Wenn das in der Vorwärtsbewegung letzte Saison - oder überhaupt überwiegend die letzten 6-7 Jahre - gut ausgesehen haben soll, dann weiss ich nicht, was manche Leute hier in diesen Jahren gesehen haben wollen.
Gute Formulierung, Mick:daumen: : Was Du gesehen haben
willst, schreibst Du ja immer ganz deutlich. Das heißt ja noch lange nicht, dass es auch stimmt. :face:
Wie man die Vorwärtsbewegung Werders über gleich 7 Jahre hinweg ernsthaft grundsätzlich kritisieren kann, ist nicht nachvollziehbar! Deine Übertreibungen werden immer "wahnwitziger"! Die Zahl der erzielten Tore über die Jahre hinweg spechen eine andere Sprache. Die derzeitig rein defensiv ausgerichtete Spielweise wird kaum erfolgrreicher sein. Der Saisonverlauf wird es vermutlich zeigen. Möglicherweise ist ja die jetzt schon sichtbare Tendenz dessen der Grund für Deinen aktuellen "Rundumschlag"!
Der Trainerwechsel ist viel, viel zu spät gekommen, weswegen wir jetzt offenbar auf ähnliche Probleme wie in der Post-Rehhagel-Ära zusteuern.
Man hätte Schaaf direkt nach dem Double-Sieg 2004 feuern sollen, weil es klar war, dass es nur noch schlechter werden könnte.

:O
Dutt macht den Fehler, dass er ein komplexes, ambitioniertes System installieren will, welches nicht auf die Zusammenstellung dieser Mannschaft passt. Statt erstmal auf simple Mechanismen zu setzen, einen Handlungsrahmen, den die Truppe versteht und der ihr Stabilität bringt. Desweiteren war der Kuschelkurs, auf die, die gestern massiv enttäuschten, als Hoffnungsträger von morgen zu setzen, aus meiner Sicht klar der falsche Weg.
Der Hauptfehler besteht meines Erachtens darin, offensichtlich ganz auf Offensive zu verzichten. Das kann nicht gutgehen! Es werden sich noch einige, die Schaaf für dessen "Offensiv-Harakiri" kritisiert haben, erkennen, dass man nur mit "Tore verhindern" kein Spiel gewinnen wird. Ob die dann ereichte Punktzahl für den Klassenerhalt reichen werden, wird man sehen. Zweifel daran sind jetzt schon angebracht!
Wir haben schon über Mielitz, Prödl, Lukimya, Makiadi keinerlei Aufbau, keine Spielbeschleunigung, keine Verlagerungen auf die freie Seite, kein Spiel in die Breite, keinen sauberen, ersten Pass, der eröffnet. Plus unzählige Stellungs- und Abstimmungsfehler auf denselben Positionen. Im Effekt muss der Rest der Truppe neben dem genannten Aspekt, überhaupt nicht ins Spiel kommen zu können, enorm nach hinten arbeiten, wodurch jegliche Entlastung nach vorn fehlt. Das ist dann spätestens bei Rückstand geballte Hilflosigkeit auf dem Rasen.
Hier stimme ich Dir zu.
Dutt braucht Zeit für die Umsetzung seines Konzeptes, Zeit, die Werder dummerweise nicht (mehr) hat.
Er muss als Bundesliga-Trainer auch in der Lage sein, zu improvisieren. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob er es kann!
Der Verein hat über viele Jahre, eigentlich seit 2007 aus simpler Arroganz und Ignoranz, nämlich im Glauben, Werder könne sich den Gegebenheiten des knallharten Geschäftes Bundesliga einfach mal so entziehen, nicht auf die Nicht-Entwicklung in jeder Hinsicht (Spielerförderung, taktische Entwickung des Fussballs, Ergebnisse) reagiert und sich so den Kader geschaffen, den wir jetzt haben.
Das ist Humbug, oder, um es mit Deinen Worten auszudrücken "simple Arroganz und Ignoranz" der Verhältnisse bei Werder!
Wer bei Werder wollte sich den Gegebenheiten des knallharten Bundesliga-Geschäfts entziehen?
Wir haben zuletzt in vier von fünf Jahren die sportlichen Ziele auf eklatante Weise verpasst (und auch in dem einen Jahr 09/10 war es alles andere als optimal).
In der letzten Saison war kaum mehr drin als ein Platz im Mittelfeld der Liga. Dass es zuletzt Abstiegskampf bedeutete, war nicht geplant, aufgrund der extremen Verjüngung des Kaders aber nicht abwegig.
Im Jahr davor bgann der Umbruch. Die Hinserie war dennoch verhältnismäßig gut. Bei der anschließenden Rückrunde gebe ich Dir recht.
In der Saison 2010/2011 sind wir in der Tat, mit sehr gutem Kader, weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Aber auch damals hatte man mit Unwägbarkeiten wie massiven Verletzungsproblemen und jahrelanger Spielerbelastung zu kämpfen. Werder musste den enormen Anstrengungen der Vorjahre Tribut zahlen.
In der Saison 2009/10 ist man Dritter geworden und hat sich für die CL qualifiziert. Ein für einen Verein wie Werder Bremen toller Erfolg, auch wenn es damals fast "Gewohnheitsrecht" bedeutete.
In der Saison 2008/2009 haben wir in der LIga Porbleme gehabt, aber zwei Endspiele erreicht, von denen eines gewonnen wurde, das andere, auch wegen der Sperre des besten Spielers Diego, verloren wurde. So what?
In der Folge versperrte ein teilweise auf CL-Niveau bezahlter Kader, der zwar noch einige Jahre die Qualität hatte, aber wegen fürchterlich schlechter Trainerarbeit nicht nutzte, jeglichen finanziellen Handlungsspielraum, um die Mannschaft sinnig zu ergänzen und zu verstärken. So musste die Qualität aus Zugzwang stetig heruntergefahren werden und jetzt haben wir halt den Salat.
Du wirst die Trainerarbeit Schaafs vermutlich nie anerkennen, selbst wenn Werder nie wieder so erfolgreich sein sollte.
Sportlicher Einbruch wie auch die Erfolge zuvor lagen, wie Du Dir irgendwann eingestehen musst, nicht nur am Trainer. Deine Argumentation ist trotz der Vehemenz, mit der Du sie vertrittst, weiterhin einseitig und undifferenziert.