Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Das würde ich aber nur bedingt am Gegner festmachen.

Wir stellen sicher immer wieder fest, dass ein Großteil der Bundesliga-Teams gegen uns mit einer Konter-Taktik aufläuft, was uns immer wieder vor Probleme stellt.

Die Meisten Teams aus dem oberen Drittel hingegen hegen gegen uns den Anspruch, selbst das Spiel zu machen. (Auch) deshalb sehen wir gegen vermeintlich stärkere Gegner oft auch sehr gut aus, weil sie uns die Räume anbieten, die wir für unser Spiel benötigen.

Nun kommt mit Stuttgart ein Team, das mit dem für uns ohnehin schon kritischen Konterspiel antritt - nur dass dies auf einem wesentlich höherem Niveau stattfindet als es gegen Cottbus oder Bielefeld der Fall ist. Wenn wir mit unserem Offensivspiel dagegenhalten, kommt es halt gern mal zu torreichen Spielen.

Ergo: wir haben m.E. kein Stuttgart-Problem, sondern ein ganz allgemeines Problem mit tiefstehenden Abwehrriegeln. Dass hier Lernresistenz des Trainers der Grund ist, ist mir eigentlich zu einfach.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten:
Erstens, wir versuchen trotzdem wieder unser Offensivspiel aufzuziehen. Entweder führen uns gelungene Einzelleistungen zum Sieg, oder wir werden wieder ausgekontert, weil Stuttgart die Konter effektiver setzen kann als ein Abstiegskandidat.
Oder wir warten selbst ab - und erleben zum Beispiel ein Spiel wie auf Schalke, wo es zumindest in der ersten Halbzeit überhaupt keine zwingende Torchance gab.
Da wir durch saublöde Situationen immer für ein Gegentor gut sind, sehe ich die zweite Alternative zumindest nicht als wesentlich besser an.

Lernresistenz in der Hinsicht, dass man speziell gegen Stuttgart anders auftreten sollte, ist deshalb für mich nicht ganz richtig ausgedrückt. Das Problem reicht weiter und ist m.E. das selbe, das wir schon seit längerem auch gegen schwächere Gegner haben: unsere spielerische und taktische Qualität müsste in jedem Fall ausreichen, auch einen tiefstehenden Abwehrriegel zu knacken. Darüber hinaus müssen natürlich auch die wiederkehrenden, haarsträubenden Fehler in der Defensive weniger werden. Dann können wir es nämlich nicht nur gegen Stuttgart besser machen, sondern sehen auch wieder gegen die "kleinen" gut aus.

Dazu gehört nicht nur, dass der Coach das Team richtig einstellt, sondern auch die passende Zusammensetzung des Kaders. man braucht Spieler

- auf dem nötigen Niveau
- mit kompromissloser Einsatzbereitschaft gegen jeden Gegner
- Spieler mit taktischem Verständnis
- Spieler mit Teamgeist, keine Einzelgänger
- Spieler mit Identifikation, um nachhaltig den Erfolg zu sichern

...und natürlich auch entsprechende Alternativen die man bringen kann, wenn zu viele der o.g. Dinge von jemandem mal nicht gezeigt werden.

An all dem können wir im Sommer arbeiten, deshalb wird das eine der interessantesten Sommerpausen der letzten Jahre.
 
@tsubasa und @Mick-Werder

Eure Diskussionen mit vollständiger Zitation sind etwas anstrengend und für Außenstehende schwierig nachzuvollziehen.
Könnt ihr euch, da es sich eh um einen Dialog handelt, nicht per "Privatmessage" unterhalten?

ja...da hast du recht...habe ich mir eigentlich auch schon gedacht, aber ich hab ab und an schwierigkeiten damit, nicht das letzte wort zu haben;)
ab jetzt ist der öffentliche dialog für mich aber beendet! versprochen!:beer:

@tsubasa
@Mick-Werder

Hattet ihr beiden eigentlich gerade Langeweile, oder habt ihr an euren Ausarbeitungen mehrere Tage gesessen[...]

wenn man um halb 5 vom feiern heim kommt, was soll man da anderes machen als im werder forum drauf los zu schreiben??:cool:
aber mehrere tage? geht schlecht, zumal ich ja am gleichen tag auf den beitrag von mick-werder geantwortet habe!

und @Sascha79: :tnx:
 
Bitte die Standardsituationen und speziell die Ecken so trainieren wie Hannover 96. Von denen kann man sich zwar nicht viel abschauen, aber deren Effizienz bei Eckbällen ist beeindruckend. Michael Tarnat irritiert den gegnerischen Torwart bei einem Eckball immer so geschickt, dass dieser entscheidend gestört wird, der Schiedsrichter aber nicht auf Foulspiel entscheidet.
 
