Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Ständig wird propagiert Werder solle "defensiver auftreten", "den Gegner das Spiel machen lassen / kommen lassen", "den Gegner mit Scheinpassivität locken" und was weiß ich und dann forderst Du "Druck".

Wow, damit dürfte klar sein, dass man es Dir nicht recht machen kann! :)

Ich halte fest:

- Ständig wird propagiert Werder solle defensiver auftreten etc. pp

- Ich fordere "Druck"

- Mir kann man es nicht recht machen!

Muss ich noch mehr sagen? Ohne Worte hier...:)
 
Ich glaube nicht mal so sehr, dass diese Spieler alle falsch aufgestellt oder eingestellt sind, sondern einfach entweder überschätzt werden oder diese form derzeit nicht haben.

Das Spieler überschätzt werden mag ja durchaus sein, aber trifft das auch auf die von mir genannten (Marin, Arnautovic, Ekici, Wesley) zu? Mit Ausnahme Wesleys haben doch alle teils beeindruckende Bewerbungen in europäischen Ligen abgeliefert. Marin sogar schon im Werder-Dress. Hat sich Ekici in Nürnberg also ein ganzes Jahr über Wert verkauft? Kann Marin diese Leistungen aus HR 09/10 nur im Verbund mit Özil abliefern? Nicht zuletzt haben sich KATS ja bei den Transfers auch einiges gedacht. Die werden ne Idee gehabt haben, wie man die Stärken solcher Spieler gewinnbringend einsetzen kann.
 
Pff, ist doch so. Kritikpunkt Nummer 1 in den letzten Jahren ist stets gewesen, dass Werder blind anrennt und sich so Konter fängt.

Ich bin nicht "seit Jahren stets gewesen"...und auch das Spiel "Hertha gegen Werder 2012" ist nicht "stets in den letzten Jahren".

Noch mal. Die Hertha war massiv angeschlagen. Man hatte gegen den direkten Abstiegskandidaten vernichtend verloren. Wenn ich da nicht versuche sofort Druck aufzubauen, muss es gute Gründe geben. Diese sind aber ganz offenbar nicht vorhanden...
 
@Boxmulla
Ich habe mir jetzt extra nochmal die letzten 10 Seiten hier durchgelesen und ich muss sagen, du hast meinen Respekt, dass du so ausdauernd und sachlich mit jemanden diskutierst, der 03-04 mit Glück wegdiskutieren will. Das hätte ich mir nicht angetan, ich wäre vielleicht vor lachen umgefallen, aber mehr nicht.

Heute hat man übrigens gesehen, dass der hier oft geforderte Favre seine Mannschaft wohl auch falsch auf Nürnberg eingestellt hat, denn das Spiel FCN-BMG war fast eine Kopie unseres Spiels gegen Nürnberg... oder liegts etwas daran, dass auch Hecking auch was von Fussball versteht und die Nürnberger mittlerweile zu einer defensiv-starken Truppe geformt hat? Nein, ich vergaß, Schaaf ist Schuld.
Sorry, dass ich mich der hier angewandten Polemik nicht entziehen konnte.
 
Bei BMG war es unerwartet, bei unserem Spiel konnte jeder, der ein wenig Sachverstand hat, vor dem Spiel den Spielverlauf und das Ergebnis prognostizieren.

Ein gewaltiger Unterschied, der deine Argumentation aufgrund nicht vergleichbarer Situationen der Vereine ad acta legt.
 
Bei BMG war es unerwartet, bei unserem Spiel konnte jeder, der ein wenig Sachverstand hat, vor dem Spiel den Spielverlauf und das Ergebnis prognostizieren.

Ein gewaltiger Unterschied, der deine Argumentation aufgrund nicht vergleichbarer Situationen der Vereine ad acta legt.

Da stimme ich 100% mit dir überein. Dann verbieten sich jedoch ebenso alle möglichen Trainerwünsche alla Favre, Tuchel und Rangnick, da auch sie in nicht vergleichbaren begebenheiten im Vergleich zu Ts arbeiten;)
 
Da stimme ich 100% mit dir überein. Dann verbieten sich jedoch ebenso alle möglichen Trainerwünsche alla Favre, Tuchel und Rangnick, da auch sie in nicht vergleichbaren begebenheiten im Vergleich zu Ts arbeiten;)

Stimmt, die stellen mit Sinn und Verstand ihre Startelf zusammen und wechseln geschickter. Oder das Training. Oh ja, das liebe Training.

