Robin Dutt

Na und? Wir haben auch schon oft genug Heimspiele gegen Abstiegskandidaten verloren, egal ob wir auch "unten drin saßen" oder in der CL spielten.

Du warst es, der das Beispiel Freiburg anbrachte, um deine Sichtweise zu untermauern. Jetzt müssen wieder andere Beispiele herhalten.


U.a. deshalb, weil der HSV einen nominell stärkern Kader hat als wir. Aber solch einen "Feuerwehrmann-Effekt", wie man ihn derzeit beim HSV beobachten kann, hat häufig die Folge, daß der Verein nach 1 oder 2 Jahren wieder dort stand, wo er übernommen wurde. Diese Strohfeuer-Mentalität paßt aber nicht nur nicht zu Werder Bremen, sondern sie ist auch hinderlich für einen kontinuierlichen Aufbau, denn nur mit dem kann man als finanziell benachteiligter Club erfolgreich sein.

Bert van Marwijk, ehemals Trainer der holländischen Nationalmannschaft soll ein Feuerwehrmann sein? Seltsame Sichtweise. :D
Hatten wir denn unter Dutt am Anfang der Saison auch einen Feuerwehrmann-Effekt oder lässt man sich von langfristigen Zukunfts-Gerede nur blenden? Entscheidend ist wohl immer noch die Tat und nicht das Wort. Merkwürdig, wie Du die Vergangenheit auch beim HSV auf die Zukunft projezieren willst, ist das etwa bei dir Normalität? :D

Das Modell Dortmund mit den Flachen Hierarchien ist aber äußerst selten und läßt daher nun einmal nicht 1:1 auf andere übertragen?

Wenn das so selten vorkommt, dann nenn' doch mal Beispiele in der Bundesliga, wo die Hierarchie so deutlich ins Auge springt und einen starken Einfluss hat? Deine Behauptung ist nicht belegbar und lässt eher den Anschein erwecken, dass Du sämtliche Scheinargumente anführen möchtest, nur um die augenscheinlichen Probleme unseres Spiels nur nicht zu sehr in Verbindung mit dem AKTUELLEN Trainer zu bringen.


Selbsatverständlich bildet die Motivation des Trainers die Grundlage dafür. Aber gerade bei einer Mannschaft, bei denen die gegenseite Motivation keine Eigendynamik bildet, ist ein bzw. mehrere verlängerte Arme des Trainers auf dem Platz unerläßlich, an dem/ sich der/die Kollegen moralisch aufrichten können und je nach Situation beruhigend, motivierend und wenn es die Sitution erfordert, auch mal mit einem verbalten Tritt in den Hintern einwirken können. Aber es spricht ja schon Bände, wenn unser Kapitän nach einem Rückstand die Schultern hängen läßt...

Die Motivation oder die Motivationsfähigkeit? :D Es ist tatsächlich demotivierend, wenn Spieler auf dem Platz hilflos, planlos und konzeptlos wirken und ihnen offensichtlich nicht das Notwendige vom Hauptverantwortlichen mit auf den Weg gegeben wurde.


Man kann ihnen schon entrinnen, nur ist es vermessen zu erwarten, daß bei den Dingen, die über Jahre falsch gelaufen sind, in 4 Monaten eine komplette Kehrtwendung um 180° zu erwarten.

Von einer Kehrtwendung um 180° hast nur Du gesprochen, wahrscheinlich um mir in den Mund zu legen, ich würde Unmögliches fordern. Ein bißchen dürftig, wie ich meine, aber Du wirst schon deine Gründe haben. :D Nebenbei ist es ziemlich vermessen in so einer Diskussion mit so schwachen Argumenten von Vermessenheit zu sprechen. :D
 
Bert van Marwijk, ehemals Trainer der holländischen Nationalmannschaft soll ein Feuerwehrmann sein? Seltsame Sichtweise. :D

Hatten wir denn unter Dutt am Anfang der Saison auch einen Feuerwehrmann-Effekt oder lässt man sich von langfristigen Zukunfts-Gerede nur blenden? Entscheidend ist wohl immer noch die Tat und nicht das Wort. Merkwürdig, wie Du die Vergangenheit auch beim HSV auf die Zukunft projezieren willst, ist das etwa bei dir Normalität? :D

Merkwürdig, wie Du die Vergangenheit als Coach der Elftal auf die Zukunft bei einem Vereinsengagement projezieren willst, ist das etwa bei dir Normalität? :D:D:D

Es ist jedenfalls interessant zu lesen, daß das du die grundsätzliche Philiosophie von Werder Bremen eines kontinuierlichen, auf Zukunft ausgerichteten Aufbaus als blendendes Gerede (von wem eigentlich?) bewertest. Das den Worten auch entsprechende Taten folgen sollten, ist jedenfalls selbstverständlich.


Wenn das so selten vorkommt, dann nenn' doch mal Beispiele in der Bundesliga, wo die Hierarchie so deutlich ins Auge springt und einen starken Einfluss hat?

Ein Blick in die Historie der letzten 10 Jahre von Werder Bremen sollte reichen; z.B. im Doublejahr 2004 hatten wir mit Micoud, Ismael und Baumann Typen, die nicht nur spielerisch zu überzeugen wussten,sondern auch eine Mannschaft führen konnten.

Oder um ein aktuelles Beispiel zu nennen: glaubst Du etwa daß ein David Alaba beim aktuellen Triple-Gewinner Bayern München über gleichen Stellenwert wie so alte Haudegen wie Lahm oder Schweinsteiger verfügt?


