Radsport

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:tnx: Alles richtig!

Armstrong dachte wohl, nach seiner lebensbedrohlichen Krebserkrankung, über alle Vorwürfe, Verdächtigungen erhaben zu sein. Quasi losgelöst von irdischen Dingen. Anders kann ich mir seine Ignoranz, sein Verhalten nicht erklären.

Egal, was die Sportwelt über ihn jetzt denkt: Er hat der Welt trotzdem gezeigt, dass man dem Tod von der "Schippe springen" und große Ziele erreichen kann. Diese vermutlich empfundene "Genugtuung" kann ihm keiner mehr nehmen.


Ich glaube irgendwie, dass man nach solch einer Erkrankung im wahrsten Sinne des Wortes "in anderen Sphären" denkt als Menschen, die das nicht erlebt haben!


Sein Teamkollege Frankie Andreu und dessen Frau haben unter Eid ausgesagt, dass Armstrong 1995, als er im Krankenhaus lag und sich vom Krebsleiden erholte und sie zu Besuch waren, auf die Frage des Arztes, ob er leistungssteigernde Mittel genommen habe, mit ja geantwortet hat und EPO, Wachstumshormonie, Steroide und so weiter aufgezählt hat.
Das heisst er nahm all diese Mittel vor dem Krebs, wurde krank und hat danach genauso weitergemacht.
Ich will seine Leistung nicht schmälern, weil er ein absoluter Vollprofi war, aber er war getrieben und besessen vom Erfolgshunger und hat es dabei einfach übertrieben.
Er hat beispielsweise sein EPO einfach vorne im Kühlschrank aufbewahrt, während andere es ängstlich in der hintersten Ecke versteckten. Er stand über den DIngen. Er dachte, dass er unverwundbar sei. Und so war er laut Aussagen auch schon vor der Krankheit.
 
Sein Teamkollege Frankie Andreu und dessen Frau haben unter Eid ausgesagt, dass Armstrong 1995, als er im Krankenhaus lag und sich vom Krebsleiden erholte und sie zu Besuch waren, auf die Frage des Arztes, ob er leistungssteigernde Mittel genommen habe, mit ja geantwortet hat und EPO, Wachstumshormonie, Steroide und so weiter aufgezählt hat.
Das heisst er nahm all diese Mittel vor dem Krebs, wurde krank und hat danach genauso weitergemacht.
Ich will seine Leistung nicht schmälern, weil er ein absoluter Vollprofi war, aber er war getrieben und besessen vom Erfolgshunger und hat es dabei einfach übertrieben.
Er hat beispielsweise sein EPO einfach vorne im Kühlschrank aufbewahrt, während andere es ängstlich in der hintersten Ecke versteckten. Er stand über den DIngen. Er dachte, dass er unverwundbar sei. Und so war er laut Aussagen auch schon vor der Krankheit.

:tnx: Unverwundbar ist der richtige Ausdruck!

Dass er es schon vor der Krankheit tat, wusste ich nicht. Aber es überrascht mich auch nicht.

Ich habe vor einigen Jahren sein Buch gelesen. Das war sehr interessant. Danach wusste man, dass er sowieso intellektuell nicht der "hellste Stern" unter der Sonne war. Ich erinnere mcih daran, dass er in einem schwierigen Milieu ohne Vater aufgewachsen ist, was vielleicht einiges erklärt, es aber neimals entschuldigt.

Ich habe mir die Duelle gegen Jan Ullrich bei den Tours de France-Rennen immer sehr gern angeschaut. Aber, spätestens nach Ullrichs, Zabels, Riis`Doping-Geständnissen, interessiert mich Radsport überhaupt nicht mehr!

Eine Sportart, die sich selbst das "Wasser abgräbt". Wahnsinn! :roll:
 
:tnx: Unverwundbar ist der richtige Ausdruck!

Dass er es schon vor der Krankheit tat, wusste ich nicht. Aber es überrascht ich auch nicht.

Ich habe vor einigen Jahren sein Buch gelesen. Das war sehr interessant. Danach wusste man, dass er sowieso intellektuell nicht der "hellste Stern" unter der Sonne war. Ich erinnere mcih daran, dass er in einem schwierigen Milieu ohne Vater aufgewachsen ist, was vielleicht einiges erklärt, es aber neimals entschuldigt.