Nicht vergleichbar.


Und nein, verbieten sich nicht, wieso sollten sie.
Nur weil BMG heute so gespielt hat wie wir, nur eben doch noch 2 Klassen besser, darf man also den Trainer nicht hinterfragen? Abenteuerlich.

Nur weil du eine Person über das Wohl des Vereins stellst, muss ich das nicht auch.
Und ja, nichts anderes versuchst du hier darzustellen. So oft du Schaaf auch kritisieren möchtest, gelingt es dir nicht wirklich.
 
Stimmt, die stellen mit Sinn und Verstand ihre Startelf zusammen und wechseln geschickter. Oder das Training. Oh ja, das liebe Training.

Nicht vergleichbar.


Und nein, verbieten sich nicht, wieso sollten sie.
Nur weil BMG heute so gespielt hat wie wir, nur eben doch noch 2 Klassen besser, darf man also den Trainer nicht hinterfragen? Abenteuerlich.

Nur weil du eine Person über das Wohl des Vereins stellst, muss ich das nicht auch.
Und ja, nichts anderes versuchst du hier darzustellen. So oft du Schaaf auch kritisieren möchtest, gelingt es dir nicht wirklich.

Ohh ja und wir haben 2012, das heisst Weltuntergang. Sorry, aber so klingst du für mich. Peinlich.

Abenteuerlich ist eher der Versuch das du mich in irgendein "Fanlager" stecken willst. Das ist absoluter Nonsens. Ich kritisiere Schaaf schon seid Jahren ob du es glaubst oder nicht. Kritik in dem Sinne das er nicht in der Lage ist/war seine Taktik auch dem Gegner anzupassen. Speziell in der Diego Zeit. Mit dem damaligen Kader haben wir uns trotz diverser Erfolge unter Wert verkauft, weil wir speziell gegen die vermeintlich kleinen immer unötig Punkte gelassen haben, weil die wussten wie wir zu knacken waren, was uns letztendlich mindestens eine Meisterschaft gekostet hat. Ich kritisiere TS sturheit, an einem System festzuhalten obwohl das Personal dafür nicht vorhanden ist.
Das bedeutet jedoch nicht das ich Schaaf für die Gesamtentwicklung und die derzeitige Krise alleine verantwortlich mache, so wie du oder Lutscher, sondern das die Gründe umfangreicher sind. Nicht mehr und nicht weniger.
 
Bei BMG war es unerwartet, bei unserem Spiel konnte jeder, der ein wenig Sachverstand hat, vor dem Spiel den Spielverlauf und das Ergebnis prognostizieren.

Ein gewaltiger Unterschied, der deine Argumentation aufgrund nicht vergleichbarer Situationen der Vereine ad acta legt.

Haha, das nenn ich mal ne Argumentation, bei uns ar es vorauszusehen und bei Gladbach nicht. :lol:
Du ziehst immer dann Vergleiche heran, wenns in deine Anti-Schaaf Gesänge passt, aber andersherum ist die Situation nicht vergleichbar?:lol:
Köstlich.
 
Ganz falsch.

Abgesehen davon bin ich von der Taktikdiskussion hier ein wenig enttäuscht. Es wird immer noch viel zu viel rumgetan mit "wir brauchen einen Zehner" oder mit statischen Betrachtungen zum Rauten-System.

Die beste Antwort darauf hat vor ein paar Seiten schon Maddin gegeben, aber er wurde leider ziemlich ignoriert.
Klar ist, um das noch mal zu wiederholen, das Werder natürlich besser da steht, wenn bessere Individualspieler da wären. So schlecht ist das aber jetzt schon nicht, was bei uns spielt und das müßte man doch sehen können.

So wie Schaaf spielen lässt, wären wir jetzt wieder da, wo wir in der letzten Saison waren, wenn die Spieler nicht gut wären. Weil das, was Schaaf spielen lässt, relativ kompliziert ist.

Und damit wäre ich mittendrin in meiner Kritik. Den Spielern werfe ich nur vor, das sie aus den guten Möglichkeiten in Berlin nix gemacht haben. Dem Trainer werfe ich diesmal viel mehr vor und sehe jetzt leider auch einiges von der Kritik bestätigt, die ich vor ein paar Wochen noch von Mick gelesen und bestritten habe.

