Robin Dutt

Ich habe mich gerade gefragt, wie viel Zeit man einem Trainer geben und wann man einen Versuch für gescheitert erklären sollte.

Eins vorab:
NEIN, ich verlange nicht den Rausschmiss von RD. Noch nicht.
Und NEIN ich bin keiner, der für eine weitere Saison unter TS gewesen wäre.

Mir fällt einfach nur auf, dass die Geduld hier in Bremen doch recht bemerkenswert ist!

Von anderen Trainern, die (IN der Saison) einen Job annehmen, wird in anderen Vereinen regelmäßig doch viel schneller eine gewisse Wirkung verlangt. Bemerkenswert ist dabei, dass es manchmal sogar funktioniert: Ein Trainerwechsel verändert (kurzfristig) oft schon nach einer Woche alles im Verein und ein Team spielt auf einmal wie ausgewechselt (Favre, Hoffenheim und schauen wir mal, was der HSV am Wochenende macht).

Gleiches gilt für Trainer, die einen Verein vor der Saison übernehmen.
Diese Trainer hatten auch keinen Einfluss auf die vorherige Kaderzusammensetzung, sie kennen die Spieler auch nicht genau, sie müssen sich auch einen Überblick über das Leistungsvermögen einzelner Spieler machen, sie müssen auch ihre Taktik an das vorhandene Personal anpassen...

Dass es hier seit 3 Jahren den Bach runter geht, stimmt sicherlich. Aber für einen Trainer macht es doch keinen Unterschied, wie lange schon gemisswirtschaftet wurde! Das ändert doch nichts daran, dass RD genug Zeit hatte, den Bremer Kader zu analysieren. Er konnte eine komplette Vorbereitung nach seinen Wünschen gestalten und mit dem Team an seiner Taktik arbeiten. Finanzielle Mittel standen auch zur Verfügung (wir haben immerhin ca. 9 Mio (!) investiert! Mehr kann ein Trainer bei einem neuen Verein doch gar nicht erwarten?!!

Angesichts dieser Tatsachen muss man doch eigentlich sagen, dass sich RD seit dem 1. Spieltag an den Leistungen des Teams messen lassen muss. Das gilt doch für jeden Trainer! Nur weil ein Trainerwechsel in Bremen eher zur Ausnahme gehört, heißt es ja nicht, dass das nicht etwas stinknormales ist! Und warum man einem Trainer in Bremen einfach mal so mehr Zeit zugesteht, erschließt sich mir nicht ganz. Es geht ja nicht an, dass man sagt:

"Jaaa, der Robin, der ist neu hier... Der soll sich das mal jetzt erstmal in Ruhe anschauen alles.. Ja guuut, der kennt die Spieler ja noch nicht... Son Umbruch, der braucht Zeit... Von der Hinrunde kann man jetzt noch nicht so viel erwarten...."

Versteht mich nicht falsch: Ich bin absolut gegen eine Hire&Fire-Mentalität und sehr stolz darauf, was für ein tolles Umfeld Bremen insoweit hat. Und ich wünsche mir, dass RD hier auch wieder etwas großartiges aufbaut.

Es könnte aber auch sein, dass er nicht in dieses Umfeld passt! Es kann sein, dass RD ein nächster de Moss, Sidka, Dörner oder Magath - als ein Reinfall - ist!

Jetzt stellt sich mir die Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt, diese Frage zu entscheiden?!

Die Befürchtung, eine Zeit wie nach Rehagel tritt nach der Schaaf-Entlassung ein, hat sich (mir) zunächst bestätigt. Ein Wandel wie es plötzlich bei den Hoffenheimern gegeben hat, greift hier - aus welchen Gründen auch immer - nicht.

RD bringt - so meine Infos zu ihm - keine Titelerfahrungen mit. Werder ist mit dem Backround wohl ziemlich seine höchste Aufgabe.
Ob er der Mannschaft Sicherheit einimpfen kann, wird sich zeigen.

Für mich wäre ein negatives Signal, wenn Werder plötzlich gar nichts mehr holt. Dann wäre schon zur Winterpause - für mich Ende.

Sollte es gegen Teams untere Tabellhälfte Siege und gelegentliche Erfolge (Punkteteilungen) gegen höher tabbelierte Teams geben, sieht es nach Veränderung aus, es scheint sich was zu festigen oder zumindest zu bewegen, die Rückrunde geht man mit RD weiter.

