Vor allem warte ich nach bereits mindestens 15 Katastrophenpässen in die Füße der Gegner darauf, dass er langsam mal soetwas wie "Stärken im Spielaufbau" überhaupt erkennen lässt. Er hat...........
Nun, immerhin bist Du in der Lage, die Katastrophenpässe zu erkennen, wenngleich man wohl trefflich darüber streiten kann, ob die Zahl "15" bisher schon erreicht wurde.
Die Stärken im Spielaufbau und ein sehr hohes Potenzial für einen deutlich überdurchschnittlichen Bundesliga-Innenverteidiger müßte ein Fußballfachmann eigentlich schon längst erkannt haben, wenn er nicht durch Voreingenommenheit geblendet wäre.
Affolter wurde als 20 jähriges Talent aus einer deutlich schwächeren Liga von der Bank geholt, das er da nicht sofort auf dem Niveau der übrigen arrivierten (verletzten) Innenverteidiger agieren kann, ist normal.
Ändert aber nichts daran, das ich dem Franz eine große Karriere zutraue und schon jetzt zufrieden mit dem Transfer bin.
Eine anscheinend gute Type, jemand mit sehr viel Potenzial, der viel Willen zu Topleistungen mitbringt, der diszipliniert ist, keinen Rummel um sich macht und bisher versucht, aus Fehlern zu lernen ist schon mal o.k.
Größere Erwartungen wären unrealistisch. Es gehört zu dem momentan im Gange befindlichen Umbruch dazu, das vieles nicht so gut klappt.
Es ist schwer, Geduld für all die Fehler und Unzulänglichkeiten aufzubringen, die wir momentan alle sehen müssen, aber wenn wir den Umbruch erfolgreich bewältigen wollen, geht es nicht anders.
Es ist kein Geld da, "fertige" Spieler zu kaufen, die annähernd eine Garantie für Leistungen aus der vergangenen Zeit bieten, als Werder jahrelang immer um die Meisterschaft spielte und sich für die CL qualifizierte und dort zumindest bis zum Achtelfinale eine gute Figur abgab.
Da wollen wir erst wieder hin und auf dem Weg dahin, wird man sich mit manch öder Kost und manchem Fehlpass abfinden müssen.
Immerhin können wir uns wenigstens damit trösten, das diese sehr jungen Spieler zumindest das Potenzial zu großen Spielern haben. Es gehört zu den spannenden Dingen, das keiner weiß, ob aus den Leuten mal Topstars oder gescheiterte Vollflops werden. Aber es ist besser, als wenn wir mit abgehalfterten alten mittelmäßigen Spielern, Durchlauferhitzern oder jungen Spielern ohne dieses Potenzial antreten müssten.
Diejenigen, die von Werder in düsteren Zeiten (70er, 95-99) noch viel schlimmeren Gurkenfussball zu sehen bekamen, ertragen es wohl besser als die verwöhnteren Fans, die meist nur tollen Fussball von Werder erleben durften.