Ich persönlich würde Dutt lieber heute als morgen zum Arbeitsamt rennen sehen, glaube derzeit aber noch nicht an eine Trennung, denn damit würde Eichin einen großen Fehler eingestehen, immerhin ist Dutt damals (angeblich zumindest) absoluter Wunschkandidat gewesen. Der Kredit Eichin gegenüber würde also ebenfalls zu bröckeln beginnen, wenn er es denn nicht schon längst tut, denn zumindest den jüngsten Personalentscheidungen (namentlich: Wolf, Lukimya und Kroos) muss man kritisch gegenüber stehen. Eichins Ansehen bei mir würde aber allein dadurch wieder wachsen, wenn er das Eingeständnis, in persona Dutt den falschen Mann geholt zu haben, möglichst früh macht und Verantwortung dafür übernimmt. Eichin war damals immerhin recht neu in der Branche. Nun steht er aber vor einer sehr kniffligen Situation: Hält er weiterhin an Dutt fest und reitet damit ggf. nicht nur den gesamten Verein, sondern auch sich weiter in die Scheiße, oder zieht er die Reißleine und falls ja: wann? Da Eichin in der Eishockey-Branche ja als recht konsequent galt, tippe ich auf letzteres. Die Frage ist eben das WANN. Normalerweise würde ich behaupten, wäre die Partie gegen Freiburg nun eine Art Endspiel. Problem daran: beurlaubt man Dutt daraufhin und kommt ein neuer Coach, bleibt es trotzdem dabei, dass man am darauffolgenden Spieltag in München spielen muss, wo man mit dieser Mannschaft schlicht nicht gewinnen kann und wo es eigentlich nur um die Höhe des Endresultats geht. Einen denkbar schlechteren Einstand gäbe es eigentlich nicht. Beurlaubt man RD aber doch nach der Partie gegen Freiburg, böte sich einem neuen Coach dank der Länderspielpause, für welche wir ja nicht mehr so zahlreiche Spieler abstellen müssen, die Möglichkeit, zwei Wochen konzentriert mit dem Team zu arbeiten. Ggf. ginge dann gegen München, wie es der HSV zuletzt eindrucksvoll demonstriert hat, ja doch was!?!
Im Enddefekt gehe ich davon aus, dass es erst nach der Bayern-Partie Konsequenzen geben könnte. Kann mir gut vorstellen, dass man dann Herrn Lieberknecht aus seinem Vertrag loszueisen versuchen würde. Auf dessen Entlassung kann man mittlerweile wohl nicht mehr spekulieren, wo man doch auch in Braunschweig als geduldig gilt und es mit der Eintracht wieder aufwärts geht. Der wäre im Übrigen auch mein persönlicher Wunschkandidat.