Klaus-Dieter Fischer (Ehrenpräsident)

Für mich liest sich das allerdings eben mehr so, dass er es nicht allein seines Alters wegen macht, das wahrscheinlich auch, sondern vor allem, weil er neuen Ideen nicht im Wege stehen möchte. Er eben selbst eingesehen hat, dass er sich selbst einfach schwer damit tut, eine andere "Politik" zu denken als es in der Vergangenheit der Fall war.

Weiß ich gar nicht einmal, das Interview zeigt doch, dass er durchaus in diese Richtung denken kann. Ich halte ihn für sein Alter für äußerst fit und auch geistig beweglich, also wird er das auch hinkriegen. Die Frage ist halt, wie lange man soetwas macht und ob nicht manchmal auch frischer wind dem Verein helfen kann. Man wird sehen.

Ich glaube, dass dafür, wie es bei den Profis läuft, die alten Herren ohnehin nicht mehr sonderlich entscheidend sind. Da müssen wir schon auf eichin, dutt und filbry setzen.
 
Er betont ausdrücklich die soziale Verantwortung des Vereins. Er spricht auch von Jugendausbildung und der dafür notwendigen Geduld.

Und was hat das mit der Kritik an der "Wohlfühlatmosphäre" zu tun??? Die soziale Verantwortung, die Werder Bremen in Bremen und Umgebung wahrnimmt, hatte damit eher weniger etwas zu tun.

Ich glaube, dass dafür, wie es bei den Profis läuft, die alten Herren ohnehin nicht mehr sonderlich entscheidend sind. Da müssen wir schon auf eichin, dutt und filbry setzen.

Fischer als einer der GF hat bisher auch noch damit zu tun. Die Zukunft liegt aber deutlich in der Hand der genannten Drei.
 
Und was hat das mit der Kritik an der "Wohlfühlatmosphäre" zu tun??? Die soziale Verantwortung, die Werder Bremen in Bremen und Umgebung wahrnimmt, hatte damit eher weniger etwas zu tun.

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Die Kritik, die unter dem Sammelbegriff Wohlfuehlatmosphaere zusammengefasst wurde, richtete sich eben zum Großteil genau dagegen, dass einigen Spielern hier zu viel Geduld und Verständnis entgegengebracht würde. :roll:
 
Irgendwas stimmt doch hier nicht....


Quelle: http://www.werder.de/de/profis/news/48821.php




Quelle: http://www.bild.de/sport/fussball/w...r-lasse-ich-nicht-im-stich-35255322.bild.html


Leichter Widerspruch :unfassbar:
Davon abgesehen hoffe ich mal, dass weder der Verkauf des Stadionnamens, noch die Investorengeschichte passiert, denn dann wären wir am Ende nicht besser als WOB, Leverkusen, HSV & Co. was ich wirklich "schade" fände. Mit Eichin und Filbry in der Geschäftsführung jedoch leider extrem wahrscheinlich, dass es am Ende so kommt..

Ich bin verwundert über dieses Interview. Er spricht Versäumnisse an die erkannt wurden. Aber ich frage mich warum man dagegen nichts getan hat.
 
Ich bin verwundert über dieses Interview. Er spricht Versäumnisse an die erkannt wurden. Aber ich frage mich warum man dagegen nichts getan hat.

Antwort: weil Werder sich immer als das Gegenmodell der Bundesliga/DFL mit seiner Kommerzialisierung gesehen hat. Werder hat sich jahrelang in der Rolle des " sozialistischen Arbeitervereins" als Pendant zu bajuwarischen Geldsäcken (CSU) wohl gefühlt. Dafür haben Lemke und Fischer immer gestanden.
Was ich bei diesem Interview überraschend finde, dass der Verkauf der Namensrechte als Geldbeschaffung dargestellt wird. Hier im Forum wurde immer wieder betont, dass aufgrund vertraglicher Konstruktionen der Reinerlös eines solchen Verkaufes nicht sehr hoch sei??? Was stimmt denn nun?
Auch, dass man sich jetzt Investoren sucht, ist zwar nett gemeint, aber welcher potente Investor steigt denn bei einem Abstiegskandidaten ein? Das hätte man vor Jahren machen müssen. In Berlin wird auch der Einstieg von den Hedgefonds auch nicht durchgehend positiv gesehen. Wie gestaltet sich das Ausstiegsszenario usw?
 
