Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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@ Karlotto und tsubasa: :tnx:

@ Traditionsverein1883:

"Stillstand ist Rückschritt" ist eines der pauschalsten Schlagwörter, das ich kenne und ersetzt kein Argument. Im Fußball schon gar nicht. Es ist nämlich weit mehr als "Stillstand", sich auf dem Niveau Werders (also auf den Plätzen 2 oder 3) zu stabilisieren.
Es ist doch klar, dass man, wenn ein Konzept zu fünf mal in Folge CL führt, dieses nicht auf dem Altar eines Zeitgeist-Schlagworts opfert nur um was neues zu machen.
Richtig ist natürlich, dass dabei die Gefahr besteht, dass man den Moment verpasst, doch etwas deutlicher an Schrauben zu drehen, wenn sich langsam andeutet, dass sich alte Rezepte lagsam verschleißen.

Aber ständige Veränderungen um der Veränderungen willen können es auch nicht sein. Die allermeisten erfolgreichen Vereine zeichnen sich durch Kontinuität auf verschiedenen Ebenen aus, während ständige Veränderungen eher das Markenzeichen von Chaos-Clubs sind.

@ Karlotto:
Das Beispiel Hertha ist interessant. Sicher hätte sie niemand an der Tabellenspitze erwartet. Viel davon düfte auch auf eigendynamische Faktoren gehen wie sie Werder 03/04 auch erlebt hat. Und darauf, dass zufällig zu einem bestimmten Zeitpunkt eins zum anderen passt.
Aber reiner Zufall ist Herthas Platzierung m.E. auch wieder nicht. Auch hier gibt es seit einger Zeit eine gewisse Kontinuität, ein Konzept, und eine taktische Ausrichtung, die funktioniert. Und die gibt es bei Werder in dieser Saison nicht. Man hat den Eindruck, dass es ziemlich dem Zufall unterliegt, ob die Mannschaft einen Tag hat, wo sie "Lust" auf Laufarbeit, Absichern, Anbieten usw. hat oder auf Abwinken, Stehenbleiben, Verzweiflungspässe o.ä. Wenn ich - natürlich nur von außen - eine Schwäche bei Schaaf sehe, dann die, dem relativ machtlos gegenüber zu stehen. Ähnlich wie jetzt war es
in den Jahren vor dem Double, als es Serien mit tollen Spielen, Siegen gegen Große, hohe Siege usw. gab und dann wieder Serien von Spielen, in denen man ins Verderben lief, ausgekontert wurde, von der Balance her nichts stimmte.

MFG dkbs
 
Man darf sich einfach nicht auf Erreichtem ausruhen. Stillstand ist Rückschritt! Selbst die erfolgreichsten vereine der Welt verändern ihren Kader jedes Jahr. Dies macht man, um eine Dynamik innerhalb des Kaders zu gewährleisten. Nichts zu tun war einfach fahrlässig von Werder!

Wie schon dkbs und florida das in treffender Form geschrieben haben, ist das auf Werder Bremen absolut nicht zutreffend, diese Behauptung. So Du sie denn überhaupt tätigen wolltest, dass Werder nichts getan habe, um dieser angeblich absehbaren Entwicklung entgegenzuwirken.

Ich schrieb auch schon, dass ich der Auffassung bin, dass Fußball ein gut Stück auch von verschiedenen Faktoren abhängig sind, die nur bedingt steuerbar und bedingt vorhersehbar sind. Es gibt ein amerikanisches Sprichwort: Fool me once - shame on you, fool me twice - shame on me. Ähnlich ist es doch: Die Arbeit, die Kompetenz eines Managers kannst du erst bewerten, wenn du durch die erste Krise gegangen bist.
Deswegen schaue ich, wie sich die Gesamtentwicklung fortsetzt. Es ist ja nicht so, dass irgendwer aus der sportlichen Leitung grundsätzlich versagt hätte. So ist z.B. die Verwaltung des Versagens an den eigenen Ansprüchen mittlerweile auf Schalke Methode. Hier davon zu sprechen, wir würden zu wenig aus unseren Möglichkeiten machen, ist allenfalls zutreffend auf Teile der Mannschaft. Zwar ist es am einfachsten, diese Verantwortung auf den Trainer oder den Manager zu übertragen - aber einfach ist hier ungleich richtig.

@ Karlotto:
Das Beispiel Hertha ist interessant. Sicher hätte sie niemand an der Tabellenspitze erwartet. Viel davon düfte auch auf eigendynamische Faktoren gehen wie sie Werder 03/04 auch erlebt hat. Und darauf, dass zufällig zu einem bestimmten Zeitpunkt eins zum anderen passt.
Aber reiner Zufall ist Herthas Platzierung m.E. auch wieder nicht. Auch hier gibt es seit einger Zeit eine gewisse Kontinuität, ein Konzept, und eine taktische Ausrichtung, die funktioniert. Und die gibt es bei Werder in dieser Saison nicht. Man hat den Eindruck, dass es ziemlich dem Zufall unterliegt, ob die Mannschaft einen Tag hat, wo sie "Lust" auf Laufarbeit, Absichern, Anbieten usw. hat oder auf Abwinken, Stehenbleiben, Verzweiflungspässe o.ä. Wenn ich - natürlich nur von außen - eine Schwäche bei Schaaf sehe, dann die, dem relativ machtlos gegenüber zu stehen. Ähnlich wie jetzt war es
in den Jahren vor dem Double, als es Serien mit tollen Spielen, Siegen gegen Große, hohe Siege usw. gab und dann wieder Serien von Spielen, in denen man ins Verderben lief, ausgekontert wurde, von der Balance her nichts stimmte.

