Robin Dutt

Also jetzt nach dem "Klassenerhalt" kann er den Obraniak mal wieder von Beginn an bringen. Der soll nächstes Jahr eine wichtige Rolle übernehmen, und da würde es nicht schaden, ihm wieder das Vertrauen zu schenken!
 
Wenn Dutt sagt, dass die Fans einen großen Anteil am Klassenerhalt haben, dann kann man das schon so stehen lassen, denke ich. Das die Mannschaft in den größten Drucksituationen die besten Leistungen gezeigt hat, ist auch auf den Rückhalt der Fans zurückzufuhren. Die SPieler müssen hier keine Angst haben, dass man nach NIederlagen ihre Autos abfackelt. Im Gegenteil: durch die Aktion in Mainz hat die Mannschaft die richtigen Schlüsse gezogen, wie Dutt es auch gesagt hat: man hatte die absolute Verantwortung diese tollen Fans gestern mit nem Sieg zu beschenken. Und dafür hat man alles getan. Selbst nach dem frühen 0:1 haben die Fans nicht gepfiffen, sondern sich nur kurz geschüttelt und weiter angefeuert. Das war mit ein Grundstein zum Sieg. Dann wird so ein Ding von Bargfrede halt mal unhaltbar abgefälscht. Und dann hält das ganze Stadion mit Wolf zusammen diesen Elfer. Es war eine Einheit aus Verantwortlichen, Mannschaft und Fans, die gestern den Sieg zusammen geholt haben.
 
Wenn Dutt sagt, dass die Fans einen großen Anteil am Klassenerhalt haben, dann kann man das schon so stehen lassen, denke ich. Das die Mannschaft in den größten Drucksituationen die besten Leistungen gezeigt hat, ist auch auf den Rückhalt der Fans zurückzufuhren. Die SPieler müssen hier keine Angst haben, dass man nach NIederlagen ihre Autos abfackelt. Im Gegenteil: durch die Aktion in Mainz hat die Mannschaft die richtigen Schlüsse gezogen, wie Dutt es auch gesagt hat: man hatte die absolute Verantwortung diese tollen Fans gestern mit nem Sieg zu beschenken. Und dafür hat man alles getan. Selbst nach dem frühen 0:1 haben die Fans nicht gepfiffen, sondern sich nur kurz geschüttelt und weiter angefeuert. Das war mit ein Grundstein zum Sieg. Dann wird so ein Ding von Bargfrede halt mal unhaltbar abgefälscht. Und dann hält das ganze Stadion mit Wolf zusammen diesen Elfer. Es war eine Einheit aus Verantwortlichen, Mannschaft und Fans, die gestern den Sieg zusammen geholt haben.

:tnx:

Wir sind von tollem Fußball natürlich derzeit weit entfernt, hatten damals vielleicht auch die "charismatischeren" Spieler. Aber was Werder derzeit ausmacht, sind die tollen Fans. Dieser tolle Zusammenhalt.

Und das ist auch etwas ziemlich geiles.
 
:tnx:

Wir sind von tollem Fußball natürlich derzeit weit entfernt, hatten damals vielleicht auch die "charismatischeren" Spieler. Aber was Werder derzeit ausmacht, sind die tollen Fans. Dieser tolle Zusammenhalt.

Und das ist auch etwas ziemlich geiles.

ich finde das sogar um ein vielfaches wertvoller, als die Liebe zu einem Verein von tollen charismatischen Spielern abhängig zu machen. Diese gehen früher oder später. Die Fans unseres Verein die ihn Woche für Woche im Stadion unterstützen bleiben aber doch dieselben, mit derselben Einstellung. Das macht mich unheimlich stolz und ich hier fühle ich mich dann auch richtig aufgehoben. Bei so nem Krawallverein würde ich mich reichlich fehl am Platz fühlen.
 
ich finde das sogar um ein vielfaches wertvoller, als die Liebe zu einem Verein von tollen charismatischen Spielern abhängig zu machen. Diese gehen früher oder später. Die Fans unseres Verein die ihn Woche für Woche im Stadion unterstützen bleiben aber doch dieselben, mit derselben Einstellung. Das macht mich unheimlich stolz und ich hier fühle ich mich dann auch richtig aufgehoben. Bei so nem Krawallverein würde ich mich reichlich fehl am Platz fühlen.