Das würde ich aber nur bedingt am Gegner festmachen.

Mache ich auch nicht. Nur ist das eines der besten Beispiele.

Die Meisten Teams aus dem oberen Drittel hingegen hegen gegen uns den Anspruch, selbst das Spiel zu machen. (Auch) deshalb sehen wir gegen vermeintlich stärkere Gegner oft auch sehr gut aus, weil sie uns die Räume anbieten, die wir für unser Spiel benötigen.

Mein Reden!!

Nun gibt es zwei Möglichkeiten:
Erstens, wir versuchen trotzdem wieder unser Offensivspiel aufzuziehen. Entweder führen uns gelungene Einzelleistungen zum Sieg, oder wir werden wieder ausgekontert, weil Stuttgart die Konter effektiver setzen kann als ein Abstiegskandidat.
Oder wir warten selbst ab - und erleben zum Beispiel ein Spiel wie auf Schalke, wo es zumindest in der ersten Halbzeit überhaupt keine zwingende Torchance gab.
Da wir durch saublöde Situationen immer für ein Gegentor gut sind, sehe ich die zweite Alternative zumindest nicht als wesentlich besser an.

Müsste sich erstmal zeigen, was die zweite Variante bringt. Bisher haben wir in den 5 Spielen ab 2006/2007 nur immer die erste Variante gespielt. Das hat einmal geklappt, beim 4:1 zu Hause letzte Saison. Da war es allerdings so, dass sofort die ersten Chancen saßen, wir nach 4 Minuten 2:0 vorn lagen. Nur mit diesen Vorraussetzungen könnte es gut gehen. Zumal wir selbst da einen Konter zum 1:2 (13.) nach eigener klarer Führung kassierten.

Die anderen 4 Spiele war die Chancenverwertung schlecht - die Resultate demzufolge 2:3, 1:4, 3:6, 1:4 - denn nicht nutzen von Tormöglichkeiten kann sich Werder quasi überhaupt nicht leisten. Wie Du schon sagst - besonders gegen eine der konterstärksten Teams der Bundesliga, denn Kontergegentore gehören mittlerweile zu Werder wie die Stadtmusikanten zu Bremen.
Andererseits ist mir aufgefallen, wie schwer sich Stuttgart tut gegen destruktiver spielende Mannschaften, wie sich gerade dort zeigt, dass denen ein paar spielerische Momente fehlen. Der VFB ist dann in solchen Spielen wie gegen uns, Leverkusen oder Hoffenheim stark, weil da denen die Räume gewährt werden, die Du genannt hast. Das, was auf Werder zutrifft, trifft mE auf Stuttgart noch stärker zu. Vermutlich werden wir denen aber wieder den Gefallen tun und Gomez wird im Interview danach wieder sagen: ,,Es macht immer Spaß, gegen Bremen zu spielen."

Das Problem reicht weiter und ist m.E. das selbe, das wir schon seit längerem auch gegen schwächere Gegner haben: unsere spielerische und taktische Qualität müsste in jedem Fall ausreichen, auch einen tiefstehenden Abwehrriegel zu knacken.

Vielleicht solltest Du sagen: Die spielerische Qualität reicht aus, die taktische könnte ausreichen, wenn..........

Dazu gehört nicht nur, dass der Coach das Team richtig einstellt, sondern auch die passende Zusammensetzung des Kaders.

Oder eine sportliche Leitung, die nach den Möglichkeiten Fussball spielen lässt, die der gerade vorhandene Kader hergibt und nicht einen Fussball, der früher funktionierte, jetzt aber mit dieser Zusammensetzung nicht mehr machbar ist. Trotzdem aber weiter praktiziert wird.

Ich denke nicht, dass der Kader in der Zusammenstellung schlechter ist als der von 2004, eher besser, aber für dieses Spielsystem und diese Philosophie einfach nicht passt. Wie es schon einmal gesagt wurde, entscheidend ist, dass die Taktik und das System gespielt werden, wofür die Spieler da sind und wo diese nach ihren Mitteln am besten dem Team nutzen.