Optimal wäre natürlich stetige Steigerung bis zum Mittelfeldplatz zur Winterpause. (So wie die letzten Spiele waren, eher Wunschdenken).

Ob er zu Bremen paßt? hängt von seinem Erfolg ab, nichts anderes kann das bestätigen. Wenn er in Bremen Erfolg hat und sich nicht wohl fühlt... kann er auch die Entscheidung treffen, zu gehen.
 
Ich habe mich gerade gefragt, wie viel Zeit man einem Trainer geben und wann man einen Versuch für gescheitert erklären sollte.

Eins vorab:
NEIN, ich verlange nicht den Rausschmiss von RD. Noch nicht.
Und NEIN ich bin keiner, der für eine weitere Saison unter TS gewesen wäre.

Mir fällt einfach nur auf, dass die Geduld hier in Bremen doch recht bemerkenswert ist!

Von anderen Trainern, die (IN der Saison) einen Job annehmen, wird in anderen Vereinen regelmäßig doch viel schneller eine gewisse Wirkung verlangt. Bemerkenswert ist dabei, dass es manchmal sogar funktioniert: Ein Trainerwechsel verändert (kurzfristig) oft schon nach einer Woche alles im Verein und ein Team spielt auf einmal wie ausgewechselt (Favre, Hoffenheim und schauen wir mal, was der HSV am Wochenende macht).

Gleiches gilt für Trainer, die einen Verein vor der Saison übernehmen.
Diese Trainer hatten auch keinen Einfluss auf die vorherige Kaderzusammensetzung, sie kennen die Spieler auch nicht genau, sie müssen sich auch einen Überblick über das Leistungsvermögen einzelner Spieler machen, sie müssen auch ihre Taktik an das vorhandene Personal anpassen...

Dass es hier seit 3 Jahren den Bach runter geht, stimmt sicherlich. Aber für einen Trainer macht es doch keinen Unterschied, wie lange schon gemisswirtschaftet wurde! Das ändert doch nichts daran, dass RD genug Zeit hatte, den Bremer Kader zu analysieren. Er konnte eine komplette Vorbereitung nach seinen Wünschen gestalten und mit dem Team an seiner Taktik arbeiten. Finanzielle Mittel standen auch zur Verfügung (wir haben immerhin ca. 9 Mio (!) investiert! Mehr kann ein Trainer bei einem neuen Verein doch gar nicht erwarten?!!

Angesichts dieser Tatsachen muss man doch eigentlich sagen, dass sich RD seit dem 1. Spieltag an den Leistungen des Teams messen lassen muss. Das gilt doch für jeden Trainer! Nur weil ein Trainerwechsel in Bremen eher zur Ausnahme gehört, heißt es ja nicht, dass das nicht etwas stinknormales ist! Und warum man einem Trainer in Bremen einfach mal so mehr Zeit zugesteht, erschließt sich mir nicht ganz. Es geht ja nicht an, dass man sagt:

"Jaaa, der Robin, der ist neu hier... Der soll sich das mal jetzt erstmal in Ruhe anschauen alles.. Ja guuut, der kennt die Spieler ja noch nicht... Son Umbruch, der braucht Zeit... Von der Hinrunde kann man jetzt noch nicht so viel erwarten...."

Versteht mich nicht falsch: Ich bin absolut gegen eine Hire&Fire-Mentalität und sehr stolz darauf, was für ein tolles Umfeld Bremen insoweit hat. Und ich wünsche mir, dass RD hier auch wieder etwas großartiges aufbaut.

Es könnte aber auch sein, dass er nicht in dieses Umfeld passt! Es kann sein, dass RD ein nächster de Moss, Sidka, Dörner oder Magath - als ein Reinfall - ist!

Jetzt stellt sich mir die Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt, diese Frage zu entscheiden?!

