Robin Dutt

@Werder-WÜ
Kluge Gedanken. Das Problem, was so typische Fussballlehrer oft haben, dass ihnen trotz hohem Fachwissen, Konzept und Idee auf der zwischenmenschlichen Ebene das Vermitteln nicht gelingt. Weil manchmal das "sich-reindenken- können" in die Welt der Spieler fehlt. Das wird dann oft langwierig, da letzterem besonders die heutigen Spielergeneration entgegenwirkt, die eher wenig zum sich-Identifizieren mit dem Beruf erzogen ist und zu viel als selbstverständlich begreift. Und auf einzelnen Stationen wird es dann halt gar nichts.

Wenn Du dir einmal Dutt`s Training anschaust, dann wirst Du nicht nur feststellen, dass es ganz anders ist als das (ewige 5-gegen-2 oder Einhenkeln über Stangen und ähnlichen Unfug) von TS, sondern auch, dass unsere Spiele zuletzt in M´Gladbach und nun gegen Frankfurt das genaue Gegenteil von dem darstellten, was trainiert wurde.

Dutt hat sowohl bei den Kickers, als auch in Freiburg unter schwierigen Bedingungen angefangen und hatte anfangs Probleme, Fangruppierungen gegen sich. Er war auch bei beiden Stationen anfangs nicht besonders erfolgreich, in Freiburg versuchte Dutt zunächst, nicht alles zu zerreden, setzte auf altgediente, übrig gebliebene Führungsspieler (die er später aus der Analyse heraus aussortierte) und altgediente Kräfte, weil er sich einerseits bewähren musste und andererseits den Volker Finke- Verehrern nicht noch mehr Zulauf geben wollte. Dutt verpasste den Aufstieg, den er selbst als Saisonziel ausgegeben hatte, setzte aber sein Konzept weiterhin um, ohne sich dabei Stimmen von außen zu wehren. Er war immer kommunikativ, änderte mitunter auch nach allgemein geäußerten Wünschen (wie später in Leverkusen ebenfalls bei der Castro- Diskussion, oder Ballack-Rolfes), aber eben nicht konsequent, denn er verlor seine Ideen nicht aus den Augen, brachte so irgendwann die Fans hinter sich.

Um drauf zurückzukommen - diese Fussballlehrer sind meistens trotzdem wertvoller als viele typische altgediente Fussballer als Trainer, die sich kaum über Intelligenz, Gespür für Trends und ähnlichem hocharbeiten mussten und daher wenig für innovatives Denken und Handeln stehen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
 
@Mick

Ich stimme dir nicht oft zu, aber in diesem Fall muss ich es tun. Wie TS stellenweise hier verklärt wird und immer noch Entschuldigungen gesucht werden, wieso TS auf keinen Fall eine große Mitschuld an der Misere der letzten Jahre trug und man ihn nicht hätte feuern dürfen, ist schon großes Kino. Ebenso stimmt es, dass wir immer haarsträubende Spiele erlebt haben, selbst in guten Zeiten. Und in schlechten Zeiten waren es auch immer wieder die gleichen Fehler. Größtenteils lernresistent erschien das, wir hatten auch viel Spektakel unter TS und so lange wir intelligente und gute Offensivspieler hatten, lief es auch recht gut. TS war abgelaufen und ganz unabhängig davon, wie es jetzt weiter geht, war diese Entscheidung eindeutig richtig und alternativlos.

