Allgemeiner Wahl-Thread

Welche Koalition wünscht Ihr Euch?

  • CDU / CSU / SPD

    Votes: 3 17,6%
  • CDU / CSU / Grüne

    Votes: 2 11,8%
  • SPD / Grüne / Linke

    Votes: 6 35,3%
  • Nichts davon - Neuwahlen

    Votes: 6 35,3%

  • Total voters
    17
So einfach ist das imho nicht. Die CDU und Angela Merkel vorne weg haben sich im Wahlkampf ganz klar gegen Steuererhöhungen positioniert; und auch wenn Wahlversprechen parteiübegreifend oft so zuverlässig sind wie ein hungriger Dackel, der sich zum Aufpassen auf auf die Wurst anbietet, so könnte man der CDU im Falle von Steuererhöhungen durchaus Wortbruch vorwerfen.

Eine wohlgemerkt geringe Steuererhöhung ist imho vermittelbar, wenn man daran das Zustandekommen einer regierungsfähigen Koalition festmacht und es als Notkompromiß verkauft. Bei Koalitionsverhandlungen muss nun mal jeder Kröten schlucken.
 
Einziges Argument, dass man hat: die Bürger haben beiden nun wirklich keinen Wahlauftrag erteilt, da ihr einziges Ziel rot-grün war und man dies klar verfehlt hat. Also kann man nur in eine Regierung gehen, ohne das Gesicht zu verlieren, wenn man genug vom eigenen Programm durchsetzt. Die Stammwähler würden das sicher verstehen. Es ist die Frage, ob die SPD bei 25% noch was anderes als Stammwähler bzw. überzeugte Sozialisten hat. Wenn nicht, dann könnte man das Risiko eingehen.

Grundsätzlich richtig, nur wenn eine große Partei so klar keinen Regierungsauftrag bekommt, dann ist das ein Zeichen, daß ihnen die große Mehrheit ihnen eine Regierungsarbeit nicht (mehr) zutraut - und zu dieser Mehrheit gehöhren auch Teile der SPD-Stammwähler (auch wenn ihre Zahl seit der Ära Schröder gesunken sein dürfte) die aus Prosest anders gewählt haben oder gar nicht erst zur Wahl gegangen sind.

Darf man dann eigentlich mit neuen Spitzenkandidaten antreten?

Selbstverständlich.
 
Ein Blick auf die aktuellen Umsatzsteuersätze der EU zeigt doch eindeutig die Richtung. Wir liegen mit den 19% am unteren Ende und Dänemark / Kroatien mit 25 % ganz oben - Spanien hat bereits eine weiter Erhöhung beschlossen. Meine Vorhersage, es geht sehr bald rauf auf 22 % aufgrund der anstehenen "Probleme". Eine "geringe" Erhöung hätte man gar nicht erwähnt, jetzt geht es langsam aber stetig in die Vollen.
 

Ok. Also ich bin sicher, dass Lindner und Kubicki die FDP dann auch in den Bundestag führen. Dann gibts 6 statt 4 Parteien und ne komplett andere Landschaft. Die SPD kann sich das wohl doch am wenigsten leisten. Man wollte zwar rot-grün, aber man wollte ja auch das Ende von schwarz-gelb. Also muss man wohl doch in die Regierung, wenn die Grünen es nicht tun.
 
Eine wohlgemerkt geringe Steuererhöhung ist imho vermittelbar, wenn man daran das Zustandekommen einer regierungsfähigen Koalition festmacht und es als Notkompromiß verkauft. Bei Koalitionsverhandlungen muss nun mal jeder Kröten schlucken.

Grundsätzlich ja. Nur muß man berücksichtigen, daß die Union sich unter dem Aspekt der Stimmengewinne in einer besseren Verhandlungsposition befindet als vor 4 Jahren, so daß sie grundsätzlich weniger/kleinere Kröten schlucken müßte. Anderseits sind weder SPD noch Grüne die Wunschpartner der Union (was wohl auf Gegenseitigkeit beruht), so daß das Krötenschlucken doch größere Dimensionen annehmen kann.
 