MFG dkbs

:tnx:

Am Beispiel Hertha kann man m.E. einfach nur festmachen, dass diese Bundesligasaison ein verrückte Saison ist und dass es keine von den Teams, die potenziell spielstärker ist, es gelingt, die nötige Konstanz auszubringen. Hertha profitiert derzeit von der Schwäche der Konkurrenz. Aber das ist nur meine Meinung, auch wenn ich Favre für kompetent halte und man unumwunden zugeben muss, dass es ihm gelungen ist, das Optimum aus dem vorhandenen "Spielermaterial" herauszuholen. Auch profitiert die Hertha natürlich davon, sich ausschließlich auf die Liga konzentrieren zu können und nicht die Anzahl an Nationalspielern bereitstellen muss. Dass der aus Leverkusener Zeiten bekannte Chancentot sich als Knipser zeigt, ist für mich persönlich die größte Überraschung. Die Chancen, die derzeit Pizarro und seine jeweiliger Partner auslassen, versenken Voronin und Pantelic reihenweise - ist das ein Beleg dafür, dass sowohl Voronin, als auch Pantelic über ein höheres Maß an Klasse verfügen, wie Pizarro?

Viele Dinge, die in den vergangenen Jahren funktionierten, tun dies diese Saison nicht. Und das hat eine Eigendynamik aufgenommen. Allein in Hoffenheim hätte Pizarro 3-4 Tore nahezu zwingend erzielen müssen. Und so läufts die gesamte Saison. Großchancen vorne werden ausgelassen, hinten individuelle Fehler, die zu Gegentoren führen - auch, weil Vorne die Chancen ausgelassen werden. Ehrlich gesagt, nicht nur Thomas Schaaf ist ratlos. Ich bin es auch. Nur: Irgendwas muss jetzt im Sommer personell passieren.
 
Gute Kommentare von dkbs und Karlotto. Die Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation ist spürbar, ohne dass jetzt die Brechstange herausgeholt wird. Die grün-weiße Brille habt ihr nicht auf und das ist gut so. Dafür kann man euer grün-weißes Herz deutlich schlagen hören.
 
@ Karlotto und tsubasa: :tnx:

@ Traditionsverein1883:

"Stillstand ist Rückschritt" ist eines der pauschalsten Schlagwörter, das ich kenne und ersetzt kein Argument. Im Fußball schon gar nicht. Es ist nämlich weit mehr als "Stillstand", sich auf dem Niveau Werders (also auf den Plätzen 2 oder 3) zu stabilisieren.
Es ist doch klar, dass man, wenn ein Konzept zu fünf mal in Folge CL führt, dieses nicht auf dem Altar eines Zeitgeist-Schlagworts opfert nur um was neues zu machen.
Richtig ist natürlich, dass dabei die Gefahr besteht, dass man den Moment verpasst, doch etwas deutlicher an Schrauben zu drehen, wenn sich langsam andeutet, dass sich alte Rezepte lagsam verschleißen.

Aber ständige Veränderungen um der Veränderungen willen können es auch nicht sein. Die allermeisten erfolgreichen Vereine zeichnen sich durch Kontinuität auf verschiedenen Ebenen aus, während ständige Veränderungen eher das Markenzeichen von Chaos-Clubs sind.


Also da will ich aber mal einhaken..."Stillstand ist Rückschritt" als Schlagwort oder Zeitgeist abzutun, ist wohl doch etwas zu einfach. Zeitgeist wäre ja etwas, was nur jetzt und heute behauptet würde, quasi aktuellen Trends folgend. Dieses Zitat aber stammt von Erich Kästner - meine ich - und hat heute nichts an Aktualität verloren.

Man kann auch sagen "Lernen ist wie Rudern gegen den Strom, sobald man aufhört, treibt man zurück." Benjamin Britten


Im Wirtschaftsleben ist das Phänomen allgemein anerkannt und wohl nur der VW Käfer hätte jede Neuerung über die Zeiten überlebt.

"Jedes Unternehmen ist ein soziologisches Gebilde und unterliegt - wie der lebende Organismus - dem Werden, dem Sein und dem Vergehen. (Ich schließe daraus: Solange ein Unternehmen noch im Werden ist, können wir nicht vergehen. Darum ist Wachstum so wichtig. Stillstand ist Rückschritt und der erste Schritt zum Grab. Aber niemand wird lebendig begraben - und da unser 75 Jahre junges Unternehmen so frisch, vital und voller Unternehmungslust ist, wird ihm noch eine blühende Zukunft bevorstehen.)"
Reinhold Würth (*1935), dt. Unternehmer, Geschäftsf. Gesellschafter Adolf Würth GmbH & Co. ("Schraubenkönig")

Auch im Sport sieht man es überall- zum Beispiel Bum Bum Boris war seinerzeit erster Vertreter der Generation "Powertennis", bis die Revolution ihre Kinder frass und er selber von anderen "ausgepowert" wurde, die seine Prinzipien noch besser anwandten (Sampras, Agassi). Und Agassi selber prägte auch ein Epoche, bis am Ende wieder eine Weiterentwicklung des Stils durch einen Federer ihm seine Grenzen aufzeigte.

Es gibt auch eine Erklärung einfacher Art dafür, die anderen beobachten Dich und kopieren Dich und verbessern Dein System vielleicht sogar. Auf MacDonalds folgte Burger King, so dass erneute Anstrengungen McDonalds erforderlich waren, noch effizienter zu werden.....

Und so auch im Fussball, die anderen kennen dich, kopieren dich, reagieren besser (Hoffenheim, Leverkusen ala Werder heutzutage).