Antwort: weil Werder sich immer als das Gegenmodell der Bundesliga/DFL mit seiner Kommerzialisierung gesehen hat. Werder hat sich jahrelang in der Rolle des " sozialistischen Arbeitervereins" als Pendant zu bajuwarischen Geldsäcken (CSU) wohl gefühlt. Dafür haben Lemke und Fischer immer gestanden.
Was ich bei diesem Interview überraschend finde, dass der Verkauf der Namensrechte als Geldbeschaffung dargestellt wird. Hier im Forum wurde immer wieder betont, dass aufgrund vertraglicher Konstruktionen der Reinerlös eines solchen Verkaufes nicht sehr hoch sei??? Was stimmt denn nun?
Auch, dass man sich jetzt Investoren sucht, ist zwar nett gemeint, aber welcher potente Investor steigt denn bei einem Abstiegskandidaten ein? Das hätte man vor Jahren machen müssen. In Berlin wird auch der Einstieg von den Hedgefonds auch nicht durchgehend positiv gesehen. Wie gestaltet sich das Ausstiegsszenario usw?

Es ist traurig, wenn es so war wie du es hier beschreibt.
 
Das ist völlig falsch.

Als Lemke noch im operativen Geschäft tätig war, stand er für findige Ideen der Vermarktung und der Geldbeschaffung. Seit Lemke dort nicht mehr tätig ist, hatten wir in diesem Bereich große Probleme, bis mit Filbry ein Professioneller geholt wurde.

Das ist zwar richtig, was Du schreibst. Das gilt für die 80er und 90er Jahre. Ich verweise hier nur auf Lemkes Haltung zum Effenberg-Transfer 1996 und dann auf seine Opposition zum Klose-Transfer.
Aber mein Vorwurf geht auch auf die Zeit nach 2004 mit dem Double-Gewinn. Diesen vis a tergo hätte man mitnehmen können. Hat man versäumt und sich lieber weiter als gallisches Dorf feiern lassen, das sich gegen die bajuwarische Übermacht erfolgreich wehrt.
 
Also: Den Effenberg-Transfer hat Effes damalige Ehefrau platzen lassen, da ging es um noch eine Forderung und noch eine Forderung und am Ende hat er unfein woanders unterschrieben. Da ging es nie darum, dass man das Geld nicht für ihn hinlegen sollte. Die ganze Geschichte sagt eher etwas über den Charakter der Effenbergs aus.

Bei Klose war es im Grunde dasselbe, da ging es darum, ob die finanzierung auch ohne CL zu machen wäre. Als immer klarer wurde, dass das durch erhöhte einnahmen möglich ist und die CL uns nicht mehr zu nehmen sein würde, wurde dem Transfer zugestimmt.

Bei keinem dieser beiden Fälle ging es um das gallische Dorf oder eine Verweigerungshaltung gegenüber Sponsoren und Investoren. Bereits in der Rehhagel-Ära war Lemke ganz vorne dabei, Werder bei "ran" etc. zu präsentieren, dort sich für die MEdien zu verkaufen, was Rehhagel immer strikt abgelehnt hat.

Lemke ist jemand, der für neue und kreative Wege der Geldbeschaffung steht und der nichts dagegen hat, sie zu beschreiten. Er steht nur für eine konservative Ausgabenpolitik. Diese beiden Punkte darf man nie verwechseln.
 
Also: Den Effenberg-Transfer hat Effes damalige Ehefrau platzen lassen, da ging es um noch eine Forderung und noch eine Forderung und am Ende hat er unfein woanders unterschrieben. Da ging es nie darum, dass man das Geld nicht für ihn hinlegen sollte. Die ganze Geschichte sagt eher etwas über den Charakter der Effenbergs aus.