Bei Dutt bin ich mir ehrlich gesagt noch nicht so richtig sicher, was ich davon halten soll. Ja, die ersten beiden Siege waren durchaus wackelig. Aber was will man bei so einer verunsicherten Mannschaft auch erwarten, die vorher wie oft schon im Kalenderjahr 2013 (auch unter TS gewonnen hatte)? Eben... Und auch Dortmund war durchaus ok - 3 Gegentore in 3 Spielen - keine Ahnung, wann es das zuletzt gegeben hat. Gladbach war so ein bisschen ein Umschwung und Frankfurt am Anfang eine mittlere Katastrophe. Nach den letzten Jahren fehlt da die Geduld und der Glaube, dass es besser werden kann und dementsprechend ist der Frust und die Ungeduld groß, dass es wieder so weiter geht. Aber 5 Spiele sind trotz allem zu wenig, RD sollte noch ein wenig Zeit bekommen und dann schauen wir mal, wenn die Abwehrformation ein paar Spiele mal dieselbe war und die Offensivspieler irgendwas zeigen, was nach Form aussieht, wie es dann aussieht. Eines ist klar, TS hatte die letzten 3 Jahre ein Freihfahrtsschein, RD wird diesen nicht bekommen. Ich hoffe ehrlich, dass es aufwärts geht....
 
@Mick
Das klingt für mich wie "Operation gelungen - Patient tot!"
Das "konzept" Dutts ist zum einen a) nicht klar ersichtlich oder aber b) eine 10er Jahre Version dessen was Waldhof Mannheim Ende der Achtziger spielte oder c) das Resultat, das die Lehre aus dem Jugendfußball "je tiefer man steht, desto mehr Tore fängt man" immer und ewig Bestand haben wird.

Wenn er ein Konzept hat - dann hat Dutt bislang dasselbe Problem wie de Mos: Es wird ein Tempo "runtergestiefelt". Und wie bei de Mos oder unter Dixie weiß man aktuell beiunserer mannschaft: geraten wir in Rückstand wars das.

Das Problem das den Spielern (oder den falschen Spielern?) in unserem "taktischem Konzept" "alle Freiheiten" gewährt werden besteht nach wie vor. Daneben spielen nachwievor Spieler die "Taktikresistent" sind (z.B. Fritz der menschgewordene Stellungsfehler, Prödl und Lukiymia die einfache "Rausbolzer/ausputzer" sind).

Daneben trifft er falsche Positionsentscheidungen. Caldirola außen ist verschenkt. Der sorgt Innen allein deswegen für ruhe, weil er der einzige hinten ist, der adäquat mit der Kugel umgehen kann. auf außen holt er sich über kurz oder lang ne Rote und dann wirds erst recht bitter.

Für mich wäre ungeachtt dessen wie das nicht zu erkennende Konzept dies zulässt, die Rückkehr zu einem Zwei Stürmer System anzuraten.
Nicht unsere Stürmer sondern unsere Mittelfeldleute hängen in der Luft. Und vorne haben sie keinen den sie anspielen können, weil der entweder Defensiv mitmachen muß oder ganz easy "Sandwich" genommen wird.

Mit anderen Worten: Wir sehen Dörner Fußball in schlecht.
 
...Für mich wäre ungeachtt dessen wie das nicht zu erkennende Konzept dies zulässt, die Rückkehr zu einem Zwei Stürmer System anzuraten.
Nicht unsere Stürmer sondern unsere Mittelfeldleute hängen in der Luft. Und vorne haben sie keinen den sie anspielen können, weil der entweder Defensiv mitmachen muß oder ganz easy "Sandwich" genommen wird.

:tnx:

Genauso sehe ich das auch, Schmolle! Ich war nie ein Freund dieses Ein-Mann-Sturmes, bzw. gar des spanischen Systems mit falscher 9! ;)
 
@Werder-WÜ
Kluge Gedanken. Das Problem, was so typische Fussballlehrer oft haben, dass ihnen trotz hohem Fachwissen, Konzept und Idee auf der zwischenmenschlichen Ebene das Vermitteln nicht gelingt. Weil manchmal das "sich-reindenken- können" in die Welt der Spieler fehlt. Das wird dann oft langwierig, da letzterem besonders die heutigen Spielergeneration entgegenwirkt, die eher wenig zum sich-Identifizieren mit dem Beruf erzogen ist und zu viel als selbstverständlich begreift. Und auf einzelnen Stationen wird es dann halt gar nichts.

