Das was bisher geschehen ist mag vielleicht anders sein als das wie Dinge in der Vergangenheit abliefen, aber warum soll das so verkehrt sein?
Es ist schön zu sehen, dass dir aufgrund dieser Frage doch aufgefallen sein müsste, dass etwas anders ablief als in der Vergangenheit. Die Transparente Art und Weise, verbunden mit einmaliger Authentizität und den typisch werderaner Werten wurde verloren.
So etwas nenne ich ein Profil-Verlust.
Und wenn man dann einen Fußballverein oder eben ein Konzern, sogar für bestimmte Werte lieben gelernt hat und feststellen muss, dass ein Mitarbeiter der nicht mehr als 3 Monate im Amt ist, alles umkrempeln will und diese Werte abschafft, kannst Du verstehen, dass das auf Unbehagen stößt, oder ?
Es geht nicht darum, nicht offen für neues zu sein. Einen Neuanfang hätte es auch zu 100% mit Thomas Schaaf geben können. Thomas Schaaf, der genau die Werte verkörpert hat, die Thomas Eichin vergessen macht.
Thomas Eichin und Werder - das passt einfach nicht !
Hast du schon mal den Vergleich zwischen einem Fußballverein und einem großen Wirtschaftskonzern gezogen? Die Wirtschaftskonzerne überdenken gelegentlich auch mal ihre Strategien und stellen diese in Frage.
Das war immer eine Stärke der sportlichen Führung, gerade unter Thomas Schaaf. Bodenständige Selbstkritik in Verbindung auch eben sich selbst zu hinterfragen. Das hat ja jeder mitbekommen !
Es ist für mich an einem Fußballverein eben genau das besonders zu schätzende, wenn er sich eben nicht, sei es wie in der Politik oder der freien Marktwirtschaft des freien Personal-Wechsels bemächtigt, sondern stetig gewisses Profil erzeugt, was über Jahre, viel liebenswerter und Gehaltvoller "daher kommt", als Marken oder Fußball-Vereine in denen eine ständige Bereitschaft einkehrt, à la Thomas Eichin, das Personal mal eben durchzuwechseln. Für mich hat der Mann deswegen gleich mehrere rote Karten auf einmal gesehen.
Thomas Eichin sollte sich einfach selber auswechseln.
Und zwar schnell.
Ist noch alles Zeitgemäß oder muss mal was erneuert werden? Muss eine neue Werbestrategie mit einer neuen "Message" übermittelt werden?
Also von Werbe-Strategien zu sprechen, halte ich für Zweideutig, wenn Du damit wirklich auf die Werbung eines Fußball-Vereins eingehen möchtest. Werders "Message"`s waren bisher bestimmte Werte, denen deutlich auf den Schlips getreten worden ist. Sie wurden untergraben und weggeschmissen. Dank Thomas Eichin.
Wenn Du Werbung als Metapher für das Charisma eines Fußball-Vereins meinst, zeichnet für mich doch gerade den Fußball-Verein aus, dass doch genau ein Fußball-Verein sich diese Werte (siehe z.B. aktuell auch Hoffenheim) erhalten sollte, um Profil zu bewahren.
Es mag viele Trainer geben, bei denen dieses 1:1-Verhältnis zwischen Trainer und Klub nicht da war - so ist das doch genau das, was hier keiner bestreiten kann. Nämlich, dass das genau bei Thomas Schaaf und dem SV Werder mehr als gegeben war. Er war, ist und bleibt das Werder, was viele so in ihr Herz geschlossen haben.
Nur das zu erkennen, ist zu viel für Thomas Eichin gewesen.
Er versucht nun, möglichst allen in den Hintern zu kriechen, weil ja nur er jetzt dafür verantwortlich ist, was passiert ist (siehe schnelle Handlungs-Folgen abseits der Trainer-Suche. Und z.B. auch profan jetzt die Website-Aufmachung mit dem Herz).
Die Schleimspur von Thomas Eichin ist lang - und alles unter dem Deckmantel, doch alles im Sinne des Vereins;
Hat man jetzt noch sportlich Erfolg, scheint allen alles super.
Nur für mich, kann das nicht der alleinige Gradmesser sein.
Genau das Gleiche macht Eichin. Er guckt sich alles genau an und versucht das, was mal "erneuert" werden muss zu optimieren. Das ergibt zwangsweise neue Wege und Denkweisen im Verein.
Schön, dass du erkennst, dass es neue Denkweisen gibt. Denkweisen, die mMn mit dem bisherigen SV Werder wohl kaum etwas zu tun haben können !
Welche Denkweisen meinst Du denn genau ?
Ein Tipp: Lehn dich einfach zurück und warte ab was jetzt bis zum Saisonstart passiert. Da ist noch viel Zeit für Eichin entweder Fehler zu machen oder den Verein zu stärken. Dieser Tipp gilt übrigens für alle Kritiker hier.
Du, es geht für mich nicht darum, bewusst zu meckern oder als irgendein Besserwisser dazustehen bzw. dann wenn es nicht läuft erst recht loszumeckern.
Es gibt Dinge, die so wie sie passiert sind - für mich absolut als nicht akzeptabel "daher kommen". Da steht das Erfolgsdenken nicht immer unbedingt betont im Vordergrund. Aber das scheint für viele hier Neuland zu sein ...
Wir sollten einfach alle abwarten und auf ihn vertrauen. Meckern kann man immer noch, wenn die großen Fehler geschehen sind.
Eben. Was ist das für ein Stil, Kritik zu üben, nur wenn der sportliche Erfolg ausbleibt ?