:tnx:
 
Werderfans sind nicht die besseren Menschen, aber hier hat sich eben eine Besonderheit herausgebildet, viele sind eher dankbar für das, was sie mitmachen durften als dass sie etwas einfordern. Damit kann ich auch etwas anfangen, ich war am 8. Mai 2004 in München und weiß, dass viele Fans soetwas nie erleben werden.
 
TERD haben nie etwas anderes behauptet, als dass die nächsten Jahre die Jahre der Konsolidierung und des sukzessiven Neuaufbaus von Werder Bremen sein werden. Diese Saison war möglicherweise die gefährlichste in der Übergangsphase. Für mich ist völlig klar, dass Werder nach dieser Saison ein anderes Gesicht bekommen wird, das für Aufbruch und Erneuerung stehen wird. Ich stehe hinter TERD, weil Geduld und Nachhaltigkeit langfristig im Normalfall belohnt wird. Wenn man drölf Trainer innerhalb einer Saison verpflichtet und eine Altarmee von Wunsch-Spielern von drölf Alt-Trainern alimentieren und mitschleppen muss, dann endet man auf einem Endlosschleife-Trümmerhaufen wie die Stellinger.......
 
Wenn Dutt sagt, dass die Fans einen großen Anteil am Klassenerhalt haben, dann kann man das schon so stehen lassen, denke ich. Das die Mannschaft in den größten Drucksituationen die besten Leistungen gezeigt hat, ist auch auf den Rückhalt der Fans zurückzufuhren. Die SPieler müssen hier keine Angst haben, dass man nach NIederlagen ihre Autos abfackelt. Im Gegenteil: durch die Aktion in Mainz hat die Mannschaft die richtigen Schlüsse gezogen, wie Dutt es auch gesagt hat: man hatte die absolute Verantwortung diese tollen Fans gestern mit nem Sieg zu beschenken. Und dafür hat man alles getan. Selbst nach dem frühen 0:1 haben die Fans nicht gepfiffen, sondern sich nur kurz geschüttelt und weiter angefeuert. Das war mit ein Grundstein zum Sieg. Dann wird so ein Ding von Bargfrede halt mal unhaltbar abgefälscht. Und dann hält das ganze Stadion mit Wolf zusammen diesen Elfer. Es war eine Einheit aus Verantwortlichen, Mannschaft und Fans, die gestern den Sieg zusammen geholt haben.

ich finde das sogar um ein vielfaches wertvoller, als die Liebe zu einem Verein von tollen charismatischen Spielern abhängig zu machen. Diese gehen früher oder später. Die Fans unseres Verein die ihn Woche für Woche im Stadion unterstützen bleiben aber doch dieselben, mit derselben Einstellung. Das macht mich unheimlich stolz und ich hier fühle ich mich dann auch richtig aufgehoben. Bei so nem Krawallverein würde ich mich reichlich fehl am Platz fühlen.

1899% Zustimmung :tnx::tnx:
 
TERD haben nie etwas anderes behauptet, als dass die nächsten Jahre die Jahre der Konsolidierung und des sukzessiven Neuaufbaus von Werder Bremen sein werden. Diese Saison war möglicherweise die gefährlichste in der Übergangsphase. Für mich ist völlig klar, dass Werder nach dieser Saison ein anderes Gesicht bekommen wird, das für Aufbruch und Erneuerung stehen wird. Ich stehe hinter TERD, weil Geduld und Nachhaltigkeit langfristig im Normalfall belohnt wird. Wenn man drölf Trainer innerhalb einer Saison verpflichtet und eine Altarmee von Wunsch-Spielern von drölf Alt-Trainern alimentieren und mitschleppen muss, dann endet man auf einem Endlosschleife-Trümmerhaufen wie die Stellinger.......

Ein Selbstläufer wird das Fettgedruckte allerdings nicht werden. Hier müssen RD und die Mannschaft weiter akribisch arbeiten, damit die gewünschten und vor allem erforderlichen Verbesserungen auch eintreffen. Ansonsten 1899% Zustimmung. :tnx:
 
TERD haben nie etwas anderes behauptet, als dass die nächsten Jahre die Jahre der Konsolidierung und des sukzessiven Neuaufbaus von Werder Bremen sein werden. Diese Saison war möglicherweise die gefährlichste in der Übergangsphase. Für mich ist völlig klar, dass Werder nach dieser Saison ein anderes Gesicht bekommen wird, das für Aufbruch und Erneuerung stehen wird. Ich stehe hinter TERD, weil Geduld und Nachhaltigkeit langfristig im Normalfall belohnt wird. Wenn man drölf Trainer innerhalb einer Saison verpflichtet und eine Altarmee von Wunsch-Spielern von drölf Alt-Trainern alimentieren und mitschleppen muss, dann endet man auf einem Endlosschleife-Trümmerhaufen wie die Stellinger.......