:confused: Ist das jetzt hier die seit über 2500 Jahren belegte Behauptung, die aktuelle junge Generation ist tugendlos, unverantwortlich und verzogen und damit schlussendlich nicht den Herausforderungen gewachsen?!

Wenn Du dir einmal Dutt`s Training anschaust, dann wirst Du nicht nur feststellen, dass es ganz anders ist als das (ewige 5-gegen-2 oder Einhenkeln über Stangen und ähnlichen Unfug) von TS, sondern auch, dass unsere Spiele zuletzt in M´Gladbach und nun gegen Frankfurt das genaue Gegenteil von dem darstellten, was trainiert wurde.

Der letzte Satz dieses Absatz galt ja schon für die letzte Zeit der Ägide Schaaf. Und das, was Du als Unfug abtust, sollten Dutt&Trainerteam schnellstmöglich wieder einführen, wenn es denn überhaupt obsolet wäre. Dann wäre so ein Fehlpassdebakel wie gegen Frankfurt unwahrscheinlicher. Du beschwörst doch selber immer die Arbeit an den "Basics".

[...]Um drauf zurückzukommen - diese Fussballlehrer sind meistens trotzdem wertvoller als viele typische altgediente Fussballer als Trainer, die sich kaum über Intelligenz, Gespür für Trends und ähnlichem hocharbeiten mussten und daher wenig für innovatives Denken und Handeln stehen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Ach so. Mit dieser kruden Behauptung ist selbstverständlich alles gesagt. :crazy:
 
Der letzte Satz dieses Absatz galt ja schon für die letzte Zeit der Ägide Schaaf. Und das, was Du als Unfug abtust, sollten Dutt&Trainerteam schnellstmöglich wieder einführen, wenn es denn überhaupt obsolet wäre. Dann wäre so ein Fehlpassdebakel wie gegen Frankfurt unwahrscheinlicher. Du beschwörst doch selber immer die Arbeit an den "Basics".

Mir persönlich ist es wumpe, ob bestimmte Trainingsmethoden obsolet sind oder nicht, denn die einzig entscheidende Frage ist die, in wie weit diese Methoden Früchte tragen.

Wenn aber diese Methoden nicht den gewünschten Erfolg bringen, dann muß ein Trainer auch so flexibel sein, über seine Arbeitsweise nachzudenken und sie ggf. zu ändern. Dies ist in den Vorjahren offensichtlich nicht im ausreichenden Maße geschehen, denn die Defizite (u.a. auch die hohe Anzahl an Fehlpässen) ziehen sich bekanntermaßen wie ein roter Faden durch die letzten Jahre bis hin in die Gegenwart.

Thomas Schaaf ist nun nicht mehr Werder -Trainer, so daß es nun selbstverständlich ist, daß Robin Dutt und sein Trainerteam zusehen müssen, daß an den "Basics" gearbeitet wird. Aber dennoch bleibt ein fader Beigeschmack des zweierlei Maß messen, wenn man auf der einen Seite vom aktuellen Trainerteam zu recht eine Verbesserung fordert, aber auf der anderen Seite in der Vergangenheit die rudimentäre Arbeit an den Basics verharmlost, auf die Spieler abgeschoben oder zumindest geduldet wurde.
 
...

Das Problem das den Spielern (oder den falschen Spielern?) in unserem "taktischem Konzept" "alle Freiheiten" gewährt werden besteht nach wie vor. Daneben spielen nachwievor Spieler die "Taktikresistent" sind (z.B. Fritz der menschgewordene Stellungsfehler, Prödl und Lukiymia die einfache "Rausbolzer/ausputzer" sind). :beer:
:applaus:
Für mich wäre ungeachtt dessen wie das nicht zu erkennende Konzept dies zulässt, die Rückkehr zu einem Zwei Stürmer System anzuraten.
Nicht unsere Stürmer sondern unsere Mittelfeldleute hängen in der Luft. Und vorne haben sie keinen den sie anspielen können, weil der entweder Defensiv mitmachen muß oder ganz easy "Sandwich" genommen wird.

