Whisk(e)y

Ich weiß zwar nicht wie - aber gerne. :grinsen:

Du bekommst gleich eine PN. :D

Und was mir noch auf Herz und Zunge liegt, bevor ich mein Nosingglas oben in der Hausbar mit einem Arran sauternes cask finish fülle, um hier dann gleich ein live tasting durchzuführen :lol::D :

Nette Sache. Hat Spaß und Lust auf mehr Live-Tastings gemacht... :)

Todes-Tsunami... :lol:

Hab gerade den Bowmore ins Glas gelassen,und denke mir schon wieder,warum habe ich keine Badewanne voll davon :D

:lol:

Also, mein erster, unvoreingenommer (aber auch völlig laienhafter :D) Eindruck des Glenmorangie The Orginal ist der eines sanften, recht erfrischenden Whiskys. Ich fand ihn leicht, recht ölig und konnte insbesondere beim Riechen diverse Zitrusfrüchte wahrnehmen (Mandarinen, Zitronen?). Mag sein, dass ich mir das auch nur einbilde. :D

Nach allem, was ich im Vorfeld über diesen Whisky gelesen/ gehört habe, muss ich sagen, dass ich ihn mir wesentlich süßer vorgestellt hätte als er letztlich rüberkam. Ich weiß nun natürlich nicht, ob ich da generell einen falschen Eindruck von Whisk(e)ys bekommen habe, ob es sich eher um Nuancen von Süße handelt, wenn man von einem solchen süßen Whisky spricht, ob es an meinen noch nicht ausgebildeten sensorischen Fähigkeiten oder schlichtweg am konkreten Whisky liegt. Ich empfand zwar eine gewisse Süße (die ich aber nicht näher qualifizieren kann), war doch aber insgesamt eher überrascht. In toto empfinde ich diesen Whisky eher als erfrischend. Den Alkohol spürt man verhältnismäßig wenig.

Die bspw. in der Erörterung im Whisky Store beschrieben Gewürze, das Kokos und die Mandeln kann ich genauso wenig feststellen wie die "allgegenwärtige" Vanille. :D

Mein Fazit insgesamt: Ein wie ich denke ordentlicher Tropfen, bin aber auch der Überzeugung, dass da noch mehr geht. :)
 
Einige webshops werben noch mit der alten Angabe cuvée.... (wie whiskyworld), aber wenn man da das bild vergrößert, liest man auch nur "special cask reserve". Angeblich soll es ja auch kein Unterschied sein, außer denen, die bei Neuabfüllungen von single malts nie ganz zu vermeiden sind.
Das mit dem cuvée marie d'ecosse war ja nur eine für Frankreich limitierte version, daher der Name (der französische Name für Maria Stuart, wenn ich nicht irre). Als diese Edition dann so erfolgreich war, hat man sie mit neuem Namen für den weiteren Vertrieb neu aufgelegt.

Das die Cuvee Marie d'Ecosse nur für den französischen Markt produziert wurde, überrascht mich etwas, wie ist denn dann die Flasche, die ich hatte, nach Deutschland gekommen? :D (Ja, ja, ich weiß, grenzenloses Europa und so)

Mit deiner Vermutung liegst du goldrichtig. Mary Stuart, Königin von Schottland, wurde durch ihre Ehe mit dem späteren französischen König bei dessen Amtsübernahme als Marie d'Ecosse (Maria von Schottland) auch Königin von Frankreich. Ob das eine Liebesheirat war, wage ich mal zu bezweifeln, denn Schottland und Frankreich einte damals in der Mitte des 16. Jahrhunderts die Feindschaft mit England. Ihr Geburtsschloß, oder besser die Ruine davon, in Linlithgow (ca. halbe Strecke von Edinburgh nach Sterling) kann besichtigt werden, interessiert aber wohl jetzt keine Sau.:D
 
Also, mein erster, unvoreingenommer (aber auch völlig laienhafter :D) Eindruck des Glenmorangie The Orginal ist der eines sanften, recht erfrischenden Whiskys. Ich fand ihn leicht, recht ölig und konnte insbesondere beim Riechen diverse Zitrusfrüchte wahrnehmen (Mandarinen, Zitronen?). Mag sein, dass ich mir das auch nur einbilde. :D

Das bildest du dir nicht ein. :beer:

Mein Fazit insgesamt: Ein wie ich denke ordentlicher Tropfen, bin aber auch der Überzeugung, dass da noch mehr geht. :)

Und ich bin der Überzeugung, daß wenn du dich noch mehr mit der Materie befaßt, daß dort auf jedenfall mehr geht. Der Glenmorangie Original ist ein ordentlicher Einsteiger, aber noch längst nicht das Ende einer interessanten Fahnenstange.
 
Ich hol Nachschub, Leute. Die Alte habbich heute um halbsechs zur Arbeit gefahren, das Haus ist mein, ich glaub es wird lustich ! :applaus:
 