Und selbst Hoffenheim sagt schon nach der Vorrunde, dass die anderen Teams sich auf sie besser eingestellt hätten.....also die Intervalle werden auch immer kürzer und man muss an sich arbeiten, um weiter mithalten zu können.

Kein Schlagwort also, sondern Binsenweisheit, die nur deshalb eine ist, weil sie eine zeitlose Wahrheit darstellt, die immer wieder zitiert werden kann...
 
Irgendein berühmer Franzose (weiss gerade nicht wer) hat mal gesagt:"Wenn sich nichts ändert, wird nicht so bbleiben wie es war". Viele der grössten Erfolge hat Werder dann erziehlt, wenn es grosse (wichtige) Umstellungen im Kader gegeben hat (bedenke den Zugang von Völler, Bratseth, Micoud, Diego). Oft wurde genau in solchen Zusammenhängen der Mannschaft oder sogar dem ganzen Verein (Micoud) neues Leben eingehaucht. Und ja, ich denke, im letzten Sommer wurde fast nicht gemacht.
 
Ich wuerde jetzt mal raten, dass es neben den Beispielen fuer gelungene Umstellungen in der Vereinsgeschichte, es mindestens genauso viele Beispiele fuer Umstellungen gab, die in die Hose gegegangen sind. Das Austauschen von Leistungstraegern fuehrt mit Nichten immer zum Erfolg. Es ist schon oft genug in die Hose gegangen, und wird auch noch oft genug in die Hose gehen.

Darueberhinaus gab es auch schon oft genug Saisons die nach wenigen Umstellungen besser ausgegangen sind als die vorherige.

Viele Wege fuehren nach Rom. Grosse Umstellungen muessen nicht zum Erfolg fuehren. Manchmal ist eher das Gegenteil der Fall. Kleine Umstellungen muessen nicht zu Misserfolg fuehren. Das Gegenteil hat man auch schon oft gesehen.
 
Darueberhinaus, ist die Kaderbesetzung nicht der einzige Punkt an dem man etwas aendern kann.

Es ist durchaus moeglich, in einer neuen Saison vieles zu aendern, und damit auch Erfolg zu haben, ohne einen einzigen neuen Spieler zu kaufen.
 
Ach Herta............;

hätten die Stürmer von Herta die gleiche Chancenverwertung wie die von Werder würde Herta auf einem Abstiegsrang stehen; hätte Werder die von Herta wären wir jetzt schon uneinholbar Meister.

Man merkt, der Sieger hat immer die Argumente auf seiner Seite auch wenn er nicht wirklich die besseren hat!
 
Darueberhinaus, ist die Kaderbesetzung nicht der einzige Punkt an dem man etwas aendern kann.

Es ist durchaus moeglich, in einer neuen Saison vieles zu aendern, und damit auch Erfolg zu haben, ohne einen einzigen neuen Spieler zu kaufen.


Ich formuleire es mal mit Rumsfelds prämierter und ausgezeichneter Redewendung:

"Berichte, die sagen, es sei nichts passiert, finde ich immer interessant. Wie wir wissen, gibt es bekanntes Wissen und Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wie wir auch wissen, gibt es bekanntes Unwissen. Soll heißen: Wir wissen, es gibt Dinge, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch Unwissen, von dem wir nichts wissen. Die Dinge, die wir nicht wissen - wir wissen sie nicht."



Alles klar?:D
 
Trainer...lass im mittelfeld bitte morgen Niemeyer in der startelf stehen ;)
es wäre wohl dann wirklich ein neues wunder von der weser,webb das eintrifft.

aber mit einem baumann/tzolis im mittefeld fürchte ich wird das nichts (mit nem guten ergebnis)!

IZ ON
 
Bitte mach' ne Videoanalyse der gesamten Saison und zeige den Spielern, wie sie sich nicht in Führung zu verhalten haben. Diese Passivität in der zweiten Hälfte war genau das, was uns in dieser Saison schon so viele Punkte gekostet hat. Wir hatten diesmal nur Glück, dass das Tor nicht gefallen ist. Das muss dringend abgestellt werden und es muss endlich in den Kopf der Spieler, dass man nach einem 1:0 nicht einen Gang zurückschalten darf. Da müssen weiter die Räume eng gemacht werden (wie in Hälfte 1) und bei Kontern sollten auch die Spieler versuchen sich so freizulaufen, dass etwas produktives herausspringen kann. Habe noch immer die Szene vor Augen, als Hunt in der zweiten Hälfte mit dem Ball in Richtung Strafraum läuft und keine Station findet um das Spiel breit und schnell zu machen, da 5 Meter vor ihm 2 Bremer und 2/3 Franzosen in einem Haufen auf das Tor zurennen...
 
ich glaube kaum, dass es eine mannschaft gibt für die soetwas nicht tödlich wäre.

Das ist die Unsitte mancher Forenbenutzer hier. Etwas zu zitieren ist normal, aber etwas aus dem Zusammenhang zu zitieren, dann in einen Bruchteil zu zerlegen und zu seinen Gunsten uminterpretieren ist unmöglich.:stirn:

Bezogen war das einzig und allein auf die fehlende Systemvariabilität, die verhindert, dass Werder an schwachen Tagen, speziell wenn sich das im Spielverlauf abzeichnet, reagieren kann. Und das ist bei vielen Mannschaften eben nicht so.