Von einigen Dingen war ich schockiert:

Es werden die Standards immer noch verschenkt. Absolut ungefährliche Ecken und Freistöße. Schaaf lässt sie nicht üben. Vielleicht sollten die Spieler hier mal Eigeninitiative ergreifen. In meinen Augen ein Kardinalfehler, denn über dieses Mittel kann man am einfachsten Tore und Punkte holen. Deshalb heisst es ja auch standard. Weil das jeder können muss, der mit dem Sport Geld verdienen will.

Zweitens: Die vielen Konzentrationsmängel im Spiel. Mir völlig unerklärlich, wieso es Spieler schaffen, im dichtesten Gewusel den Ball zu behaupten und kontrolliert in den eigenen Reihen zu halten (fussballerisch sind sie also gut bis sehr gut ausgebildet) aber das am Samstag viele Spieler den Ball unbedrängt kaum über 3-5- mtr. an den eigenen Mann brachten. Hier kann man nur wil spekulieren, woran das liegt. Ein Ansatz wäre das komplizierte Spielsystem von TS, das den Spielern sehr viel Aufmerksamkeit abverlangt. Jeder Spieler hat aber nur einen gewissen "Vorrat" an Aufmerksamkeit. Wird der aufgebraucht, kommt es dann eben zu den leichten Fehlern. An fehlender KOndition liegt es jedenfalls nicht.

Drittens: Die als Grundformation (im Spiel variiert das öfter) gewählte Raute hat den großen Vorteil, das man damit schnell das Mittelfeld überbrücken und ein schnelles "vertikales" Offensivspiel aufziehen kann.
Genau das tut Werder aber nicht. Man spielt kaum (viel zu wenig) vertikal in die Spitze. Damit ist der größte Sinn und Zweck dieses Spielsystems verschenkt und es fragt sich, warum man es dann spielt. Tatsächlich sieht man im Spiel soviele komplizierte Variationen, das man sich fragt "wofür der Aufwand" und man eine sehr wahrscheinliche Begründung für die vielen Unkonzentriertheiten der Spieler sieht.

Viertens: Der Gegner. Wer bei unserer Spielweise mal sieht, wie schlecht wir zB. gegen Nürnberg damit aussahen obwohl wir absolut dominant waren und dann mal Nürnberg gegen Gladbach beobachtet kommt sehr wahrscheinlich zu dem Eindruck, das gegen uns alle besser spielen. Das stimmt so natürlich nicht. Nur ist es für gute gegnerische Trainer offenbar viel leichter, ihre Mannschaften gegen uns einzustellen mit dem Resultat, das unser Spiel noch komplizierter und das gegnerische Spiel einfacher, simpler aber gefährlicher wirkt (wenn es dem Gegner gelingt, vor unser Tor zu kommen).

Fünftens: Was mich gegen Hertha noch schockierte war die Tatsache, das unser Spiel so absolut einfallslos war: Immer der gleiche Ball raus ins linke Halbfeld und dort das Gewusel, was uns im besten Fall in die Zone schräg außerhalb des gegnerischen Strafraumecks auf der linken Seite bringen sollte. Es fehlte jedes Überraschungsmoment und es sah so aus, als würde die Mannschaft nur einen Spielzug kennen und diesen krampfhaft über 90 min. wiederholen nach dem Motto: "Irgendwann muss es doch mal klappen".

Diese ganzen Fehler und Widrigkeiten muss der Trainer doch sehen und er muss doch gegensteuern. Die vorhandenen Spieler sind gut genug, wir brauchen keinen Messi, Iniesta oder Schweinsteiger, um besser zu spielen. Nur muss vom Trainer die richtige Ansage kommen und an der fehlt es offensichtlich.

Der Trainer scheint zu unbeweglich und zu dickköpfig, Fehler abstellen zu lassen und die Dinge zu ändern, die besseren Ergebnissen im Weg stehen. Gegen Nürnberg und Hertha hätte es ja auch so klappen können. Nur eben gegen die besseren Gegner in der Liga klappt es so nicht bzw. man verschenkt zu viel vom eigenen Potenzial.
 