Es ist tatsächlich demotivierend, wenn Spieler auf dem Platz hilflos, planlos und konzeptlos wirken und ihnen offensichtlich nicht das Notwendige vom Hauptverantwortlichen mit auf den Weg gegeben wurde.

Hast Du schon mal etwas von Eigenmotivation gehört? Wenn diese nicht vorhanden ist, kann ein Coach ein noch so großer Motivations-Guru sein, ohne das dessen Künste fruchten. Mit anderen Worten: wenn von zwei Zahnrädern nur eines gut verarbeitet ist, wirds nix mit einer funktionierenden Motivation.


Von einer Kehrtwendung um 180° hast nur Du gesprochen, wahrscheinlich um mir in den Mund zu legen, ich würde Unmögliches fordern. Ein bißchen dürftig, wie ich meine, aber Du wirst schon deine Gründe haben. :D Nebenbei ist es ziemlich vermessen in so einer Diskussion mit so schwachen Argumenten von Vermessenheit zu sprechen. :D

Es ist nicht minder Vermessen und von schwacher Argumentation, wenn du dir den in den virtuellen Raum ohne einen persönlichen Bezug geworfenen Schuh der Kehrtwendung um 180° anziehst. :D :D:D
 
Merkwürdig, wie Du die Vergangenheit als Coach der Elftal auf die Zukunft bei einem Vereinsengagement projezieren willst, ist das etwa bei dir Normalität? :D:D:D

Das habe ich ja überhaupt nicht, sondern lediglich die zeitnahen, gegenwärtigen Ereignisse bewertet. Deine versuchte Retourkutsche läuft also fein säuberlich ins Leere und außerdem will ich ja nicht deine bevorzugten Vorlieben kopieren. :D

Es ist jedenfalls interessant zu lesen, daß das du die grundsätzliche Philiosophie von Werder Bremen eines kontinuierlichen, auf Zukunft ausgerichteten Aufbaus als blendendes Gerede (von wem eigentlich?) bewertest. Das den Worten auch entsprechende Taten folgen sollten, ist jedenfalls selbstverständlich.

Diese Ambitionen haben wohl nahezu alle Bundesligavereine, aber in einem schnelliebigen Geschäft sind zukünftige Versprechungen Schall und Rauch und die Darbietungen täuschen nun mal nicht darüber hinweg, dass die Arbeit bislang wenig früchtetragend ist. Du äußerst dich zu allen möglichen Dingen der Vergangenheit und der Zukunft, nur um die gegenwärtigen Ergebnisse der Duttschen Arbeit hüllst Du den Mantel des Schweigens.


Ein Blick in die Historie der letzten 10 Jahre von Werder Bremen sollte reichen; z.B. im Doublejahr 2004 hatten wir mit Micoud, Ismael und Baumann Typen, die nicht nur spielerisch zu überzeugen wussten,sondern auch eine Mannschaft führen konnten.

Deine nostaligischen Vergleiche sind wenig zielführend. Das Fußballspiel hat sich permanent verändert und der Ruf nach mehr individueller Stärke und mehr Führungspersonal entbeert nicht einer gewissen Ironie, denn man wollte mit einem Systemtrainer weg von der Abhängigkeit der Idividualisten. Begriffe wie Systemfußball, Umschaltspiel, Gegenpressing und Automatismen waren damals überhaupt nicht im Fokus und nach dem tollen Doublejahr kam es ja nicht von ungefähr, dass alle den Begriff des One-Touch-Fußballs zelebrierten und Werder bewunderten. Nur ist es heute so, dass das zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist und dazu sind gar keine Individualisten notwendig, sondern geplante Struktur und klare Vorgaben, sowie einstudierte Automatismen. Wer immer nur in die Werder-Historie (Vergangenheit) schielt und nicht die aktuelle, bessere Konkurrenz (Gegenwart) oder das ''Werder-Spiel'' unter Dutt beobachtet, muss sich nicht wundern, wenn man die Argumentationen nicht wirklich nachvollziehen kann.

Oder um ein aktuelles Beispiel zu nennen: glaubst Du etwa daß ein David Alaba beim aktuellen Triple-Gewinner Bayern München über gleichen Stellenwert wie so alte Haudegen wie Lahm oder Schweinsteiger verfügt?

Klar glaube ich das, denn sein Leistungsniveau ist einfach fantastisch. Du bist mir allerdings immer noch den Beweis schuldig, dass dieser ''Stellenwert'' von ''Chefchen'' Schweinsteiger und ''Buchautor'' Lahm nun für einen Mehrwert für den Teamerfolg oder die Leistungssteigerung haben. Bayern wird auch ohne Schweinsteiger oder Lahm Deutscher Meister.



Hast Du schon mal etwas von Eigenmotivation gehört? Wenn diese nicht vorhanden ist, kann ein Coach ein noch so großer Motivations-Guru sein, ohne das dessen Künste fruchten. Mit anderen Worten: wenn von zwei Zahnrädern nur eines gut verarbeitet ist, wirds nix mit einer funktionierenden Motivation.

Ein guter Trainer sortiert hochbezahlte Spieler, die ein Eigenmotivationsproblem haben aus. Dann nenn' doch mal konkrete Spieler, die sich nicht selbstständig motivieren können, wenn Du schon solche Behauptungen aufstellst. Und wer behauptet, dass ein Trainer keinen Einfluss auf die Eigenmotivation hat? Ich glaube kaum, dass bei Jürgen Klopp so etwas möglich wäre, denn er ist der Hauptverantwortliche für den Dauerhunger der Mannschaft. Stinkstiefel, wie er ja mal selbst äußerte, braucht er eben nicht.