Dazu war das gestern gegen St. Etienne wieder das beste Beispiel. Wie oft haben wir dieses blindlings-Anrennen, systembedingt ohne Spiel über die Aussen, nur durch die Mitte, vor allem Diego und Almeida als Tempozerstörer, die kaum für`s Direktspiel taugen, schon erlebt? Gegen eine ziemlich biedere Truppe, die in keiner Phase sich wirklich am Spiel beteiligen wollte, aber uns mit einfachen Mitteln - kompaktes Verschieben ab der Mittellinie, gutes Zweikampfverhalten, jedoch alles ohne jegliche Eigeninitiative - in Schach halten konnte. Der Unterschied zu Gladbach und Bielefeld bestand indes darin, dass die Franzosen die zwei 100%igen in der 2.HZ nicht nutzten. Ansonsten hätte das System Schaaf wieder die Quittung bekommen. Und damit ist das ,,tödlich" gemeint.

auch das sehe ich anders, habe ich aber auch des öfteren geschrieben. werder ist durchaus in der lage die spielweise zu variieren...im kleinen aber auch im großen. jüngstes beispiel habe ich schon genannt, als ich die 2. halbzeit gegen bayern erwähnt habe.

Die 2. Halbzeit gegen einen individuell besser besetzten Gegner, der zudem in Überzahl agierte und wo Werder gar nichts anderes übrig blieb, reagieren und auf Defensive setzen musste, hier als Paradebeispiel für Variieren der Spielweise anzuführen, ist der Witz schlechthin.

Viel mehr fallen mir in dieser Partie die ersten zehn Minuten ein, wo Werder zwei Großchancen hatte, dafür aber in dieser kurzen Zeit zwei Konter, einen wieder mal nach eigenem Standard in Gegner`s Hälfte zuließ. Dann die Situation, die zum Platzverweis führte, wo ein Ballverlust 25 m vor dem Tor sofort eine 100%ige Torchance zur Folge hatte, die nur deswegen mit Notbremse verhindert werden musste, weil ausser Mertesacker, noch nicht einmal auf den Halbpositionen Spieler auf Ballhöhe waren, die hätten einrücken können. Das ist kein ballorientiertes Verschieben, das ist allzu oft Harakiri-Vorwärtsverteidigung. Und das gegen die Bayern!?

natürlich bleibt eine große abweichung unserer hauptspielweise eher selten. kleinere änderungen sind aber dennoch immer mal wieder zu betrachten. das ist bei anderen mannschaften übrigens selten anders, was aber auch logisch ist....zuviele variationen können einer mannschaft durchaus schaden...jeder verein braucht eine spielweise, auf die er sich spezialisieren kann!

Das ist richtig. Es funktioniert aber immer nur über eine bestimmte Periode. Und genau deswegen verändern fast alle Vereine nach geraumer Zeit entweder Positionen in der sportlichen Führung, oder die sportliche Führung ändert sich bzw. denkt um, wenn es die Zeichen der Zeit erfordern. Wenn nichts von beidem geschieht, sorgt das fast zwangsläufig für Rückschritt. Denn die anderen nebenher entwickeln sich nun mal weiter und wie @alsterbrenner richtig schrieb, genau wie im täglichen Leben auch muss dann etwas passieren, wenn sich Dinge offensichtlich abgenutzt haben.

Ein Trainerwechsel ist nicht das heilige Mittel und vor allem auch nicht nötig, wenn ein Trainer sich selbst weiterentwickelt bzw. eine Philosophie den gegebenen Umständen anpasst. Grosse Trainer haben das noch immer geschafft, ohne dabei ihre Ideologie vom Fussball komplett zu verändern.

Werder hat, was das sportliche im Vergleich zu den vorhandenen Rahmenbedingungen anbelangt, in diesem Jahrzehnt sensationelles geleistet, was zu grossen Teilen ein Verdienst von KATS ist. Da hat sich der Verein von anderen abgesetzt, die erheblich besseren Vorraussetzungen hatten, und somit seine Grenzen erreicht. Nun war die Frage, wie es möglich gewesen wäre, dieses Niveau länger zu halten, vor allem den erreichten Status Quo zu zementieren. Dem Wesen und Umfeld des Vereins ist es geschuldet, dass sich zu lange auf Erreichtem ausgeruht wurde, sogar noch länger, als die ersten Anzeichen auftraten, das sich einiges überholt hat. Spätestens seit der stümperhaft vergeigten Meisterschaft 2007, als Werder - mit ebenso vielen Nationalspielern und internationalen Top-Leuten ausgerüstet war wie Bayern - einmal mehr an der eigenen Spielweise scheiterte, hätte etwas geschehen müssen. Um so bedauerlicher war es zu sehen, dass sich diese Probleme - Konteranfälligkeit, Sterben in Schönheit, taktische Mängel - 2007/2008 noch erhöhten, weil sie nicht angegangen wurden. Und in diesem Spieljahr erleben wir die Quintessenz.

Da ist der Trainer allerdings nur das schwächste Glied der Kette, denn er muss auch von seinem Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden. So, wie die Spieler im reiz- und druckfreien Klima eben Partien wie in Gladbach am dritten Spieltag in der selben Art und Weise noch 5/6-mal in einer Saison wiederholen dürfen, ohne dabei Konsequenzen zu spüren, wird auch der Trainer nicht gefordert.

nein...keine meisterschaft, dafür aber eine fünfmalige platzierung unter den top 3! das zeugt von qualität, genauso wie die tatsache, der meißten herausgespielten chancen durchaus auch FÜR eine gewählte taktik spricht.