An all dem können wir im Sommer arbeiten, deshalb wird das eine der interessantesten Sommerpausen der letzten Jahre.

Geht mir genauso, bin unheimlich gespannt, was dann passieren wird.
 
das passt einfach nicht zum verständisgeprägten Umgang im Rahmen der Werderkultur. Vielleicht werden 2-4 Spieler überdacht, mehr wohl kaum.
Ich selber sehe auch nur im Sturm Superhandlungsbedarf, auf links habe ich nach Bönischs Leistungssteigerung wieder Hoffnung.
 
Ein Konzept ist erkennbar. In den letzten Spielen hat Werder sich vorrangig aufs Verteidigen und auf das Kämpferische konzentriert. Frei nach dem Motto: "Erst wenn die Grundlagen sitzen, können wir uns an die Kür wagen". Gegen die Bayern, Hoffenheim und St. Etienne wurden die Grundlagen gefestigt, wobei man gegen die Franzosen bereits den Schritt zur Kür hätte vollziehen können. Den hat unsere Truppe heute vollzogen.

Unsere jüngste Bilanz: Seit 6 Pflichtspielen ungeschlagen, in 4 der letzten 5 Spiele ohne Gegentor, 3 der letzten 4 Pflichtspiele gewonnen.

Auch ein Verdienst von Thomas Schaaf. Du bist und bleibst der beste Mann!
 
Was war denn mit ihm und Lehmann? Im Radio wurde gesagt, dass Schaaf fast auf ihn losgegangen wäre.

Lehmann war seit Diegos Freistoss von der Rolle, meinte der wäre geschunden.
Ganz ehrlich, hoffentlich verschwindet der bald aus der Buli, War damals auf seiner Seite gegen Kahn, aber er hat bei mir jetzt allen Kredit verspielt der Lehmann. Ich glaube, derm uss sich mal behandeln lassen...Schuhe wegwerfen, Stirnband abreißen und gegnerischen Trainer beleidigen. Was glaubt der arme Wicht wer er ist. Mit der Intelligenz einer Wüstenmaus sollte man sich bei Äußerungen zurückhalten....grrrr
 
Ein Konzept ist erkennbar. In den letzten Spielen hat Werder sich vorrangig aufs Verteidigen und auf das Kämpferische konzentriert. Frei nach dem Motto: "Erst wenn die Grundlagen sitzen, können wir uns an die Kür wagen". Gegen die Bayern, Hoffenheim und St. Etienne wurden die Grundlagen gefestigt, wobei man gegen die Franzosen bereits den Schritt zur Kür hätte vollziehen können. Den hat unsere Truppe heute vollzogen.

Unsere jüngste Bilanz: Seit 6 Pflichtspielen ungeschlagen, in 4 der letzten 5 Spiele ohne Gegentor, 3 der letzten 4 Pflichtspiele gewonnen.

Auch ein Verdienst von Thomas Schaaf. Du bist und bleibst der beste Mann!

:knutsch:
 
Unglaublich! Irrsinn!

Das war Fussball in Perfektion! Hut ab, Herr Schaaf!!!

Aus einer sicheren Abwehr heraus geduldig gewartet, in den richtigen Momenten getroffen, Stuttgart mit deren eigenen Mitteln geschlagen! So wie die uns sonst immer ausgekontert haben, haben sie diesmal das 2:0 und 3:0 kassiert. Die Raumaufteilung hat zu jeder Spielminute gestimmt, es gab nicht mehr dieses brachiale, rücksichtslose Rausrücken wie sonst, sondern geschicktes Stören ab der Mittellinie, schnelles Umschalten defensiv wie offensiv! Ohne dass dabei alle Mann samt Co-Trainer nach vorne marschieren. Und ohne ein Kreisspiel um den gegnerischen Sechzehner zu veranstalten mit 40 Torschüssen ohne jegliche Effizienz. Es gab Tempowechsel, es gab Quergespiele oder Rückpässe, wenn es sein musste. Es wurde der Gegner ausgelotet, Schwachstellen gefunden! Sogar Diego hat heute teilweise am Direktspiel teilgenommen.
Lerneffekt aus den 4 Stuttgart-Spielen 2006-2008: 0%
Lerneffekt nach dem 5. Stuttgart-Spiel: 100%

Hätte nicht gedacht, dass das mal so möglich ist. Und dann gegen diesen konterstarken Gegner. Nur so kann Fussball erfolgreich funktionieren. Und wenn dann ausserdem noch ein paar Tore fallen, wurde doch alles richtig gemacht, oder? Heute hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, kompakt zu stehen, wobei das Fussballspielen ja trotzdem nicht verlorengehen muss.

