Es ist Frühjahr 2013.
Nicht einmal 3 Monate ist es her, dass bei Werder alles Sportliche auf Thomas Schaafs Schultern lasten sollte.
Kaum vorstellbar erschien es damals, dass mit der Einstellung eines neuen Sportchefs auch jene Person engagiert worden war, welche die 14 Jahre lange Ära um Werders Trainer-Legende beenden wollen würde.
Viel mehr drängte sich doch damals der Eindruck auf, Thomas Schaaf entlasten zu wollen. Oder haben sich Klaus Filbry und Co. schon damals nach einem neuen Werder Bremen gesehnt?
Aktuell muss man sich erst einmal vergegenwärtigen, dass sich der nun knapp 3 Monate im Amt befindliche Manager, ursprünglich auch noch aus dem Eishockey-Genre stammend, diese 14 Jahre lange Ära nun abrupt beenden wollte.
Und nein, Werder Bremen ist nicht in die 2.Liga abgestiegen.
Wie viele unzählig schwierige sportliche Situationen hat Thomas Schaaf nicht schon meistern müssen - und ist daraus viel mehr gestärkt, als geschwächt hervorgegangen?
Seit jeher war bekannt, dass das Thomas Schaaf`sche Werder natürlich auch den Abstiegskampf kann.
Beeindruckend brennen sich die tollen Erfahrungen der letzten Spiele ein.
Die Fan-Unterstützung fand unter Schaaf gar einen neuen Höhepunkt! Herr Eichin aber, ja der war da wohl gerade mal abwesend.
Und einzigartig kann sich hier auch die Schaf`sche Äußerung in Erinnerung festsetzen, dass er trotz alledem, persönlich aufgrund des mühevoll errungenen Klassenerhalts nicht feiern kann.
http://www.nwzonline.de/sport/schaaf-sieht-keinen-grund-zum-feiern_a_6,1,1915511237.html
Ein typischer Schaaf.
Er, der ewig weiter denkende, hat hier seine persönliche Unzufriedenheit als Zeichen dessen geäußert, dass er nächste Saison mit dem SV Werder, jetzt erst recht anderes vorhat!
Also Herr Eichin, was soll nun also ganz im Sinne von Thomas Schaaf abgelaufen sein?
Die verdrehte Darstellung der jetzt eingetretenen Tatsachen erscheint nun viel mehr als eine Flucht in eine persönliche Ebene. In der, geht es einzig und allein darum, gut gesonnene Außendarstellung der eigenen Manager-Fähigkeit darzustellen. Die von Ihnen Herrn Eichin persönlich. Und nicht die, des SV Werder.
Ihnen blieb doch gar nichts anderes übrig, als vor die Presse zu gehen, weil sie reagieren mussten. Und nicht, weil sie ein Schauspiel aufziehen wollten, dass Thomas Schaaf gerecht werden würde.
Die vergangenen 14 Jahre, die von ihnen selbst als historisch bezeichnet worden sind, verlangen deutlich mehr Dank und Würdigung.
Deutlich mehr Dank und Würdigung, als sie dies zur Schau stellen wollten.
Bezeichnend passt es ins Bild, dass sie gar das Dankeschön zu Beginn der PK sogar vergessen hatten.
Eine ganz schwache Leistung !
Vergleicht man die beiden Personifizierungen von Werder dürfte auffallen, dass persönliche Bevormundung im Sinne von Werder zu handeln, das übergeht, was Werder bisher 14 Jahre lang ausgemacht hat. Es ist fast schon ein profaner Eindruck entstanden, ganz bewusst, bestimmte Eindrücke zu vermitteln, die eben nicht der Realität entsprechen.
Die Schaaf`sche Ohrfeige galt nicht nur den Medien, nein Herr Eichin, sie galt auch Ihnen!
Aber das soll bloß keiner erfahren, suchen sie schnell einen Nachfolger, dann wird alles gut.
Die von Willi Lemke prognostizierte Bremerische lösung ist aus geblieben.
So, hat Werder sein Gesicht verloren.