Das ist das Schlimmste! Auf dieses Geschleime von den optimalen Jahren - suggeriert von Antagonisten und Schönrednern - ist Werder zu lange reingefallen. Optimal war 2004. 2005 auch, weil da die Doppelbelastung dazukam und genannte Schwierigkeiten noch am Anfang ihrer Entstehung standen. 2006 ging es schon los, als mehr über Kontertore und dusselige Niederlagen, als über gelungenen Fussball gesprochen wurde - trotz Platz 2. Als der Rückstand zu Bayern nie und nimmer zwischendurch - in der Nach-Winterpause-Phase so hoch sein durfte. 2007 wie erwähnt, besonders, weil alle vier Spiele gegen den 1. Stuttgart und den 2. Schalke verloren gingen. In keinem dieser Spiele war Werder schlechter, ließ sich aber gegen den VFB in beiden Spielen sogar nach Einwürfen auskontern wie gegen S04 nach eigenen Ecken. 2008 erging es ähnlich.

und mal ehrlich: von den letztjährigen platzierungen her ging es kaum viel besser, viel schlechter allerdings durchaus. weshalb also der wunsch nach einer radikaländerung? sicher sollte man versuchen die spielweise durch kleinere änderungen weiter zu optimieren und ich denke auch, dass man das sehr wohl versucht...man sollte allerdings nicht vergessen, wie unheimlich schwer soetwas ist! erst recht nicht, als jemand der von seiner couch aus meint alles besser machen zu können!

Tja, jedem fällt das schwer, stimmt schon. Auch die kleinen Änderungen gibt`s - diese Saison in vier Spielen. Viel zu spät und viel zu wenig. Natürlich wissen Schaaf & Co. um die Erkenntnisse. Aber abstellen mussten sie sie bisher nicht, ,,denn wir waren ja immer mindestens Dritter."

auswechslungen/einwechslungen werden als schwachsinnig abgetan, startaufstellungen als der größte schrott bezeichnet...so sind sie die fans...alles wissen sie besser, sitzen aber komischerweise vor der glotze oder in der kneipe, anstatt manchester united zu trainieren!

Ein Forum dient zur Diskussion. Bei wenigen hier kann ich herauslesen, dass behauptet wird, es besser zu können. Nur Gründe genannt, die schon lange auf dem Tisch liegen, die jedes Kind kennt, aber aus genannten Ursachen nicht ausgemerzt werden (müssen).

Schalke z.Bsp. mangelt es Jahr für Jahr an Qualität im spielerischen Bereich, obwohl der Verein alles tut., Spieler holt, die dann doch wieder nicht das bringen, was erwartet wird. Unabhängig, ob die Trainer Heynckes, Rangnick, Slomka, Rutten hiessen. Ähnlich HSV. Leverkusen versagt stets am Angsthasen - Gen, das sie immer wieder einholt, wenn es darauf ankommt, egal, welcher Trainer gerade am Ruder ist.

Aber das sind Probleme, die wesentlich schwerer in den Griff zu bekommen sind als die, die Werder hat. Die spielerischen Mittel sind da, auch die Ruhe, wenn es letztlich um alles geht - wie im Saison-Endspurt zuletzt immer. Zwischendurch werden aber immer wieder völlig unsinnig Punkte liegen gelassen, was weder an der Qualität des Kaders, noch an fehlender Druckresistenz liegt (Druck in dem Sinne hat Werder ohnehin selten, weil das Umfeld das verhindert).

Und von Leuten in leitenden Funktionen wird auch immer erwartet, dass sie den Karren ziehen, entgegenwirken, wenn etwas schiefläuft. Sonst werden sie unglaubwürdig, selten masst sich dabei irgendeiner in einer niedrigeren Funktion an, dass er es besser machen würde.

das ist eine einschätzung, die weder die bayernfans, noch die schalker oder die hamburger mit dir teilen werden. denn jeder fan glaubt daran, dass seine mannschaft am häufigsten spiele unglücklich verloren hat. genauso wie jeder fan glaubt, die schiedsrichter hätten es alle nur auf die eigene mannschaft abgesehen, die schlechtesten spieler würden immer gegen sie treffen, formschwache mannschaften würden sich immer nur gegen sie aus der krise schießen usw usw...

Ein Unding, mir diese Kneipenmentalität zu unterstellen.:stirn: Ich beziehe mich regelmässig nicht allein auf das Gesehene, sondern auch auf Fakten und die habe ich hier oft genug dargelegt. Dort wird eineindeutig Chancenverhältnis, Spielanteile usw. aufgezeigt, in vier Internetstatistiken sowie im Kicker und ortsansässigen Fachzeitschriften. Da betreibt Werder einen erheblich höheren Aufwand mit geringerem Ertrag als das bspw. bei Bayern, Schalke oder HSV der Fall ist. Aber Aufwand wirkt immer weniger intelligent, je mehr das ganze durchschaubarer wird, je unflexibler sich eine Mannschaft präsentiert..

:lol: schlechter scherz oder? ich kenne in deutschland KEINE mannschaft, welche dieser spagat so gut gelingt wie werder! ähnlich attraktiv spielte in den vergangenen jahren nämlich nur leverkusen. wie sehr hat denn dann bei denen der spagat nicht geklappt, wenn du ihn schon bei bremen als gescheitert siehst!? denn soweit ich weiß, ist das das erste jahr bei dem seit FÜNF (!!!) jahren die ergebnisse mal nicht so stimmen!

Die Ergebnisse haben insgesamt gesehen nicht gestimmt. Vor allem nicht anhand der genannten Fakten.