Zudem die Aufstellung: Rosenberg war der bessere Stürmer gegen diesen Gegner als Almeida, weil ein Brechstangenstürmer wie Hugo uns heute wenig genützt hätte. Niemeyer hat endlich seine verdiente Chance bekommen, von dem hab ich immer schon viel gehalten. Tziolis wäre evtl. der künftige 6er, falls Frings aufhört. Richtig, ihn noch zu bringen, dennoch richtig, Niemeyer diese Chance zu gewähren.

Bin zuletzt selten so zufrieden, ach glücklich, aus dem Stadion gegangen. Nur muss das jetzt öfter passieren, müssen solche Erkenntnisse konserviert werden. Damit das nicht wieder Eintagsfliegen bleiben wie in Hamburg letzte Saison.
 
Wer die Spiele seit Beginn der Rückrunde gesehen hat, der konnte schon lange diese Entwicklung sehen. Zumindest war immer das Bemühen des Trainers erkennbar, die Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden. Die Mannschaft hat diese Balance nicht gefunden - nachdem sie sie gefunden hat, hat sie ihre Chancen nicht genutzt. Das war heute anders, was auch eine Sache von Fortune ist. Ich hoffe, wir können diese Kaltschnäuzigkeit uns bewahren, dann ist auch in dieser Saison noch eine Menge möglich.
 
Wer die Spiele seit Beginn der Rückrunde gesehen hat, der konnte schon lange diese Entwicklung sehen. Zumindest war immer das Bemühen des Trainers erkennbar, die Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden. Die Mannschaft hat diese Balance nicht gefunden - nachdem sie sie gefunden hat, hat sie ihre Chancen nicht genutzt. Das war heute anders, was auch eine Sache von Fortune ist. Ich hoffe, wir können diese Kaltschnäuzigkeit uns bewahren, dann ist auch in dieser Saison noch eine Menge möglich.

Möglicherweise. So gesehen muss ich Dir recht geben. Vielleicht hatte der Trainer das wirklich schon länger vor, indes, zu sehen war davon wenig. Vor allem frage ich mich, warum dann keine andere taktische Ausrichtung erkennbar war, denn gespielt wurde im Grunde wie immer: bei Ecken beide IV`s nach vorne. Auch ansonsten Aufrücken, um die Räume eng zu machen, ohne die Räume eng machen zu können. Stattdessen die selben Kontersituationen, gegen Bielefeld, sogar in Mailand, sogar gegen Bayern die ersten 10 Minuten, auch in Hoffenheim, dafür klare Vorteile in Chancenverhältnis, Spielanteilen, Eckenverhältnis, Torschüsse. So ist keine Balance zu finden. Dazu keine Mittel, um einen Gegner rauszulocken.

Gestern war das alles Makulatur, da hat vieles gestimmt. Sogar die psychologische Kriegsführung. Die Aktionen von Diego vor dem Freistoß regten den VFB auf. Aber das bringt auch den Gegner aus der Konzentration. Wer selbst Fussball gespielt hat, weiss, wenn Du dich zu sehr damit beschäftigst, verlierst Du manchmal minutenlang die Kontrolle über deinen Gegenspieler und über das Spiel. Doch genau so machen es andere, wie damals Kyrgiakos gegen Diego oder van Bommel, der bei Bayern irgendein rüdes Foul an der Mittellinie macht, wenn das Spiel einzuschlafen droht, sein Team keine Mittel findet. Selbst Karlsruhe hatte im Dezember ähnliches in der Schlussphase vorgeführt. Diesmal hat Werder den Spieß rumgedreht.

Dass Gomez nur eine halbe Torchance hatte, wo der sonst gegen uns laufen konnte, wie er wollte, sagt alles.