Es ist nicht minder Vermessen und von schwacher Argumentation, wenn du dir den in den virtuellen Raum ohne einen persönlichen Bezug geworfenen Schuh der Kehrtwendung um 180° anziehst. :D :D:D

Ach so, ich dachte eigentlich, Du würdest auf mich Bezug nehmen? Auf wen nimmst Du denn konkret Bezug? Lass' doch mal die Katze aus dem Sack, oder traust Du dich nicht und schwingst wieder den Mantel des Schweigens? :lol:
 
@ veldin

Ich kann dich beruhigen, ich hülle nicht den Mantel des Schweigens über die Arbeit von Robin Dutt. Er genießt allerdings bei mir - wenn auch keinen unbegrenzten - "Welpenschutz", weil er aus zwei Gründen hier ein schweres Erbe angetreten ist: 1. hinterläßt ein langjährig aktiver, und somit auch zumindest teilweise erfolgreicher Coach (weil sonst wäre es nicht so lange im Amt gewesen) egal wo sehr große Fußstapfen und 2. bietet die Hinterlassenschaft bei Werder 2013 (über die nicht wenige Dutt-Kritiker gerne den Mantel des Schweigens hüllen) wahrlich nicht gute Voraussetzungen, um das ohnehin schwere Erbe des lange Jahre erfolgreichen Coaches Thomas Schaaf fortzuführen.
 
@ veldin

Ich kann dich beruhigen, ich hülle nicht den Mantel des Schweigens über die Arbeit von Robin Dutt. Er genießt allerdings bei mir - wenn auch keinen unbegrenzten - "Welpenschutz", weil er aus zwei Gründen hier ein schweres Erbe angetreten ist: 1. hinterläßt ein langjährig aktiver, und somit auch zumindest teilweise erfolgreicher Coach (weil sonst wäre es nicht so lange im Amt gewesen) egal wo sehr große Fußstapfen und 2. bietet die Hinterlassenschaft bei Werder 2013 (über die nicht wenige Dutt-Kritiker gerne den Mantel des Schweigens hüllen) wahrlich nicht gute Voraussetzungen, um das ohnehin schwere Erbe des lange Jahre erfolgreichen Coaches Thomas Schaaf fortzuführen.

Es ist ja richtig, dass die Ausgangslage nach der letzten Saison nicht einfach war, allerdings ist es ja auch nicht so, dass Robin Dutt zu irgendetwas gezwungen wurde. Ein Welpenschutz sollte doch eher für unerfahrene und junge Menschen gelten, nicht aber für einen recht erfahrenen Trainer. Das schwere Erbe ist auch nicht schwerer als die Ausgangslage eines Aufsteigers oder eines finanziell noch schlechter gestellten Vereins. Niemand erwartet Zauberei oder irgendwelche Plätze, die zu internationalen Wettbewerben berechtigen, aber wenn man sich die ''Entwicklungen'' nach einem gutem Drittel der Saison ansieht, dann ist das doch mehr als dürftig und auf Bundesliganiveau unzureichend. Niemand sollte zu viel erwarten, aber es sollte sich auch niemand mit zu wenig zufrieden geben.
 
.....Das schwere Erbe ist auch nicht schwerer als die Ausgangslage eines Aufsteigers oder eines finanziell noch schlechter gestellten Vereins. Niemand erwartet Zauberei oder irgendwelche Plätze, die zu internationalen Wettbewerben berechtigen, aber wenn man sich die ''Entwicklungen'' nach einem gutem Drittel der Saison ansieht, dann ist das doch mehr als dürftig und auf Bundesliganiveau unzureichend. Niemand sollte zu viel erwarten, aber es sollte sich auch niemand mit zu wenig zufrieden geben.

Eben.

Und einerseits heißt es hier immer das di Santo, Garcia und Caldirola super Verpflichtungen sind, das Makiadi uns auch weiterhilft, das Petersen ein sehr guter Stürmer ist, das Hunt unser bester Spieler ist, Fritz super wichtig für das Team ist, Elia eine Granate weil niederländischer-Nati-Spieler.....usw....andererseits wird immer darauf rumgeritten das RD ganz schlechte voraussetzungen hätte und nicht viel mehr aus dem Team rauszuholen ist....

Die Wahrheit wird wahrscheinlich in der Mitte liegen. Bei RD gibt es (noch) viel Schatten und das Team (trotz Namen) ist in vielen Bereichen eben doch nicht so toll wie es einige hier noch sehen...

Na ja, mal abwarten. Ich bin erstmal froh das Braunschweig und Freiburg anscheinend noch schlechter sind als wir. :)
Ob TERD langfristig das Team nach vorne bringen werden, da bin ich weiterhin skeptisch. Lass mich gern überzeugen und warte die Saison entspannt ab, da ich glaube das wir dank Braunschweig und Freiburg erstmal nicht direkt absteigen werden;)
 
Es ist ja richtig, dass die Ausgangslage nach der letzten Saison nicht einfach war, allerdings ist es ja auch nicht so, dass Robin Dutt zu irgendetwas gezwungen wurde. Ein Welpenschutz sollte doch eher für unerfahrene und junge Menschen gelten, nicht aber für einen recht erfahrenen Trainer. Das schwere Erbe ist auch nicht schwerer als die Ausgangslage eines Aufsteigers oder eines finanziell noch schlechter gestellten Vereins. Niemand erwartet Zauberei oder irgendwelche Plätze, die zu internationalen Wettbewerben berechtigen, aber wenn man sich die ''Entwicklungen'' nach einem gutem Drittel der Saison ansieht, dann ist das doch mehr als dürftig und auf Bundesliganiveau unzureichend. Niemand sollte zu viel erwarten, aber es sollte sich auch niemand mit zu wenig zufrieden geben.


