Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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Dass Schaaf wie übrigens auch Allofs Fehler gemacht hat, streitet niemand ab. Kein Trainer der Welt ist fehlerlos. Aber ihn zu entlassen, wäre meiner Ansicht nach eine fatale Fehlentscheidung.



Gerade der Rehhagel-Vergleich passt. Im Frühjahr 1992 forderten Fans und Medien Rehhagels Entlassung. Die Argumente damals wie heute: Erfolglosigkeit, "Die Tabelle lügt nicht", "Hat sich abgenutzt", "Überholtes Spielsystem", "Erreicht die Mannschaft nicht mehr".

Das Präsidium sollte Rehhagel entlassen und durch Uwe Reinders ersetzen. Hätte das Präsidium gehandelt, würde der Briefkopf des Vereins jetzt um einiges kleiner ausfallen.



Ein Beitrag zum Einrahmen. :tnx:



Nein. Aber um die Gegenwart geht es genauso wenig wie um die Vergangenheit. Es geht allein um die Zukunftsperspektiven. Schaaf hat schon zweimal bewiesen, dass er Werder aus einer vergleichbaren Situation befreien kann. Da ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihm das auch ein drittes Mal gelingen wird.

Ich habe die Frage schon mal gestellt, darauf aber keine Antwort erhalten:
Warum war Schaaf im Sommer 2003 trotz Platz 16 (!) in der Rückrundentabelle und Pasching-Debakel der richtige Mann, ist es jetzt aber nicht mehr?

Weil damals die Ansprüche nach Trainern wie Dörner oder de Moos erheblich niedriger waren. Außerdem war die Rettung vorm Abstieg noch frisch. Mittlerweile hatt Werder aber die Ansprüche hochgeschraubt. Schaaf und Allofs werden ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht weil sie: 1. Die falschen Spieler verpflichtet haben und 2. Schaaf sein Spielsystem durchzieht obwohl er dafür die falschen spieler hat und 3. Er disziplinlosigkeiten hat einreißen lassen die nicht mehr kurz bis mittelfristig zu beheben sind. Ich glaube das Schaaf und Allofs nicht mehr die richtigen für den Verein sind. Stattdessen sollte man mehr verdiente Spieler wie Brathset oder Micoud in den Verein holen und Verantwortung übernehmen lassen.
 
Also, ich sehe es schon als schwierige Situation an, wenn über Jahre ein gerade eingespieltes Team auseinandergerissen wird, weil man wieder einen oder mehrere Leistungsträger abgeben muss. Diese großen Lücken musste man jahrelang mit stark begrenzten Mitteln schließen, und hat es immer wieder hinhekommen, aus diesem Puzzlespiel sogar noch Vorteile zu ziehen. Hier war gezieltes, aber auch glückliches Arbeiten gefragt. Schalke hingegen hat hingegen oft teure Abgänge mit noch teureren Zugängen kompensiert - so einfach ist das. Deshalb sehe ich die Aufgaben, die man in Bremen in den letzten Jahren anzupacken hatte, auch als wesentlich schwieriger an. Vermutlich sind sie sogar viel zu gut gelöst worden, so dass das Erreichte irgendwann als selbstverständlich angesehen wurde.

Außerdem hat Werder im Verein stets Ruhe bewahrt wenn es darum ging, ein Tief zu überstehen. Und diese Tiefs hatten wir in aller Regelmäßigkeit, wie übrigens die meisten anderen Teams auch. Dennoch haben wir die Saisons immer erfolgreich beendet. Das haben andere sicher anders gesehen, weil wir nach 2004 keine Titel mehr geholt haben - aber das ist eben eine Frage der Erwartungshaltung.

Wenn man von fehlender Substanz spricht, dann schau Dir mal den dezimierten Kader an, wenn die Nationalmannschaften ihre Spieler abfordern. Werders Kader ist mit Nationalspielern gespickt wie es nicht einmal zu Rehhagels Zeiten der Fall war. Und diese Nationalspieler kommen lange nicht nur aus Nationen, die eher eine untergeordnete Rolle spielen. Wenn man sich mal die Lebensläufe jedes einzelnen Spielers anschaut, kann mir niemand erzählen dass keine Substanz da ist, zumindest wieder um das internationale Geschäft mitzuspielen. Da muss man die Dinge ja schon bewusst schlecht sehen wollen.