So ähnlich hatte Werder das letzte Saison versucht, als die ,,Ausgekonterten" in allen Zeitungen und Sportsendungen vorgeführt wurden. Dann gab`s das 5:1 gegen Schalke, als Werder konterte, statt von denen wie sonst auf diese Weise ausgeknockt zu werden. Oder das 1:0 in HH.

Es bleibt die Frage, warum es jedes Jahr auf`s neue die Rückfälle geben muss, warum Werder erst die Kurve kriegt (ob wir diesmal die Kurve kriegen, werden die nächsten Spiele zeigen, aber das glaube ich schon), wenn 20 Punkte verschenkt wurden. Das ist es, was endlich richtig gewertet werden sollte. Selbst wenn diesmal UEFA-Cup oder Pokal geholt werden. Bloß nicht wieder sagen, alles schön und dann nächste Saison der selbe Mist von vorne.
 
Gestern standen aber auch 4 Verteidiger auf dem Platz, die den Namen Verteidiger auch verdient haben, später waren es zwar nur noch 3, aber immerhin. Die sind gestern richtig auf Ball und Gegner gegangen und das macht eben auch den Unterschied, ob man so spielt oder wie Fritz und Mertesacker. ich hoffe, bete und flehe, das Thomas das erkannt hat und Naldo und Prödl in der IV spielen. Für Tosic muß er sich aber noch was einfallen lassen , falls Petri ausfällt.
 
Dass Gomez nur eine halbe Torchance hatte, wo der sonst gegen uns laufen konnte, wie er wollte, sagt alles.


Tja, das mit einer Viererkette, wie der gestrigen und einem angeblich immer nur wütend nach vorne rennenden Sechser und der Regie eines Trainers, der nur "Hurra nach vorne" kennt. ;)

Man muss sich die Formation da hinten, mit Prödl, Baumann, Tosic und Boenisch nur mal auf der Zunge zergehen lassen. Sind das nicht diejenigen, die immer mal wieder gerne im Stadion ausgepfiffen und hier im Forum ausgezählt werden und denen immer mal wieder gerne Bundesligauntauglichkeit unterstellt wird?

Dass da ein Prozess der Selbstfindung stattgefunden hat, ist anhand von Zahlen sehr leicht ablesbar: Die Mannschaft hat seit dem 01.11.08 in der Liga in 14 Spielen, 12 Tore kassiert und in den Pokalwettbewerben in 5 Spielen, 6 Tore. Das sind mehr als ordentliche Werte, in Anbetracht dessen, dass immer wieder das Defensivverhalten gescholten und die zu offensive Ausrichtung des Trainers kritisiert wird. Ich wiederhole mich da gerne: Glück und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss und der unbedingte Siegeswille haben zuweilen in den Spielen gefehlt. Das sind auch Charaktereigenschaften, die zwar gefördert, aber im eigentlichen Sinne, kaum trainierbar sind.
 
Tja, das mit einer Viererkette, wie der gestrigen und einem angeblich immer nur wütend nach vorne rennenden Sechser und der Regie eines Trainers, der nur "Hurra nach vorne" kennt. ;)

Man muss sich die Formation da hinten, mit Prödl, Baumann, Tosic und Boenisch nur mal auf der Zunge zergehen lassen. Sind das nicht diejenigen, die immer mal wieder gerne im Stadion ausgepfiffen und hier im Forum ausgezählt werden und denen immer mal wieder gerne Bundesligauntauglichkeit unterstellt wird?

Dass da ein Prozess der Selbstfindung stattgefunden hat, ist anhand von Zahlen sehr leicht ablesbar: Die Mannschaft hat seit dem 01.11.08 in der Liga in 14 Spielen, 12 Tore kassiert und in den Pokalwettbewerben in 5 Spielen, 6 Tore. Das sind mehr als ordentliche Werte, in Anbetracht dessen, dass immer wieder das Defensivverhalten gescholten und die zu offensive Ausrichtung des Trainers kritisiert wird. Ich wiederhole mich da gerne: Glück und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss und der unbedingte Siegeswille haben zuweilen in den Spielen gefehlt. Das sind auch Charaktereigenschaften, die zwar gefördert, aber im eigentlichen Sinne, kaum trainierbar sind.

Baumann z.B habe ich als Innerverteidiger diese Saison nur sehr stark gesehen, auch als Vertretung für Merte früher. Im laufintensiveren Mittellfeld hingegen merkt man schon bisweilen den einsetzenden Schnelligkeitsverlust, der dort nicht nur mit Stellungsspiel bei sehr guten Gegnern ausgleichbar ist.
 