Sicher, niemand hat RD dazu gezwungen, diesen Job anzunehmen. Aber es ist auch nicht selbstverständlich, daß jemand einen "Beamtenjob" bei beim DFB aufgibt für diese schwierigen Eingangsvoraussetzungen: Erbe eines langjährigen und auch erfolgreichenTrainers, Beinahe-Absteiger, Schießbude der Liga, schlechteste Rückrunde der Vereingeschichte mit 14 sieglose Spiele in Folge, Verlust zweier Leistungsträger, schmales Budget etc.

Es gibt sicherlich noch schlechtere Voraussetzungen, aber dennoch sind dies noch längst keine Bedingungen, bei denen etliche für ein Engagement Schlange stehen würden, so daß man RD einen gewissen Kredit einräumen muß. Ob man diesen Kredit nun Welpenschutz, Schonfrist (in der Politik gängiger Begriff bei einer neuen Regierung - auch für die erfahrenen Politiker in ihren Reihen...) oder sonst wie nennt, ist reine verbale Haarspalterei, der man in einer Diskussion nicht zu viel Gewicht geben sollte. Denn es geht lediglich darum, daß je schwerer eine Aufgabe, desto mehr Geduld gefragt ist; und diese Geduld mit Trainern ist eine Tugend, die Werder Bremen und dessen Umfeld, sprich auch deren Fans, ausgezeichnet hat.

Nach 10 Spielen hatte ich mir zugegeben auch etwas mehr erhofft. Aber dennoch ist es mir lieber, daß man der Werder-Philosophie entsprechend langsam etwas aufbaut und dabei auch gelegentliche Rückschläge in Kauf nimmt, als die ungeduldigen, kritischen Gemüter mit einem kurzen Strohfeuer gnädig zu stimmen, welches nach kurzer Zeit wieder verpufft und man anschließend wieder dort anfangen muß, wo man zu Beginn dieser Saison stand.
 
Manche Texte haben im Unterton ein deutliches "der Nächste bitte!"
Bei denen hat Dutt schon verloren, sie sind enttäuscht, Dutt hat es nicht gebracht, der nächste Trainer ist an der Reihe.

Das sagt natürlich überhaupt nichts über die Arbeit von Dutt aus, sondern höchstens über diese Leute, die nun gegen Dutt schreiben. Es sind wohl dieselben, die vor kurzem noch gegen Schaaf geschrieben haben. Sie meinen wirklich, dass durch den Wechsel eines Trainers plötzlich alles gut werden müsste, so als ob man einfach durch den Wechsel eines Arztes gesund werden könnte. Das kann aber doch nur dann der Fall sein, wenn der vorige Arzt ein Dilettant war. Und hier gibt es so viele, die meinen dass sie die besseren Trainer wären. Wer so denkt, ist schon eine bedauernswerte Kreatur, aber diese Kreaturen werden mein Mitleid niemals bekommen.
 
Sicher, niemand hat RD dazu gezwungen, diesen Job anzunehmen. Aber es ist auch nicht selbstverständlich, daß jemand einen "Beamtenjob" bei beim DFB aufgibt für diese schwierigen Eingangsvoraussetzungen: Erbe eines langjährigen und auch erfolgreichenTrainers, Beinahe-Absteiger, Schießbude der Liga, schlechteste Rückrunde der Vereingeschichte mit 14 sieglose Spiele in Folge, Verlust zweier Leistungsträger, schmales Budget etc.

Meines Wissens nach hat Dutt den innigen Wunsch verspürt, wieder als Trainer agieren zu dürfen und konnte sich wohl mit dem langweiligen ''Beamtenjob'' nicht wirklich anfreunden.

Die negativen Dinge, die Du gebetsmühlenartig (wie lange eigentlich noch?) aufzählst, muss man nicht unbedingt negativ auffassen, da die Erwartungen eben nicht so hoch gesteckt werden, als hätte Schaaf den Verein mit dem Erreichen eines CL-Platzes verlassen. Lucien Favre lässt grüßen. :daumen:

Es gibt sicherlich noch schlechtere Voraussetzungen...
Ganz sicher sogar!

...aber dennoch sind dies noch längst keine Bedingungen, bei denen etliche für ein Engagement Schlange stehen würden...
Wenn es nicht Dutt geworden wäre, wäre es ein anderer geworden. Man darf ganz sicher sein, dass man diesbezüglich fündig geworden wäre.

...so daß man RD einen gewissen Kredit einräumen muß.
Ich soll ihm Kredit einräumen, weil er bei bei Werder Trainer werden ''musste''? Mit Verlaub, aber das ist nun wirklich eine absonderliche Begründung.


Ob man diesen Kredit nun Welpenschutz, Schonfrist (in der Politik gängiger Begriff bei einer neuen Regierung - auch für die erfahrenen Politiker in ihren Reihen...) oder sonst wie nennt, ist reine verbale Haarspalterei, der man in einer Diskussion nicht zu viel Gewicht geben sollte. Denn es geht lediglich darum, daß je schwerer eine Aufgabe, desto mehr Geduld gefragt ist; und diese Geduld mit Trainern ist eine Tugend, die Werder Bremen und dessen Umfeld, sprich auch deren Fans, ausgezeichnet hat.

Zum einen ist es so, dass die geforderte Geduld nicht dazu führen sollte, berechtigte Kritik nicht in aller Klarheit zu äußern, zum anderen sollte man sich die grundsätzliche Frage stellen, wann Geduld angebracht ist. Wenn es trifftigen Anlass und eine Entwicklung gibt, dann ist Geduld auch bei Rückschlägen berechtigt, wenn man aber nur wenig Erträgliches zu sehen bekommt, dann darf man nicht den Fehler begehen, sehenden Auges und naiv auf eine gute Wende zu hoffen.