Mit anderen Worten: Wir sehen Dörner Fußball in schlecht.

Lieber schmolle,

welche zwei Stürmer sollen denn spielen? Wir haben mit Petersen nur einen einzigen echten Stürmer im Team?!
Da fehlt mir völlig das Verständnis für diese Personalpolitik.
 
Mir persönlich ist es wumpe, ob bestimmte Trainingsmethoden obsolet sind oder nicht, denn die einzig entscheidende Frage ist die, in wie weit diese Methoden Früchte tragen.

Eben.

Wenn aber diese Methoden nicht den gewünschten Erfolg bringen, dann muß ein Trainer auch so flexibel sein, über seine Arbeitsweise nachzudenken und sie ggf. zu ändern.

Eben.

Dies ist in den Vorjahren offensichtlich nicht im ausreichenden Maße geschehen, denn die Defizite (u.a. auch die hohe Anzahl an Fehlpässen) ziehen sich bekanntermaßen wie ein roter Faden durch die letzten Jahre bis hin in die Gegenwart.

Nein. Die extrem harmlose Offensive (herausgespielte Chancen) ist etwas sehr neues in dieser Qualität. Wenn also ein selbsternannter Fachmann eine Trainingsmethode als "Unfug" abtut, dann ist das schon sehr verwegen, um nicht zu sagen bösartig.

Und dann selbstverständlich wieder der Standardvorwurf:

Thomas Schaaf ist nun nicht mehr Werder -Trainer, so daß es nun selbstverständlich ist, daß Robin Dutt und sein Trainerteam zusehen müssen, daß an den "Basics" gearbeitet wird. Aber dennoch bleibt ein fader Beigeschmack des zweierlei Maß messen, wenn man auf der einen Seite vom aktuellen Trainerteam zu recht eine Verbesserung fordert, aber auf der anderen Seite in der Vergangenheit die rudimentäre Arbeit an den Basics verharmlost, auf die Spieler abgeschoben oder zumindest geduldet wurde.

Quark. Denn ich habe mit keinem Wort die Arbeit von Dutt kritisiert, das ist viel zu früh und mMn liegt der Grund der Misere auch nicht an Dutt oder seinen Co's, wie es eben auch nicht an der Trainigsarbeit, der taktischen Arbeit, oder der Ein- und Aufstellung seines Vorgängers lag. Sondern an der Transferpolitik und damit zusammnhängend den eher mentalen/kognitiven Fähigkeiten vieler Spieler. Also hier mal nicht mit der ständig schwarz/weißen Behauptung von zweierlei Maß und son'n Kram um die Ecke kommen, das ist unwürdig und hast zumindest Du nicht nötig.
 
...Eben.

...Eben.

...Nein. Die extrem harmlose Offensive (herausgespielte Chancen) ist etwas sehr neues in dieser Qualität. Wenn also ein selbsternannter Fachmann eine Trainingsmethode als "Unfug" abtut, dann ist das schon sehr verwegen, um nicht zu sagen bösartig.

...Quark. ... Sondern an der Transferpolitik und damit zusammnhängend den eher mentalen/kognitiven Fähigkeiten vieler Spieler. Also hier mal nicht mit der ständig schwarz/weißen Behauptung von zweierlei Maß und son'n Kram um die Ecke kommen, das ist unwürdig und hast zumindest Du nicht nötig.

:tnx:
 
(kann ich nicht, wie soll das auch gehen, bei so etwa über hundert Spielen, über die man sich furchtbar geärgert hat in einem halben Dutzend Jahre)

Ja da gab es teilweise viel zu ärgern, z.b. das man oft 3-4 Tore schießen musste um überhaupt erst mal zu gewinnen, die meisten fanden das ja immer ganz toll, ich fand es zum kotzen. Von Gegentoren nach eigenen Standards ganz zu schweigen.

Und wenn ich an die CL denke 07/08 sind Real Madrid und Olympiakos Piräus weitergekommen, 08/09 Panathinaikos Athen(als Gruppenerster!) und Inter Mailand.

