Mola, der war genial ! :applaus:
Beitrag, der völlig am Ziel vorbei schiesst.
[...]
Nein, denn es bleibt dabei: Viele der Gegentore waren durch die Spieler zu verhindern gewesen. Der Trainer ist für vieles verantwortlich und mitverantwortlich, aber den Zweikampf während des Spiels auf dem Feld muss der Spieler/die Spieler führen und dann gewinnen.
Bei allem Respekt für Taktik, Match Plan, Philosophie, Aufstellung, blabla, am Ende ist Fußball auch immer so einfach.
Wenn ich schon wieder lese, dass Schaaf erzählt, wir "bekommen die Gegentore oft trotz eigener Überzahl" usw., kommt mir das kalte Grausen. Wie meint er das, was denkt er sich dabei? Kann mir keinen Reim drauf machen.
Das merkt man. Und das Dir das Grausen kommt, liegt allein in der Person TS begründet, auch das ist nichts Neues.
Natürlich haben wir öfter noch Überzahl, wenn der Mittelfeldspieler frei auf unsere Viererkette zuläuft. Es geht doch aber darum, in den spielentscheidenden Zonen Überzahl zu schaffen und nicht generell irgendwo (zufällig) ein paar Leute mehr hinter dem Ball zu haben, die dann zur letzten Reaktion gezwungen sind und meist nur noch dumm aussehen, weil den Pass oder das Eins-Eins trotzdem nicht verhindern können.
Wir reden immer noch über Fußball und nicht Schach. Wieso soll die von Dir beschriebene Situation nicht in einer spielentscheidenden Zone sein? Was ist dann eine "spielentscheidende Zone"? Die Coaching Zone?
Und die letzten Halbsätze sind entscheidend: Es war eben kein pures 1 gegen 1, und die Pässe hätten verhindert werden können.
Und das mit dem Zweikampfverhalten stimmt nur zum Teil. Die Kunst ist ja gerade, eine Vielzahl von Zweikämpfen zu vermeiden, wenn der Spieler oder der Mannschaftsteil als Ganzes richtig antizipiert und richtig verschiebt, um die Ballgewinne durch mangelnde Räume und - bspw. als eine Folge - durch Fehlpässe leichter erzwingen zu können. Und den Fokus auf die unvermeidbaren Zweikämpfe (die minimiert werden sollen) zu legen und diese dann auch erfolgreich zu bestreiten. Genau auf diese Weise hat uns Augsburg ständig zu Fehlern gezwungen und uns spielerisch schlecht aussehen lassen. Die haben Werder in enge Räume getrieben und in zahlreiche Zweikämpfe verwickelt.
Du weißt schon, dass da auch immer ein zweites Team auf dem Platz steht, oder?! Unvermeidbare Zweikämpfe können im übrigen nicht minimiert werden, denn, wie Du selber sagst, sie sind unvermeidbar. Zweikämpfe, egal ob unvermeidbar oder vermeidbar, spielentscheidend oder nicht, müssen angenommen, geführt und gewonnen werden. Dann entstehen Räume und Ungleichgewichte auch mal zu unserem Vorteil.
Das war im Übrigen - mMn - schon früher ein Trugschluß, wenn Schaaf regelmäßig betonte, er wolle seine Mannschaft als agierendes Team sehen. Allzu oft - und auch in besseren Zeiten - reagierten wir nur auf die Taktik des Gegners, aber Strategie und Richtung des Spiels bestimmten wir nicht. Völlig egal, ob das nun im offensiveren oder destruktivem Spektrum geschah. Und schließlich diskutiert Ihr, Sofatester und Fdb ja über nichts anderes.
Das ist doch immer wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei:
Kann ich mein Spiel so aufziehen, weil der Gegner es zulässt
oder
Lässt der Gegner es zu, weil ich mein Spiel so aufziehe.
Hattest Du nicht mal letzte Saison gefordert, dass sich Werder mehr am Spiel der Gegner ausrichten sollte, inklusive mehr Gegneranalysen durch TS? Wenn es so war, ist es absolut werderesque was Du schreibst.
Aber ich kann echt nur den Kopf schütteln, wenn ich sowas lesen muss. Naja, wichtig ist, "vom Weg überzeugt zu sein".
Wenigstens hat TS eine Überzeugung von dem Weg. Das ist ja schon mal was.