@Sofa
Danke für diesen lesenswerten Beitrag, der aufzeigt das man Kritik auch anders formulieren kann:tnx::tnx:
 
@ Sofatester:

Grundsätzlich :tnx::tnx:

Ich tue mich lediglich mit der Annahme schwer, das TS zu unbeweglich bzw. zu dickköpfig sei, um Fehler abstellen zu können.
Ich sehe das Problem vielmehr darin, dass sobald ein Problem behoben zu sein scheint, sich anderswo eine Baustelle auftut.
So sind wir z.B. in der Offensive notorisch schwach, wenn TS es geschafft hat, die Abwehr zu stabilisieren. Umgekehrt fangen wir uns regelmäßig Konter, wenn wir wirklich mal richtig Druck auf den Gegner machen.
Spielen wir mal vertikal in die Spitze, wird das mit Sicherheit das ganze Spiel über durchgezogen, ob das erfolgreich ist, oder nicht.
Kurz gesagt: unser Spiel ist nicht ausgewogen und variabel genug. Und schnell ist es erst recht nicht...
Und genau an dem Punkt frage ich mich dann, ob es nicht einfach mal sinnvoll wäre, den "einfachen" Fußball zu proklamieren, als junge Spieler während der Saison, mit einer hochkomplexen Spielphilosophie zu überfordern...
 
Meiner Meinung nach muss Schaaf weg, das sage ich schon seid einiger Zeit. Darüber täuscht auch nicht die relativ glückliche Hinrunde hinweg. Frisches Blut mit neuen Ideen würde dem Verein sehr gut tun. ABER das wird nicht passieren, denn in diesem Verein ist alles viel zu festgefahren.

Fangen wir in der U23 an, da haben wir einen Trainer der absolut NICHTS aus der Mannschaft rausholt und 3 mal hintereinander abgestiegen ist. Man blieb nur in der Liga weil andere Vereine ihre Lizenzen nicht bekommen haben. Aber wer war der wirklich letzte gute Spieler den die U23 hervor gebracht hat? Trybull und Hartherz zählen nicht, denn die wurden ja auch grade erst verpflichtet... In JEDEM anderen Verein hätten wir endlich mal nen neuen Trainer der U23 der auch vielleicht mal was bewirkt.

Über die Ärztliche Abteilung will ich mal gar nix sagen. Das sollte jeder wissen das der Dimanski ein Witz ist und keine Ahnung. TROTZDEM sitzt der fest im Sattel und steht nicht zur Diskussion!!!

Ja und unsere Co-Trainer glänzen wöchentlich beim Popoklopfen wenn ein Spieler eingewechselt wird und tragen schön fein die Leibchen, aber ein Co -Trainer sollte viel mehr als das sein und den Trainer in vielen Dingen unterstützen.

Ja und Herr Schaaf zeigt seine Überforderung aber sowas von offensichtlich das es schon Angst macht. Woche für Woche spielt Werder einen mega langsamen und planlosen Fussball in der 65.Minute geht dann unser granaten Stürmer Rosenberg vom Platz und Arnautovic kommt, kurz vor Ende packt Herrn Schaaf dann die Panik und es kommt Füllkrug noch vorne rein (Warum der überhaupt spielen darf weiss ich auch nicht...) Nachdem die Talente Thy und Trinks erfolgreich gebrochen wurden und in der Versenkung verschwunden sind haben wir nunmal keine andere Alternative mehr.
Es ist absurd das sich immer alle auf einen Pizarro verlassen der mitlerweile auch eher als Fussball Rentner zählen dürfte. Es kann doch nicht sein das wir keinen torgefährlichen zweiten Stürmer haben und dies keiner bemerkt. Bzw. Arnautovic erst 100 Tore machen muss bis er mal von Anfang an spielen darf. Hertha spielt ein lächerliches Pressing, ABER es reicht völlig aus um Werder komplett zu verunsichern und zu bezwingen. Nürnberg spielt eher schlecht als recht auf Konter, aber da es dort Spieler gibt die den Sprint noch kennen gewinnen auch sie gegen Werder. Ich habe langsam das Gefühl das Werder den langsamsten und einfallslosesten Fussball der Liga spielt. Und wir stehen weitaus besser da als wie es verdient wäre. Jetzt sieht man auch was der Sieg in Hamburg wert ist, nicht wirklich viel..... Und ja es ist schön das Schaaf endlich Jungen Spielern die Chance gibt, aber er ist grade dabei sie alle völlig zu verheizen.

Wie gesagt das beste wäre meiner Meinung nach ein Trainerwechsel damit wir frischen Wind in den Verein bekommen würden, aber dies wird erst passieren wenn Herr Schaaf nicht mehr möchte. Schade der Verein hat in den letzten 3 Jahren 7 Schritte zurück gemacht....
 
Ganz falsch.

Abgesehen davon bin ich von der Taktikdiskussion hier ein wenig enttäuscht. Es wird immer noch viel zu viel rumgetan mit "wir brauchen einen Zehner" oder mit statischen Betrachtungen zum Rauten-System.