Natürlich werden wir es in den nächsten 2-3 Jahren schwer haben, wieder zum Bayern-Verfolger Nr. 1 zu werden. Werder ist sicherlich nicht ganz ohne Möglichkeiten - aber Partnerschaften wie Schalke (Gazprom), Wolfsburg (VW), Leverkusen (Bayer) oder Hoffenheim (Hopp) waren in Bremen soweit ich weiß bislang nicht ansatzweise in Anbahnung, und ich glaube auch nicht dass dies in naher Zukunft passieren wird. Man konnte die Einnahmen-Situation im Sponsoring schon erheblich verbessern. Aber den großen Investor mit Aufbruchsstimmung sehe ich nicht auf Bremen zukommen.

Mag sein, dass man einige Möglichkeiten liegengelassen hat, den Kader gezielt zu verstärken. Aber das allein hat uns nicht in die jetzige Situation befördert. Der anhaltende Erfolg hat eben auch seine Schattenseiten. Man will sich Spitzenverein schimpfen, und so wollen die Spieler dann auch bezahlt werden wenn sie weiterhin für uns spielen sollen. Und weiteres Wachstum kostet eben auch weiteres Geld - unabhängig von ohnehin schon deutlich steigenden Ablösesummen. Irgendwann ist entweder das Ende der Fahnenstange erreicht - oder es droht eine Blase zu zerplatzen, die uns im freien Fall noch weiter (und vor allem nachhaltig) nach unten befördert. Bei uns ist eher ersteres der Fall, weil man sich nicht auf großes Risiko eingelassen hat.
Vielleicht kann man Allofs tatsächlich vorwerfen, in Einzelfällen gepennt zu haben. Auf der anderen Seite konnte man kaum erwarten, dass für Owo, Klasnic, Womé und Borowski sofort gleichwertiger Ersatz geholt wird, ohne dass dem großartige Transfererlöse gegenüberstehen. Entweder man wäre wieder ein hohes Risiko gegangen wie bei CA, oder hätte sich auf fremdfinanzierte Spieler eingelassen. Und da wären wir dann bei der zerplatzenden Blase, wenn diese Leute den Erfolg nicht herbeiführen.

Hier zu sagen, Allofs habe die gesamte Entwicklung verpennt, ist verdammt einfach gedacht. Hier müsste eigentlich auch jeder hinbekommen, die Situation auch mal zu hinterfragen. Auch die Entwicklung bei den anderen Vereinen (siehe oben) wird er sicherlich registriert haben und nicht mit offenen Augen verpennt haben - nur müssen sich in Bremen halt auch vergleichbare Wege auftun können, ohne dass man zu hohes Risiko geht oder gleich die Seele des Vereins verkauft.

Was weitere Neuzugänge angeht, wird es in der Tat schwer, ohne internationales Geschäft an gestandene Spieler mit internationalem Format zu kommen. Es war aber ohnehin nie realistisch, die Transferpolitik in Zukunft ausnahmslos auf diese Spieler zu beschränken - weil es hier einfach nicht machbar ist. Das heißt, selbst bei Forsetzung der Erfolge der letzten Jahre wäre man auf einen gesunden Transfer-Mix angewiesen, in dem auch junge Spieler, Leihgaben und vermeintliche Schnäppchen weiterhin eine Rolle gespielt hätten.
Werder wird aber weiterhin eine gute Adresse für aufstrebende Spieler sein, die eine bessere sportliche Adresse suchen - allerdings bei Bayern oder Schalke nicht unbedingt zum Zug kommen würden.
Dieser Status wird sich durch eine verkorkste Saison nicht verändern. Dafür muss man schon mittelfristige ins graue Mittelmaß versinken. Und warum ich daran nicht glaube, habe ich oben bereits geschrieben.
 
Dass Schaaf wie übrigens auch Allofs Fehler gemacht hat, streitet niemand ab. Kein Trainer der Welt ist fehlerlos. Aber ihn zu entlassen, wäre meiner Ansicht nach eine fatale Fehlentscheidung.