Klasse Beitrag! :tnx:

es ist einfach so, besonders wenn man in so einer finanziellen Situation steckt wie Werder oder eben der HSV, dann sollte man einen Trainer einfach mal machen lassen und ihnen die nötige Zeit zum Neuaufbau geben.

Wenn Dutt uns nächstes Jahr ein wenig früher zu den 40 Punkten führt und das Team etwas konstanter spielt wäre ich für meinen Teil wieder zufrieden.
 
Auch die nächste Saison wird noch schwer werden. Die Mannschaft verändert ihr Gesicht. Und das ist tatsächlich gut so. Wenn TERD weiterhin auch darauf achten vom Typ her Leute einzukaufen, die eben wie Di Santo, Garcia, aber eben auch ein Makiadi auf dem Platz immer versuchen wirklich alles zu geben, dann denke ich dass wir an so einem Team viel Freude haben werden. Wichtig ist eben, dass wir genau so dann mehr Konstanz in unserer Spiel bekommen und diese extremen Schwankungen los werden. Heißt nicht, dass wir nicht auch weiterhin unsere Niederlagen, ggf. auch hohe, bekommen werden, aber ich möchte solche Auftritte wie in Augsburg, in Freiburg, gegen Wolfsburg oder eben in Mainz nicht mehr sehen.
Ansonsten haben wir mit dem Sieg gegen die Hopps nun mehr Punkte auf dem Konto als letzte Saison nach dem 34. Spieltag. Mal schauen, ob wir die angepeilten 40 Punkte noch holen. Dann wäre auch im sportlichen Bereich alle Ziele erfüllt worden. :beer:
 
Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. So oft ich an RD kein gutes haar gelassen habe, muss ich Ihm zugute halten, die Mannschaft immer in den brenzlichen Situationen top eingestellt hat. Die Stimmung im Stadion ist dabei natürlich ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Trotzdem Pluspunkt Dutt.

Er hat selbst zu Amtsantritt gesagt, der Umbau dauere 2 Jahre. Was anderes zu sagen wäre eh nicht clever gewesen. So langsam wird das jetzt aber auch sein und TEs Ding. Ich hoffe, die Mannschaft geht positiv aus der Saison, mit über 40 Pkt. (Sicherer Sieg am WE:daumen:)

Es muss jedoch m.E. in der nächsten Saison ein KLARE Verbesserung spielerisch zu erkennen sein. Entweder weniger Chancen zulassen oder torgefährlicher werden.

Trotzdem muss ich noch mal an Herrn Dutt :applaus::applaus::applaus::applaus: loswerden.
 
Gut, dann muss einer den Wasser in den Wein kippen und das bleibt dann wohl an mir hängen.

Es ist ein völlig unbegründeter Optimismus, wenn hier geschrieben wird, dass auch die nächste Saison "noch" hart wird, wenn behauptet wird, ein Umbruch dauere eben "2 Jahre", ganz so als wäre das in Stein gemeißelt. Gefühlt sind wir seit Özils Weggang im Dauerumbruch, ohne dass wir uns positiv verbessert hätten.

Die Frage, wo die Verbesserungen denn herkommen sollen, sei es in der nächsten oder in der übernächsten Saison, muss dringend gestellt werden. Weder haben wir ausgesprochen talentierte Leute im Kader, von denen eine nennenswerte Weiterentwicklung zu erwarten wäre, noch sind größere Transfereinnahmen zu erwarten, da unser Kader auch keine für große Vereine interessanten Spieler mehr beinhaltet. Der letzte größere Transfer, mit dem wir frisches Geld generieren konnten, war der sokratis-Transfer und es wurde versäumt, einen Teil dieser einnahmen in Spieler zu investieren, die auf Sicht einen erheblichen Gewinn abwerfen werden. Das Geld floss in viele biedere, technisch bescheidene Spieler mittleren und höheren Alters sowie den nicht übermäßig talentierten IV Caldirola, neben dem Prödl wie ein Abwehrchef aussieht.