Ok. Also ich bin sicher, dass Lindner und Kubicki die FDP dann auch in den Bundestag führen. Dann gibts 6 statt 4 Parteien und ne komplett andere Landschaft. Die SPD kann sich das wohl doch am wenigsten leisten. Man wollte zwar rot-grün, aber man wollte ja auch das Ende von schwarz-gelb. Also muss man wohl doch in die Regierung, wenn die Grünen es nicht tun.

Richtig. Die SPD wird die letzte Partei sein, die sich das Platzen der Koalitionsverhandlungen leisten kann. Denn dadurch steigt die Möglichkeit von Neuwahlen erheblich, so daß die SPD nicht nur noch mehr Vertrauen in der Bevölkerung verliert, sondern werden dann möglicherweise viele Unionsanhänger einen "Jo-Jo-Stimmverhalten" an den Tag legen, indem sie im Gegensatz zu letztem Sonntag der personell neu aufgestellen FDP für Schwarz-Gelb in den Bundestag verhelfen.
 
Grundsätzlich ja. Nur muß man berücksichtigen, daß die Union sich unter dem Aspekt der Stimmengewinne in einer besseren Verhandlungsposition befindet als vor 4 Jahren, so daß sie grundsätzlich weniger/kleinere Kröten schlucken müßte. Anderseits sind weder SPD noch Grüne die Wunschpartner der Union (was wohl auf Gegenseitigkeit beruht), so daß das Krötenschlucken doch größere Dimensionen annehmen kann.

Glaube ich nicht - lassen wir die Grünen mal außen vor - die SPD lamentiert bloß rum, dass sie nicht unbedingt und um jeden Preis an einer Regierungsbildung teilnehmen muss. Das halte ich für blanke Polemik. In Wahrheit will sie. Eine andere Wahl hat sie nämlich nicht, denn wenn sie sich von der Linken tolerieren ließe, würden ihr das die letzten paar Stammwähler massiv übel nehmen, dann kann man von einer Prognose von 15% in der nächsten Wahl ausgehen.

Ergo Große Koalition oder Neuwahlen - letztere würden vermutlich AfD und FDP dann mitmischen lassen.
 
die SPD lamentiert bloß rum, dass sie nicht unbedingt und um jeden Preis an einer Regierungsbildung teilnehmen muss. Das halte ich für blanke Polemik. In Wahrheit will sie. Eine andere Wahl hat sie nämlich nicht, denn wenn sie sich von der Linken tolerieren ließe, würden ihr das die letzten paar Stammwähler massiv übel nehmen, dann kann man von einer Prognose von 15% in der nächsten Wahl ausgehen.

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Das glaube ich eher nicht; im Gegenteil. Egal wohin man hört, SPD-Wähler sowie die ganze Basis sind strikt gegen eine Regierungsbeteiligung.

Eine Freundin, die seit langen Jahren aktives Mitglied ist und sich auch dieses Jahr wieder unglaublich engagiert hat, erzählte mir noch gestern, dass eine Ortsgruppe nach der anderen nach Berlin schreibt: Keine Große Koalition. Und, sollte es zu einer Mitgliederbefragung kommen, gibt es diese auch nicht. Schlicht nach dem Motto: "Lasst sie ihre Suppe allein auslöffeln"

(Bin ich übrigens auch für ;) )
 
Das glaube ich eher nicht; im Gegenteil. Egal wohin man hört, SPD-Wähler sowie die ganze Basis sind strikt gegen eine Regierungsbeteiligung.

