republikanisch verfassten Ordnung jedem offen stehen sollten, dadurch einigen vorenthalten werden, obwohl sie diese wollen. Das ist ja gerade dann das Problem, wenn diese Gemeinschaften nach innen repressiv werden. Der Vorteil der bayerischen oder norddeutschen Kleinstadt besteht ja gerade darin, dass man sie hassen und weggehen kann. Das gestaltet sich bei einem Clan, der Dir gewisse Dinge aufzwingt, schwieriger. Und da muss man sich Gedanken machen, wie man Menschen aus solchen Strukturen dabei unterstützen kann, unabhängiger und freier zu leben. Das gilt ja auch dort, wo die Familienstrukturen anderweitig problematisch sind.

hasst es doch schon in deinen Posts erwähnt, was ich damit meinte.