Die beste Antwort darauf hat vor ein paar Seiten schon Maddin gegeben, aber er wurde leider ziemlich ignoriert.
Klar ist, um das noch mal zu wiederholen, das Werder natürlich besser da steht, wenn bessere Individualspieler da wären. So schlecht ist das aber jetzt schon nicht, was bei uns spielt und das müßte man doch sehen können.

So wie Schaaf spielen lässt, wären wir jetzt wieder da, wo wir in der letzten Saison waren, wenn die Spieler nicht gut wären. Weil das, was Schaaf spielen lässt, relativ kompliziert ist.

Und damit wäre ich mittendrin in meiner Kritik. Den Spielern werfe ich nur vor, das sie aus den guten Möglichkeiten in Berlin nix gemacht haben. Dem Trainer werfe ich diesmal viel mehr vor und sehe jetzt leider auch einiges von der Kritik bestätigt, die ich vor ein paar Wochen noch von Mick gelesen und bestritten habe.

Von einigen Dingen war ich schockiert:

Es werden die Standards immer noch verschenkt. Absolut ungefährliche Ecken und Freistöße. Schaaf lässt sie nicht üben. Vielleicht sollten die Spieler hier mal Eigeninitiative ergreifen. In meinen Augen ein Kardinalfehler, denn über dieses Mittel kann man am einfachsten Tore und Punkte holen. Deshalb heisst es ja auch standard. Weil das jeder können muss, der mit dem Sport Geld verdienen will.

Zweitens: Die vielen Konzentrationsmängel im Spiel. Mir völlig unerklärlich, wieso es Spieler schaffen, im dichtesten Gewusel den Ball zu behaupten und kontrolliert in den eigenen Reihen zu halten (fussballerisch sind sie also gut bis sehr gut ausgebildet) aber das am Samstag viele Spieler den Ball unbedrängt kaum über 3-5- mtr. an den eigenen Mann brachten. Hier kann man nur wil spekulieren, woran das liegt. Ein Ansatz wäre das komplizierte Spielsystem von TS, das den Spielern sehr viel Aufmerksamkeit abverlangt. Jeder Spieler hat aber nur einen gewissen "Vorrat" an Aufmerksamkeit. Wird der aufgebraucht, kommt es dann eben zu den leichten Fehlern. An fehlender KOndition liegt es jedenfalls nicht.

Drittens: Die als Grundformation (im Spiel variiert das öfter) gewählte Raute hat den großen Vorteil, das man damit schnell das Mittelfeld überbrücken und ein schnelles "vertikales" Offensivspiel aufziehen kann.
Genau das tut Werder aber nicht. Man spielt kaum (viel zu wenig) vertikal in die Spitze. Damit ist der größte Sinn und Zweck dieses Spielsystems verschenkt und es fragt sich, warum man es dann spielt. Tatsächlich sieht man im Spiel soviele komplizierte Variationen, das man sich fragt "wofür der Aufwand" und man eine sehr wahrscheinliche Begründung für die vielen Unkonzentriertheiten der Spieler sieht.

Viertens: Der Gegner. Wer bei unserer Spielweise mal sieht, wie schlecht wir zB. gegen Nürnberg damit aussahen obwohl wir absolut dominant waren und dann mal Nürnberg gegen Gladbach beobachtet kommt sehr wahrscheinlich zu dem Eindruck, das gegen uns alle besser spielen. Das stimmt so natürlich nicht. Nur ist es für gute gegnerische Trainer offenbar viel leichter, ihre Mannschaften gegen uns einzustellen mit dem Resultat, das unser Spiel noch komplizierter und das gegnerische Spiel einfacher, simpler aber gefährlicher wirkt (wenn es dem Gegner gelingt, vor unser Tor zu kommen).

Fünftens: Was mich gegen Hertha noch schockierte war die Tatsache, das unser Spiel so absolut einfallslos war: Immer der gleiche Ball raus ins linke Halbfeld und dort das Gewusel, was uns im besten Fall in die Zone schräg außerhalb des gegnerischen Strafraumecks auf der linken Seite bringen sollte. Es fehlte jedes Überraschungsmoment und es sah so aus, als würde die Mannschaft nur einen Spielzug kennen und diesen krampfhaft über 90 min. wiederholen nach dem Motto: "Irgendwann muss es doch mal klappen".