Also vor mir das Glas Arran malt sauternes cask finish, nach Auge 3cl.
Zweiter test mit dem zeuchs, kein Wasser. Zinken rein.
ENORM ! Wer jemals in seinem Leben einen guten Sauternes getrunken hat, erkennt das Aroma sofort wieder !
10sec. später: In waberndem, flüchtigen Alkohol erscheinen zitronen oder limonennoten. 5 sec später: dasselbe, diesmal etwas unangenehm spiritusartiges dabei.
-> Zeit zum Schmecken.
................................................ Jetzt ist er runter..................................h.................
Wow!. Viel besser als gestern.
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Zinken wieder rein in die Hütte: das "spiritusartige" ist wohl ein Irrtum. Ich würde jetzt sagen es ist der flüchtig in die Nase aufsteigende Alkohol, der die Mischung aus zitrusfrüchten und dem Weinaroma in die Nase zieht............
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Kann jetzt den Geschmack beschreiben:
Kommt zuerst täuschend leicht daher wie der Todes Tsunami, dann schlägt er zu !
Vorn auf der Zunge ist total irritierend, dass er wie ein richtiger Sauternes daher kommt, aber eben einer mit 50 Vol%.
Im Gaumen vereinigen sich dann die Weinaromen und die in Alkohol gelösten Fruchtaromen, bei denen irgend etwas leicht bitteres ist. Gestern hat mich das irritiert und negativ eingenommen, heute merke ich, das es irgend ein bitteres Fruchtaromen ist, so wie etwas bittere Grapefruit. Schmeckt viel besser, als sich dieser Text anhört.
Ich merke, das ich wohl viel zu unerfahren für sowas bin. Jetzt schon beim 2. Test gegenüber gestern abend völlig andere Bewertung, obwohl es nicht so viel anders schmeckt.
Das Ganze vereinigt sich im Rachenraum sehr wärmend (50% Vol) und führt dann zu einem meeeegalangen Abgang.
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Ich glaube, dass ich nach weiteren Intensiv-Tests doch Gefallen an diesem wohl ziemlich einzigartigen Stoff finden werde, auch wenn es sicher kein 08/15 Alltags Whisky ist.
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Etwas nachgeschenkt und jetzt mit ein paar Tropfen Wasser versorgt:

Nase: Im Glas ist ein ganzer Südfrüchteladen und irgendwer hat dort gerade eine Bombe zum Explodieren gebracht.
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Im Laden wischt eine Putzfrau den Mist mit einer Mischung aus Brennspiritus und div. Fruchtsäften auf. Zarte Anklänge an eine explodierte Ikea Lampe.
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In die rechte Ladenecke hat vor 4,5 Jahren mal ein Hund geschissen. Zeit zu trinken.
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Unglaublich, was so ein paar Tropfen Wasser bei dem Zeuchs ausmachen. Kommt viel sanfter in den Mund, insgesamt weicher, harmonischer und "floraler", das leicht bittere fehlt jetzt, das fruchtige passt besser zum Weinaroma, das irgendwie die Grundlage von allem ist. Wie bei dem verringerten Alkohol nicht anders zu erwarten, auch ein flacherer, kürzerer Abgang. Die IKEA Lampe hat es nicht aus dem Glas in meinen Mund geschafft und das ist gut so.
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Glas leer. Ich weiß nicht, was ich jetzt noch schreiben soll. Wahrscheinlich mache ich jetzt ein saudummes Gesicht.

Die geilsten Tasting-Notes die ich je gelesen habe,Respekt dafür :tnx:
Und Whisky ist hält sehr Tagesformabhängig,mal so,mal so.
 
Nein, :lol: das wäre ja ekelhaft. :) Das Tasting Ergebnis war :daumen:
Du musst auch genauer lesen. Die Hundescheisse war mal vor 4,5 Jahren in der einen Ecke vom Laden. Meinte ich jedenfalls gerochen zu haben. :lol:

So, Treppe hoch, Treppe runter, das Nosing glas ist wieder vorsichtig nach gefüllt, WIR probieren jetzt den Aberlour 12y

:wild: irgend ein kleines schwarzes insekt vom suicide commando hat sich ins nosing glas gestürzt und ist den heldentoid gestorben, ich entschuldige mich, das viech muss erst entfernt werden.

das kleine viech hat sich als fetzen silberpapier von der korkenumhüllung heraus gestellt. geht also los.
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Nase: Es ist Herbst 1968. Werder hat gerade gegen Braunschweig 2:1 gewonnen und meine Mama setzt mich auf den hinter dem Lenker angebrachten Kindersitz des weltkrieg-erprobten Fahrrads, mit dem wir zu einem Bauern fahren, um Äpfel zu kaufen. Der Bauer ist in der Nähe des VAG Depots am Ende der Geschwister Scholl Straße. Wir kommen in eine große Scheune. Es ist ein goldener, sonniger Oktobernachmittag und die ganze riesige Scheune liegt voll mit roten, frisch gepflückten Äpfeln. Die alte Bäuerin mit einer hellblau verwaschenen Kittelschürze und ebensolchem Kopftuch füllt Unmengen dieser rotenÄpfel in die überall am Fahrrad hängenden Taschen.
Mir gehts gerade richtig gut , Leute. Wusstet ihr, das Whisky das Denkvermögen fördert und das Langzeitgedächtnis auf Vordermann bringt ?
Ich schreibe hier keinen Scheiss, es sind rote Äpfel in allen Variationen und Duftnoten. Köstlich. Es muss auch nix zusätzliches sein, es ist einfach toll. Halt stop, jetzt kommt etwas Gerstenmalz dazu. Toll.
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Zeit zu schmecken.
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Nö, nochmal den Zinken rein gehalten. Es ist jetzt wirklich die Bäuerin samt all ihrer beschissenen roten Äpfel und der Bauer mit einer Schubkarre frisch gedarrten Malzes ! Prächtig.
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Geschmack: 23,5 Pfund (!) rote Äpfel in der alten Ledertasche von Onkel Heini, die unten mit etwas Heu ausgepolstert war und in der meine Mama einen kleinen Stab Eichenholz als Verstärkung des Taschenbodens eingelegt hatte. Im Abgang mittellang wuuuuunderbar abgeschmeckte Mischung von roten Äpfeln mit etwas Eiche. Anklänge von Apfelkuchen mit etwas Fahrradlenker.
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