Ich hatte das schonmal angesprochen und aus gegebenem Anlass würde ich das Thema gerne nochmal aufgreifen. Und nein, ich fordere weiterhin nicht den Kopf von Dutt.. Aber:
Wieso schaffen es andere Trainer (siehe HSV oder VFB Stuttgart, Gladbach vor 2 Jahren, etc.) bereits in wenigen Wochen, ein Team zu komplett neuen Leistungen zu beflügeln, während uns gesagt wird, dass man zufrieden wäre, wenn man Saison "eine Entwicklung" erkennen würde?
Man muss doch mal festhalten, dass die oben genannten Trainer nichtmal ne Vorbereitung mit dem Team hatten, während Dutt viel länger Zeit hatte.
Irgendwelche Vorschläge?
Erstens sollte man einen Trainerwechsel, wie bspw. jetzt in Hamburg nicht nach zwei Spielen beurteilen. Der Erfolg eines Trainerwechsels wird sich in der Nachhaltigkeit zeigen. Erst wenn der "Alltag" unter dem neuen Trainer einkehrt kann man da ein Urteil fällen. Gerade auch in Stuttgart sind neue Trainer oftmals gut gestartet und dann jedoch später an der Mannschaft verzweifelt.
Zweitens wurden sowohl in Stuttgart, als auch in Hamburg von den Vorgängern viele Fehler gemacht. Fink's Performance empfand ich in fast allen Bereichen als Katastrophe und auch Labbadia schien sich mit der Mannschaft verworfen zu haben. Klar, dass es dann für den Nachfolger erstmal leichter ist, weil alle Spieler froh sind, dass jemand Neues da ist. Nicht zu vergleichen mit uns, da TS imho ein wesentlich besserer Trainer als Labbadia und Fink ist.
Stuttgart zum Beispiel ist doch ein Verein mit absoluter Wellenbewegung. Da gehts immer auf und ab. Wir haben uns sukszessive in allen Bereichen nach unten entwickelt in den letzten drei Jahren. Da wirst du nicht durch Handauflegen wieder erfolgreich. Zumal wir wirtschaftlich handeln und unser Kader daher auch weniger Qualität hat.
Und auch in Gladbach hat Favre nicht einfach mal gezaubert und alles war wieder gut. Der hat sicher top Arbeit geleistet und die Rettung damals war schon ein kleines Wunder. Wenn man genauer hinschaut, sieht man aber, dass damals in der Winterpause mit Stranzl, Hanke und Nordtveit noch 3 Neue geholt wurden, die richtig einschlugen. Auch ein Dante fehlte fast die ganze Vorrunde durch Verletzung und stand später einem Favre aber zur Verfügung. Also neben guter Arbeit hatte er auch 4,5 neue Spieler und es hat einfach gepasst.
Unser Wechsel nach einer Saison ist imho generell eh nicht mit den Trainerwechseln während einer Saison zu vergleichen. Und da gibts ja genauso viele negative Beispiele. Favre hat nachhaltig gut gearbeitet in Gladbach, aber auf Stuttgart und Hamburg braucht man nach den paar Spielen wirklich noch nicht neidisch zu sein