:svw_schal: Genauso sehe ich das auch. Könnte mich auch furchtbar aufregen über immer wiederkehrende Fehler und die nicht enden wollende Lernresistenz von KATS. Aber deren Köpfe zu fordern zeugt zum einen von absolut mangelndem Respekt vor den nachweislich erreichten Erfolgen und andererseits fehlt der Blick auf die Vergangenheit. Denn daraus hat Werder wirklich gelernt, zumindest was den Vergleich zu Kontinuität und Schnellschüssen in der Trainerfrage angeht.

Nein. Aber um die Gegenwart geht es genauso wenig wie um die Vergangenheit. Es geht allein um die Zukunftsperspektiven. Schaaf hat schon zweimal bewiesen, dass er Werder aus einer vergleichbaren Situation befreien kann. Da ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihm das auch ein drittes Mal gelingen wird.

Ich habe die Frage schon mal gestellt, darauf aber keine Antwort erhalten:
Warum war Schaaf im Sommer 2003 trotz Platz 16 (!) in der Rückrundentabelle und Pasching-Debakel der richtige Mann, ist es jetzt aber nicht mehr?

Weil die Verantwortlichen von seiner Arbeit überzeugt waren und weil Platz 16 in der Rückrundentabelle damals übertünchte, dass Werder keinesfalls so schlecht gespielt hatte, wie es die Ergebnisse aussagten - Kontergegentore, Eingehen in spielerischer Schönheit, Fussball, der ad absurdum geführt wurde, was überlegen geführte Spiele und dem, was dabei rauskam, betrifft.

Nur mittlerweile gibt es diese Fehler in der dritten Etappe - zu lange und daher ist ein genaueres Hinterfragen durchaus an der Zeit. Was aber nicht heisst, dass wir nicht mit TS da rauskommen können.
 
Bringen die "Erfolge" (1x meister 1xpokal + 5mal ausscheiden in der CL) uns jetzt auch nur ansatzweise von Platz 11 runter?

Sag' mal Noplex, hast Du eigentlich willentlich den anderen Pokalsieg von Schaaf ausgeblendet, oder fällt der noch vor Deine "Fan"-Zeit???

Wir haben in den letzten Jahren grandioses geleistet - auch wenn die Entwicklung zuletzt eher negativ war. Ich traue der sportlichen Leitung aber absolut zu diese Entwicklung wieder umzukehren. Insgesamt ist Entwicklung aber eigentlich genauso, wie viele es wollten: Stars sollten geholt werden und dann noch gehalten werden. Das hat bei uns vieles durcheinander geworfen. Da hätte ich lieber wieder diese Zeit, als uns jedes Jahr Leistungsträger verlassen haben und andere dann die Lücke ausgefüllt haben. Ich traue unseren Spielern zu, die Lücken zu füllen, die durch einen Weggang von Frings oder Diego entstehen würden. Nur muss man sie dadurch auch in diese Verantwortung erstmal bringen. Ich brauche keine Zugänge, die von vornherein denken, dass sie der Star sind. Das macht die Stimmung kapput. Bei Klose hat es noch geklappt, weil der immer wusste (bis auf im letzten halben Jahr ;) ) dass er arbeiten muss um Erfolg zu haben. Kann noch immer nicht verstehen, warum so viele Fred fordern. Wer ist das überhaupt? Ist er so toll wie CA, der im Forum auch schon lange vor der Verpflichtung als der Mega-Super-Fussballer gehandelt wurde? Was wäre damals losgewesen, hätte Klaus Allofs ihn zum HSV gelassen. Ich will es mir gar nicht vorstellen...

Ansprüche zurückschrauben! Unsere sportliche Leitung schafft es, die Mannschaft im Sommer umzubauen, so dass wir wieder in erfolgreiche Bahnen starten. Vielleicht wird dann auch zugegeben, dass einiges schief gelaufen ist.
 
@ El Diego
Guter Beitrag!

Nur weil Forums-User einen Fußballer namens Fred fordern, heisst das noch nicht, das er auch der richtige Spieler für Werder ist.

Im Übrigen finde ich auch, dass man aufgrund der gegebenen Voraussetzungen auf 5 aufeinander folgende Jahre CL-Liga stolz sein kann. Wenn dann mal ein oder zwei "Seuchenjahre" dabei sind, sollte man dies doch bitte schön verschmerzen können.