:tnx:
 
die schneckentaktik bei werder bei hartem wind gegen zu steuern ist imho obsolet und überholt. man fährt sehenden auges in den abgrund, eventuell ist es zeit für schnellschüsse.

egal was, es muss sich was ändern. so kann es doch nicht weiter gehen.:mad:
 
Mal ein Gedanke als Einwurf: wie oft haben bei anderen Vereinen neue Trainer sehr schnell eine Verbesserung der Leistungen gebracht, die sich dann nur als Zwischenhoch erweisen sollten? Wie oft waren solche Trainer dann nach 1-2 Jahren schon wieder weg (s. z.B. Fink beim HSV)? Könnte es nicht möglich sein, dass wir mit RD genau den umgekehrten Weg erleben: zu Beginn keine sofort merkbare Verbesserung, dafür aber viel nachhaltigeres und damit langfristig erfolgreiches Arbeiten? Wer will das nach 2,5 Monaten und 6 Pflichtspielen ernsthaft als Möglichkeit ausschließen?

Vielleicht lachen wir uns in ein paar Jahren darüber kaputt, wie panisch hier manche nach ein paar Spieltagen der Saison 2013/14 reagiert haben. :)

Kurz gesagt: einfach mal durchatmen und dem Ganzen ein wenig Zeit geben. Noch sind wir nicht abgestiegen. :daumen:
 
Mal ein Gedanke als Einwurf: wie oft haben bei anderen Vereinen neue Trainer sehr schnell eine Verbesserung der Leistungen gebracht, die sich dann nur als Zwischenhoch erweisen sollten? Wie oft waren solche Trainer dann nach 1-2 Jahren schon wieder weg (s. z.B. Fink beim HSV)? Könnte es nicht möglich sein, dass wir mit RD genau den umgekehrten Weg erleben: zu Beginn keine sofort merkbare Verbesserung, dafür aber viel nachhaltigeres und damit langfristig erfolgreiches Arbeiten? Wer will das nach 2,5 Monaten und 6 Pflichtspielen ernsthaft als Möglichkeit ausschließen?

:tnx: Das ist der Plan!

Vielleicht lachen wir uns in ein paar Jahren darüber kaputt, wie panisch hier manche nach ein paar Spieltagen der Saison 2013/14 reagiert haben. :)

Das wünschen wir uns glaube ich alle! ;)

Kurz gesagt: einfach mal durchatmen und dem Ganzen ein wenig Zeit geben. Noch sind wir nicht abgestiegen. :daumen:

Durchhalteparolen, Norge? :D

Du hast natürlich recht. Sollte Dutt aber diese rein defensive Grundausrichtung beibehalten, werden wir mMn nicht viele eigene Tore erzielen, vermutlich zu wenige Punkte holen und den Abstieg nur schwer vermeiden können. Insofern müssen die bisherigen Spiele unbedingt richtig gedeutet werden.
 
Ich finde, dass es für Durchhalteparolen eindeutig zu früh ist. Nur möchte ich daran erinnern, wie stolz alle darauf in den letzten Jahren waren, dass Werder anders ist und man den Trainer nicht nach ein paar schlechten Spielen in Frage stellt. Dass man das mMn bei Schaaf ganz eindeutig übertrieben hat, muss ja nicht gleich bedeuten, dass man das bei Dutt gleich vollkommen über Bord wirft. :)

Du hast natürlich recht. Sollte Dutt aber diese rein defensive Grundausrichtung beibehalten, werden wir mMn nicht viele eigene Tore erzielen, vermutlich zu wenige Punkte holen und den Abstieg nur schwer vermeiden können. Insofern müssen die bisherigen Spiele unbedingt richtig gedeutet werden.

Keine Frage. :tnx:
 
Du hast natürlich recht. Sollte Dutt aber diese rein defensive Grundausrichtung beibehalten, werden wir mMn nicht viele eigene Tore erzielen, vermutlich zu wenige Punkte holen und den Abstieg nur schwer vermeiden können. Insofern müssen die bisherigen Spiele unbedingt richtig gedeutet werden.

Dem kann ich so nicht zustimmen.

Vielleicht richtet Dutt Werder auf Konterfußball aus, dann wäre genau das die Möglichkeit Punkte zu holen, egal gegen wen. Was nützen denn Dortmund 20 Torchancen, wenn nur einer trifft. Bayern hatte auch schon solche Spiele und keinen hat es gejuckt, wenn Werder trotzdem 3:0 gewonnen hat.
Bei einer besseren Konternutzung wie durch Junu vs. Braunschweig hätten wir unser Soll erfüllt und vielleicht einen Punkt geholt.

Mir ist doch egal wie die Punkte geholt werden, wieviele Spiele in der Vergangenheit war Werder besser und hatte das Nachsehen?! (auch wenn man weiter zurückgehen muß)
 
Dem kann ich so nicht zustimmen.