Das bedeutet: Werder wird in den nächsten Jahren nicht die Kohle haben, um die ganz interessanten Transfers zu machen, die nötig wären, das Team wieder vorne ranzubringen. Alternative Möglichkeiten wie das konsequente Setzen auf junge Spieler werden nicht verfolgt, zumindest bislang. Und auch taktisch sind wir unter Dutt weit davon entfernt, anderen teams gegenüber einen Vorsprung zu haben. Unser Mittel wird es auf Sicht bleiben, mit technisch limitierten Spielern, die den richtigen spirit haben, über den Kampf zu Punkten zu kommen, was "Absteigskampf" bedeutet, auch über diese oder die nächste saison hinaus. Nur vor diesem Hintergrund ergeben all die technisch limitierten Kampfschweine im Team, von Garcia bis bargfrede, von Makiadi bis Petersen, Sinn. Keiner dieser Spieler steht für gehobenen Kombinationsfußball und von den letzten Mohikanern, mit denen das möglich wäre, wird uns Hunt verlassen und elia wird man vermutlich versuchen zu verkaufen. Geholt haben wir einen ordentlichen Zweitligarenner mit Namen Fin Bartels.

Es gibt also an dieser Mannschaft und dieser situation nichts, das auf eine besserung hindeutet: Wir haben weder eine besonders talentierte Truppe, noch besonders viel schlummerndes Potential, wir haben nicht besonders viele junge Spieler im Team und wir haben keinen besonders innovativen Trainer, wir haben weder Geld noch eine besonders findige Personalpolitik, die große Talente für kleines geld ranschafft, sondern auf charakterlich gute, biedere Kampfsäue setzt.

All das lässt für mich nur den Schluss zu, dass man sich in Bremen mittelfristig auf Absteigskampf einstellen muss und sich daran gewöhnen sollte, dass glückliche Kampfsiege gegen mittelmäßige Teams, maßgeblich durch Publikum und Schiri unterstützt, das höchste der Gefühle sind. Wenn das allen klar ist, dann ist das in Ordnung, dann wird man mit der aktuellen Vereinspolitik auch keine Probleme haben.
 
Gut, dann muss einer den Wasser in den Wein kippen und das bleibt dann wohl an mir hängen.

Es ist ein völlig unbegründeter Optimismus, wenn hier geschrieben wird, dass auch die nächste Saison "noch" hart wird, wenn behauptet wird, ein Umbruch dauere eben "2 Jahre", ganz so als wäre das in Stein gemeißelt. Gefühlt sind wir seit Özils Weggang im Dauerumbruch, ohne dass wir uns positiv verbessert hätten.

Die Frage, wo die Verbesserungen denn herkommen sollen, sei es in der nächsten oder in der übernächsten Saison, muss dringend gestellt werden. Weder haben wir ausgesprochen talentierte Leute im Kader, von denen eine nennenswerte Weiterentwicklung zu erwarten wäre, noch sind größere Transfereinnahmen zu erwarten, da unser Kader auch keine für große Vereine interessanten Spieler mehr beinhaltet. Der letzte größere Transfer, mit dem wir frisches Geld generieren konnten, war der sokratis-Transfer und es wurde versäumt, einen Teil dieser einnahmen in Spieler zu investieren, die auf Sicht einen erheblichen Gewinn abwerfen werden. Das Geld floss in viele biedere, technisch bescheidene Spieler mittleren und höheren Alters sowie den nicht übermäßig talentierten IV Caldirola, neben dem Prödl wie ein Abwehrchef aussieht.

Das bedeutet: Werder wird in den nächsten Jahren nicht die Kohle haben, um die ganz interessanten Transfers zu machen, die nötig wären, das Team wieder vorne ranzubringen. Alternative Möglichkeiten wie das konsequente Setzen auf junge Spieler werden nicht verfolgt, zumindest bislang. Und auch taktisch sind wir unter Dutt weit davon entfernt, anderen teams gegenüber einen Vorsprung zu haben. Unser Mittel wird es auf Sicht bleiben, mit technisch limitierten Spielern, die den richtigen spirit haben, über den Kampf zu Punkten zu kommen, was "Absteigskampf" bedeutet, auch über diese oder die nächste saison hinaus. Nur vor diesem Hintergrund ergeben all die technisch limitierten Kampfschweine im Team, von Garcia bis bargfrede, von Makiadi bis Petersen, Sinn. Keiner dieser Spieler steht für gehobenen Kombinationsfußball und von den letzten Mohikanern, mit denen das möglich wäre, wird uns Hunt verlassen und elia wird man vermutlich versuchen zu verkaufen. Geholt haben wir einen ordentlichen Zweitligarenner mit Namen Fin Bartels.

