Zitat von Fußballgott;2202305:
Laut Klaus Filbry verdient Werder aktuell mehr durch Sponsoring als in den CL-Jahren. Das lag wohl am damaligen Marketinggenie Manfred Müller...
Wow. Immer diese Hassfiguren.
Auch unter Manfred Müller wurde von Sponsor zu Sponsor mehr verdient, weil es einfach in den Trend passte . Aber wahrscheinlich sind auch diese Deals von Infront eingefädelt worden, so dass das Know How von MM gar nicht gefragt war.
Achja: unter wessen Regie sind eigentlich die lukrativen Co-Sponsoringverträge mit Volkswagen, Coca Cola und Beluga eingefädelt worden? Ich denke außerdem, dass die Kooperationsverträge mit EWE/SWB unter Erhaltung des Stadionnamens auch ein gutes Stück weitergeholfen haben.
Und wenn Du schon in einem anderen Thread auf den Stadionumbau herumreitest und unbedingt auf die Stahlpreise zurückkommen willst:
Wer ist eigentlich für Preisabsicherung von Rohstoffen verantwortlich? Richtig, derjenige der den Stahl als Rohstoff zu kaufen hat. Und dass Werder neuerdings zur stahlverarbeitenden Industrie gehört ist mir neu. Als Endabnehmer hat man sich nicht um Rohstoffderivate zu kümmern sondern zahlt den Endpreis für eine Dienstleistung. Die hätte man sicherlich preislich vorher fixieren können. Da solche Verträge aber immer zweiseitig sind, ist auch die Frage ob die Baufirma als Vertragspartner da bei volatilen Märkten überhaupt mitgespielt hätten.
Das einzige was ich Müller vorwerfe ist der ungeschickte Umgang mit der Öffentlichkeit. Die Machbarkeitsstudien und Kalkulationen hat schließlich nicht er gemacht sondern entsprechende Planungsbüros.
Jedenfalls hätte er gut daran getan, nicht gleich mit seinen Luftschlössern an die Öffentlichkeit zu gehen. Eine Vision ist dadurch von vielen als Versprechen aufgefasst worden, woraus ihm im Nachhinein einen Strick gedreht haben. Er hätte gut daran getan, die Pläne solange intern zu behandeln, bis die Konzeptionsphase definitiv abgeschlossen ist, inklusive aller Genehmigungsverfahren. So hat er die Öffentlichkeit schön an der Entwicklung teilhaben lassen, so dass Reaktionen auf die Planänderungen vorprogrammiert waren. Dass da viele Kritiker bei sind, denen das Verfolgen der Märkte zu anstrengend ist und die somit die Preisexplosion an den Rohstoffmärkten ins Reich der Fabeln verwiesen haben, ist bei solchen Diskussionen auch normal.
Im Nachhinein wäre höchstens eine abwartende Haltung eine Option gewesen. Dann aber hätte man sich bereits immenser Einkünfte aus den VIP-Erlösen und der PV-Anlage beraubt. Außerdem wäre das Geschrei wohl noch größer gewesen, wenn einerseits das Kader-Budget drastisch reduziert wird, andererseits 80 Mio für Umbaumaßnahmen kolportiert werden. Dass diese Zahlungsströme buchhalterisch zu trennen sind, hat ja bisher eh viele nicht interessiert
...aber jetzt schweife ich ab.
Es geht um Sponsoren, der Stadionumbau ist ja soweit abgehakt.