Gesamtsituation der Mannschaft

Naja, nun hat man leider zum ersten Mal ein sogenanntes Schlüsselspiel verloren und hinkt erstmals drei Punkte hinter dem Plan hinterher. Die Spieler müssen sich darüber klar sein, dass man sich eine verschlafene Anfangsphase in Werders (Kader-) Situation nicht erlauben kann, der Trainer muss bspw. auch einen CF mal hinterfragen und das Team ist nun gefordert, auch mal einen eher unerwarteten Big Point zu setzen. Warum nicht in Sinsheim?
 
yep, da es in der Form gegen die Bauern und Looserkusen nix zu ernten gibt und in Berlin die Trauben grad recht hoch hängen, quasi die letzte realistische Möglichkeit 2013 Punkte zu sammeln auf welche man hoffen darf....
 
wenn jetzt in Hoffenheim nicht gewonnen wird, gehen wir wohl mit 15 oder 16 Punkten in die Rückrunde. Es wird wieder gegen den Abstieg gehen. Ich weiß aber wirklich nicht, wo wir uns punktuell verbessern können. Fritz würde ich ersetzen. Ansonsten sind wir gut aufgestellt.

ich würde eher an der taktik ansetzen. Wichtig ist, das die Mannschaft eingespielt ist, dass nicht immer das system verändert wird. Sehr oft wird mit langen Bällen operiert. Für mich ein Indiz das die Anspielstationen im Mittelfeld fehlen.

Deshalb würde ich diese saison kontinuirlich auf ein 4:5:1 System setzen um kompakter zu stehen.
 
Das Grundproblem bei Werder ist doch, dass sich seit Jahren immer wieder eine individuelle Fehlerkette pro Spiel herauskristallisiert. Die Personen wechseln, das Problem bleibt. Heute war es SM mit CF und dem Rest der Defensive. Alleine beim 0:3 war es sinnbildlich. Mainz spielt sich auf Außen durch, Werder spielt auf Abseits und geht nicht rechtzeitig zurück.
Nehmen wir doch unseren Kapitän und seinen Vize. Das Bemühen kann man Beiden nicht absprechen, aber es fehlt, speziell bei CF, an Qualität.
Hunt hat unstreitbar große Qualitäten, aber er bringt zu selten die Kraft auf den Boden. Er braucht starke Mitspieler, die er einfach nicht hat.
Es gelingt einfach zu selten eine gute geschlossene Mannschaftsleistung zu bringen. Negative haben wir mehr als genug gesehen.
Es ist auch keine neues Phänomen, dass Werder nach Länderspielpausen regelhaft nicht in den Tritt kommt. Ist das ein Zufall?
Mainz war heute absolut schlagbar, aber mit solchen Fehlleistungen ein Ding der Unmöglichkeit.
 
yep, da es in der Form gegen die Bauern und Looserkusen nix zu ernten gibt und in Berlin die Trauben grad recht hoch hängen, quasi die letzte realistische Möglichkeit 2013 Punkte zu sammeln auf welche man hoffen darf....

Ich glaube nicht, dass die Trauben in Berlin unerreichbar hoch hängen. Mit einer engagierten Leistung, einem guten Torhüter, einer offensiv couragierten Spielweise (Di Santo hat mir gut gefallen, Selke auch), muss dort (hier) für Werder etwas gehen! :daumen:
 
...ich würde eher an der taktik ansetzen. Wichtig ist, das die Mannschaft eingespielt ist, dass nicht immer das system verändert wird. Sehr oft wird mit langen Bällen operiert. Für mich ein Indiz das die Anspielstationen im Mittelfeld fehlen.

:tnx:

Die Taktik, rein auf die Defensive zu setzen, war von Beginn der Saison an falsch. Nicht nur, dass man auf Offensive verzichtet, auch die Abwehrentlastung wird (freiwillig) vermieden. Das Dilemma haben wir jetzt. Viel weniger erzielte Tore als zuletzt, genauso viele gefangene Gegentore. Es fällt der Mannschaft unheimlich schwer, überhaupt nach vorn zu spielen. Man hätte unbedingt einen weiteren offensiven Spieler verpflichten müssen. Gut, dass wenigstens Di Santo heute positive Ansätze gezeigt hat. Er allein wird das Offensiv-Problem aber auch nicht beheben können. Es muss insgesamt offensiver agiert werden, insbesondere zuhause.! Derzeit sehen wir nicht grundlos auswärts besser aus als daheim.
 
@ syker1983

Das "Bemühen der Leistungsanforderungen gerecht zu werden" ist egal wo in einem Arbeitszeugnis ein deolates Urteil und ist somit auch auch den Fußball übertragbar.