P.S.: Ich mag den Begriff "Erfolgsfan" nicht. Allerdings vermitteln einige User hier den Eindruck, als ob "Erfolg" das Nonplusultra für einen Fan sei. Dieses sehe ich nicht so. Wenn ich Fan bin, stehe ich auch in vermeintlich schlechten Zeiten zum Verein.
 
Wenn man von fehlender Substanz spricht, dann schau Dir mal den dezimierten Kader an, wenn die Nationalmannschaften ihre Spieler abfordern. Werders Kader ist mit Nationalspielern gespickt wie es nicht einmal zu Rehhagels Zeiten der Fall war. Und diese Nationalspieler kommen lange nicht nur aus Nationen, die eher eine untergeordnete Rolle spielen. Wenn man sich mal die Lebensläufe jedes einzelnen Spielers anschaut, kann mir niemand erzählen dass keine Substanz da ist, zumindest wieder um das internationale Geschäft mitzuspielen. Da muss man die Dinge ja schon bewusst schlecht sehen wollen.

Wie wahr. Und auch die, die hier so rigoros nieder gemacht werden, wie Fritz oder andere haben schon früher und über einen längeren Zeitraum ihre Klasse bewiesen. Es ist keine Frage eines zu schwachen Kaders, denn.....

Mag sein, dass man einige Möglichkeiten liegengelassen hat, den Kader gezielt zu verstärken. Aber das allein hat uns nicht in die jetzige Situation befördert. Der anhaltende Erfolg hat eben auch seine Schattenseiten. Man will sich Spitzenverein schimpfen, und so wollen die Spieler dann auch bezahlt werden wenn sie weiterhin für uns spielen sollen. Und weiteres Wachstum kostet eben auch weiteres Geld - unabhängig von ohnehin schon deutlich steigenden Ablösesummen. ....Werder wird aber weiterhin eine gute Adresse für aufstrebende Spieler sein, die eine bessere sportliche Adresse suchen - allerdings bei Bayern oder Schalke nicht unbedingt zum Zug kommen würden.
Dieser Status wird sich durch eine verkorkste Saison nicht verändern. Dafür muss man schon mittelfristige ins graue Mittelmaß versinken. Und warum ich daran nicht glaube, habe ich oben bereits geschrieben.

Nur muss an dieser Stelle auch erwähnt werden, dass Werder als Verein mit gewissermassen gestiegenen Ansprüchen und einem Kader, der sowohl von der Klasse her (nicht nur auf dem Papier!) als auch von der Bezahlung der Beste in der Geschichte zu sein scheint, mit diesem Standing wenig anzufangen versteht. Weil Werder gefangen ist in konservativen Denkweisen und vieles eben nicht so sieht wie die von Dir genannten Spieler, die hier einen besonderen Bundesligaklub sehen. Lieber bleiben sie das liebe, überaus ruhige Bremen, das sich nicht wehrt und vieles durchgehen lässt. Und mit Leuten wie Lemke in bestimmten Positionen werden wir immer Gejammer von schlechteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als alle anderen hören. Was im Vergleich zu den meisten Vereinen sogar stimmt, nur verhagelt das zu oft den Blick für eine sinnvolle Transfer- und Investitionspolitik, die aber ein gewisses Risiko erfordert. Als es bei CA danebenging, reichte das vermutlich für die nächsten Jahre, weil der Angst-vor-Verlusten-Faktor sofort über allem steht. Sorgt im Umkehrschluss aber vielleicht dafür, erneut den Anschluss auf Jahre zu verlieren wie Mitte/Ende der 90er.

Eine Position, die sich erarbeitet wird, sollte mit Hilfe der dadurch neu entstandenen Möglichkeiten auch genutzt werden, um diese halten zu können. Sowohl in genannten Investitionen als auch im Wesen des Vereins. Und das hat Werder wahrscheinlich schon verpasst.
 
Weil damals die Ansprüche nach Trainern wie Dörner oder de Moos erheblich niedriger waren. Außerdem war die Rettung vorm Abstieg noch frisch. Mittlerweile hatt Werder aber die Ansprüche hochgeschraubt. Schaaf und Allofs werden ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht weil sie: 1. Die falschen Spieler verpflichtet haben und 2. Schaaf sein Spielsystem durchzieht obwohl er dafür die falschen spieler hat und 3. Er disziplinlosigkeiten hat einreißen lassen die nicht mehr kurz bis mittelfristig zu beheben sind. Ich glaube das Schaaf und Allofs nicht mehr die richtigen für den Verein sind. Stattdessen sollte man mehr verdiente Spieler wie Brathset oder Micoud in den Verein holen und Verantwortung übernehmen lassen.