Nach 10 Spielen hatte ich mir zugegeben auch etwas mehr erhofft. Aber dennoch ist es mir lieber, daß man der Werder-Philosophie entsprechend langsam etwas aufbaut und dabei auch gelegentliche Rückschläge in Kauf nimmt, als die ungeduldigen, kritischen Gemüter mit einem kurzen Strohfeuer gnädig zu stimmen, welches nach kurzer Zeit wieder verpufft und man anschließend wieder dort anfangen muß, wo man zu Beginn dieser Saison stand.

Es geht doch gar nicht so sehr um Rückschläge als vielmehr um die Bewertung der aktuellen Darbietungen, die nicht gerade hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lassen. Nicht alle Trainer, die anfänglich ''Erfolge'' aufzuweisen hatten, sind in einem Strohfeuer geendet. Beispiele muss ich diesbezüglich wohl nicht aufzählen. Dutt wird nach 5 Monaten allmählich etwas vorweisen müssen, was Anlass dazu gibt, ihm weiteres Vertrauen zu schenken. Werder ist keine Wohlfühloase und Dutt ist auch nicht hier, um von einem ''Beamtenjob'' in einen anderen ''Beamtenjob'' überzuwechseln.
 
Manche Texte haben im Unterton ein deutliches "der Nächste bitte!"
Bei denen hat Dutt schon verloren, sie sind enttäuscht, Dutt hat es nicht gebracht, der nächste Trainer ist an der Reihe.

Habe ich ehrlich gesagt nicht das Gefühl. Ich glaube 95 Prozent werden ihm mindestens eine komplette Saison Zeit geben. Zumindest solange die Punkte noch halbwegs stimmen. Alles andere wäre auch nicht klug.
Bei mir war RD nicht meine erste Wahl. Viele haben seine Verpflichtung gefeiert, da ist es doch klar das er bei denen mehr Kredit hat. Wäre einer meiner Wunschkandidaten gekommen hätte dieser bei gleichen Leistungen wie RD auch etwas mehr Kredit. Ist doch völlig logisch weil man dann positiver in die Zukunft schaut (Wunschkanditat halt).

Kredit hat er noch reichlich. Es ist an ihm was er daraus macht. 18 Punkte müssen es eigentlich mindestens bis Weihnachten sein. Und auch muss man bis spätestens Ende der Saison etwas mehr auf dem Platz sehen als im Moment.
Bin erstmal gespannt auf die beiden Richtungsweisenden Heimspiele (wenigstens für mich, weil ich in den nächsten Auswärtsspielen nicht sehe wo wir groß punkten können ). Also abwarten. :)
 
Ich gehöre zu den andern 5 %, und ich bin sehr geduldig ;)
Dutts Glück ist, dass man immer noch alles auf die Vergangenheit schieben kann.
1. Schaaf ist im Zweifel eh an allem Schuld (übrigens war ich auch dafür TS abzulösen...)
2. Arni ist zwar weg, aber er hat mit seinem Gockelgang und seiner Nachtfahrt die Spieler nachhaltig verunsichert, allein das braucht noch ein paar Monate
Ausserdem sind hier viele stolz darauf, dass Werder so besonders geduldig und gelassen reagiert in Krisen. Also kann Dutt eigentlich machen was er will. Mir fallen nur leider keine 2 Mannschaften mehr ein, die schlechter sind. Auch Freiburg und Braunschweig werden sich steigern. Werder ist Stand jetzt die schlechteste Mannschaft in der 1. BL., meine Meinung.
 
Ich gehöre zu den andern 5 %, und ich bin sehr geduldig ;)
Dutts Glück ist, dass man immer noch alles auf die Vergangenheit schieben kann.
1. Schaaf ist im Zweifel eh an allem Schuld (übrigens war ich auch dafür TS abzulösen...)
2. Arni ist zwar weg, aber er hat mit seinem Gockelgang und seiner Nachtfahrt die Spieler nachhaltig verunsichert, allein das braucht noch ein paar Monate
Ausserdem sind hier viele stolz darauf, dass Werder so besonders geduldig und gelassen reagiert in Krisen. Also kann Dutt eigentlich machen was er will. Mir fallen nur leider keine 2 Mannschaften mehr ein, die schlechter sind. Auch Freiburg und Braunschweig werden sich steigern. Werder ist Stand jetzt die schlechteste Mannschaft in der 1. BL., meine Meinung.

ich glaube nach krassen Niederlagen sind wir gefühlt IMMER die schlechteste Mannschaft in der Bundesliga. das geht anderen Vereinen genauso ;)
ich wette wenn unsere Jungs die "Dinge" (:ugly:) mal gut umsetzen und wir nen grandiosen Sieg einfahren kommen gleich wieder die ersten "Europa-Träumer" aus den Ecken gehechtet :lol::bier:

Nun mal im ernst: Es war doch klar das es nach dem harten Cut eine Menge Zeit und Geduld braucht um uns wieder auf Kurs zu bekommen. Wir werden in dieser Saison noch so ein ums andere mal fluchen und uns als Abstiegskandidat sehen. Wichtig ist das die Mannschaft in Tritt kommt und man kontinuierlich Fortschritte erkennen kann. Letztere würde ich mir auch in größeren Schritten bzw. ohne Rückschritte wünschen. Aber wir sind hier leider nich bei "wünsch Dir was", sondern bei "so isses" :wink::beer:
 
Manche Texte haben im Unterton ein deutliches "der Nächste bitte!"
Bei denen hat Dutt schon verloren, sie sind enttäuscht, Dutt hat es nicht gebracht, der nächste Trainer ist an der Reihe.