Hertha BSC spielt so einen Drecksfussball! Den will ich nicht gerade sehen, aber unter dem Strich: Die waren, glaube ich, in 23 Spielen 5mal die bessere Mannschaft, aber haben 17 Punkte mehr eingefahren als Werder. Sie haben ein Jahr zur Entwicklung mit dem Trainer gebraucht, nun steckt dahinter viel System. Es ist auf Effizienz ausgerichtet, nicht auf Show. Um vielleicht ein finanziell gutes Jahr erreichen zu können, auf dessen (finanzieller) Basis der Verein evtl. drei weitere gute Jahre erleben kann, wenn es denn clever gemacht wird. Das hat Werder bereits länger geschafft, aber an der Spitze vergessen, die Möglichkeiten umzusetzen, um noch mehr machen zu können. Wie es @alsterbrenner nannte - dem werdenden muss danach das Sein folgen, sprich sich auf gewissen Grundlagen zu etablieren - sei es in der Aussendarstellungen, sei es im Vereinsbild, sei es in der Philosophie. Passiert das nicht, folgt das Vergehen schneller, als es einem lieb sein kann.

@dkbs
Ich habe von Dir oft sehr kritische, aber stets konstruktive Töne gehört. Wieso teilst Du dann die Ansichten von tsubasa?
 
@mick-werder: ich habe keine lust wieder im ganzen auf deinen beitrag einzugehen...denn letztlich dreht sich alles nur im kreis. du wiederholst deine aussagen und rückst davon nicht ab und bei mir ist es ähnlich! es führt also zu rein gar nichts. einiges kann bzw. will ich aber nicht unkommentiert stehen lassen!

Das ist die Unsitte mancher Forenbenutzer hier. Etwas zu zitieren ist normal, aber etwas aus dem Zusammenhang zu zitieren, dann in einen Bruchteil zu zerlegen und zu seinen Gunsten uminterpretieren ist unmöglich.:stirn:

ich habe nichts in einen bruchteil zerlegt! dieser zitierte satz wurde von dir ganz genau so geschrieben! klar war das ganze bezogen auf die angeblich fehlende systemvariabilität, ändert aber nichts daran, dass dieser satz allgemein gültig für jeden verein gilt und mehr habe ich auch nicht behauptet!

Dazu war das gestern gegen St. Etienne wieder das beste Beispiel. Wie oft haben wir dieses blindlings-Anrennen, systembedingt ohne Spiel über die Aussen, nur durch die Mitte, vor allem Diego und Almeida als Tempozerstörer, die kaum für`s Direktspiel taugen, schon erlebt? Gegen eine ziemlich biedere Truppe, die in keiner Phase sich wirklich am Spiel beteiligen wollte, aber uns mit einfachen Mitteln - kompaktes Verschieben ab der Mittellinie, gutes Zweikampfverhalten, jedoch alles ohne jegliche Eigeninitiative - in Schach halten konnte.

das sehe ich vollkommen anders. in der ersten hälfte hat man meinen beobachtungen nach taktisch sehr gut agiert. hinten gut gestanden, kontrollierter spielaufbau, ein paar tempowechsel...keineswegs blindes anrennen! was man mal wieder vorwerfen kann, ist das wohl erneut zu wenig über außen gemacht wurde! in der zweiten halbzeit hat man sich zurückgezogen...meiner meinung sogar zu sehr, hat den gegner nicht mehr energisch genug attackiert und ihm zuviel platz gelassen. taktisch wurde also variiert...obwohl das in meinen augen nicht der richtige schritt war. blindes anrennen konnte ich aber wirklich zu keinem zeitpunkt beobachten.

Die 2. Halbzeit gegen einen individuell besser besetzten Gegner, der zudem in Überzahl agierte und wo Werder gar nichts anderes übrig blieb, reagieren und auf Defensive setzen musste, hier als Paradebeispiel für Variieren der Spielweise anzuführen, ist der Witz schlechthin.

der witz schlechthin also?:stirn:
natürlich war werder durch die rote karte und dem starken gegner praktisch gezwungen das spiel umzustellen, sich mehr zurückzuziehen! das ändert doch aber rein gar nichts daran, dass man in diesem spiel bewiesen hat, diese spielweise eben auch zu beherrschen. es ist nämlich eben ein unterschied die fähigkeit oder die häufigkeit des variierens zu kritisieren!

Das ist richtig. Es funktioniert aber immer nur über eine bestimmte Periode. Und genau deswegen verändern fast alle Vereine nach geraumer Zeit entweder Positionen in der sportlichen Führung, oder die sportliche Führung ändert sich bzw. denkt um, wenn es die Zeichen der Zeit erfordern. Wenn nichts von beidem geschieht, sorgt das fast zwangsläufig für Rückschritt.

ist dir schonmal aufgefallen, dass eben diese veränderungen auch schon sehr sehr häufig zum rückschritt geführt hat. das ist mir viel zu allgemein formuliert!

Grosse Trainer haben das noch immer geschafft, ohne dabei ihre Ideologie vom Fussball komplett zu verändern.

gibt es eigentlich eine allgemein gültige definition eines "großen trainers" oder ist das nicht viel mehr eine subjektive einschätzung, bei der jeder für sich definiert was "größe" für ihn persönlich bedeutet?


Das ist das Schlimmste! Auf dieses Geschleime von den optimalen Jahren - suggeriert von Antagonisten und Schönrednern - ist Werder zu lange reingefallen. Optimal war 2004.

ich dachte du wärst gegner von verfälschtem wiedergeben von aussagen? zu keiner zeit habe ich von "optimalen" jahren geschrieben! nicht mal 2004 war in jeder einzelheit optimal. aber frag dich mal wie oft es vorkommt, dass überhaut eine fußballmannschaft ein optimales jahr spielt!?

