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Bist du Vegetarier?


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Was man ja dem Kraftstoff E10 ebenfalls nachsagt. Und der ist bekanntermaßen absolut fleischfrei. Nur die Preise sind ne Schweinerei. Aber is n anderes Thema.

2% der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche wird laut des Wirtschaftsexperten für Bioenergie eingesetzt, also unter anderem E10. Das wären dann insgesamt circa 98 Mio. Hektar.

Deutschland hat eine landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland von 17 Mio.
Für den aktuellen Fleischverzehr allein nur der Deutschen müssen in Südamerika noch einmal über 8 Mio. Hektar Nutzfläche vorgehalten werden, um das nötige Futter, vor allem Soja, zu produzieren.
Das entspräche dann die Hälfte unserer hiesigen Nutzfläche oder auch einfach nur circa der Fläche von Gesamt-Österreich...nur für den Futtermittelbedarf in Deutschland!
 
Muss?

Es wird niemand dazu gezwungen, zu verzichten. Diese Leute wollen verzichten, das macht sie wie alle anderen Asketen suspekt. Wenn jemand sagt, er ist nicht gerne Fleisch oder nicht viel davon und er liebt andere Nahrung, dann finde ich das merkwürdig, aber verständlich. Wenn aber jemand sehr gerne Fleisch mag und sich selbst bestraft, indem er keins isst, dann ist mir solch ein autoaggressives Verhalten zutiefst suspekt.
Muss, weil er sonst kein Vegetarier per Definition ist. Und wenn man etwas per Definition sein will, muss man bestimmte Dinge tun. Ich sag nicht, dass man ins Gefängnis kommt, wenn man sich nicht daran hält...

Du kannst das merkwürdig finden, dass Menschen kein Fleisch mögen. Ich find's auch merkwürdig, dass manche Menschen gerne Flugzeug fliegen oder Achterbahn fahren. Aber wenn jemand aus moralischen Gründen kein Fleisch essen möchte, sollte man diese Person (sollte sie anderen Leuten ihre Überzeugung nicht aufdrängen wollen) doch einfach in Ruhe lassen.
Man hört immer wieder diese Argumente: "Ja, aber Schuhe...", "Ja, aber Tierversuche...". Mein Gott, Vegetarier sind nicht selbst erklärte Retter der Erde. Wenn jemand kein totes Tier essen möchte, dann ist das kein autoaggressives Verhalten, das man suspekt finden muss, sondern dann hat dieser Mensch nun mal eine Entscheidung getroffen, etwas, das er als falsch ansieht, nicht mehr zu tun. Und das ist auch völlig okay. Nur weil es nicht in das Konzept der meisten Leute passt, ist dies noch lange nicht falsch. Wenn ich immer machen würde, was die Mehrheit macht, huiuiui, bei dem Gedanken wird mir ganz anders...

Und auf lebenswichtige Medikamente mit wenn auch geringem Anteil an tierischen Produkten verzichtet ein Vorzeigevegatarier natürlich auch. Nee, is klar.

Es gibt auch Vegetarier, die müssen Fleisch oder Fleischprodukte essen, da kenne ich Fälle, weil es gesundheitlich nun einmal so sein muss. Wohl oder übel müssen diejenigen da dann durch. Es wird sich niemand tothungern, so doof ist wohl kaum einer. Man kann es trotzdem falsch finden, und es trotzdem machen, weil die Alternative nun mal nicht wirklich rosig ist. Unangenehme Dinge muss allerdings jeder von uns mal in seinem Leben tun. Ich bin zum Beispiel absolut nicht von der katholischen Kirche angetan und finde viele Aspekte dieser Organisation moralisch äußerst verwehrflich. Wenn meine Freunde aber kirchlich heiraten, oder meine Oma vorne in der Kirche im Sarg liegt, werde ich auch in das Haus gehen, und nicht rumbrüllen, wie scheiße das alles ist. Und das sind nur soziale Normen, während dein Medikamentenbeispiel nochmal eine Wichtigkeitsstufe höher ist, wenn es um Leben und Tod geht.
 
Ich habe mal Vegetarismus praktiziert - es machte mich fett!
Also nicht nur das ich Verzicht übte - was mir nicht schwerfiel (dieses: Ich muß das Bedürfnis ne Currywurst zu essen Gefühl hatte ich nicht). Aber das ich zunahm und zwar so, daß man dabei zusehen konnte, da hatte ich Null Bock drauf.

"Fairer Anbau", "Fairer handel" und auch "kein Leder am Körper" etc. und alle deren "Verwandten" und Bekannte" empfinde ich für mich als dogmatisch und kann ich von daher nicht teilen.

