Es ist doch auch einfach eine Form von Professionalität, wenn man sich eben nicht in der Öffentlichkeit hinstellt und auf alles und jeden drauf haut, der oder das momentan Anteil am schlechten Abschneiden der Mannschaft hat. Jeder wünscht sich klare Worte, natürlich. Aber es ist doch vernünftig, dass diese nicht in der Öffentlichkeit fallen. Wer glaubt, dass das zu einer Besserung der Lage und einer Beruhigung im Umfeld beiträgt, wenn die Kanonen an Deck gebracht werden, und jeder auf jeden feuert, den er für verantwortlich hält, dem kann man auch nicht mehr helfen. Werder Bremen hat sich über Jahre das Image eines Vereins aufgebaut, bei dem ruhig, abgeklärt, umsichtig, unaufgeregt, professionell und vorausschauend gearbeitet wird. Und an diesem Image haben auch Carlos Alberto, Sarah Connor und Bremer Weinlokale nicht unbedingt rütteln können. Und demzufolge wird es auch einfach nicht passieren, dass
öffentlich versucht wird, das Problem verbal zu lösen.
Aber scheinbar gibt es viele, die sich wünschen, dass einer mal so auf die Ups, ich muss meine Wortwahl ändern

haut, dass die Wände wackeln. Als ob's was hülfe.