Eine Freundin, die seit langen Jahren aktives Mitglied ist und sich auch dieses Jahr wieder unglaublich engagiert hat, erzählte mir noch gestern, dass eine Ortsgruppe nach der anderen nach Berlin schreibt: Keine Große Koalition. Und, sollte es zu einer Mitgliederbefragung kommen, gibt es diese auch nicht. Schlicht nach dem Motto: "Lasst sie ihre Suppe allein auslöffeln"

(Bin ich übrigens auch für ;) )

Wenn es zu Schwarz Rot nicht kommt, prognostiziere ich Neuwahlen
 
So einfach ist das imho nicht. Die CDU und Angela Merkel vorne weg haben sich im Wahlkampf ganz klar gegen Steuererhöhungen positioniert; und auch wenn Wahlversprechen parteiübegreifend oft so zuverlässig sind wie ein hungriger Dackel, der sich zum Aufpassen auf auf die Wurst anbietet, so könnte man der CDU im Falle von Steuererhöhungen durchaus Wortbruch vorwerfen.
Das ist ja mal witzig.
In allen Koalitionsverhandlungen geht es letzlich um Kompromisse zwischen den Parteien, sonst müsste man ja nicht verhandeln. Hier dann gleich von Wortbruch zu sprechen, wo man sich maximal geringfügig zu Steuererhöhungen entschließen würde ist doch lachhaft. Wie viele Wortbrüche müsste man dann schlussendlich der SPD vorwerfen, falls die Koalition zustande kommt? Ist doch parteiübergreifend Standard, dass nicht alle zu 100% ihr Wort halten können.
 
Das ist ja mal witzig.
In allen Koalitionsverhandlungen geht es letzlich um Kompromisse zwischen den Parteien, sonst müsste man ja nicht verhandeln. Hier dann gleich von Wortbruch zu sprechen, wo man sich maximal geringfügig zu Steuererhöhungen entschließen würde ist doch lachhaft. Wie viele Wortbrüche müsste man dann schlussendlich der SPD vorwerfen, falls die Koalition zustande kommt? Ist doch parteiübergreifend Standard, dass nicht alle zu 100% ihr Wort halten können.

:tnx:

Geht ja auch gar nicht anders.
 
Das ist ja mal witzig.
In allen Koalitionsverhandlungen geht es letzlich um Kompromisse zwischen den Parteien, sonst müsste man ja nicht verhandeln. Hier dann gleich von Wortbruch zu sprechen, wo man sich maximal geringfügig zu Steuererhöhungen entschließen würde ist doch lachhaft. Wie viele Wortbrüche müsste man dann schlussendlich der SPD vorwerfen, falls die Koalition zustande kommt? Ist doch parteiübergreifend Standard, dass nicht alle zu 100% ihr Wort halten können.

Natürlich wären das Wortbrüche, wenn auch vorhersehbar. Lachhaft ist, dass Du von geringfügigen Steuerhöhungen redest, wenn doch mit ganz anderen Zahlen zu rechnen ist. Es gibt kein Einnahme-, sondern ein Ausgabenproblem - die CDU muss schon einmal für die verfehlte Euro-Politik vorsorgen.
 
Das ist ja mal witzig.
In allen Koalitionsverhandlungen geht es letzlich um Kompromisse zwischen den Parteien, sonst müsste man ja nicht verhandeln. Hier dann gleich von Wortbruch zu sprechen, wo man sich maximal geringfügig zu Steuererhöhungen entschließen würde ist doch lachhaft. Wie viele Wortbrüche müsste man dann schlussendlich der SPD vorwerfen, falls die Koalition zustande kommt? Ist doch parteiübergreifend Standard, dass nicht alle zu 100% ihr Wort halten können.

Aus der FAZ:

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Michael Fuchs (CDU), zeigte sich am Donnerstag im ARD-“Morgenmagazin“ ebenfalls zurückhaltend. [...] Auch Fuchs äußerte: „Natürlich werden wir in einer Koalitionsvereinbarung Kompromisse machen müssen.“ Aber Steuererhöhungen halte er „für äußerst problematisch. Wir haben den Bürgern - und die Bundeskanzlerin persönlich - versprochen, dies nicht zu tun. Und es ist auch nicht nötig.“

In dem Fall: Steuererhöhungen = kein Wortbruch?
 
Bitte keine Neuwahlen, die FDP ist seit Jahren eine Schande für die liberale Politik und zu recht draußen...die sollen sich erst mal Neu-Erfinden.

Denke Mutti und die SPD kommen auf einen Nenner. Gibt dann ne Mini Op, aber was solls.
 
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