Das ist ein Denkfehler, weil du Ansprüche und Ziele miteinander verwechselst.

Richtig ist, dass Werder seine Ziele nach den Erfolgen der letzten Jahre hoch gesteckt hat. Daraus leiten aber manche Fans fälschlicherweise den Anspruch ab, dass diese Ziele auch auf jeden Fall erreicht werden müssen.
 
Man konnte nicht davon ausgehen, dass Werder jedes Jahr die Champions League erreicht. Aber dass Werder auf dem elften Tabellenplatz mit Tendenz nach unten stehen wird, hätte ich in keinster Weise für möglich gehalten.

Das halte ich persönlich für eine Unglaublichkeit sondergleichen.
 
Richtig ist, dass Werder seine Ziele nach den Erfolgen der letzten Jahre hoch gesteckt hat. Daraus leiten aber manche Fans fälschlicherweise den Anspruch ab, dass diese Ziele auch auf jeden Fall erreicht werden müssen.

Richtig, das nennt man Erfolgsfaktoren.

Wenn man diese nicht erreicht, hat man nicht erfolgreich gearbeitet. So einfach ist das.

Werder hat einen der teuersten Kader der Bundesliga, sowohl vom Transferwert als auch vom Gehalt. Hierdurch wird die Messlatte gesetzt.

Oder anders gesagt,
gebe ich 120000 € für ein Auto aus, erwarte ich auch eine Gegenleistung und bin nicht mit einem 72 Ford Capri zufrieden, der mich auch vor dem Regen geschützt durch die Gegend fährt.
 
Also ich denke Schaaf weiß nicht mehr weiter. Er riskiert nichts mehr und da find ich gut was Udo Lattek heute morgen meinte. Er soll ruhig mal einen frings, oder diego unten lassen und dafür andere reinbringen, weil es schlechter nicht mehr geht. Aber dazu hat er keinen Mut und deshalb muss er einfach entlassenw erden, weil sonst gehen wir in die zweite liga.
 
und nochmals: eine offensive spielweise, die werder nunmal zu spielen pflegt, bringt genau diese kontertore mit sich, aber wie du ja auch schon festgestellt hast enorm viele geschossene tore. willst du auf die gegentore durch konter verzichten, musst du gleichzeitig darauf verzichten, die meisten tore zu machen. oder denkst du ernsthaft, dass eine taktik beides ermöglichen kann und werder in allen 5 saisons mit rießigem abstand, der besten abwehr und dem besten sturm meister hätte machen können?
dann frage ich mich allerdings, weshalb bisher noch kein einziger bundesliga trainer auf diese famose taktik gekommen ist!

Leider hast Du nicht verstanden, worum es mir ging in diesen statistischen Nachweisen! ich wollte damit sagen, dass diese Sachen wie die Einbrüche nach der Winterpause normalerweise nicht fortlaufend wiederkehren können, ohne dass es dafür Konsequenzen gibt, egal in welcher Hinsicht.

