Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Ja darüber hatten wir gemailt Arnautovic dürfte das Gegenteil zu Wesley sein ist im Cash Flow aber nicht im GUV 09/10. Ich wollte nur damit sagen dass wenn man hohe Transferausgagen in einem Jahr hat sich das im Cash Flow negativer auswirkt als in einer Bilanz. Sprich die Bilanz immer besser aussieht als es eigentlich ist.

Kann mir nicht vorstellen das man das Spielermaterial degressiv abschreiben kann denn das macht überhaupt keinen Sinn. Normalerweise werden die wie Lizenzen beurteilt und die muss man zwingend linear abschreiben.

Bei Vertragsverlängerungen wird der Restbuchwert auf die neuen Vertragsjahre aufgeteilt.

Da aber mittelfristig geplant wird (und die Spieler noch vollständig abgeschrieben werden können), ist das ja nicht weiter schlimm. Leider weiß man nicht, wie hoch die Abschreibungen 10/11 waren.

Seit 2006 waren die Abschreibungen zwischen 14 bis 23 Mio. In den letzten Jahren hat Werder wieder mehr investiert, so dass auch die Abschreibungen in den nächsten Jahren wieder steigen sollte. Könnte mir sogar vorstellen, dass die Abschreibungen in der nächsten Saison trotz der Investitionen 10/11 ähnlich sein könnten. Dann würde die Bilanz also etwa der (cash-flow) Realität entsprechen...

Auf jeden Fall muss man schon auch die Abschreibungen berücksichtigen und kann nicht sagen: Nur 7 Mio Gewinn....zieht da mal die CL- und Transfereinnahmen von ab....

Ja klar. Aber was ist mit neuen Beratergeldern? Handgelder dürften ja zu den Personalkosten gezählt werden!?
 
Auf jeden Fall muss man schon auch die Abschreibungen berücksichtigen und kann nicht sagen: Nur 7 Mio Gewinn....zieht da mal die CL- und Transfereinnahmen von ab....

Ja klar. Aber was ist mit neuen Beratergeldern? Handgelder dürften ja zu den Personalkosten gezählt werden!?

Ja gut wenn du aber die Abschreibungen berrücksichtigst also zu den 7 Mio draufrechnest dann musst du natürlich auch die Transferausgaben wieder abziehen. Wenn wir davon ausgehen das beide in etwa gleich hoch sind bleibt es sozusagen bei nem Nullsummenspiel also den 7 mio Überschuss. Dementsprechend ist das Ergebnis jetzt nicht so überragend. Man muss aber auch bedenken das man in der CL zeitig ausgeschieden ist und im DFB Pokal auch. Aber ohne CL und den Özilerlös würde das Ergebnis in der Tat katastrophal aussehen.

Die Beratergelder würde ich zu den Personalkosten hinzuziehen. (Nebenleistungen teilen das Schicksal der Hauptleistung)
 
Ja gut wenn du aber die Abschreibungen berrücksichtigst also zu den 7 Mio draufrechnest dann musst du natürlich auch die Transferausgaben wieder abziehen. Wenn wir davon ausgehen das beide in etwa gleich hoch sind bleibt es sozusagen bei nem Nullsummenspiel also den 7 mio Überschuss. Dementsprechend ist das Ergebnis jetzt nicht so überragend. Man muss aber auch bedenken das man in der CL zeitig ausgeschieden ist und im DFB Pokal auch. Aber ohne CL und den Özilerlös würde das Ergebnis in der Tat katastrophal aussehen.

Die Beratergelder würde ich zu den Personalkosten hinzuziehen. (Nebenleistungen teilen das Schicksal der Hauptleistung)

Könnte erklären, warum diese so hoch sind...die Beraterkosten aus Transfers gehen dann in die Investitionen.

Klar...aber man hat eben auch investiert, weil man in den Vorjahren gespart hat. Ohne die Abschreibungen und die noch vorhandene Liquidität und mögliche Rückstellungen kann man das Ergebnis doch noch gar nicht wirklich beurteilen...man sollte ja auch immer bedenken, dass die Özil und CL-Gelder erst im August klargemacht wurden. Diese Gelder hätten auch weg sein können (minus EL-Gelder)....ich gehe auch stark davon aus, dass die CL auch einiges kostet...

Gemeint war das Potential. Man ist ja nicht gezwungen zu investieren ;-).
 
Müssen wir unbedingt in die CL kommen um diesen Kader halten zu können, oder würde es da auch die Europa-League tun?