Vielleicht richtet Dutt Werder auf Konterfußball aus, dann wäre genau das die Möglichkeit Punkte zu holen, egal gegen wen. Was nützen denn Dortmund 20 Torchancen, wenn nur einer Trifft. Bayern hatte auch schon solche Spiele und keinen hat es gejuckt, wenn Werder trotzdem 3:0 gewonnen hat.
Bei einer besseren Konternutzung wie durch Junu vs. Braunschweig hätten wir unser Soll erfüllt und vielleicht einen Punkt geholt.

Mir ist doch egal wie die Punkte geholt werden, wieviele Spiele in der Vergangenheit war Werder besser und hatte das Nachsehen?! (auch wenn man weiter zurückgehen muß)
:tnx::tnx::tnx:
Genau mein Reden. Zumindest wäre es mit diesem Kader durchaus möglich ihn auf reinen Konterfußball maßzuschneidern, statt zu versuchen den "Mainstream" zu fahren.
 
Es gibt doch hier fast keinen der RD sofort feuern würde. Zeit wird er schon bekommen. Allerdings liegt es auch an ihm wie lange das sein wird. Offentsichtlich fruchtet sein Plan zur Zeit überhaupt nicht. Ein Paar Sachen muss er wohl definitiv kurzfristig ändern, Impulse und Zeichen setzen.
Ich frage mich halt was wohl sein wird wenn wir tatsächslich die nächsten 4 Spiele (Gegener eher "leicht") alle verlieren werden (bei ähnlicher Leistung wie gegen Frankfurt)!?!?

Wie lange würden selbst die größten RD Befürworter an ihm festhalten? Wären 15 Punkte bis Weihnachten genug?
Wenn der Fussball zunehmend besser wird bestimmt, aber wenn nicht?
 
Wenn RD tatsächlich in der Finkentlassung eine Chance für den SVW sieht, wie es im VT zu lesen war, dann kann man ihn nur beglückwünschen.
An dieser Aussage wird er sich nämlich messen lassen müssen.
In der Verfassung, in der sich seine Mannschaft befindet, würde ich ganz kleine Brötchen backen. :roll:
 
Wenn RD tatsächlich in der Finkentlassung eine Chance für den SVW sieht, wie es im VT zu lesen war, dann kann man ihn nur beglückwünschen.
An dieser Aussage wird er sich nämlich messen lassen müssen.
In der Verfassung, in der sich seine Mannschaft befindet, würde ich ganz kleine Brötchen backen. :roll:

:tnx: :roll:

Warum hält er in dieser Situation nicht einfach mal die Schn....? :wild:
Was geht uns Fink an, was das Chaos beim Gegner? :confused:
 
Der Begriff Vehemenz war an dieser Stelle eher falsch, in der "Deutlichkeit" war gemeint. Passiert halt, falsche Wortwahl.
Dass ich vehement etwas vertrete, stimmt. Problem?

Der letzte Satz dieses Absatzes galt ja schon für die letzte Zeit der Ägide Schaaf. Und das, was Du als Unfug abtust, sollte Dutt & Trainerteam schnellstmöglich wieder einführen, wenn es denn überhaupt obsolet wäre. Dann wäre so ein Fehlpassdebakel wie gegen Frankfurt unwahrscheinlicher. Du beschwörst doch selber immer die Arbeit an den "Basics".
Das ist aber mMn kein Basic im Sinne des Schaffens von fussballerischen Grundlagen, also was Spieler verinnerlichen müssten, um es immer wieder abrufen zu können. Und zwar vor allem dann, wenn die eigene Tagesform grundsätzlich oder mindestens die mentale Einstellung zu einem Spiel nicht stimmt oder das Selbstvertrauen gerade fehlt. Dann muss der intuitive Part greifen.

Denn, um zum Punkt zu kommen, darum geht` s eben auch beim 5-gegen-2. Das zu trainieren ist mMn nicht falsch (ich habe ja extra das Adjektiv "ewig" hinzugefügt), aber nicht permanent und vor allem nicht bevorzugt als Grundlage.