Was viele nicht verstehen wollen: Die Kritiker, zu denen ich mich auch zähle, sind nicht so wütend weil man mal ein Jahr nicht CL spielt. Die Kritiker sind wütend, weil es sich abgezeichnet hat, dass dies so kommen würde, weil unser Trainer es verpasst hat sich selbst weiterzuentwickeln. Sein naiver Offensivfußball, der hier von manch einem sogar noch als Gottes Geschenk an die Menscheit angepriesen wird, hat sich seit knapp 1,5 Jahren bereits überlebt. Werder betreibt generell zu großen Aufwand um Tore zu schiessen, gerät dabei in Kontersituationen und fängt sich gnadenlos Dinger ein. Das könnte man verkraften, wenn man eine herauragende Offensive hätte, die wir aber nicht haben. Wir haben Diego als heraustechenden Individualisten, einen guten Pizarro und sonst nur durchschnittliche BL-Kräfte, die genauso gut in Bielefeld im Stamm spielen könnten, ohne das es jemanden wundern würde. Im Gegensatz haben wir aber prinzipiell ein gutes IV-Duo, welches bei defensiverer Ausrichtung schnell zu einem absoluten Prunkstück werden könnte. Nutzt man dies? Nein, man versucht einen Fußball zu spielen, der seit Micouds Weggangen und dem Wegbrechen von Ernst, Borowski und auch Lisztes nicht mehr drin ist. Ein guter Trainer richtet sich nach dem gegeben Personal und entwickelt darum eine Taktik und eine Philosophie, ein durchschnittlicher Trainer versucht seinen Kopf durchzusetzen.
Schaaf präsentiert sich seit geraumer zeit leider als Letzteres, was sehr bedauerlich ist. Fassen wir doch zusammen:
-unser Abwehrverhalten ist bundesligaweit im unteren Drittel der Tabelle anzusiedeln. Die Konkurrenz spielt sehr viel effizienter und intellgenter als wir
-körperlich laufen unsere Spieler den anderen mannschaft meilenweit hinterher. Dynamik, Laufbereitschaft, Pressing- kurz: die moderen Dinge dieses Sports - stimmen einfach nicht. Man beachte mal wie Hoffenheim von Offensive blitzschnell auf Defensive umstellt.
-das Verhalten bei Standardsituationen ist immernoch unzureichend. Eigene Varianten bei Ecken sind nicht erkennbar, und bei gegnerischen fehlt die Zuordnung.
-in den letzten 2 Jahren hat sich kein einziger Spieler entscheidend weiterentwicklet. Selbst Özil, der immer wieder als Beispiel dafür herangenommen wird, hat noch sehr viel Schatten in seinem Spiel und spielt nicht wirklich besser als auf Schalke. Boenisch sogar noch schlechter als zu seiner dortigen Anfangszeit.

Das sind alles Dinge, die in Schaafs Verantwortungsbereich als Übungslieter nun einmal stehen. Wenn Spieler unter ihm keinen Bock haben, dann wird dies seine Gründe haben. Es liegt an ihm die Spieler bei Laune zu halten und zu motivieren. So ist das heutige Geschäft nun einmal. Wenn ihm dies nicht mehr gelingt, und fehlender Erfolg ist dafür ein sehr guter Indikator, dann muss man sich Gedanken machen.

Vielen Dank!:applaus::applaus: für diesen Beitrag. Ähnlich habe ich es auch schon zigmal geschrieben, nur hast Du es jetzt besser auf den Punkt gebracht, als ich das vielleicht könnte.:svw_applaus::svw_applaus::svw_applaus:

Allerdings habe ich eine Einschränkung:

Ich traue Schaaf nicht zu, sich im Sommer plötzlich so zu verändern, dass man ein völlig neues Werder-Gesicht sehen wird. Er wird nicht plötzlich zum harten Hund oder ein Taktik-Fuchs werden. Er wird nicht plötzlich anfangen ein neues System oder eine neue Philosophie entwickeln. Er wird Thomas Schaaf bleiben, und das ist nicht der Impuls, den wir dringend benötigen.

Doch, hier müssen wir abwarten, was geschieht, wenn die Saison tatsächlich auf einem zweistelligen Tabellenplatz endet. Wird TS dann noch seinen Kopf durchsetzen dürfen? Wir haben eine teure Mannschaft, dieser Umstand allein ergibt einen gewissen Selbstanspruch. Tritt dies ein, wird sich zeigen müssen, inwiefern TS bereits ist, sich den Gegebenheiten anzupassen. Deshalb halte ich es für verfrüht, pauschal zu sagen, dass Schaaf dieser Impuls nicht sein kann.

Übrigens @666_WERDER , sehen wir uns mal auf dem WGT oder Mera Luna?
 
@ Stefane

Das mit den Disziplinlosigkeiten sehe ich genauso. Da haben Allofs und Schaaf viel zu spät gegengesteuert. Nur fordere ich deshalb nicht gleich ihren Kopf.

Dass Schaaf mit den eigenen Erfolgen die Messlatte höher gelegt hat, ist auch logisch. Aber auch 2003 war es nicht Werders Anspruch, Platz 16 in der Rückrundentabelle zu belegen. Micoud, Krstajic, Ailton, Ernst und Co. waren schon damals da.