Ein Forum dient zur Diskussion. Bei wenigen hier kann ich herauslesen, dass behauptet wird, es besser zu können. Nur Gründe genannt, die schon lange auf dem Tisch liegen, die jedes Kind kennt, aber aus genannten Ursachen nicht ausgemerzt werden (müssen).

und genau das meine ich: zu behaupten irgendwelche gründe würden AUF DEM TISCH LIEGEN und sogar die ursachen zu kennen, weshalb sie dennoch nicht beachtet werden ist einfach großer quatsch. deine wahrheit muss nicht die einzige wahrheit sein...und genau das ist es, was mich stört und was hier sitte ist. da wird nicht mehr von vermutungen gesprochen, sondern wissen suggeriert. natürlich kann man über maßnahmen des trainers diskutieren, sie hinterfragen und seine eigene meinung dazu bilden. aber man sollte nie glauben, dass nur der eigene eindruck der einzig wahre sein kann!

Schalke z.Bsp. mangelt es Jahr für Jahr an Qualität im spielerischen Bereich, obwohl der Verein alles tut., Spieler holt, die dann doch wieder nicht das bringen, was erwartet wird. Unabhängig, ob die Trainer Heynckes, Rangnick, Slomka, Rutten hiessen. Ähnlich HSV. Leverkusen versagt stets am Angsthasen - Gen, das sie immer wieder einholt, wenn es darauf ankommt, egal, welcher Trainer gerade am Ruder ist.

Aber das sind Probleme, die wesentlich schwerer in den Griff zu bekommen sind als die, die Werder hat.

deiner zuordnung der schwierigkeiten auf die problembewältigungen kann ich leider nicht folgen. ein schalker fan wird dir entgegnen, dass ihr spielerisches problem damit in den griff zu bekommen wäre, das geld endlich sinnvoll in technisch starke spieler zu investieren und nicht statt dessen anzufangen an van bommel rumzugraben! an ein "vereinsches" angsthasen-gen kann ich nicht glauben. sicher gibt es einzelne spieler, die höherem druck nicht gewachsen sind, aber das spielermaterial ändert sich von jahr zu jahr! bei schalke kannst du mit der argumentation dann schon eher kommen, da das unruhige umfeld eine hohe nervliche belastung für die spieler mit sich bringt. aber bei leverkusen?? nee!

Ein Unding, mir diese Kneipenmentalität zu unterstellen.:stirn: Ich beziehe mich regelmässig nicht allein auf das Gesehene, sondern auch auf Fakten und die habe ich hier oft genug dargelegt. Dort wird eineindeutig Chancenverhältnis, Spielanteile usw. aufgezeigt, in vier Internetstatistiken sowie im Kicker und ortsansässigen Fachzeitschriften. Da betreibt Werder einen erheblich höheren Aufwand mit geringerem Ertrag als das bspw. bei Bayern, Schalke oder HSV der Fall ist. Aber Aufwand wirkt immer weniger intelligent, je mehr das ganze durchschaubarer wird, je unflexibler sich eine Mannschaft präsentiert..

das hat mit kneipenmentalität in keinster weise etwas zu tun. es liegt in der natur der sache, dass man den verein, mit dem man mitfiebert nicht objektiv betrachten kann! ein verzerrtes bild entsteht dabei von allein! klar hast du dir chancen- und konterstatistiken angeschaut! aber du interpretierst sie meiner meinung nach falsch. mehr chancen bedeutet nicht generell auch mehr aufwand. aufwand musst du auch beim chancenverhindern betreiben und kann daher aus solchen tabellen auch nicht abgelesen werden! wie ich zu dieser statistik stehe, habe ich ja aber auch bereits beschrieben!

Hertha BSC spielt so einen Drecksfussball! Den will ich nicht gerade sehen, aber unter dem Strich: Die waren, glaube ich, in 23 Spielen 5mal die bessere Mannschaft, aber haben 17 Punkte mehr eingefahren als Werder. Sie haben ein Jahr zur Entwicklung mit dem Trainer gebraucht, nun steckt dahinter viel System. Es ist auf Effizienz ausgerichtet, nicht auf Show.

und täglich grüßt das schlechte beispiel der hertha. das zeigt mir an was sich hier viele orientieren: einem möglichst kurzgehaltenen aktuellen zeitintervall! da spielt die hertha jetzt nicht mal eine dreiviertel saison erfolgreichen, effizienten fußball und schon wird sie zu einem beispiel gemacht, dem es sich nachzueifern lohnt. diese effizienz soll dann auch angeblich nur aus dem system erwachsen. dass sie sich auch ganz anders zusammensetzen könnte wollen dabei manche offenbar nicht sehen. oder glaubst du, dass ein spieler der frei vor dem tor steht, dabei an das system denkt, das gespielt wird und es dann davon abhängt ob er trifft oder nicht? da begründet sich vieles psychologisch...spieler treffen ein, zweimal sicher. diese spieler kommen in einen lauf, bekommen das gefühl dafür zu treffen. das baut selbstbewusstsein auf. du beginnst spiele ganz anders. nimmst diese siegermentalität von spiel zu spiel mit dir! voronin macht mittlerweile aus fast allen lagen tore und das war auch einmal ganz anders. in leverkusen oder zu beginn seiner berliner zeit kann ich mich an eine vielzahl kläglich vergebener torchancen erinnern. sollte die hertha plötzlich noch einen einbruch diese saison erleiden, wird hier wieder keiner etwas von deren fußball wissen wollen!
 
@tsubasa und @Mick-Werder

Eure Diskussionen mit vollständiger Zitation sind etwas anstrengend und für Außenstehende schwierig nachzuvollziehen.
Könnt ihr euch, da es sich eh um einen Dialog handelt, nicht per "Privatmessage" unterhalten?
 