Interessanterweise sprichst Du selbst die Kognition an. Wenn also im Training ständig 5 gegen 2 eine wichtige oder gar die wichtigste Einheit ist, könnte es dann sein, dass die Spieler glauben, den Ball müssen sie tatsächlich nur prallen lassen, um ihn zum eigenen Mann zu bringen?
Möglicherweise beginnen bereits hier die Probleme. Zum einen hast Du diese engen Situationen im Spiel, wo das möglich ist, nur sehr selten, höchstens dann, wenn der Raum zu knapp, die Nebenleute sich auf den Füssen stehen, weil die gesamte Mannschaft nicht in der Lage ist, den Gegner auseinanderzuziehen. Zum anderen wird so die Passqualität nicht wirklich gefördert. Zum Beispiel, wie wichtig es ist, auch einmal den Ball platziert, flach auf dem Rasen über 8-15 Meter zu spielen, so dass der Nebenmann mit dem Ball in den Lauf oder direkt auf den Mann auch was anfangen und idealerweise das Spiel weiter beschleunigen kann. Oder Freistoß-/ Eckenvarianten, Schusstechniken mit Innenseite, Spann, Außenrist, druckvolles Passspiel auf den Punkt. Ich kann mich sowohl bei eigenen Beobachtungen, als auch in den Berichten anderer aber nie dran erinnern, dass Werder unter TS dieses mal zielgerichtet trainiert hat (öffentlich, versteht sich). Dutt tut es, teilweise.

Es ist meines Erachtens schlichtweg falsch, zu behaupten, mit solchen Trainingsmaßnahmen "wäre so ein Fehlpassdebakel wie gegen Frankfurt unwahrscheinlicher". Wie auch immer, die Früchte waren zu sehen. Denn genau das Gegenteil konntest Du bei Werder immer wieder beobachten, wenn wir uns gegen einen gut gestaffelten und organisierten Gegner extrem festgebissen haben, nicht in der Lage waren, das Spiel breit zu machen (5-gegen-2, längere, flache Pässe auf den Punkt). Und die Mannschaft irgendwann mangels flexibler Spielführung und daher mangels Alternativen verzweifelte und letztlich im Umschaltverhalten in sich zusammenfiel. Denn gerade dann stehen die fragwürdigen "mentalen/ kognitiven Fähigkeiten", die Du ansprichst, vielen Spielern im Wege, weil die Intuition die fehlenden Mechanismen nicht ausgleicht.
Gerade heutzutage, wo der Platz in Breite und Tiefe immer effizienter genutzt wird, musst Du hier ansetzen.

Deshalb gilt und galt dieser Satz eben nicht für die Ägide Schaaf, jedenfalls wenn das öffentliche Training als Maßstab genommen wird und nichts anderes tue ich.

:confused: Ist das jetzt hier die seit über 2500 Jahren belegte Behauptung, die aktuelle junge Generation ist tugendlos, unverantwortlich und verzogen und damit schlussendlich nicht den Herausforderungen gewachsen?!
Da steht natürlich immer die These im Raum, die Spieler müssten solche Dinge wie oben angesprochen ab einem gewissen Alter nach guter Ausbildung grundsätzlich mitbringen (vielleicht glaubte das auch Schaaf), aber das ist halt der Trugschluss- meistens können sie nicht. Bzw. können sie es schon, verstehen aber nicht, warum es wichtig ist. Das lehren uns doch die Erfahrungen der hochgepäppelten Sportgymnasium- Generation. Natürlich trifft das nicht auf alle zu, aber auf viele. Ist schon ein Unterschied zu früher.

Nein. Die extrem harmlose Offensive (herausgespielte Chancen) ist etwas sehr neues in dieser Qualität.
Die Frage, die ich hier hätte ist, was Du mit Qualität im Zusammenhang zur Jetzt-Zeit und im Vergleich zu damals verstehst, wenn Du schon vergleichst?
M.E. geht erstens der Versuch, Balance über eine gewisse Grundordnung zu finden bei einem Team mit immer noch einigen Spielern, die das jahrelang nicht kannten, zu Lasten der Offensivqualität. Zweitens fehlt schlicht zu einem Gutteil die Qualität in der Offensive früherer Jahre an sich.