Lässt sich so pauschal nicht sagen in der CL wären die garantierten Einnahmen normalerweise hoch genug um eine positive Bilanz zu erzielen zumal man die Kaderkosten gesenkt hat und auch die Transfereinnahmen Mertes hat.

In der EL hängt es dann stark vom abschneiden ab. In der ersten Runde wird noch kaum Profit erzielt. (Kaum Fernsehgelder, evtl. hohe Kosten für Anreise, Spielerprämien etc.) Erst bei besserem Abschneiden dürften die Einnahmen groß genug sein.

Es hängt aber auch noch davon ab wie sich das Sponsoring in Zukunft entwickelt wie stark man in der BuLi abschneidet und DFB Pokal etc..
 
Zudem müsste man noch klären, zu welchem Preis die grüne Brust im nächsten Jahr geschmückt wird. Die Targobank rückt im nächsten Jahr bekanntlich ins zweite Glied...
 
Passt glaube ich ganz gut hier rein oder? Wenn nicht bitte verschieben in einen entsprechenden Thread.

http://www.kreiszeitung.de/sport/fu...china-wir-waeren-nicht-abgeneigt-1560835.html

Finde ich super denn dort dürfte einiges an Kohle warten welche man nur abgreifen muss. :D Ich frage mich allerdings ob es sinnvoll ist die Saisonvorbereitung dort zu absolvieren aufgrund der Zeitumstellung? Auf jeden Fall der richtige Schritt. :thumb:

Edit: Hab mal den Link der der Bild Zeitung ausgetauscht. ;) Danke @der_1910
 
Gibt es schon de Bilanz?

Wenn ja, kann jemand den link zur Verfügung stellen und mal ein zwei Kommentare schreiben?

Scheint so als ob sich in diesem Thread ganz ordentliches Wissen tummelt, welchesich gern nutzen würde :D

Danke schon mal,
Gruss
D. A.
 
Gibt es schon de Bilanz?

Wenn ja, kann jemand den link zur Verfügung stellen und mal ein zwei Kommentare schreiben?

Scheint so als ob sich in diesem Thread ganz ordentliches Wissen tummelt, welchesich gern nutzen würde :D

Danke schon mal,
Gruss
D. A.

Die letzte Bilanz ist die von 09/10. Einzusehen bei www.ebundesanzeiger.de durch nach "Werder Bremen GmbH & Co KG aA" suchen.

werderiti ist da sicherlich kompetenter, aber vielleicht kann ich Dir ja auch helfen. Also frag gerne....
 
Buchungssätze:
ca 16 mio? Forderung an Verkauf Sachanlagen
ca. 2 mio? ( Restbuchwert) Anlagenabgang an Immatierielles Vermögen(Spielerwerte)

Wird also den Gewinn um ca 14 mio erhöht haben.

Liebe Werder-Fans,
ich bekomme zwar regelmäßig Kopfschmerzen, wenn ich die z.T. eher unqualifizierten Aussagen in diesem Thread lese, habe das aber bislang nicht kommentiert. Bei den o.g. Buchungssätzen darf ich aber mal kurz korrigieren:
Was hat der Verkauf eines Spielers mit Sachanlagen oder einem Anlagenabgang zu tun? -> Nichts. Die aktivierten Transferentschädigungen für Rechte, Spieler einsetzten zu dürfen, stecken im immateriellen Vermögen. Insofern wahrscheinlich richtig gemeint, aber dennoch substantiell falsch.
ANNAHME: Özil wurde für 16 Mio. EUR verkauft, die Rechte standen noch mit 2 Mio. in den Büchern (imm. Verm.).
Der initiale Buchungssatz müsste also BEISPIELHAFT (und ohne Steuern) etwa so aussehen:
Forderungen an immaterielles Vermögen 2 Mio. EUR
................. an Umsatzerlöse 14 Mio. EUR

Hmm ob man tatsächlich soviel mehr eingenommen hat zeigt eine Cash-
flow-Rechnung. Ich habe da so meine Zweifel gerade weil die Transferausgaben 10/11 recht hoch waren ( z.b. Wesley mit ca 8mio) aber lediglich über einen Zeitraum abgeschrieben werden. Sprich in der Bilanz stehen z.b bei Wesley lediglich ca. 2 mio als Aufwand (Abschreibung) obwohl tatsächlich bereits 8mio bezahlt wurden. Im Fall Wesley sieht die Bilanz da eher rosiger aus als eine einfache Gewinn - Verlustrechnung ( Einnahmenüberschussrechung)

Alles richtig gemeint, die Bilanz zeigt natürlich die fortgeführten Anschaffungskosten, die kummulierten Abschreibungen sind aber nicht separat ausgewiesen. Ob mit Spielerkäufen/-verkäufen netto Geld eingenommen oder ausgegeben wurde, zeigt der Cashflow aus Investitionstätigkeit. Dieser enthält natürlich nur die in dem Jahr gezahlten/erhaltenen Raten, d.h. z.B. die Millionen aus dem Diego-Transfer dürften sich anteilig im letzten Abschluss noch widerspiegeln.