@tsubasa
@Mick-Werder

Hattet ihr beiden eigentlich gerade Langeweile, oder habt ihr an euren Ausarbeitungen mehrere Tage gesessen, bis die endlich fertig zur Veröffentlichung waren?

Wie Torstino schon sagte, ist es zuweilen schwer zu verstehen, was ihr beiden uns (oder euch gegenseitig?) mitteilen wolltet.
 
Ich habe da aber auch nochmal eine Frage an Mick-Werder: ich war irgendwie auch nicht wirklich motiviert dazu, mir Deine Beiträge der letzten Tage/Wochen durchzulesen. Ich habe aber noch im Kopf, dass Du mal ganz zu Anfang Deiner Ergüsse hier im Forum deutlich gesagt hast, Du bist gegen eine Trainerentlassung. Hat sich das eigentlich mittlerweile geändert? Es muss doch frustrierend sein, seit bestimmt schon einem Jahr hier ständig seitenlange Postings reinzustellen mit immer der selben Kritik, und letztendlich änder sich gar nichts? (In Deinen Augen)

Tät mich mal dringends interessieren tun..
 
ich habe nichts in einen bruchteil zerlegt! dieser zitierte satz wurde von dir ganz genau so geschrieben! klar war das ganze bezogen auf die angeblich fehlende systemvariabilität, ändert aber nichts daran, dass dieser satz allgemein gültig für jeden verein gilt und mehr habe ich auch nicht behauptet!

Doch, hast Du! Dass es kaum eine Mannschaft gibt, für die das nicht zutrifft und das habe ich klar und deutlich nach meiner Meinung widerlegt.

ich dachte du wärst gegner von verfälschtem wiedergeben von aussagen? zu keiner zeit habe ich von "optimalen" jahren geschrieben! nicht mal 2004 war in jeder einzelheit optimal. aber frag dich mal wie oft es vorkommt, dass überhaut eine fußballmannschaft ein optimales jahr spielt!?

Aha, und das 5 Jahre - Gesinge?

und genau das meine ich: zu behaupten irgendwelche gründe würden AUF DEM TISCH LIEGEN und sogar die ursachen zu kennen, weshalb sie dennoch nicht beachtet werden ist einfach großer quatsch. deine wahrheit muss nicht die einzige wahrheit sein...und genau das ist es, was mich stört und was hier sitte ist. da wird nicht mehr von vermutungen gesprochen, sondern wissen suggeriert. natürlich kann man über maßnahmen des trainers diskutieren, sie hinterfragen und seine eigene meinung dazu bilden. aber man sollte nie glauben, dass nur der eigene eindruck der einzig wahre sein kann!

Siehst Du, hier drehst wieder mal die Worte im Mund um. Oft genug habe ich gesagt, dass die eigenen Ansichten nicht die richtigen sein müssen, nur behauptet, dass die alljährlich wiederkehrenden Probleme klare Ursachen haben. Zumindest mMn auf Dingen basieren, die zu leicht und locker abgetan wurden und nun eben ausufern.

klar hast du dir chancen- und konterstatistiken angeschaut! aber du interpretierst sie meiner meinung nach falsch. mehr chancen bedeutet nicht generell auch mehr aufwand. aufwand musst du auch beim chancenverhindern betreiben und kann daher aus solchen tabellen auch nicht abgelesen werden! wie ich zu dieser statistik stehe, habe ich ja aber auch bereits beschrieben!

Spielanteile, die Du auch aus Faziten von Fussball-Fachleuten erkennen kannst? Werte da mal mehrere aus - aber nicht die von Klatsch-Reportern - und werte dazu deinen eigenen Eindruck! Ausserdem ist Aufwand beim Chancenverhindern ein geringerer körperlicher Aufwand, wie Du als Spieler ja wissen solltest! Nur eine Frage gleichbleibender Konzentration.
Das Verhältnis Ballbesitz ist z.Bsp. so eine Statistik, gerade das zeigt unintelligenten Aufwand im Vergleich zum erzielten Ergebnis.

@tsubasa
Alles in allem hoffe ich, dass Du Recht hast! Würde bedeuten, dass es mit Werder ad hoc wieder aufwärts geht. Und wir wirklich nur ein vorübergehendes Jahr erleben, das so zufällig ist, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Schön wär`s.

Ich habe da aber auch nochmal eine Frage an Mick-Werder: ich war irgendwie auch nicht wirklich motiviert dazu, mir Deine Beiträge der letzten Tage/Wochen durchzulesen. Ich habe aber noch im Kopf, dass Du mal ganz zu Anfang Deiner Ergüsse hier im Forum deutlich gesagt hast, Du bist gegen eine Trainerentlassung. Hat sich das eigentlich mittlerweile geändert? Es muss doch frustrierend sein, seit bestimmt schon einem Jahr hier ständig seitenlange Postings reinzustellen mit immer der selben Kritik, und letztendlich änder sich gar nichts? (In Deinen Augen)
Tät mich mal dringends interessieren tun..

Habe ich aber auch oft genug gesagt. Der Meinung bin ich immer noch. Und dass es niemals allein am Trainer liegt. Nach dieser Saison allerdings wird sich zeigen, inwieweit Werder und alle Verantwortlichen bereit sind, aus den Gegebenheiten (endlich) zu lernen.

In puncto Lernresistenz wird sich schon morgen gegen Stuttgart einiges zeigen. Denn keine Mannschaft hat uns in den letzten drei Jahren so oft und immer nach dem gleichen Schema ausgekontert wie der VFB. Nur dass erstmals der Trainer nicht mehr Veh heisst.
 
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