Man sollte sich so ernähren, wie es sein Körper am besten verträgt. Purer Vegetarismus ist nichts für mich. aber ich wollte das nicht nur behaupten, sondern habe das dann gemacht. Zwei Jahre lang.
 
Ich habe mal Vegetarismus praktiziert - es machte mich fett!
Also nicht nur das ich Verzicht übte - was mir nicht schwerfiel (dieses: Ich muß das Bedürfnis ne Currywurst zu essen Gefühl hatte ich nicht). Aber das ich zunahm und zwar so, daß man dabei zusehen konnte, da hatte ich Null Bock drauf.

"Fairer Anbau", "Fairer handel" und auch "kein Leder am Körper" etc. und alle deren "Verwandten" und Bekannte" empfinde ich für mich als dogmatisch und kann ich von daher nicht teilen.

Man sollte sich so ernähren, wie es sein Körper am besten verträgt. Purer Vegetarismus ist nichts für mich. aber ich wollte das nicht nur behaupten, sondern habe das dann gemacht. Zwei Jahre lang.

:tnx::tnx::tnx: Das sollte man einrahmen und anpinnen! :daumen:
 
Und der Einzelne muss sich deshalb nicht mehr kritisch mit den Dingen auseinandersetzen/ ist ohnmächtig?!

Der Einzelne kann machen, was er für Richtig hält. Er kann Position beziehn, aber es auch lassen. Letzendlich wird an anderer Stelle entschieden und nur auf diese Entscheidungen kommt es an. Auf G8 wird man sich auf lange Sicht auch darüber unterhalten müssen, wie man in Bezug auf Monokulturen verhalten möchte.

Diese Probleme tauchen immer wieder auf. In Deutschland derzeit beispielsweise im Bereich der Biogasanlagen, wo mittlerweile Pachtpreise von 850 Euro und mehr für nen Hektar aufgerufen werden. Tja, so ist das, wenn man nicht alles bedenkt. Der Markt reguliert das auf seine Weise wenn es nicht Institutionen gibt, die diesen Entwicklungen entgegenwirken.

Ob da der Einzelne Einfluss ausüben kann? Ich habe da so meine Zweifel.
 
Laut einer aktuellen Studie neigen Menschen mit psychischen Störungen zu vegetarischer Ernährung: Klick!

Was ich persönlich schwachsinnig finde, dass man für Vegetarier so was wie Wurst oder Fleischersatz anbietet. Also entweder ich esse kein Fleisch, dann brauche ich auch kein Fleisch"ersatz" in Form von Veggischnitzel oder so, was eh jämmerlich schmeckt.

Meine Ernährungsweise dagegen liegt voll im Trend:
http://www.shape.de/diaet-und-ernaehrung/lebensmittel/a-33587/werden-sie-zum-flexitarier.html

Flexitarier sind auf dem Vormarsch! Dazu würde ich mich auch zählen. :tnx: Zweimal die Woche ohne, das heißt dann mit viel Gemüse und Salat und ohne VeggyCurrywurst; an den anderen Tagen darfs dann gutes Fleisch sein!
 
Zitat von Stürmerbraut;2514001:
Was ich persönlich schwachsinnig finde, dass man für Vegetarier so was wie Wurst oder Fleischersatz anbietet. Also entweder ich esse kein Fleisch, dann brauche ich auch kein Fleisch"ersatz" in Form von Veggischnitzel oder so, was eh jämmerlich schmeckt.

Es ist das Eingeständnis, dass vielen Vegetariern oder Veganern bei ihrer Lebensweise doch etwas fehlt - zumindest geschmacklich, die gesundheitlichen Aspekte lassen wir einmal außen vor. Anders sind solche Angebote nicht zu erklären.
 
Zitat von Stürmerbraut;2514035:
:tnx:

Es geht doch nichts über einen Hirsebratling! :grinsen: ;)

Noch nie gegessen, aber schlecht kann es nicht sein, Papageien futtern das Zeugs ja auch :p

Zitat von Stürmerbraut;2514049:
JA schon, aber wieso dann in Form von Schnitzel oder Würste??

Die Wirtschaft gaukelt den Vegetariern vor, so in der Gesellschaft anerkannt zu werden weil sie nicht auffallen. Haben ja auch "Schnitzel" und "Wurst" im Einkaufswagen.
Und da die Vegetarier drauf hereinfallen, machen die Hersteller so weiter und bringen immer wieder neues auf den Markt.
 
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