Fritz, Hunt und auch Prödl stehen aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer langen Zugehörigkeit bei Werder in der Pflicht, sowohl sportlich als auch moralisch den jungen Kollegen Zeichen zu setzen. Jedem steht zu, mal einen schlechten Tag oder eine Phase zu haben, aber wenn gerade die "alten Hasen" im Werder-Kader in ihren Leistungen schwanken , ist es auch nicht verwunderlich, daß dadurch die junge Truppe noch zusätzlich verunsichert wird. Und gerade Fritz ist derzeit eine Doppelbelastung für die Mannschaft: so wie heute hat er bei Gegentoren einen nicht unerheblichen Anteil und dadruch kann er auch nicht der Rolle des Mannschaftskapitän gerecht werden - ein Schuh, der ihm imho ohnehin mindestens eine Nummer zu groß ist.
 
Nach dem - neuerlichen - Offenbarungseid von heute - sollte eigentlich auch den größten "sich-wieder-auf-Werder-Spiele-Freuern" klar sein, dass es Gründe zur Vorfreude auf Werder-Spiele nicht mehr gibt.

Ob in Hoffenheim noch ein Punkt ergattert werden kann, ist schwer abzuschätzen - ich glaube allerdings eher nicht daran. Gegen Bayern, Hertha und Leverkusen kann man froh sein, wenn man hinterher noch sagen darf, man hat weniger Gegentore kassiert als der HSV. Das wird aber voraussichtlich auch kaum gelingen.

Saftlos, kraftlos, konzeptlos, perspektivlos.
Gegen einen solch verunsicherten Gegner gleich mit 0:3 in Rückstand zu geraten ??? Was soll das für ein Zeichen sein ?

Wo ist denn der Werder-Oldie, der sich jetzt endlich wieder so doll freut, ins Weserstadion zu gehen (eine echte "Festung" ...) ?
Ich habe heute nicht so viel Freude gesehen - regelrecht "angepisst" waren fast alle, mit denen ich sprach bzw. wo ich Gespräche mitbekam. Und das waren auch Leute, die ansonsten eher gemäßigtere Töne anschlagen. Ich sehe das inzwischen eher ein wenig leidenschaftslos - da passe ich mich der Mannschaft nahtlos an.

Wer sich so etwas noch schönreden kann - Hut ab !
 
Die Taktik, rein auf die Defensive zu setzen, war von Beginn der Saison an falsch. Das Dilemma haben wir jetzt. Es fällt der Mannschaft unheimlich schwer, überhaupt nach vorn zu spielen. Man hätte unbedingt einen weiteren offensiven Spieler verpflichten müssen. Gut, dass wenigstens Di Santo heute positive Ansätze gezeigt hat. Er allein wird das Offensiv-Problem aber auch nicht beheben können. Es muss insgesamt offensiver agiert werden, insbesondere zuhause.! Derzeit sehen wir nicht grundlos auswärts besser aus als daheim.

Die aktuelle Heimbilanz ist hochgerechnet auf eine Saison auch nicht schlechter als in den vergangenen Jahren, in denen wir auch sog. 6-Punkte-Spiele im Weserstadion verloren haben. Ergo: es kann nicht allein an der Taktik liegen.

Die Mannschaft "leidet" auch 13/14 darunter, daß sie a) selten in der Lage ist, in Heimspielen Druck aufzubauen, um den Gast zu zeigen wer hier Herr im Hause ist und b) damit selbst spielerisch durchschnittliche Gegner "einlädt" selbst Druck aufzubauen, zumal die Druck-Anfälligkeit bei Werder seit Jahren bekannt ist. Die ersten 20 Minuten heute waren das jüngste von zahlreichen traurigen Paradebeispielen in den letzten Jahren: Gefühlt 60 - 70% Ballbesitz, aber wenn der Gegner Druck aufbaut fängt das große Flattern an - erst recht, wenn man vorher wie so oft die eigenen Chancen nicht nutzt - und schon muß wieder einmal einen Rückstand im eigenen Stadion hinterherlaufen.
 
@ syker1983

Das "Bemühen der Leistungsanforderungen gerecht zu werden" ist egal wo in einem Arbeitszeugnis ein deolates Urteil und ist somit auch auch den Fußball übertragbar.

Fritz, Hunt und auch Prödl stehen aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer langen Zugehörigkeit bei Werder in der Pflicht, sowohl sportlich als auch moralisch den jungen Kollegen Zeichen zu setzen. Jedem steht zu, mal einen schlechten Tag oder eine Phase zu haben, aber wenn gerade die "alten Hasen" im Werder-Kader in ihren Leistungen schwanken , ist es auch nicht verwunderlich, daß dadurch die junge Truppe noch zusätzlich verunsichert wird. Und gerade Fritz ist derzeit eine Doppelbelastung für die Mannschaft: so wie heute hat er bei Gegentoren einen nicht unerheblichen Anteil und dadruch kann er auch nicht der Rolle des Mannschaftskapitän gerecht werden - ein Schuh, der ihm imho ohnehin mindestens eine Nummer zu groß ist.