Das sagt natürlich überhaupt nichts über die Arbeit von Dutt aus, sondern höchstens über diese Leute, die nun gegen Dutt schreiben. Es sind wohl dieselben, die vor kurzem noch gegen Schaaf geschrieben haben. Sie meinen wirklich, dass durch den Wechsel eines Trainers plötzlich alles gut werden müsste, so als ob man einfach durch den Wechsel eines Arztes gesund werden könnte. Das kann aber doch nur dann der Fall sein, wenn der vorige Arzt ein Dilettant war. Und hier gibt es so viele, die meinen dass sie die besseren Trainer wären. Wer so denkt, ist schon eine bedauernswerte Kreatur, aber diese Kreaturen werden mein Mitleid niemals bekommen.

:tnx:
 
Käthe, ich träume tatsächlich von Europa. Dann wach ich schweissgebadet auf und merke, dass es in der 2. Liga garkeine internationalen Spiele gibt. Man kann höchstens mal Losglück haben und im DFB Pokal gegen ne 1.BuLi Mannschaft spielen. Im Ernst: Ich finde die Entwicklung mit Dutt und seit Dutt besorgniserregend.
Er lässt ein 2-1-2-2 System spielen.
Steht für "einundzwanzig-zweiundzwanzig", man kennt das vom Autofahren, um 2 Sekunden zu zählen. Genau so werden wichtige Bälle gespielt: Sie bleiben 2 Sekunden in der Luft, weil von hinten rausgeschlagen. 2 Sekunden sind eine Ewigkeit. Im modernen Fussball kann man innerhalb von 2 Sekunden mehrere schnelle kurze Pässe spielen - und nach jedem dieser Pässe entsteht für den Bruchteil einer Sekunde eine neue Situation, vielleicht plötzlich eine Lücke, die gerade eben noch nicht da war.
Sowas gehört nicht in die 1.BL und ich glaube, selbst in der 2. BL kriegt man damit Probleme.
Aber viele scheinen diese 2 Sekunden gut zu finden. "Hinten raus hauen" bringt für einige Sekunden Luft zum Durchatmen. Dann sind 2 Sekunden aber wiederum ne verdammt kurze Zeit, Ein Spiel dauert immerhin 5.400 Sekunden. Am schlimmsten ist, dass die Gegner sich immer besser auf diese neue werder Philosophie einstellen.
 
Ich weiss schon, warum ich hier zumeist nur noch lese und kaum noch etwas schreibe in den letzten Wochen. Aber ein wenig was los werden möchte ich dann schon noch.

1. Einige Leute müssen sich endlich mal von der tief sitzenden Vorstellung lösen, dass Werder Bremen eine natürliche Spitzenmannschaft ist. Dieser Verein ist mit qualitativ besser besetzten Kadern in den letzten drei Saison zwei mal dem drohenden Abstieg gerade so von der Schippe gesprungen. Es wird viel Zeit brauchen ohne die nötigen finanziellen Mittel diesen Kader wieder auf ein entsprechendes Niveau zu hieven. Insgesamt sind da aber entsprechende Schritte zu erkennen. Nachwuchsspieler bekommen ihre Chancen sich in der Bundesligamannschaft zu beweisen. Und ganz ehrlich an diesen und an den Neueinkäufen hat es in den letzten Wochen meist nicht gelegen. Sondern eher an den "alten Hasen".

2. Wir haben in jedem Bundesligaspiel auch einen Gegner auf dem Platz, der seine ganz eigenen Qualitäten hat. Die meisten anderen Bundesligateams sind gewachsen und haben deutlich mehr Qualität als wir. So hart das klingt, aber das ist die Realität. Vor dem Spiel vom Sonnabend habe ich im Spieltagsthread geschrieben, dass ich mit einer klaren Niederlage rechne (wenn ich auch natürlich etwas anderes gehofft habe). Aber es gibt immernoch viele Werderfans die tatsächlich glauben wir würden nach Wolfsburg fahren und die drei Punkte einfach so mitnehmen. Schaut euch doch mal die Mannschaft an gegen die wir da gespielt haben. Die haben einen überragend bestetzten Kader. Allein deren Sechser hat doppelt so viel gekostet wie unsere gesamten Neuzugänge. Muss man sich einfach mal vor Augen führen.

3. Es war vor der Saison klar, dass das eine ganz schwierige Nummer wird. Die Mannschaft ist unter noch erhöhtem Druck gehaltstechnisch Einsparungen vorzunehmen, zusammengestellt worden. Wir haben haben mit dem Verlust von KdB und Sokratis nochmals an Qualität bzw. Erfahrung verloren. Caldirola schafft es Sokratis bisher wirklich gut zu ersetzen, wenn man sich sein alter und seine bisherigen sportlichen Werdegang vor Augen führt. Garcia macht da ebenfalls Hoffnungen. TERD haben immer gesagt man will in kleinen Schritten Stück für Stück voran kommen. Man erkennt dies auch zwischendurch immer wieder. Nicht zuletzt die Tatsache, dass wir diese Saison bereits vier mal zu Null gespielt haben spricht deutlich dafür. Natürlich ist das kein spektakulärer Offensivfussball mehr. Aber auch unter KATS hat es einige Zeit - trotz wie Bremen sagt besserer Ausgangslage - bis sich hier deutlich sichtbare Erfolge eingestellt haben. Wir sollten hier wirklich mal mehr Geduld haben.