Also zweimal sind griechische Teams weiter die uns in der Spieler Qualität unterlegen aber taktisch überlegen waren, gerade mal 1 Punkt aus vier Spielen sagt alles. Ich hätte Schaaf schon 2008 nach dem CL aus rausgeworfen.


Das Dutt eine Menge Zeit brauchen wird war doch von vornherein klar und das er erst mal versucht die Defensive auf Vordermann zu bringen, was schwer genug ist, auch. Immerhin haben wir die Pflichtsiege gegen Augsburg und Braunschweig eingefahren.

Einen Scherbenhaufen wieder zusammenzusetzten dauert nun mal, wenn es denn überhaupt gelingt. Es wurde in den letzten Jahren halt einfach zu viel falsch gemacht im Verein und zwar auf so ziemlich allen Positionen.
 
Vielleicht ist es nützlich die Vergangenheit außerhalb der jetzt notwendigen Betrachtungshaltung zu lassen.

Wenn hier Klunz "Platz 13-9" (zum Saisonende) muß möglich sein spricht, dann ist der Weg eben noch lange hin und was ich letzte Woche vs. Frankfurt gesehen habe ist immerhin ein Team in Unterzahl, das sich Chancen erkämpft hat, so richtig frei vor des Gegners Tor...
 
Ausserdem ist im moment völlig Latte, ob wir mit zwei oder einen Stürmer spielen, ob Caldirolan auf links (als Linksfuss) den AV macht oder nicht, ob wir nun defensiv weiter hinten stehen oder weiter offensiv nach vorne aufrücken.

So lange die Jungs nicht zu der Erkenntnis kommen, dass sie über 90 Minuten Vollgas geben müssen und nicht nach dem ersten Pressing oder Gegentor weinend zu Mami laufen, sind alle taktischen Massnahmen egal.

Was Werder seit Begin diesen Jahres hat ist eine Kopfsache, eine fehlende professionelle Einstellung der Spieler und natürlich die Erfahrungswerte, wie man aus einem ewig andauernden negativ Prozess wieder raus kommt.
Und dabei wird auch kein Loddar oder Pep an der Seitenlinie weiter helfen. Die Spieler müßen lernen, den Hebel umzulegen.
Und das klappt meiner Meinung eher, in dem die Fan-Basis geschlossen hinter dem Verein steht und nicht jede kleine Wasserstandsmeldung mit Mord-und-Zetero kommentiert.

Also Mund abwischen und unserer Mannschaft in Hamburg fernetisch anfeuern bis einen die Lungen hochkommen. :schal:
 
Ich habe mich gerade gefragt, wie viel Zeit man einem Trainer geben und wann man einen Versuch für gescheitert erklären sollte.

Eins vorab:
NEIN, ich verlange nicht den Rausschmiss von RD. Noch nicht.
Und NEIN ich bin keiner, der für eine weitere Saison unter TS gewesen wäre.

Mir fällt einfach nur auf, dass die Geduld hier in Bremen doch recht bemerkenswert ist!

Von anderen Trainern, die (IN der Saison) einen Job annehmen, wird in anderen Vereinen regelmäßig doch viel schneller eine gewisse Wirkung verlangt. Bemerkenswert ist dabei, dass es manchmal sogar funktioniert: Ein Trainerwechsel verändert (kurzfristig) oft schon nach einer Woche alles im Verein und ein Team spielt auf einmal wie ausgewechselt (Favre, Hoffenheim und schauen wir mal, was der HSV am Wochenende macht).

Gleiches gilt für Trainer, die einen Verein vor der Saison übernehmen.
Diese Trainer hatten auch keinen Einfluss auf die vorherige Kaderzusammensetzung, sie kennen die Spieler auch nicht genau, sie müssen sich auch einen Überblick über das Leistungsvermögen einzelner Spieler machen, sie müssen auch ihre Taktik an das vorhandene Personal anpassen...

