Wenn man das doch sehr ehrliche Interview von Skripnik hier liest, gewinnt man den Eindruck, dass ihm so langsam dämmert, auf was für eine Mission impossible er sich eingelassen hat.
Wenn man 5 Jahre lang kontinuierlich gegen den Abstieg spielt und Negativrekorde aufstellt, hat das seine Gründe.
Und ich halte es auch für richtig, dass er anfängt, Ross und Reiter zu nennen, ohne diejenigen an die Wand zu stellen.
Werder muss langsam lernen, dass man mit der Komfortzone nicht mehr weiterkommt und im Abstiegskampf Nerven³ und "Eier" gefragt sind.

Ich glaube kaum,dass Skripnik die Demontage einzelner Spieler im Sinn hat,wenn er klar benennt,wo sich dringend etwas ändern muss.
Mit seiner Kritik steckt er seine Duftnoten ab,wieweit er geht,die Einzelinteressen oder Verhaltensweisen auf dem Platz zu akzeptieren,und wo die Grenzen sind,übergeordnete Interessen des Vereins darauf abzustimmen.
Hier geht es inzwischen knallhart um Sein oder Nichtsein!
Am 14.Spieltag muss jedem klarsein,dass es nicht mehr um Animositäten gehen kann,wie sensibel ein Spieler persönlich bei Ingwertee und Schokoladenplätzchen angesprochen werden möchte.
Wichtig ist,dass Skripnik auch entsprechende Konsequenzen zieht,mutige Entscheidungen trifft und sich nicht selbst in Widersprüche verstrickt.
Denn das wäre in der jetzigen Situation der Super-Gau!!
Auch ein Skripnik hätte in der 2.Halbzeit mal an der Aussenlinie mehr Pfeffer unterm Hintern einfordern können,anstatt mit verschränkten Armen leblos auf der Bank zu verharren.
Auch wenn er immer schon so war.Aber BL ist nicht 4.Liga!
Man muss vorleben,was man erwartet!