Was ich schlimmer als den strukturalistisch angehauchten Fatalismus finde, ist dieser affirmative Unfug von "Marktteilnehmern", "mündigen Verbrauchern" etc. pp. Das hält man ja im Kopf nicht aus, diese "Moralökonomie". Mal was vom Kapitalverhältnis gehört?
Wer den "moralischen Kapitalismus" und den "mündigen Verbraucher" und diese ganzen ideologischen Sachen propagiert, die "guten" Unternehmen vs. "fiese Ausbeuter", der hat einfach mal rein gar nichts begriffen und reproduziert blindwütig das allgemeine Verderben.
Grundlage meiner Argumentation ist nicht eine abstrakte Moral oder gar Ideologie sondern Marktrationalität aka Nachhaltigkeit. Die Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft, die Vernichtung von freien Produktionsgütern (bspw. Wasser) über die Grenzen des Betriebsgeländes hinaus und das setzen negativer Standards (qualitative Regression) ist gesamtwirtschaftlich nachteilig - und das unabhängig davon, ob man nun der einen oder anderen Wirtschaftstheorie näher steht.
(Ich esse übrigens gerne Fleisch, Wurst etc. und kenne auch einige nervige Ökos.)