Dass es hier seit 3 Jahren den Bach runter geht, stimmt sicherlich. Aber für einen Trainer macht es doch keinen Unterschied, wie lange schon gemisswirtschaftet wurde! Das ändert doch nichts daran, dass RD genug Zeit hatte, den Bremer Kader zu analysieren. Er konnte eine komplette Vorbereitung nach seinen Wünschen gestalten und mit dem Team an seiner Taktik arbeiten. Finanzielle Mittel standen auch zur Verfügung (wir haben immerhin ca. 9 Mio (!) investiert! Mehr kann ein Trainer bei einem neuen Verein doch gar nicht erwarten?!!

Angesichts dieser Tatsachen muss man doch eigentlich sagen, dass sich RD seit dem 1. Spieltag an den Leistungen des Teams messen lassen muss. Das gilt doch für jeden Trainer! Nur weil ein Trainerwechsel in Bremen eher zur Ausnahme gehört, heißt es ja nicht, dass das nicht etwas stinknormales ist! Und warum man einem Trainer in Bremen einfach mal so mehr Zeit zugesteht, erschließt sich mir nicht ganz. Es geht ja nicht an, dass man sagt:

"Jaaa, der Robin, der ist neu hier... Der soll sich das mal jetzt erstmal in Ruhe anschauen alles.. Ja guuut, der kennt die Spieler ja noch nicht... Son Umbruch, der braucht Zeit... Von der Hinrunde kann man jetzt noch nicht so viel erwarten...."

Versteht mich nicht falsch: Ich bin absolut gegen eine Hire&Fire-Mentalität und sehr stolz darauf, was für ein tolles Umfeld Bremen insoweit hat. Und ich wünsche mir, dass RD hier auch wieder etwas großartiges aufbaut.

Es könnte aber auch sein, dass er nicht in dieses Umfeld passt! Es kann sein, dass RD ein nächster de Moss, Sidka, Dörner oder Magath - als ein Reinfall - ist!

Jetzt stellt sich mir die Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt, diese Frage zu entscheiden?!
 
Quark. Denn ich habe mit keinem Wort die Arbeit von Dutt kritisiert, das ist viel zu früh und mMn liegt der Grund der Misere auch nicht an Dutt oder seinen Co's, wie es eben auch nicht an der Trainigsarbeit, der taktischen Arbeit, oder der Ein- und Aufstellung seines Vorgängers lag. Sondern an der Transferpolitik und damit zusammnhängend den eher mentalen/kognitiven Fähigkeiten vieler Spieler. Also hier mal nicht mit der ständig schwarz/weißen Behauptung von zweierlei Maß und son'n Kram um die Ecke kommen, das ist unwürdig und hast zumindest Du nicht nötig.

Warum wirst du persönlich? Hast du das etwa nötig?

BTT:

Interpretiere ich deinen Beitrag richtig, daß die Basics allein eine Frage der Transfers sind? Falls ja, wären wir damit wieder beim Thema Schwarz-Weiß-Denken…

Warum? Nun, ein Spieler bringt zu seinem neuen Verein unterschiedlich ausgeprägte, individuelle Fähigkeiten mit, so daß bis hierhin deine Transfer-These sogar richtig ist. Aber jetzt kommt das große „Aber“, denn wenn ein jüngerer Spieler zu einem neuen Verein kommt, ist das noch längst nicht gleichbedeutend damit, daß seine Fähigkeiten vollständig entwickelt sind. Bis zum Erreichen des optimalen Fussballeralters von ca. 28-30 Jahren durchlebt ein Fußballer nämlich auch einen Lernprozeß, in dem seine vorhanden Fähigkeiten kontinuierlich ausgebaut werden. Dies kann aber auch nur dann funktionieren, wenn der Profi in der täglichen Arbeit vom Trainerstab entsprechend bei der Weiterentwicklung der Basics gefordert und gefördert wird; außerdem müssen hierbei auch noch andere Zahnräder ineinander greifen, wie z.B. ein funktionierendes Spielsystem, Taltik etc. welche den Lernprozeß durch eine gewisse Eigendynamik unterstützen.

