Die Leistungen, speziell in der RR, sind wahrlich überschaubar. Das mag möglicherweise tatsächlich am fehlenden, bzw. "falschen" Konzept des Trainers liegen, oder aber auch an den verletzten Spielern, dem Glück in der HR oder dem Pech in der RR, an Piza, oder einfach an allem zusammen.
Dass es der Trainer besser kann, steht wohl außer Zweifel. Selbst heftige Kritiker, wie "NewAgeEule", billigen ihm ja zu, den Verein beinahe ein Jahrzehnt fast durchgehend in der CL gehalten zu haben. Und diese Tatsache nur dem Umstand zuzuschreiben, dass KA dem unfähigen Heini auf der Bank eben die besten Spieler gekauft hat, und deshalb der Trainer am Erfolg relativ schuldlos war, dürfte an der Realität vorbei gehen.
Dennoch ist natürlich nicht zu übersehen, dass TS zur Zeit eingermaßen ratlos wirkt, ja beinahe lethargisch. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neue Saison anlässt. Diese Spielzeit kann man getrost abhaken - bei diesem Restprogramm sorgt einzig die bisherige Punktausbeute für Blutdrücke in nicht lebensbedrohenden Regionen.
Da aber noch nicht absehbar ist, wie die Mannschaft zur neuen Saison aussehen wird, kann auch nicht zwangsläufig vom Erreichen des int. Geschäftes ausgegangen werden. Spielerisch und im Gefüge der Truppe sollten allerdings Fortschritte sichtbar sein, als da wären: Weiträumigere Kombinationen - und nicht nur solche, die sich auf 15 m² des Platzes beschränken, geringere Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen, einstudierte Laufwege, und auch eventuell eine Änderung des Spielsystems, sollten die, für die Rate erfoderlichen Spielertypen, nicht zur Verfügung stehen. Es wäre einfach schön, wieder eine Einheit auf dem Feld bewundern zu können.
Geht aber dieses unstrukturierte Gewurbel weiter, ist Thomas Schaaf vielleicht wirklich mit seinem Latein am Ende - oder schlicht ausgebrannt. Was nach 13 Jahren Trainertätigkeit für Werder und dem damit sicherlich verbundenen Stress auch nicht verwunderlich wäre.
Selbstredend wären dafür allerdings auch Spieler mit der nötigen Einstellung zu ihrem Beruf notwendig. Teilweise sah das heute vom Gros der Mannschaft nach wenig Freude an ihrem Job aus. Stellvertretend hierfür muss der (ehemalige) Leader Claudio Pizarro genannt werden, der dem Trainer und dem Verein durch seine Leistung quasi ausrichten ließ, dass man ihn mal "herzlich am Ups, ich muss meine Wortwahl ändern

lecken" könne!
Zwar kann man TS für Vieles verantwortlich machen, dafür aber eher nicht.