Im Übrigen: Cashflows mit Abschreibungen zu vergleichen macht m.E. wenig Sinn, da der (indirekt ermittelte) Cashflow ja gerade das Gesamtergebnis korrigiert um Vermögensabgänge, Abschreibungen und andere nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge darstellt.

Soviel klugsch* sei mir verziehen ...
 
Liebe Werder-Fans,
ich bekomme zwar regelmäßig Kopfschmerzen, wenn ich die z.T. eher unqualifizierten Aussagen in diesem Thread lese, habe das aber bislang nicht kommentiert. Bei den o.g. Buchungssätzen darf ich aber mal kurz korrigieren:
Was hat der Verkauf eines Spielers mit Sachanlagen oder einem Anlagenabgang zu tun? -> Nichts. Die aktivierten Transferentschädigungen für Rechte, Spieler einsetzten zu dürfen, stecken im immateriellen Vermögen. Insofern wahrscheinlich richtig gemeint, aber dennoch substantiell falsch.
ANNAHME: Özil wurde für 16 Mio. EUR verkauft, die Rechte standen noch mit 2 Mio. in den Büchern (imm. Verm.).
Der initiale Buchungssatz müsste also BEISPIELHAFT (und ohne Steuern) etwa so aussehen:
Forderungen an immaterielles Vermögen 2 Mio. EUR
................. an Umsatzerlöse 14 Mio. EUR



Soviel klugsch* sei mir verziehen ...

Autsch! Du hast gerade gg die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung §238 HGB verstoßen. Deine Buchungssätze sind völlig falsch! Zwischen Erlösen und Aufwendungen besteht ein Verrechnungsverbot! Immaterielle Vermögensgegenstände sind keine Sachanlagen das ist richtig. Sie werden aber dennoch wie solche behandelt und sind außerdem dem Anlagevermögen zuzuorden.
Die korrekten Buchnungssätze müssten wie folgt aussehen.

Forderungen an Erlöse aus Verkauf immaterielle Verm. 16 mio
( das Konto Umsätzerlöse darf nicht benutzt werden, da es sich um einen Posten aus dem Anlagevermögen handelt )
Anlagenabgang immatierieller Vermögensg bei Buchgewinn an immaterielles Verm. 2 mio

http://de.wikipedia.org/wiki/Immaterieller_Vermögensgegenstand

Also wenn klugsch. dann richtig!

Aber was du da geschrieben hast ist buchhalterisch eine Katastrophe!
 
Die Buchungssätze sind aber auch vollkommen wurst. Sicher ist jedoch, dass ein Spieler, der mit 2 Millionen in den Büchern steht und für 14 Millionen verscherbelt wird, einen Gewinn von 14 Millionen erzeugt (vor Steuern). Die Buchungssätze sind da doch wohl ziemlich schnullibulli (es sei denn für Erstsemester oder Azubis, die eine lausur schreiben müssen).
 
Die Buchungssätze sind aber auch vollkommen wurst. Sicher ist jedoch, dass ein Spieler, der mit 2 Millionen in den Büchern steht und für 14 Millionen verscherbelt wird, einen Gewinn von 14 Millionen erzeugt (vor Steuern). Die Buchungssätze sind da doch wohl ziemlich schnullibulli (es sei denn für Erstsemester oder Azubis, die eine lausur schreiben müssen).

Du meinst für 16 mio verscherbelt...;)

Du hast aber völlig recht im Prinzip ist das eigentlich völlig egal.

Ich fühlte mich halt nur nen bisschen in meiner Berufsehre angegriffen da musste ich darauf antworten:)
 
Autsch! Du hast gerade gg die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung §238 HGB verstoßen. Deine Buchungssätze sind völlig falsch! Zwischen Erlösen und Aufwendungen besteht ein Verrechnungsverbot! Immaterielle Vermögensgegenstände sind keine Sachanlagen das ist richtig. Sie werden aber dennoch wie solche behandelt und sind außerdem dem Anlagevermögen zuzuorden.
Die korrekten Buchnungssätze müssten wie folgt aussehen.

Das Netting war natürlich Quatsch. Sorry!
 
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