Diese ganzen Fehler und Widrigkeiten muss der Trainer doch sehen und er muss doch gegensteuern. Die vorhandenen Spieler sind gut genug, wir brauchen keinen Messi, Iniesta oder Schweinsteiger, um besser zu spielen. Nur muss vom Trainer die richtige Ansage kommen und an der fehlt es offensichtlich.

Der Trainer scheint zu unbeweglich und zu dickköpfig, Fehler abstellen zu lassen und die Dinge zu ändern, die besseren Ergebnissen im Weg stehen. Gegen Nürnberg und Hertha hätte es ja auch so klappen können. Nur eben gegen die besseren Gegner in der Liga klappt es so nicht bzw. man verschenkt zu viel vom eigenen Potenzial.

Auch wenn ich grundsätzlich immer gegen voreilige Trainerwechsel bin und mir die ganzen "Schaaf raus" - Rufer auf den Sack gehen, aber das ist wenigstens eine sachlich argumentierte Kritik, der ich gerne zustimme. :tnx::tnx:

Im krassen Gegenzug dazu steht Jarmeros Beitrag
 
Die großen Probleme lagen gegen Hertha in der Offensive. Das Hertha wenige Torschüsse hatte, aber dafür sehr gefährliche, sollte nicht vernachlässigt werden, trotzdem wurde das Spiel vor allem offensiv verloren. Sehr auffällig fand ich, dass die meisten Angriffe strikt über eine Seite gespielt worden und sich das Anbieten auf die Strafraumbreite begrenzte. Die Außenverteidiger haben selten Breite geschaffen und wenn, dann nicht in ausreichender Höhe, um dadurch das Mittelfeld zu unterstützen. Häufig wurde ein wenig gewinnbringender Pass vom IV zum AV (oft Hartherz) gespielt, die gesamte Werder-Mannschaft schob auf diese Seite herüber (irgendwo war evtl. noch ein ballferner AV, meistens auf IV-Höhe eingerückt und somit aus dem Spiel). Der AV wurde dann gepresst und spielte den 6er oder Halbspieler kurz an. Es wurde dann versucht mit kurzen Pässen auf engstem Raum nach vorne zu kommen. Der Raum war aber durch viele Herthaner und Werderaner so eng, dass irgendwann ein Fehler beim Klatschenlassen oder der Ballmitnahme passierte und Hertha schnell versuchte die verwaiste Seite zu nutzen. Es gehörte also zum Spielstil die Ballseite zu überladen und dort Dominanz aufzubauen und sich dann nach vorne zu kombinieren - sehr anspruchsvoll und noch nicht annähernd ausgereift. Das Kombinationsspiel war dann deutlich zu langsam, deshalb war es für Hertha recht einfach zu verteidigen. Es wurden kaum Lücken gerissen, wodurch dieses langsame Kombinationsspiel zustande kam. Ich glaube häufigere Spielverlagerungen durch das Mittelfeld wären für Hertha zum Problem geworden, dann hätte man die technische Überlegenheit durch etwas mehr Raum ausspielen können. Sehr schwach fand ich das Freilaufverhalten der Spitzen. Wenn man mit zwei Spitzen spielt, dann muss das Freilaufen auch aufeinander abgestimmt sein. Von gegenseitigem Räume freiziehen war kaum etwas zu sehen, dadurch verpuffte der Effekt der Doppelspitze. Häufig wich einer auf den Flügel aus, der aber augenscheinlich nicht wusste, was der andere macht. Das dann noch gute Chancen nicht genutzt wurden, war natürlich schade. Hertha hatte aber auch keine gute Chancenverwertung und die Anzahl an Großchancen war ungefähr gleich. Deshalb finde ich es eher problematisch, dass nicht mehr Gelegeneheiten gezielt erspielt wurden. Ich hatte auch den Eindruck, dass mehrere Spieler etwas überfordert wirkten, wenn sie den Ball hatten und nicht schnell genug wussten, wo die Mitspieler sind und welche Idee es für den Angriff gibt. Dazu oder evtl. auch dadurch kamen einfache technische Fehler (bspw. Iggy bei der Ballmitnahme, Pässe von Hartherz). Ich bin sehr gespannt, ob es so weiter geht oder ob sich eine Entwicklung einstellt, die kreativen und erfolgreichen Fußball beinhaltet (was ja das Ziel ist). Konstanz wird man in dieser Saison noch nicht erwarten dürfen - eine Entwicklung schon. :svw_applaus:
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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