Wohl kaum ein Trainerstab kann weder aus einem grob geschnitzten Innenverteidiger einen Filigrantechniker machen, noch aus einem Ballvirtuosen einen rustikale „Pferdelunge“, die sich am liebsten dort aufhält, wo Schmerzen drohen. Aber darum geht es auch gar nicht, sondern darum, daß zu den vielfältigen Aufgaben eines Trainerstabs auch die gehört, gemeinsam mit dem Spieler die mitgebrachten Basics auszubauen. Und wenn ein Trainerstab die vorhandenen Fähigkeiten nicht ausreichend fördert, dann wird ein Stillstand oder gar ein Rückschritt in der Entwicklung der Fähigkeiten des Spielers irgendwann unübersehbar sein und somit auch Einfluß auf die Spielresultate haben.
 
Warum wirst du persönlich? Hast du das etwa nötig?

:confused: Wieso nimmst Du das persönlich, dass ich anmerke, dass ich weder Dutt in seiner Arbeit kritisiere, noch zulasse, dass meine Sicht der Dinge als bloßes Relativieren bzw. Schaaf-entschulden-und-dafür-alles-auf-Robin-Dutt-abwälzen verstanden wird?! :confused: Denn weder habe ich verharmlost, noch habe ich Dutt in irgendeiner Bringschuld diesbezüglich gesehen. Du hast es mir allerdings unterstellt.

BTT:

Interpretiere ich deinen Beitrag richtig, daß die Basics allein eine Frage der Transfers sind? Falls ja, wären wir damit wieder beim Thema Schwarz-Weiß-Denken…[...]

Interpretierst Du falsch. Deshalb habe ich den Rest *gesnippt* und deshalb passt mir diese schwarz-weiße Jacke auch nicht. Das Thema "Basics" gehört mMn in den Mythenbereich von anderen. Ich habe, wie oben angemerkt, eher den kognitiv-mentalen Qualitätsverlust als Ergebnis der Transferarbeit von KATS & Co als Knackpunkt avisiert. (Und vermute ähnliches bei den jetzigen Transfers, will mich da aber persönlich noch nicht festlegen.)

Der einzige Grund, warum überhaupt "Basics" (immer in Klammern, ausser ich habe es mal vergessen) auftauchte, ist eben die merkwürdige Behauptung, dass eine gewissen Trainingsmethode "Unfug" sei.

Ausserdem ist im moment völlig Latte, ob wir mit zwei oder einen Stürmer spielen, ob Caldirolan auf links (als Linksfuss) den AV macht oder nicht, ob wir nun defensiv weiter hinten stehen oder weiter offensiv nach vorne aufrücken.

So lange die Jungs nicht zu der Erkenntnis kommen, dass sie über 90 Minuten Vollgas geben müssen und nicht nach dem ersten Pressing oder Gegentor weinend zu Mami laufen, sind alle taktischen Massnahmen egal.

Was Werder seit Begin diesen Jahres hat ist eine Kopfsache, eine fehlende professionelle Einstellung der Spieler und natürlich die Erfahrungswerte, wie man aus einem ewig andauernden negativ Prozess wieder raus kommt.
Und dabei wird auch kein Loddar oder Pep an der Seitenlinie weiter helfen. Die Spieler müßen lernen, den Hebel umzulegen.
Und das klappt meiner Meinung eher, in dem die Fan-Basis geschlossen hinter dem Verein steht und nicht jede kleine Wasserstandsmeldung mit Mord-und-Zetero kommentiert.

Also Mund abwischen und unserer Mannschaft in Hamburg fernetisch anfeuern bis einen die Lungen hochkommen. :schal:

:fullquote: :tnx:
 
:confused: Wieso nimmst Du das persönlich, dass ich anmerke, dass ich weder Dutt in seiner Arbeit kritisiere, noch zulasse, dass meine Sicht der Dinge als bloßes Relativieren bzw. Schaaf-entschulden-und-dafür-alles-auf-Robin-Dutt-abwälzen verstanden wird?!