4. Habe es gestern im übrige Spielethread gesagt. Das Spiel Freiburg gegen Hamburg war genauso mies wie unseres gegen die Breisgauer. Das muss man mal festhalten, wenn doch auf die achso tolle Entwicklung des HSV seit dem Trainerwechsel verwiesen wird. Die Hamburger haben sich doch noch weniger Torchancen rausgespielt als wie gegen Freiburg. Der Unterschied war, dass Baumann den Hamburgern gestern bei drei Nichtchancen jeweils ein Tor geschenkt hat und gegen uns zumindest die zwei Großchancen, die wir hatten, pariert hat.

5. Ja, diese Mannschaft bräuchte personelle Verstärkungen. Wenn Theo es nicht schafft an Fritz vorbeizukommen, wobei ich ja da meine ganz eigene Theorie habe woran es liegen könnte, dann bräuchten wir einen neuen RV. Fritz ist gegen die schnellen Außenspieler der Gegner einfach überfordert, da er da kaum noch hinterher kommt. Wenn er in den Zweikampf kommt, dann macht er das zwar immernoch sehr ordentlich, aber da muss er erst mal hinkommen. Dann bräuchten wir tatsächlich jemanden, der im Mittelfeld das Spiel gestalten kann. Unser Nachwuchs ist dafür noch zu Grün hinter den Ohren. Hunt kann es einfach nicht. Konnte er noch nie. Zudem ist er häufig zu eigensinnig. Für mich wäre er eigentlich jemand, den man abgeben sollte, um Spielräume auch gehaltstechnisch zu schaffen. Juno agiert meist solide, aber auch er ist kein Spielgestalter. Und dann bräuchte man noch einen Sechser, der sowohl Defensiv als eben auch Offensiv (geht Makidadi nämlich irgendwie ab) agieren kann. Aber wenn man eben auch das sieht, dann sieht man eben das bei uns Schlüsselpositionen einfach nicht gut genug besetzt sind.
Hier wird natürlich eingewand, dass TERD ja entsprechend Leute hätten verpflichten können. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was tatsächlich machbar war im Sommer. Welche Spieler überhaupt zu Werder gekommen wären und ob diese dann eben auch finanziell gepasst hätten. Alles Spekulation.

Abschließend einfach mal Geduld haben und die Realitäten sehen. KATS haben hier kein gut bestelltes Feld hinterlassen, sondern viele Großbaustellen, die man jetzt ohne großartige Kohle irgendwie bearbeiten muss. Dafür passt es bisher eigentlich ganz gut. Geärgert habe ich mich bisher eigentlich nur über das unnötige Unendschieden gegen Nürnberg. Das Spiel hätte man gewinnen müssen. Das sind jetzt zwei Punkte, die uns fehlen. Gegen Freiburg wäre ein Heimsieg wünschenswert gewesen, aber da ging an dem Tag nicht mehr, denn auch dort hat Freiburg eben gut agiert. Mal schauen, was gegen Hannoi rausspringt. Die werden zwar erheblich ersatzgeschwächt anreisen, aber auch eine gehörige Portion Wut im Bauch haben. Ein Sieg gegen diesen Gegner wäre aber machbar, auch wenn ich da eher mit einem Unentschieden rechne!
 
Immer dasselbe:
1. Geduld haben
2. KATS haben Schuld
Die Mannschaft wirkt total konzeptlos, hilflos. Laufwege nicht einstudiert. Diese Art von Geduld ist im Fussball Fehl am Platz. Und KATS sollte man mal langsam aussen vor lassen - zumindestens wenn es um aktuelle Taktik und so geht.
 
was ist eigentlich wenn Dutt mit seinem Projekt "Abwehr konsolidieren" nicht fertig wird in dieser Saison. Macht er das dann nächste Saison weiter - oder kümmert er sich dann um Mittelfeld und lässt die Abwehr erstmal wieder aussen vor. Sorry, aber ich finde das haarsträubend.
 
Ich weiss schon, warum ich hier zumeist nur noch lese und kaum noch etwas schreibe in den letzten Wochen. Aber ein wenig was los werden möchte ich dann schon noch.

1. Einige Leute müssen sich endlich mal von der tief sitzenden Vorstellung lösen, dass Werder Bremen eine natürliche Spitzenmannschaft ist. Dieser Verein ist mit qualitativ besser besetzten Kadern in den letzten drei Saison zwei mal dem drohenden Abstieg gerade so von der Schippe gesprungen. Es wird viel Zeit brauchen ohne die nötigen finanziellen Mittel diesen Kader wieder auf ein entsprechendes Niveau zu hieven. Insgesamt sind da aber entsprechende Schritte zu erkennen. Nachwuchsspieler bekommen ihre Chancen sich in der Bundesligamannschaft zu beweisen. Und ganz ehrlich an diesen und an den Neueinkäufen hat es in den letzten Wochen meist nicht gelegen. Sondern eher an den "alten Hasen".

2. Wir haben in jedem Bundesligaspiel auch einen Gegner auf dem Platz, der seine ganz eigenen Qualitäten hat. Die meisten anderen Bundesligateams sind gewachsen und haben deutlich mehr Qualität als wir. So hart das klingt, aber das ist die Realität. Vor dem Spiel vom Sonnabend habe ich im Spieltagsthread geschrieben, dass ich mit einer klaren Niederlage rechne (wenn ich auch natürlich etwas anderes gehofft habe). Aber es gibt immernoch viele Werderfans die tatsächlich glauben wir würden nach Wolfsburg fahren und die drei Punkte einfach so mitnehmen. Schaut euch doch mal die Mannschaft an gegen die wir da gespielt haben. Die haben einen überragend bestetzten Kader. Allein deren Sechser hat doppelt so viel gekostet wie unsere gesamten Neuzugänge. Muss man sich einfach mal vor Augen führen.

