Allgemein bin ich nur bedingt von Freuds Psychoanalyse angetan. Dennoch gehört es zu bedeutsamer Fachliteratur, das stimmt auf jeden Fall.
Oft ist es so, dass die Inhalte bekannter Persönlichkeiten sowieso regelmäßig allerorts wiedergegeben werden und man auch ohne die entsprechende Literatur eh schon einen groben Überblick hat. Das würde dafür sprechen, sich dann eher mit anderen, in der Öffentlichkeit noch nicht derartig publiken Standpunkten auseinander zu setzen. Mit Freud, um bei deinem Beispiel zu bleiben, hatte ich auch so schon zu tun und werde es noch weiter bekommen.
Dennoch habe ich ein Interesse daran, ihn noch zu lesen. Habe ich bei anderen Autoren z.T. schon gemacht, möchte ich auch bei Freud noch.
Letzten Endes kommt es auch darauf an, wie tief man in Themen eintauchen möchte. Möchte man nur Überblickswissen haben, liest man halt Prechts Bücher, der philosophische Standpunkte zusammenfasst, anstelle jeden einzelnen besagter Philosophen selber zu lesen. Nur ein mögliches Beispiel, wie manch einer dort womöglich denkt.
Die Frage ist auch, ob man zwischen (teilweise) hochwissenschaftlicher Lektüre noch Lust auf Ähnliches hat, oder man sich nicht lieber mit Sachliteratur begnügt, die dann doch etwas trivialer ist als zumindest Einiges aus dem Studium. Das ist momentan für mich noch kein Hindernis, ich werde merken, ob und wie es sich in den nächsten Jahren verändert.