@Bremen
100% Zustimmung. Zurzeit sieht es so aus, dass sowohl CF als auch AH nächste Saison bei uns spielen werden. CF kommt auf seine 22 Spiele. Da habe ich überhaupt keine Bedenken. Dann verlängert sich der Vertrag zu gleichen Konditionen.
Die Defensive ist extrem schlecht aufgestellt. Mielitz ist und bleibt ein durchschnittlicher TW. Da ändert auch das heutige Spiel nichts daran.
CF, LS zurzeit nicht bundesligatauglich, TGS ein reiner Mitläufer ohne Inspiration. Die IVs Prödl überschätzt, Luki oberes Zweitligaformat, LC ausbaufähig, Pavlovic vor dem Absprung.
Im defensiven MF hat man CM, FK, der wohl zwei Monate ausfallen wird, Iggy, den verletzten Juno. Und sonst?
Alleine an Ekici sieht man schon, wo der Willen fehlt. Er kommt rein und man denkt nach den ersten Aktionen, dass da heute etwas gehen könnte. Auf einmal, wie abgerissen, sieht man ihn nicht mehr. Solche teuren Spieler braucht Werder nicht länger.
Alles auf Talent und Prinzip Hoffnung aufgebaut. Ich glaube, dass sie diese Saison irgendwie die Klasse halten werden. Ich weiß zwar auch noch nicht wie, glaube das aber. Was nächste Saison werden wird, ...
 
Die aktuelle Heimbilanz ist hochgerechnet auf eine Saison auch nicht schlechter als in den vergangenen Jahren, in denen wir auch sog. 6-Punkte-Spiele im Weserstadion verloren haben. Ergo: es kann nicht allein an der Taktik liegen.

Dank äußerst glücklicher Siege gegen Augsburg und Hannover. Der Vergleich hinkt, wenn man nicht gerade nur die Rückserien betrachtet, mMn. doch relativ stark! ;)
 
Dank äußerst glücklicher Siege gegen Augsburg und Hannover. Der Vergleich hinkt, wenn man nicht gerade nur die Rückserien betrachtet, mMn. doch relativ stark! ;)

Bringen die in Deinen Augen äußerst glücklichen Siege keine Punkte? Oder anders gefragt, bekommt man mehr Punkte für normale Siege. ;)

Wir sind aktuell im Schnitt (hochgerechnet) besser zu Hause als die gesamte vorige Saison.
 

Weil es nicht klar ist, was Du meinst.

Welchen Zeitraum meinst Du mit "die letzten Jahre"? Meinst Du die reinen "Zahlen"? Die Punkte? Die Anzahl der Gegentore? Die der erzielten Tore?

Wir waren nur ganz selten zuhause so chancenlos, wie derzeit häufig. Wenn man nicht nach vorn spielt, kann man nicht gewinnen. Wenn man auf den Ersatz offensiver Spieler verzichtet, kann man nur unzureichend nach vorn spielen. Wenn man fast ausschließlich auf die Defensive setzt, fördert man solche Phänomene wie derzeit sichtbar.

Der Fehler an der Denkweise: Wenn man nicht ab und an mal die Offensive sucht, entlastet man seine Abwehr auch nicht. Was man derzeit bei Werder in jedem Spiel sieht und am Torverhältnis ablesen kann! ;)
 
Weil es nicht klar ist, was Du meinst.

Welchen Zeitraum meinst Du mit "die letzten Jahre"? Meinst Du die reinen "Zahlen"? Die Punkte? Die Anzahl der Gegentore? Die der erzielten Tore?

In Zahlen ausgedrückt: ab der Saison 2010/11 - warum du allerdings die Rückserien in den virtuellen Raum wirst, ist trotzdem nicht ersichtlich.

Der Fehler an der Denkweise: Wenn man nicht ab und an mal die Offensive sucht, entlastet man seine Abwehr auch nicht. Was man derzeit bei Werder in jedem Spiel sieht und am Torverhältnis ablesen kann! ;)

Grundsätzlich richtig, aber man kann die Abwehr auch nur dann entlasten, wenn im Offensivspiel elementare Dinge wie z.B. Ballsicherheit, Paßspiel und erfolgreicher Torabschluß funktioneren. Klappt das nicht, kann man es an der negativen Heimbilanz der letzten Saison mit einer offensiven Ausrichtung sehen ;)


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Dank äußerst glücklicher Siege gegen Augsburg und Hannover.

Was ist daran verwerflich, auch mal etwas Glück zu gewinnen? So z.B. wie in 11/12, wo Werder trotz Überzahl durch späte Tore gegen Köln und Hertha (die ab der 65. Minute nur noch zu neunt spielten) gewann? ;)
 
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