Ich wiederhole mich da gerne: Glück und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss und der unbedingte Siegeswille haben zuweilen in den Spielen gefehlt. Das sind auch Charaktereigenschaften, die zwar gefördert, aber im eigentlichen Sinne, kaum trainierbar sind.

Siegeswille zu fordern und Charakter zu fördern - ist eine Aufgabe, die nur bedingt allein der Trainer erfüllen kann, das ist schon richtig. Zu grossen Teilen haben in dieser Hinsicht auch Verein und Umfeld eine tragende Rolle und da fehlt bei Werder eben ein Quäntchen Emotionalität, ist es zu oft zu lieb und ruhig, wird sich zu schnell mit Erreichtem zufrieden gegeben. Das ist mMn einer der Hauptgründe, nicht nur für mangelnden Siegeswillen, sondern insbesondere für die Tatsache, dass gestiegene Qualität nicht ausreichend ausgereizt werden kann.

Indizien dafür gibt es mE einige. Im Vergleich zu 2004 haben wir (schon seit 2006) mehr Nationalspieler sowie mehr internationale Klasse an Bord, aber in der Summe - abgesehen vom Europacup - nicht bessere Ergebnisse. Und Spieler, deren Verträge verlängert wurden (Frings, Fritz, Jensen, Vranjes) bringen plötzlich nicht mehr Leistung und Einsatz wie zuvor. Auch zeigt der Umstand, dass die Mannschaft in den ersten 6 Rückrundenspielen 132 Torschüsse abgegeben, 51 Torchancen und 62 Ecken erspielt hat, mMn auf der einen Seite eindeutig die vorhandene Klasse. Andererseits, dass dabei nur drei Tore erzielt und drei von 18 möglichen Punkten eingefahren wurden, aber auch den fehlenden Ehrgeiz, dies auch erzwingen zu wollen. Und das ist vielleicht genannten Gründen geschuldet.

Im Vergleich dazu kann zu viel Emotionalität wie bspw. auf Schalke zur völligen Versagensangst führen. Bayern ist einer der wenigen Klubs, der hier über Jahre die Balance findet und daher auch den notwendigen Erfolg zementiert.

Bleibt die Frage, wo die gesunde Mitte liegt und wie es Werder in dieser Hinsicht schaffen kann, punktuell die Kuschelverein-Mentalität zum Wesen eines Spitzenclubs verändern zu können.
 
Unglaublich! Irrsinn!

Das war Fussball in Perfektion! Hut ab, Herr Schaaf!!!

Aus einer sicheren Abwehr heraus geduldig gewartet, in den richtigen Momenten getroffen, Stuttgart mit deren eigenen Mitteln geschlagen! So wie die uns sonst immer ausgekontert haben, haben sie diesmal das 2:0 und 3:0 kassiert. Die Raumaufteilung hat zu jeder Spielminute gestimmt, es gab nicht mehr dieses brachiale, rücksichtslose Rausrücken wie sonst, sondern geschicktes Stören ab der Mittellinie, schnelles Umschalten defensiv wie offensiv! Ohne dass dabei alle Mann samt Co-Trainer nach vorne marschieren. Und ohne ein Kreisspiel um den gegnerischen Sechzehner zu veranstalten mit 40 Torschüssen ohne jegliche Effizienz. Es gab Tempowechsel, es gab Quergespiele oder Rückpässe, wenn es sein musste. Es wurde der Gegner ausgelotet, Schwachstellen gefunden! Sogar Diego hat heute teilweise am Direktspiel teilgenommen.
Lerneffekt aus den 4 Stuttgart-Spielen 2006-2008: 0%
Lerneffekt nach dem 5. Stuttgart-Spiel: 100%

Hätte nicht gedacht, dass das mal so möglich ist. Und dann gegen diesen konterstarken Gegner. Nur so kann Fussball erfolgreich funktionieren. Und wenn dann ausserdem noch ein paar Tore fallen, wurde doch alles richtig gemacht, oder? Heute hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, kompakt zu stehen, wobei das Fussballspielen ja trotzdem nicht verlorengehen muss.



Es tut gut das zu lesen, also halten wir es fest. :D

:tnx: :knutsch:
 
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