Wir hatten das damals (noch in WOL) einmal aufgeschlüsselt, ich glaube 2008 im Frühjahr muss es gewesen sein, da hatte Maddin den Thread mit Werder` s fehlendem Kombinationsfussball eröffnet, wo dies diskutiert wurde. Von der Rückrunde 2007 an über die Saison 07/ 08 war Werder im Verhältnis der Torchancen im Vergleich zu denen, die wirklich herausgespielt wurden, unteres Tabellendrittel. Nicht nur gefühlt haben wir die meisten Spiele nur noch über Wucht und individuelle Klasse, nicht über taktische Facetten, System und spielerische Qualitäten gewonnen. Damals schon. Und das zog sich so lange hin und brach schließlich völlig ein, als jene individuellen Qualitäten aufgrund des Kaderumbruches weniger wurden.

Ach so. Mit dieser kruden Behauptung ist selbstverständlich alles gesagt. :crazy:
Das war verallgemeinert betrachtet, nicht auf einzelne direkt bezogen. Aber es lässt sich nicht abstreiten, dass viele Trainer ohne große Spielervergangenheit in den letzten 10 Jahren Karriere machen, meinem Gefühl nach aus diesem Grund.


Btw Lass doch bitte die ständigen persönlichen Angriffe, die in ihrer Überheblichkeit völlig deplatziert sind (auch wenn man` s von Dir oder DR AKR gewöhnt ist, sobald versucht wird, eine Meinung mit Argumenten auch im Kontext zu unterlegen).
 
:tnx: :roll:

Warum hält er in dieser Situation nicht einfach mal die Schn....? :wild:
Was geht uns Fink an, was das Chaos beim Gegner? :confused:

Ähm er wird gefragt was der Trainerwechsel fürs Spiel bedeutet und antwortet, er habe nun mehr Zeit für die Mannschaft was gut ist, da Videoanalysen nicht mehr sinnvoll sind.

Und raus kommt Dutt findet Trainerrausschmiss beim HSV gut? Hallo geht´s noch???
 
Generell wohl, aber gegen einzelne Spieler schon eher, jedenfalls hatte ich öfter in der Vergangenheit dieses Gefühl.

Yepp, so war mein Beitrag auch gemeint, auf dem Maddin antwortet.
Im moment wird jeder öffentlicher Kommentar eines Werder Angestellten auf die Goldene Waage gelegt und seziert. Miele musste bis vor zwei Spieltagen sich fast öffentlich entschuldigen (bei einem Torverhältnis von 3:5), das Tor des SVW zu hüten.

Was kommt als nächstes? Applaus für eine Auswechselung bei Fritz, Prödl oder Hunt? Pfiffe bei jeder geschossenen Ecke von Hunt?

Dieses Gebashe, auch hier im Forum, ist weder zweckführend, noch hat es den Ansatz von gerechtfertigter Kritik. Es bleibt pure Frustbewältigung einzelner Fans.
 
Aber wie wäre es dann, wenn die Werderverantwortlichen einfach mal keine Interviews mehr geben?

Dann würde es neben den schlechten Leistungen auch keine Grundlage mehr für das Gebashe hier geben.

Die Spieler sollten sich alle auf das Training und das Spiel konzentrieren und nicht darauf, was sie der Presse diktieren könnten.
 
Ähm er wird gefragt was der Trainerwechsel fürs Spiel bedeutet und antwortet, er habe nun mehr Zeit für die Mannschaft was gut ist, da Videoanalysen nicht mehr sinnvoll sind.

Und raus kommt Dutt findet Trainerrausschmiss beim HSV gut? Hallo geht´s noch???

Danke. :tnx:

Dieses Gebashe, auch hier im Forum, ist weder zweckführend, noch hat es den Ansatz von gerechtfertigter Kritik. Es bleibt pure Frustbewältigung einzelner Fans.

Das trifft zwar nicht auf alle zu, aber man muss sich schon wundern, wie viele derjenigen, die zu TS-Zeiten noch auf vernünftige Argumente wert gelegt haben (und zwar auf beiden Seiten) im Moment nur noch am rad zu drehen scheinen. :unfassbar:

Aber wie wäre es dann, wenn die Werderverantwortlichen einfach mal keine Interviews mehr geben?

Dann kommt ganz bestimmt wieder Kritik, dass man in einer solch schwierigen Situation gar nichts von den Verantwortlichen hört und dass wir Fans ja wohl ein Anrecht auf Informationen hätten, etc. pp ...

Wenn es schlecht läuft, kann man eh machen was man will - es wird immer negativ ausgelegt. :roll:
 
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