3. Es war vor der Saison klar, dass das eine ganz schwierige Nummer wird. Die Mannschaft ist unter noch erhöhtem Druck gehaltstechnisch Einsparungen vorzunehmen, zusammengestellt worden. Wir haben haben mit dem Verlust von KdB und Sokratis nochmals an Qualität bzw. Erfahrung verloren. Caldirola schafft es Sokratis bisher wirklich gut zu ersetzen, wenn man sich sein alter und seine bisherigen sportlichen Werdegang vor Augen führt. Garcia macht da ebenfalls Hoffnungen. TERD haben immer gesagt man will in kleinen Schritten Stück für Stück voran kommen. Man erkennt dies auch zwischendurch immer wieder. Nicht zuletzt die Tatsache, dass wir diese Saison bereits vier mal zu Null gespielt haben spricht deutlich dafür. Natürlich ist das kein spektakulärer Offensivfussball mehr. Aber auch unter KATS hat es einige Zeit - trotz wie Bremen sagt besserer Ausgangslage - bis sich hier deutlich sichtbare Erfolge eingestellt haben. Wir sollten hier wirklich mal mehr Geduld haben.

4. Habe es gestern im übrige Spielethread gesagt. Das Spiel Freiburg gegen Hamburg war genauso mies wie unseres gegen die Breisgauer. Das muss man mal festhalten, wenn doch auf die achso tolle Entwicklung des HSV seit dem Trainerwechsel verwiesen wird. Die Hamburger haben sich doch noch weniger Torchancen rausgespielt als wie gegen Freiburg. Der Unterschied war, dass Baumann den Hamburgern gestern bei drei Nichtchancen jeweils ein Tor geschenkt hat und gegen uns zumindest die zwei Großchancen, die wir hatten, pariert hat.

5. Ja, diese Mannschaft bräuchte personelle Verstärkungen. Wenn Theo es nicht schafft an Fritz vorbeizukommen, wobei ich ja da meine ganz eigene Theorie habe woran es liegen könnte, dann bräuchten wir einen neuen RV. Fritz ist gegen die schnellen Außenspieler der Gegner einfach überfordert, da er da kaum noch hinterher kommt. Wenn er in den Zweikampf kommt, dann macht er das zwar immernoch sehr ordentlich, aber da muss er erst mal hinkommen. Dann bräuchten wir tatsächlich jemanden, der im Mittelfeld das Spiel gestalten kann. Unser Nachwuchs ist dafür noch zu Grün hinter den Ohren. Hunt kann es einfach nicht. Konnte er noch nie. Zudem ist er häufig zu eigensinnig. Für mich wäre er eigentlich jemand, den man abgeben sollte, um Spielräume auch gehaltstechnisch zu schaffen. Juno agiert meist solide, aber auch er ist kein Spielgestalter. Und dann bräuchte man noch einen Sechser, der sowohl Defensiv als eben auch Offensiv (geht Makidadi nämlich irgendwie ab) agieren kann. Aber wenn man eben auch das sieht, dann sieht man eben das bei uns Schlüsselpositionen einfach nicht gut genug besetzt sind.
Hier wird natürlich eingewand, dass TERD ja entsprechend Leute hätten verpflichten können. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was tatsächlich machbar war im Sommer. Welche Spieler überhaupt zu Werder gekommen wären und ob diese dann eben auch finanziell gepasst hätten. Alles Spekulation.

Abschließend einfach mal Geduld haben und die Realitäten sehen. KATS haben hier kein gut bestelltes Feld hinterlassen, sondern viele Großbaustellen, die man jetzt ohne großartige Kohle irgendwie bearbeiten muss. Dafür passt es bisher eigentlich ganz gut. Geärgert habe ich mich bisher eigentlich nur über das unnötige Unendschieden gegen Nürnberg. Das Spiel hätte man gewinnen müssen. Das sind jetzt zwei Punkte, die uns fehlen. Gegen Freiburg wäre ein Heimsieg wünschenswert gewesen, aber da ging an dem Tag nicht mehr, denn auch dort hat Freiburg eben gut agiert. Mal schauen, was gegen Hannoi rausspringt. Die werden zwar erheblich ersatzgeschwächt anreisen, aber auch eine gehörige Portion Wut im Bauch haben. Ein Sieg gegen diesen Gegner wäre aber machbar, auch wenn ich da eher mit einem Unentschieden rechne!

Dein Statement kann ich zu 100% so unterschreiben. :tnx:
Was hier viele vergessen, dass wir zwei Trainerteams unter Vertrag haben, was entsprechend kostet und den finanziellen Spielraum erheblich einschränkt.
Zu TGS:
- passt in unsere Gilde von Fußballern, die wir hier Jahr für Jahr verpflichten. Talentiert, technisch wohl versiert, keine Wettkampfhärte.
- Was Fritz dort auf der rAV-Position abliefert, ist nicht mehr erstligareif. Bei zwei Gegentoren unmittelbar beteiligt, Abseits aufgehoben. Von der Körpersprache ein reiner Mitläufer, keine Führungsqualitäten wie auch bei Hunt, was aber bekannt ist.
Diese beiden Spieler bekommen hier maximalen Support und danken es dem Trainerteam mit Nichtleistung. Ausnahme HSV-Spiel.
- wenn Hunt die nächsten 24 Spieltage diese Leistung zeigt, dann muss man sich von ihm am Saisonende trennen. Denn geschätzte 2,4 Mio€/a sind einfach zu teuer, um ein ewiges Talent zu finanzieren.
 
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