Es gibt also an dieser Mannschaft und dieser situation nichts, das auf eine besserung hindeutet: Wir haben weder eine besonders talentierte Truppe, noch besonders viel schlummerndes Potential, wir haben nicht besonders viele junge Spieler im Team und wir haben keinen besonders innovativen Trainer, wir haben weder Geld noch eine besonders findige Personalpolitik, die große Talente für kleines geld ranschafft, sondern auf charakterlich gute, biedere Kampfsäue setzt.

All das lässt für mich nur den Schluss zu, dass man sich in Bremen mittelfristig auf Absteigskampf einstellen muss und sich daran gewöhnen sollte, dass glückliche Kampfsiege gegen mittelmäßige Teams, maßgeblich durch Publikum und Schiri unterstützt, das höchste der Gefühle sind. Wenn das allen klar ist, dann ist das in Ordnung, dann wird man mit der aktuellen Vereinspolitik auch keine Probleme haben.

:tnx::tnx::tnx:
 
@ maddin

Dein Einwurf ist zwar grundsätzlich richtig, aber ganz so schwarz, daß es an dieser Mannschaft und dieser Situation nichts auf eine besserung hindeutet, sollte man es nun auch nicht sehen.

Mit dem "gefühlten Dauerumbruch seit Özils Weggang" stimme ich dir ebenso zu, wie zu der Tatsache, das uns die Kohle für die ganz interessanten Transfers fehlt. Dies bedeutet aber auch, daß man für die gewünschten Verbesserungen ausschließlich den Weg gehen kann bzw. muß, die Tugenden zu forcieren, die bei Werder Bremen einst beispielhaft gewesen sind und mitten in den CL-Jahren beginnend hier unübersehbar stagnierten: eine funktionierende Nachwuchsarbeit sowie die Gabe, bei vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand ordentliches Spielermaterial zu finden bzw. sie zu Leistungsträgern zu fördern. Und dies schließt die von dir erwähnten "Kampfsäue" eben so mit ein, wie der ebenso notwendige Bedarf an Spielern mit Führungsqualitäten.

Wenn TERD (und das ihnen zuarbeitende Personal wie Trainerstab, Scouts etc.) gelingt, diese Tugenden bei Werder Bremen wieder zu reaktivieren, dann sollten die gewünschten und vor allem erforderlichen Verbesserungen keine Utopie sein; auch wenn diese Saison uns Werder-Fans eine Menge abverlang hat, und das nicht nur, weil die spielerische Qualität überwiegend unterirdisch gewesen ist. Aber trotz dieser Entbehrungen und Offenbarungen haben wir kleine Fortschritte gesehen, z.B. daß die Truppe trotz aller noch notwendiger Veränderungen im Kader sich nicht mehr so oft nach einem Rückstand hängen läßt, wie es in der Vergangenheit der Fall war und in dieser Saison öfters Zu-Null gespielt hat als in den beiden letzten Jahren zusammen.

Darauf läßt sich imho aufbauen und dabei muß man berücksichtigen, daß sowohl diese personellen Veränderungen als auch die Verbesserungen nicht "von heute auf morgen" kommen können, sondern das dies ein langwieriger Prozeß sein wird, bei dem auch gräßliche Rückschläge (wie z.B. der Auftritt in Mainz) vorkommen werden. Und das ist mir ehrlich gesagt lieber als Strohfeuereffekte, wie man sie beim HSV seit mittlerweile mehr als einem Vierteljahrhundert beobachten kann.

Es Selbstläufer werden diese notwendigen Veränderungen zweifellos nicht werden, und man kann auch ein Scheitern nicht gänzlich ausschließen. Aber dennoch darf man berechtigte Hoffnung haben, daß man kurz- bis mittelfristig weniger sorgenfrei mit Werder Bremen mitfiebern darf.
 
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