Ich halte einfach nichts davon, nach fünf sehr erfolgreichen und einem schlechten Jahr gleich den Trainer zu wechseln. In den letzten fünf Jahren wurden Allofs und Schaaf von allen Seiten gelobt. Jetzt soll auf einmal alles schlecht sein?

Wenn nächste Saison kein positiver Trend zu erkennen ist, muss man sich auch über diese Personalie Gedanken machen. Aber auch wegen der Erfahrungen aus der Vergangenheit gehe ich nicht davon aus.
 
Ich schreibe es nochmal. Das Problem ist nicht eine verkorkste Saison. Das Problem ist, dass ich als Fan nicht das Gefühle habe, es wird zu irgendeinem Zeitpunkt gegengesteuert. Die Aussagen von TS sind da klar..."wir werden in Ruhe genauso weiter arbeiten wie bisher"..."wir waren die bessere Mannschaft und wurden nicht belohnt"..."blablabla". Gegen Cottbus waren wir nicht die bessere Mannschaft!!!! Und auch die anderen Niederlagen waren verdient. DAS MACHT MIR SORGE!!!!!!!
 
Mh das System etc. kann ja funktionieren, nur das Personal müsste mal rotiert werden, damit jeder weiß das er gefordert ist und sich da nicht ausruhen kann... Momentan kann mans aber leider weniger... aber naja trotzdem ma nen Niemeyer inne Start statt Frings oder die Abwehr etwas devensiver mit Prödl und Pasanen auf den aussen... Anstatt Baumi direkt Tziolis obwohl ich Baumann noch recht passabel finde... im vergleich zu anderen.


Naja halt einfach mal rotieren..
 
Ich finde das Argument, dass man die Taktik an das personal anpassen muss, trifft hier nicht zu.

Thomas Schaaf hat vom Papier her genau das personal was er braucht, nur ruft dieses nicht seine Leistung ab oder kann es z.T. nicht mehr.

Von den "Spielertypen" passt das ganze sehr wohl.

Dazu:

Welches System wäre denn mi dem vorhandenen Personal besser?. AV braucht man immer und hier haben wir im Moment niemanden.
 
Leider hast Du nicht verstanden, worum es mir ging in diesen statistischen Nachweisen! ich wollte damit sagen, dass diese Sachen wie die Einbrüche nach der Winterpause normalerweise nicht fortlaufend wiederkehren können, ohne dass es dafür Konsequenzen gibt, egal in welcher Hinsicht.

ich denke eher, dass du nicht ganz verstanden hast um was es mir ging, obwohl ich dir recht gebe: dass die einbrüche bei bremen in den letzten jahren immer nach der hinrunde kamen, ist schon seltsam. mir ging es aber eher um deine aufzählung der etlichen kontertore, die nunmal folge jeder offensiv ausgerichteten spielweise sind. eine spielweise mit der werder allerdings sehr erfolgreich war in den vergangenen jahren. klar kann man diese gegentore einschränken, indem man defensiver auftritt, dennoch ist dann fraglich ob man genauso erfolgreich damit gewesen wäre. denn solch eine ausrichtung bringt natürlich automatisch auch weniger geschossene tore mit sich. natürlich wären auch einige der kontertore, durch schnelleres umschalten in der ein oder anderen situation, zu verhindern gewesen. aber so ist das im fußball: eigentlich ist jedes tor auf irgendeine art vermeidbar!
die systemfrage empfinde ich als quatsch. das spielerpersonal ist durchaus auf unser rauten-system anwendbar. jedes system ist auf die unterschiedlichsten weisen definierbar, bietet in sich die verschiedensten taktischen möglichkeiten. ich frage mich auch wo genau sich unser system nicht mit dem spielerpersonal überschneidet?

Er soll ruhig mal einen frings, oder diego unten lassen und dafür andere reinbringen...

kurze erinnerung: diego war gegen bielefeld, schalke und gladbach nicht auf dem platz (gesperrt)...unbedingt viel erfolg hatten wir da aber auch nicht...den einzigen sieg in der rückrunde gabs gegen dortmund...MIT diego!
frings sollte man vielleicht aber wirklich mal auf die bank setzen!
 
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