Mein Kompliment an Robin Dutt geht dahin, dass er Mitte der Rückrunde das Konzept geändert hat, übrigens in eine Richtung, die ich vorher bereits gefordert hatte, wie man hier nachlesen kann.
Anstatt nur hohe Bälle auf Petersen und di Santo zu kloppen, hat er mit Elia einen beweglichen, technisch starken Stürmer gebracht, was es sehr viel leichter macht, auch mal schnell umzuschalten, einen Pass flach in den Lauf eines Stürmers zu spielen und dann mal das 1:1 gegen die großen Innenverteidiger des Gegners zu suchen, diese in Probleme zu bringen. Dieses banale Konzept hätte man bereits viel früher umsetzen können. Die ganze hinrunde bis zum desaströsen Dortmund-Spiel musste Elia im rechten Mittelfeld ran, ganz am Anfang gab es die Experimente mit Hunt als falscher 9, für die bereits da Elia der deutlich geeignetere Spielertyp gewesen wäre, mit hunt, der Pässe spielt, dahinter.
Dass er dieses banale Konzept, das den Stärken unserer drei Fußballer Hunt, Elia und di Santo entspricht, jetzt endlich umgesetzt hat, also endlich eine Formation spielen lässt, die den Stärken des Kaders für jeden ersichtlich entspricht, finde ich sehr positiv und deswegen möchte ich die Frage des "warum erst jetzt" zurückstellen. Dass er jetzt weiß, was dem Team hilft, ist die Hauptsache, dass er es vorher nicht hingekriegt hat, war der Grund für die damals berechtigte Kritik. Ich denke, alle, die Robin Dutt sehr wenig positives abgewinnen konnten und können, sind sich dessen klar, dass es für Werder deutlich besser ist, wenn es mit Dutt einigermaßen hinhaut, als wenn wir schon wieder den Trainer wechseln würden. Insofern bin ich in allererster Linie erleichtert, dass dieser Trainer Mitte der rückrunde die Kurve gekriegt hat, so dass man ohne komplette Absturzangst die letzten Spiele kucken kann und in der nächsten Saison die hoffnung haben darf, dass die Spielweise weiterhin den Stärken und Schwächen des Teams entspricht.