Bei Klose war es im Grunde dasselbe, da ging es darum, ob die finanzierung auch ohne CL zu machen wäre. Als immer klarer wurde, dass das durch erhöhte einnahmen möglich ist und die CL uns nicht mehr zu nehmen sein würde, wurde dem Transfer zugestimmt.

Bei keinem dieser beiden Fälle ging es um das gallische Dorf oder eine Verweigerungshaltung gegenüber Sponsoren und Investoren. Bereits in der Rehhagel-Ära war Lemke ganz vorne dabei, Werder bei "ran" etc. zu präsentieren, dort sich für die MEdien zu verkaufen, was Rehhagel immer strikt abgelehnt hat.

Lemke ist jemand, der für neue und kreative Wege der Geldbeschaffung steht und der nichts dagegen hat, sie zu beschreiten. Er steht nur für eine konservative Ausgabenpolitik. Diese beiden Punkte darf man nie verwechseln.

Das glaube ich Dir unbesehen. Wir sind dort auch nicht weit auseinander. :tnx:
Ich bin der Meinung, dass Werder aus dem Doublesieg einfach zu wenig überregional gemacht hat. Zu dieser Zeit war Werder eine Marke mit sehr hohem Sympathiefaktor. Damals wäre zB die Frage nach einem Investor möglich gewesen. Bayern ist ja dann später diesen Weg gegangen.
 
Dem würde ich wiederum zustimmen, wobei man fragen müsste, wer in der damaligen Geschäftsführung aus Allofs, Fischer, Born und ich glaube noch Müller das hätte vorantreiben sollen oder können. In dieser entscheidenden Situation hat uns meiner Meinung nach ein Vermarktungsprofi gefehlt, was auch der verbockte letzte Umbau des Stadions unter Regie von Müller leider gezeigt hat. Man könnte auch sagen, dass man Filbry zu spät dazugeholt hat, ich glaube, dass man aus den Erfolgen mehr hätte machen können.
 
Genau das ist der Punkt. Hat Werder es nicht aus Betriebsblindheit gemacht? Wollte man es nicht? Sah man die Chancen nicht?
Es wurde auch immer aus dem Vorstand heraus berichtet, dass es Anfragen und Angebote zu Investoren gegeben hätte? Inwieweit und wie ernsthaft diese waren, weiß Keiner von uns.
Ich glaube aber schon, dass evtl. ein Seriöser dabei gewesen ist. Vielleicht hat sie da der Mut zur Veränderung verlassen?
In der jetzigen Phase gute Investoren zu finden, extrem schwierig.
 
Genau das ist der Punkt. Hat Werder es nicht aus Betriebsblindheit gemacht? Wollte man es nicht? Sah man die Chancen nicht?
Es wurde auch immer aus dem Vorstand heraus berichtet, dass es Anfragen und Angebote zu Investoren gegeben hätte? Inwieweit und wie ernsthaft diese waren, weiß Keiner von uns.
Ich glaube aber schon, dass evtl. ein Seriöser dabei gewesen ist. Vielleicht hat sie da der Mut zur Veränderung verlassen?
In der jetzigen Phase gute Investoren zu finden, extrem schwierig.

Aber findet man sich nicht? Wiesenhof läuft über den Vertrag mit Infront. Aber man aber doch auch so Sponsoren. Ich meine, man hat zwei (?) Topsponsoren dazugewonnen. Früher waren es nur drei. Wie das mit der EWE aussieht, weiß ich allerdings nicht. Und dass, obwohl man beluga leider verloren hat.

Man hat doch auch eine Million mehr an Sponsoringeinnahmen verbuchen können. Also so schlecht sieht es doch nicht aus und zeigt eben, dass die Sponsoren nur von einem Tief ausgehen.
 
Fand die Info zu Toni Kroos interessant. "Bayern hat die Million mehr geboten..."

Denke das die Kooperation mit Juve auch in diese Richtung geht und man zukünftig wieder starke Talent an Werder binden kann, weil Juve beim Start hilft und sich dafür Vorverkaufsrechte erwirbt.
 
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