Nein, ich bezog es lediglich hierauf:
[...]das ist unwürdig und hast zumindest Du nicht nötig.


Denn weder habe ich verharmlost, noch habe ich Dutt in irgendeiner Bringschuld diesbezüglich gesehen. Du hast es mir allerdings unterstellt.

Ich habe den Text bewußt ohne persönlichen Bezug formuliert, weil ja durchaus die Möglichkeit besteht, daß mehrere User die von dir dort geäußerte Ansicht teilen. Wenn du daraus eine Unterstellung gegen dich deutest, dann war das ebenso eine Fehlinterpretation wie sie ich in mein vorherigen Beitrag getätigt habe.

Aber um das (weiter) auszudiskutieren, dafür ist das hier der falsche Thread und ich möchte äußerst ungern eigene Beiträge in entsprechende Threads verschieben müssen. ;)
 
So lange die Jungs nicht zu der Erkenntnis kommen, dass sie über 90 Minuten Vollgas geben müssen und nicht nach dem ersten Pressing oder Gegentor weinend zu Mami laufen, sind alle taktischen Massnahmen egal.

Was Werder seit Begin diesen Jahres hat ist eine Kopfsache, eine fehlende professionelle Einstellung der Spieler und natürlich die Erfahrungswerte, wie man aus einem ewig andauernden negativ Prozess wieder raus kommt.
... Die Spieler müßen lernen, den Hebel umzulegen.
Und das klappt meiner Meinung eher, in dem die Fan-Basis geschlossen hinter dem Verein steht und nicht jede kleine Wasserstandsmeldung mit Mord-und-Zetero kommentiert.

was hat die fan-basis damit zu tun, ob die spieler mit der richtigen einstellung auf den platz marschieren?

WENN die jungs mal mit der richtigen einstellung, also mindestens kampf und laufbereitschaft, ins spiel gehen würden, würde es schon mal reichen.

all das vermisse ich allzu oft. und das erwarte ich einfach von profis, und nicht so ein lustloses gebolze wie gegen st. pauli. warum war AH so ziemlich der einzige, der in der zwoten gegen ffm gekämpft und gerackert hat? ok, es bleibt die frage, warum erst in der zwoten...

aber ich werde mit sicherheit nicht beifall klatschen wenn die wie schencken über den rasen schleichen... die sollen uns begeistern, dann begeistern auch wir/ich.
 
Sobald Werder kämpft, sind die Fans immer dabei. Das Publikum ist hier extrem geduldig. Selbst bei einem kompletten Offenbarungseid gibt es nur wenig Pfiffe.
 
Könnte es nicht auch so sein, dass du zu dem "kleinen Teil" der Fans gehörst, die realitätsfern und unbelehrbar sind?

Das ist mit Verlaub schlimmer Unsinn, ganz besonders in der Vehemenz.
Soviel zu ersterem Zitat. Du bist wirklich der Größte. :wink:

:) Jeder zieht sich halt den Stiefel an, der ihm passt.

Ein sehr passender Hinweis. Ich erinnere mich noch sehr gut an schon vor der Trennung von Thomas Schaaf getätigte Äußerungen in in diesem Forum, die bei einer Entlassung von Thomas Schaaf panikartig (obwohl die letzte vorzeitigen Trainerentlassung bei Werder 14 Jahre her war) Verhältnisse wie beim HSV beschrieen haben. Aber nur 4 Monate und in der Summe lächerlichen 5 Buli-Spielen nach der tatsächlich erfolgten Trennung von TS wird die Arbeit seines Nachfolger als noch katastrophaler bewertet, was de facto der Erwartung oder zumindest dem Wunsch / der Hoffnung einer Trennung von RD gleich kommt. Einen Coach nach nur 5 Spieltagen feuern zu wollen: das wären in der Tat Verhältnisse wie beim HSV.

:tnx::tnx::tnx: :tnx:
 
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