Ich habe mir die Duelle gegen Jan Ullrich bei den Tours de France-Rennen immer sehr gern angeschaut. Aber, spätestens nach Ullrichs, Zabels, Riis`Doping-Geständnissen, interessiert mich Radsport überhaupt nicht mehr!

Eine Sportart, die sich selbst das "Wasser abgräbt". Wahnsinn! :roll:

Seine Biographie habe ich auch vor vielen Jahren mal gelesen. Er ist eine beeindruckende Persönlichkeit, aber was er einerseits zuviel hat, fehlt ihm andererseits komplett.

Ich war früher ein Radsportfreak, aber das hat sich auch sehr gelegt. Es gucke noch ein paar Bergetappen bei der Tour, aber das wars auch schon.
 
Was muss das für ein Flash sein, dass man so geil darauf ist, das GANZE aufsich zu nehmen. :eek:

Naja, jeder junge Radfahrer stand in den 90ern vor der Frage: dope ich mit EPO oder höre ich auf? Denn ohne EPO war der Beruf nciht auszuüben.
Und in den 2000ern war es die gleiche Entscheidung mit dem Eigenblutdoping.
Und beides war nicht nachzuweisen. Also verstehe ich das schon.
Wenn man das Versteckspiel, die Geheimsprache, die unzähligen Arztbesuche, Spritzen, geheimen Handys usw. sieht, dann ist es schon krank.
Während der Tour 1999, die erste, die Lance gewann, mussten sie selbst für den EPO-Nachschub sorgen, da die Teams dies nach dem Festina-Skandal nicht mehr tun konnten.
Armstrong und Hamilton hatten einen Franzosen engagiert, der mit dem Motorrad die ganze Tour nachgefahren ist und sie dann heimlich versorgt hat :unfassbar:
 
Ich kann einfach nicht glauben, dass die UCI und auch die Tour de France, Herr Prudhomme, aber auch die französiche Presse, L`Équipe, davon nichts wussten! :roll:

Niemand wollte das drittgrößte Sportereignis der Welt gefährden, oder?
 
Ich kann einfach nicht glauben, dass die UCI und auch die Tour de France, Herr Preud`homme, aber auch die französiche Presse, L`Équipe, davon nichts wussten! :roll:

Niemand wollte das drittgrößte Sportereignis der Welt gefährden, oder?

Naja, mit der Regel, dass man erst ab 50% Hämatokrit-Wert bestraft wird (und dann ja auch nur ne kurte SChutzsperre) hat die UCI dem Doping Tür und Tor geöffnet. Jeder hat mit EPO an diesen Wert herangedopt und selbst nachgemessen und im Notfall Gegenmaßnahmen ergriffen.
Einer hat mal gesagt: es ist so, als ob man jeden Tag 1000 Euro klauen darf, ohne bestraft zu werden. Mehr ist nicht erlaubt, aber bis 1000 Euro ist es kein Problem :D
Und gerade 1999 hat man ja auch den positiven Dopingtest von Armstrong auf Kortison unter den Tisch fallen lassen, und ein nachträgliches Atest ausgestellt. Das war ja während der Tour. Nach dem Skandal von 1998 wollte die UCI einfach kein Doping und hat weggeschaut.
 
Naja, mit der Regel, dass man erst ab 50% Hämatokrit-Wert bestraft wird (und dann ja auch nur ne kurte SChutzsperre) hat die UCI dem Doping Tür und Tor geöffnet. Jeder hat mit EPO an diesen Wert herangedopt und selbst nachgemessen und im Notfall Gegenmaßnahmen ergriffen.
Einer hat mal gesagt: es ist so, als ob man jeden Tag 1000 Euro klauen darf, ohne bestraft zu werden. Mehr ist nicht erlaubt, aber bis 1000 Euro ist es kein Problem :D
Und gerade 1999 hat man ja auch den positiven Dopingtest von Armstrong auf Kortison unter den Tisch fallen lassen, und ein nachträgliches Atest ausgestellt. Das war ja während der Tour. Nach dem Skandal von 1998 wollte die UCI einfach kein Doping und hat weggeschaut.

Und den französischen Medien und auch der Tour-Leitung fallen diese, nicht akkreditierten "Motorradfahrer" nicht auf, die Armstrong versorgt haben?
 
Ob das was hilft? Zumindest wären dann viele in die ganzen Machenschaften verwickelte Personen aus dem Verkehr gezogen :tnx:
 
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